Hund bellt andere Hunde an...
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Ich habe am Anfang mit Geschirr gearbeitet, habe das jetzt aber wieder gegen das Halsband getauscht. An der Schleppleine läuft er locker, da ist er mit Halsband besser dran. In "freier Wildbahn" kennt er seinen Radius inzwischen und ich brauche nur "Langsam" oder "Komm zurück" zu sagen, bevor die Schleppleine spannt.
Ich denke auch, wenn man konsequent dabei bleibt, dann wird das schon.
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Hallo!
Ich misch mich hier mal einfach mit ein.

Mein Balou (1 Jahr alt) spielt sich bei anderen Hunden genauso auf. Ich muss ihn mit aller Kraft festhalten, wenn ein anderer Hund kommt, denn mit seinen 32 kg hat er ja auch ordentlich Kraft. Und dann geht jedes Mal das gleiche Theater los: bellen, jaulen, springen,... Jedes Mal ein Horror. Wenn er seinen Willen nicht bekommt und nicht hindarf, dann fängt er förmlich an zu pöbeln mir gegenüber. Er beißt dann in die Leine und knurrt bedrohlich, gelegentlich versucht er auch zu schnappen. Ich muss ihn dann am Halsband festhalten und seinen Kopf fixieren, damit weder er noch ich mich verletzen. Mit einem Halti habe ich es auch schon versucht, aber da er so wild und verrückt wird, wenn er einen anderen Hund sieht, haut er auch mit dem Kopf ordentlich hin und her und da würde man ihn mit einem Halti nur verletzen.
Also habe ich mir auf anraten meiner Hundetrainerin jetzt ein Würgehalsband geholt. (Keins mit Stacheln, um Himmels Willen...) Ich habe ein Nylon-Halsband, was am Verschluss eine Kette hat, die sich ein Stück zuzieht, wenn der Hund an der Leine zieht. So merkt er, dass es wortwörtlich "eng" wird, wenn er sich so aufspielt. Seitdem spielt er sich zwar immer noch extrem auf bei anderen Hunden, lässt sich aber deutlich schneller wieder unter Kontrolle bekommen.
Unsere Trainerin hat gesagt, da hilft nur Üben, Üben, Üben... Man muss ihm beibringen, dass es sich für ihn lohnt, wenn er mich anguckt statt den anderen Hund und dass dieses Aufgespiele eh nichts bringt... Wir üben jetzt jeden Tag an der Schleppleine und er wird belohnt, wenn er freiwillig neben mir herläuft. Ich soll immer Leckerlies auf den Boden schmeißen, damit er merkt: "Hey, bei Frauchen ist es am besten, in ihrer Nähe findet man immer was tolles. Ich muss ja gar nicht mehr weg und hab hier den größten Spaß der Welt."
Leichter gesagt als getan... Also an der Schleppleine läuft er mittlerweile wirklich schon super, aber an dem Problem mit den anderen Hunden hat das auch noch nichts geändert. Er lässt sich in solchen Momenten auch von nichts ablenken. Ich hab es freundlich mit Leckerlies versucht, ich hab geschimpft und ich hab versucht ihn frühzeitig abzulenken, nichts hilft. Laut Hundetrainerin soll man zügig vorbei gehen, möglichst den Bogen vergrößern und scharf "Pfui" rufen, wenn er sich so aufspielt. Mal sehen ob wir damit Erfolg haben...

Würgehalsbänder sind für mich Tierquälerei und basta! Klar ist man verzweifelt, ich kenne das was das Jadgverhalten angeht. Aber einen Hund für etwas bestrafen, was ihm angeboren ist? Nie! Es wird ihm wahrscheinlich nicht gut genug vermittelt, was man von ihm möchte. Hunde haben ihre eigene Sprache und das Problem der Menschen ist es, Hunde zu vermenschlichen.
Und eine Hundetrainerin, die auch noch solche Ratschläge gibt, gehört eingesperrt
So siehts aus! -
Zu Würgehalsbändern und Schlepp mit Geschirr sag ich jetzt mal nix

