Hund bellt andere Hunde an...

  • Hallo,
    unsere Hündin, jetzt 1 Jahr alt, bellt oder knurrt, wenn sie im Fernsehen andere Hunde sieht an.
    Zumindest knurrt sie kurz und lässt den Hund im Fernsehen nicht aus den Augen.

    Wenn wir auf Gassigängen sind, ist es extrem schlimm. Sobald sie einen Hund entdeckt, egal wie weit oder nah, wenn sie extremst an zu bellen, wirft sich in die Leine etc.
    Wenn man sie dann an den Hund dranlassen würde, dann bellt sie auch noch eine Zeit.

    Ohne Leine ist alles kein Problem.

    Ich habe jetzt überlegt mit einer Rasselflasche zu arbeiten und diese dann hinzuschmeissen wenn sie anfängt zu bellen.Da sie nicht schreckhaft oder so ist, würde das aber wahrscheinlich nur einen kurzen Effekt haben und sie dann wieder anfangen zu bellen..
    Genauso mit einer Wasserpistole...

    Was kann man noch tun? Da ich noch einen 2. habe, springt der natürlich noch mit in die Schiene und legt sich in die Leine...
    Ich kann auch nicht den Hund anbinden und weggehen, da der 2. Ja mit dranhängt oder ich im Waldweg nix zum Anbinden hab...

    Was tun? Danke

  • Hallo,

    sehr werde ich dir wahrscheinlich nicht weiterhelfen können. Zumindest, das Leinezerren, wenn mal ein anderer Hund auftaucht, ist auch bei uns ein Problem, dass aber keines mehr ist, wenn sie abgeleint ist.

    Im Augenblick lese ich gerade den GU-Ratgeber Hundesprache. Erst einmal muss man das Problem analysieren. Weshalb bellt sie diese Hunde an? Oder ist generell der Fernseher ihr Problem?

    Vielleicht hat sie Angst, dann sollte man auf keinen Fall zu ihr hingehen und sie ruhig "trösten" oder streicheln, damit vermittelst du ihr nur, dass es gerade gut ist, was sie tut. Ich würde es zunächst mit ignorieren versuchen. Und wegen dem Problem an der Leine - im Ratgeber habe ich zuletzt etwas von einem "Halti" gelesen. Ein Kopfhalter, mit dem man den Hund ablenken kann. Aber da verfüge ich über keine Erfahrung und würde damit erst einmal vorsichtig umgehen oder von einem professionellen Hundetrainer zeigen lassen.

    Viel Glück!

  • Ich denke das ist in dem Alter noch einigermaßen normal und sie will vermutlich spielen, so kenne ich es von meinem Hund auch. Die geplanten Maßnahmen hatte ich auch bereits im Kopf, mögen auch funktionieren, nur ich bin kein Fan von Meideverhalten beim Hund.

  • Mit Rasselflasche, Wasser etc. würde ich nicht arbeiten. Das kann das Problem noch verschlimmern, es können Fehlverknüpfungen entstehen und so weiter.
    Wie wäre es mit einem Hundetrainer? Sachen wie Leinenaggression sind schwer übers Internet zu lösen. Wo wohnst du denn? Vielleicht kennt jemand einen guten Trainer in deiner Nähe.

    Edit: https://www.dogforum.de/leinenaggression-t61551.html Hier sind nochmal ein paar Tipps dazu.

  • Kann man hier überhaupt von Leinenaggression sprechen ? Ich finde das ist ein unbeherrschtes Junghundverhalten, die wollen einfach spielen und zeigen das auf diese Art und Weise, oder ist das aggressiv ?

  • Zitat

    Kann man hier überhaupt von Leinenaggression sprechen ? Ich finde das ist ein unbeherrschtes Junghundverhalten, die wollen einfach spielen und zeigen das auf diese Art und Weise, oder ist das aggressiv ?


    Ich dachte eben, weil hier noch das Knurren dazukommt.
    Meiner schmeisst sich ja auch in die Leine bei unbekannten, großen Hunden. Aber er bellt eben nur (so wie er das bei einer Spielaufforderung macht), Knurren kommt da nicht dazu.
    Aber deswegen hatte ich ja auch zum Trainer geraten. Übers Internet kann man das leider schwer beurteilen, weil man nicht die ganze Körpersprache von diesem Hund sehen kann.

  • Knurren macht sie nur manchmal wenn man einen Hund im Fernsehen sieht, aber nur kurz. Draussen schmeisst sie sich einfach in die Leine will unbedingt zum anderen Hund, bellt extrem...ihre STimme überschlägt sich fast dabei..wenn man sie schnüffeln lassen würde, wäre es kein Problem, sie beisst nicht oder knurrt dann nicht...sie will einfach nur hin...

