(Angehende) Juristen unter uns?

  • Fragt man sich nur, warum man sich dann einen Hund anschafft?!

    Also ich finde eure Ideen/Hundebetreuungsvarianten super ... aber ICH persönlich denke für mich, dass ein Hund mehr verdient als den ganzen Tag in einer HuTa oder mit Sitter oder zu Hause zu verbringen, um dann abends für einen großen schönen Spaziergang und Kuscheln auf dem Sofa mit Herrchen/Frauchen herzuhalten. Ich stelle da die Bedürfnisse eines Hundes über meinen eigenen Hundewunsch. Aber das ist Geschmackssache und hier im Forum sicher eine Mindermeinung. Damit will ich keinen angreifen ... ich bewunder euch für euren Mut. (Vielleicht bin ich auch nur ein Sicherheits- und Planungsfreak ;-)

  • Ich studiere Jura im 6. Semester und habe hier ja einen Opa sitzen, ist schon nicht einfach, ihn und die Uni unter einen Hut zu kriegen.
    Das ist auch der Grund, weshalb ich sage, wenn er nicht mehr da ist, steht ein neuer Hund absolut in den Sternen. Eben weil ich auch nicht dran glaube, dass sich ein Hund und diese Art Job gut unter einen Hut bekommen lassen und ich möchte nicht, dass ein Hund unter so einer beruflichen Situation leidet.
    Schade ist es auf jeden Fall, aber das ist wohl der Preis, den man da zahlen muss, wenn man nicht die Möglichkeit hat, Hundi gut unterzubringen.

  • Also ich studiere Wirtschaftsrecht und schreibe gerade meine Bachelorarbeit.
    Unseren Hund haben wir jetzt seit knapp 6 Monaten. Bei uns sieht es so aus, dass mein Freund sie mit ins Büro nehmen kann und ich sie zur Not auch mit in die kanzlei nehmen könnte, da meine Chefs da sehr offen sind und einer Kollegin auch schon erlaubt haben ihren Hund ab und zu mal mitzubringen. Ist aber wiirklich eher die Ausnahme in der Branche.

  • Ich studiere auch Jura (4. Semester) und gehe davon aus, dass ich die Hunde demnächst im Job nicht mitnehmen kann.

    Sofern dann nicht die Arbeitszeiten von meinem Freund passend sind, wird es wohl auch auf einen Hundesitter hinauslaufen.

    Ich persönlich sehe es aber auch nicht als so dermaßen tragisch für einen Hund, wenn er 8 Stunden alleine bleibt und zwischendrin von einem Sitter/Gassigänger bespaßt wird, da unsere Hunde auch jetzt kein Problem damit haben, wenn sie mal im Ausnahmefall 8 Stunden wirklich komplett alleine sind.

  • Zitat

    Dennach ist Hundehaltung ja nur für Rentner oder Hausfrauen geeignet oder wie soll man das verstehen? ;)

    Ich hab ja gesagt, ist meine persönliche Einstellung.. Und Nein. Aber meine Schmerzgrenze wäre bei ca. 6 Stunden täglich erreicht. Und das ist bei einem Vollzeitjob in der Branche unmöglich! Mit An- und Abfahrt kann man da schon eher mit 9-10 Stunden rechnen.. Ich verurteile ja keinen dafür, dass er sich einen Hund hält. Nur ICH hätte da ein schlechtes Gewissen, Hunde sind für mich Rudeltiere, die auch eine Chance haben sollten bei ihrem Rudel zu sein. Naja, wollte hier eigentlich auch nichts lostreten....

  • Vielen Dank für eure Rückmeldungen!

    Mein erstes Praktikum werde ich im Sommer in einer kleinen Kanzlei machen, der Anwalt klingt sehr nett. Ich hab allerdings noch nicht gefragt, ob ich die Mia mitnehmen kann. Aber das werde ich auf jeden Fall noch tun, wollte das nur nicht gleich so als erste "Bedingung" stellen. Er hat sich sogar auf Tierrecht spezialisiert und wirkt echt nett - also eine kleine Hoffnung habe ich, dass sie zumindest da mitkommen kann. Außerdem meinte er, dass er mir viele Akten zum zuhause Lesen/Bearbeiten mitgeben wird - das ist natürlich auch ideal wegen Mia!

    Das Ding ist nur, dass ich eigentlich am liebsten Richtung Staatsanwaltschaft/Richter gehen würdewenn ich da überhaupt gut genug dafür bin, falls ich das jetzt im zweiten Semester überhaupt schon sagen kann. ;) Aber ich bin mit meinem Berufsziel eh noch recht offen, nur eine Tätigkeit in einer großen Firma schließe ich aus.
    Aber wer weiß, vielleicht finde ich ja doch eine Kanzlei, wie Sylvie74. :smile:

    Und zur Hundebetreuung: Das ist natürlich eine Möglichkeit, die auch ich in Erwägung ziehen würde, allerdings nur, wenn es sich echt nicht vermeiden lässt. Wäre mir total egal, ob ich mir 10 Hundebetreuer gleichzeitig leisten könnte - ich träume einfach davon, meinen Hund bei mir zu haben (so wie jetzt).
    Aber gut, das wird sich dann wohl alles zeigen.
    Ihr habt jedenfall gezeigt, dass es geht, wenn man nur will. Wenn auch schwere als in anderen Branchen - ich bin aber zuversichtlich!! :smile:

  • Hallo,

    ich arbeite in einer Anwaltskanzlei und kann dir vorweg schonmal sagen, dass man in Kanzleien gerade als Junganwalt tägliche Arbeitszeiten von zehn Stunde au jeden Fall einplanen sollte. ;)

    Mein Chef hat selbst einen Hund. Seine Frau ist auch Anwältin in eigener Kanzlei und die nimmt den Hund immer mit zur Arbeit. Ich habe das Glück, dass ich meine Maus seit kurzem auch mit in unsere Kanzlei nehmen darf, aber ich sehe meinen Chef da schon als Ausnahme. Ich möchte allerdings auch bezweifeln, dass er das einem Anwalt gestatten würde.

    Ich denke, dass du Um eine Betreuung nicht herumkommen wirst. :smile:

  • Eine meiner Hundesitterinnen ist Anwältin :smile:
    Sie hat Joy dann mit in der Kanzlei. Sind alle sehr hundelieb da.

    Ich glaube, das kann man nicht alles im Vorwege planen. Das muss man auf sich zukommen lassen und immer, wenn sich etwas ändert oder Neues auftut, wieder neu überlegen und schauen. Gibt doch auch diesen Satz "Leben ist das, was dir dazwischen kommt, wenn du es planst" ;)
    Eine verantwortungsvolle Haltung gegenüber dem Hund hat dabei nichts mit den Lebensumständen zu tun, die kann man jederzeit an den Tag legen.

    Und ob man einen Hund woanders betreuen lässt bzw. lassen muss - oder dann lieber keinen Hund anschafft, sollte jedem selbst überlassen sein. (Ich hab auf dieses Wer-ist-der-beste-Hundehalter-im-Land-Spiel keine Lust.)

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