Zum "Leinepöbeln": Ich persönlich würde sowas immer über positive Verstärkung aufbauen. Erziehung über (positive) Strafe hat aus meiner Sicht zu viele "Stolpferfallen" und sollte wenn überhaupt, dann von Profis angewendet werden.
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ich kenn das Problem von meinem Hund leider auch.
Ich finde das wichtiges ist erstmal die dahintersteckende Motivation zu erkennen.
Bei meinem ist es Angst/Unsicherheit.
Der 2. wichtige Punkt ist die Aufmerksamkeit des Hundes zu bekommen, weil nur so kann er richtiges Verhalten lernen. Wenn er sich reinsteigert oder mit Leckerlis betäubt wird, wird sich nie was ändern, weil er in keinen lernfähigen Zustand ist.
Die Aufmerkamkeit zu bekommen ist anfangs sauschwer. Ich hab dafür 2 Monate trainiert und erst seit kurzem fängt mein Hund an auf mich und meine Kommandos zu achten.
Abbruchkommandos immer schon bei kleinsten Anzeichen zum Fehlverhalten geben.
Nicht die Hoffnung zu früh aufgeben, es braucht seine Zeit bis der Hund es kapiert. -
Ich denke dass mit dem Würgehalsband habt ihr ein bisschen falsch verstanden. Das Halsband, das ich besorgt habe, würgt ihm nicht den Hals zu, sondern es wird nur enger. Ich bin auch kein Fan davon, aber mir ist es lieber, dass er schnell wieder "runter" kommt und sich nicht verletzt, anstatt sich minutenlang in sein normales Halsband zu hängen bis er röchelt und hustet und selbst dann hat er ja nicht aufgehört. DAS verursacht nämlich viel mehr Schäden am Hals. Aber wer das lieber möchte, bitte. Mit dem neuen Halsband läuft das deutlich entspannter... Und ich bin meiner Hundetrainerin sehr dankbar für den Tipp.
Und es ist bei Balou auch kein Jagdtrieb, sondern Unsicherheit. Und auch das haben wir inzwischen dank unserer super Trainerin in den Griff bekommen. Anstatt anderen Hunden entgegenzuspringen, bleibt er meist bei mir. An der Schleppleine können wir ruhig auf andere Hunde zugehen, nur an der kurzen Leine haben wir noch ein paar Probleme. -
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Ich habe hier auch so einen Leinenpöbler aus Unsicherheit. Aber gerade bei Unsicherheit will ich aber mit nichts kommen, was dem Hund unangenehm ist. Denn die Verknüpfung fremder Hund = Zuziehen am Hals = Unangenehm o.ä. kann nicht gut gehen und das kann man nicht ausschließen. Da hätte ich dann Angst, dass er nachher im Freilauf auch nicht mehr verträglich ist, weil er fremde Hund mit etwas negativem verbindet.
Wir kommen da in ganz kleinen Schritten voran, dass er immer für ruhiges Verhalten gelobt wird. Auch wenn das die Gassigänge manchmal recht schwierig gestaltet, weil ich oft umkehre oder stehen bleibe. Es gibt aber auch gute Tage, da reichen schon wenige Meter, dass er ruhig bleibt, wenn sich der andere Hund ruhig verhält und nicht weiter für ihn interessiert. Leider noch nicht immer. Ich hoffe, er lernt auf Dauer, dass fremde Hunde nichts böses sind und an der Leine auch gar nichts von ihm wollen. So baut er mit der Zeit die Angst ab, und ich unterdrücke nicht nur sein Verhalten, indem er durch Unangenehmes ins Meiden fällt. Auch wenn der Weg länger ist, ich glaube, es ist der richtige Weg.
Allerdings habe ich den Vorteil, den Hund mit seinen 20kg noch halten zu können, egal wie er in die Leine springt, daher passiert nichts weiter, wenn er doch mal wieder durchdreht.
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von einen Trainer erwarte ich persönlich schon, dass er kompent genug ist ohne solche Hilfsmittel zu arbeiten. Wenn er gleich schon so ein Teil vorschlägt frag ich mich halt was als nächstes kommt, wenn der Hund darauf nicht anspringt.
Ich verteufel solche Hilfsmittel nicht grundsätzlich, aber wenn dann doch bitte in aller letzter Kosequenz, und meiner Meinung nach auch nicht bei ängstlichen Hunden.
Ich hab den Eindruck dass es sich viele damit zu einfach machen. Es bekämpft zwar die Auswirkung aber nicht die Ursache. Nur weil es plötzlich weh tut hat der Hund nicht seine Angst anderen Hunden gegeüber überwunden. -
Mir wurde das Halsband auch nicht SOFORT empfohlen, sondern nach einiger Zeit des erfolglosen Trainings. Und ich hatte vergessen dazu zu sagen, dass er das Halsband auch nur in der Stadt trägt. An der Schleppleine benutzen wir ein breites Nylon-Halsband. Ich will ja schließlich nicht, dass er sich verletzt, wenn er doch mal unerwaret lossprintet. Bei einer 10m-Leine ist ein ordentlicher Ruck am Hals ja nicht selten. Bei uns kommt es zum Glück inzwischen dank des Trainings immer seltener vor.
Angst hat er nicht, sondern er ist unsicher. Wahrscheinlich will er mich mit seinen Aktionen vor möglichen Gefahren verteidigen. Ich mache ihm jetzt mit "Alles gut" klar, dass keine Gefahr droht und er ganz entspannt sein kann. Auch das klappt immer besser.Als wir auf unserem Spaziergang vorhin einen anderen Hund getroffen haben (zum Glück endlich mal einen in seiner Größenordnung!) hatte ich ihn auch an der Schleppleine. Ich habe das Kommando "Langsam" angewendet und wir konnten ganz entspannt auf den anderen Hund zugehen. Etwa 30 Meter vorher konnte ich ihn auch noch mal zu mir rufen und absitzen lassen. Das wäre vorher nie möglich gewesen. Als Belohnung durch er dann auch zu dem anderen Hund hinlaufen und spielen.

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Eine Schleppleine sollte deswegen nie an ein Halsband, sondern ein Geschirr. Dann gibt es auch keinen Ruck am Hals.
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Eine Schleppleine sollte deswegen nie an ein Halsband, sondern ein Geschirr. Dann gibt es auch keinen Ruck am Hals.
Laut "Ratgeber Hund"/Schleppleinen-Training ist ein breites Halsband auch möglich...

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