  • Ach so. Dann ist es so wie bei uns. Wie siehts denn generell mit der Leinenführigkeit aus? Läuft sie da gut oder zieht sie extrem? Bei uns hat es geholfen, konsequent daran zu arbeiten. Das Problem ist noch nicht weg, aber es wird besser. Wir tasten uns ganz langsam an diese Situation ran, d.h. wenn wir merken, dass er definitiv ausrastet, dann gehen wir lieber einen anderen Weg oder vergrößern den Abstand so weit wie möglich. Man könnte auch versuchen, sie mit einem Futterbeutel abzulenken. Dann kann man sie ein wenig apportieren lassen, während der Hund vorbeigeht. Wenn möglich, dann am Anfang eben mit großem Abstand und den dann nach und nach verringern, bis sie in dieser Situation auch ansprechbar bleibt. Wenn sie mit dem Futterbeutel gar nichts anfangen kann, dann eben mit einem anderen Spielzeug, was sie total toll findet.
    Außerdem könnte man ihr noch das Kommando "Schau" beibringen. Dann könnte sie dich immer wieder anschauen, wenn sie andere Hunde sieht. Bei meinem hat das geholfen, dass er sich in dieser Situation nicht mehr ganz so reinsteigert, sondern ansprechbar bleibt.

  • Hallo!

    Ich misch mich hier mal einfach mit ein. :p

    Mein Balou (1 Jahr alt) spielt sich bei anderen Hunden genauso auf. Ich muss ihn mit aller Kraft festhalten, wenn ein anderer Hund kommt, denn mit seinen 32 kg hat er ja auch ordentlich Kraft. Und dann geht jedes Mal das gleiche Theater los: bellen, jaulen, springen,... Jedes Mal ein Horror. Wenn er seinen Willen nicht bekommt und nicht hindarf, dann fängt er förmlich an zu pöbeln mir gegenüber. Er beißt dann in die Leine und knurrt bedrohlich, gelegentlich versucht er auch zu schnappen. Ich muss ihn dann am Halsband festhalten und seinen Kopf fixieren, damit weder er noch ich mich verletzen. Mit einem Halti habe ich es auch schon versucht, aber da er so wild und verrückt wird, wenn er einen anderen Hund sieht, haut er auch mit dem Kopf ordentlich hin und her und da würde man ihn mit einem Halti nur verletzen.

    Also habe ich mir auf anraten meiner Hundetrainerin jetzt ein Würgehalsband geholt. (Keins mit Stacheln, um Himmels Willen...) Ich habe ein Nylon-Halsband, was am Verschluss eine Kette hat, die sich ein Stück zuzieht, wenn der Hund an der Leine zieht. So merkt er, dass es wortwörtlich "eng" wird, wenn er sich so aufspielt. Seitdem spielt er sich zwar immer noch extrem auf bei anderen Hunden, lässt sich aber deutlich schneller wieder unter Kontrolle bekommen.

    Unsere Trainerin hat gesagt, da hilft nur Üben, Üben, Üben... Man muss ihm beibringen, dass es sich für ihn lohnt, wenn er mich anguckt statt den anderen Hund und dass dieses Aufgespiele eh nichts bringt... Wir üben jetzt jeden Tag an der Schleppleine und er wird belohnt, wenn er freiwillig neben mir herläuft. Ich soll immer Leckerlies auf den Boden schmeißen, damit er merkt: "Hey, bei Frauchen ist es am besten, in ihrer Nähe findet man immer was tolles. Ich muss ja gar nicht mehr weg und hab hier den größten Spaß der Welt."

    Leichter gesagt als getan... Also an der Schleppleine läuft er mittlerweile wirklich schon super, aber an dem Problem mit den anderen Hunden hat das auch noch nichts geändert. Er lässt sich in solchen Momenten auch von nichts ablenken. Ich hab es freundlich mit Leckerlies versucht, ich hab geschimpft und ich hab versucht ihn frühzeitig abzulenken, nichts hilft. Laut Hundetrainerin soll man zügig vorbei gehen, möglichst den Bogen vergrößern und scharf "Pfui" rufen, wenn er sich so aufspielt. Mal sehen ob wir damit Erfolg haben... :???:

  • Solange dein Hund auch weiß was "Pfui" bedeutet.....

    Ich hoffe aber das du ein Geschirr verwendest wenn du mit der Schleppleine arbeitest ;)


    Jimmy hat früher auch jeden Hund angebellt / angeknurrt an der Leine. Ich habe es so gehandhabt das ich ihn kurz genommen habe ( immer auf der Seite, wo er nicht direkt am anderen Hund vorbeikommt) und zügig an dem anderen Hund vorbei bin. Wenn genug Platz war, bin ich einen Bogen um den Hund gelaufen mit dem Komando "Weiter" ohne auf sein bellen oder knurren zu reagieren. Das Komando "weiter" hatte ich zuvor aber schon geübt.
    Gab es viel Platz zum ausweichen, habe ich diesen auch genutzt z.B. auf eine Wiese ausgewichen.

    Es hat lange gedauert, aber heute kann ich an anderen Hunden zu 95 % ohne bellen oder knurren vorbei gehen. Kommt von Jimmy ein brummeln reicht ein "Nein" und "Weiter". Die Leine hängt zwar noch nicht locker durch, aber es wird immer besser. :smile:

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