Helle Aufregung
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Hi, ich habe seit etwas über einem Jahr einen Border-Shepherd-mix. Er ist 4 Jahre alt und war davor kurz im Tierheim, nachdem sein Besitzer gestorben ist. leider gibt es ein Problem, das ich bisher noch nicht lösen konnte. Wir wohnen in einer Wg, und jedes Mal wenn einer meiner Mitbwohner die Wohnungstüre aufschließt, fängt mein Hund an zu knurren und manchmal auch zu bellen. Das Ganze ist natürlich ziemlich nervig, darum versuche ich ihn immer so früh wie möglich zu mahnen, wenn er anfängt zu knurren. Sind wir beide in meinem Zimmer funktioniert das manchmal recht gut, das heißt er knarzt ein wenig vor sich hin und fängt dann an zu jammern, weil er raus zum Begrüßen will. Wenn er brav war, das heißt, nicht gebellt hat, darv er dann zur Belohnung begrüßen. Wenn er allerdings frei in der Wohnung herumläuft und dann jemand nach Hause kommt, wird er angebellt, bis er die Treppe vom Eingang zur Wohnung heraufgelaufen ist, wo er dann schwanzwedelnd begrüßt wird. Schwierig an der Sache ist, dass ich einerseits schon möchte, dass er die anderen als sein Rudel ansieht, aber auf der anderen Seite soll er verstehen, dass es ihn nichts angeht, wenn die Türe sich öffnet. Hat jemand einen Rat für mich, wie ich ihm das beibringen kann? Immerhin weiß er mittlerweile, dass er nachts niemanden begrüßen braucht, bellen tut er trotzdem, so dass ich oft aus dem Schlaf hochschrecke, wenn jemand nach Hause kommt. Versteht er das nicht, dass die Menschen die kommen zum Rudel gehören, will er bewachen? Oder ist das nur proletiges Begrüßen?
Das zweite Problem ist seine Aufregung, sobald es mit mehreren Menschen nach draußen geht. Wenn ich mit ihm alleine rausgehe, ist er zwar auch aufgeregt, aber da bekomm ich ihn noch recht gut unter Kontrolle, das heißt ich lass ihn sitz machen, so dass ich ihm die Leine anlegen kann und geh erst los, wenn er sich beruhigt hat. Aber sobald jemand mitkommt, rennt er vorher völlig unkontrolliert hin und her und fiebt und bellt. Je mehr Leute, desto schlimmer. Das ist sehr anstrengend und für mich schwierig in den Griff zu kriegen, weil man ja auch wenig erziehen kann, wenn die anderen loswollen. Hat jemand Tipps für mich, was ich tun kann, um seine Aufregung in dieser Situation zu zügeln, oder was ich mit ihm üben kann? Vielleicht hat ja jemand ein ähnliches Problem gehabt und einen Weg gefunden es zu lösen.. Ich wäre für alle Tipps dankbar, es muss sich einfach was ändern. Meine armen Mitbewohner... Ich würde mich auch nicht jeden Tag zur Begrüßung anbellen lassen wollen.
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1. April 2012 um 19:15
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Helle Aufregung - Vor einem Moment
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also meine Ideen hierzu:
1. macht ne "Kuschelrunde" und das regelmäßig ( wenn möglich mit allen WG Mitgliedern )
Somit wird die "Rudel-Bindung" vertieft
2. da der Hund erst seit kurzem bei Dir ist, lass ihm Zeit sich auf den Alltag einzustellen.
3. bestätige ihn kurz für das erste Knurren, ab dann übernimmst Du die Führungsrolle und "schaust was los ist".
Bellen solltest Du dann energisch unterbinden. -
Er wacht und hütet, ist rassetypisch, d.h. aber nicht, dass man es hinnehmen muss.
Das Umkreisen bedeutet, dass er Euch hütet. Der arme Kerl ist dann voll im Stress.
Und er zeigt halt an, dass jemand ins Haus kommt. Ich glaube, dass ist nicht so wahnsinnig ungewöhnlich für einen Hund. Unserer macht das zwar nicht, das ist aber vielleicht eher die Ausnahme.
Wie beschäftigst Du denn den Hund?
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Zitat
Wir wohnen in einer Wg, und jedes Mal wenn einer meiner Mitbwohner die Wohnungstüre aufschließt, fängt mein Hund an zu knurren und manchmal auch zu bellen. Das Ganze ist natürlich ziemlich nervig, darum versuche ich ihn immer so früh wie möglich zu mahnen, wenn er anfängt zu knurren. Sind wir beide in meinem Zimmer funktioniert das manchmal recht gut, das heißt er knarzt ein wenig vor sich hin und fängt dann an zu jammern, weil er raus zum Begrüßen will. Wenn er brav war, das heißt, nicht gebellt hat, darv er dann zur Belohnung begrüßen.
Ist das Begrüßen wirklich eine Belohnung für das Verhalten, was Du Dir denkst? Oder könnte es nicht vielmehr sein, dass Du ihn letztendlich doch zum Check up schickst, wer da nun die Wohnung betreten hat.
ZitatWenn er allerdings frei in der Wohnung herumläuft und dann jemand nach Hause kommt, wird er angebellt, bis er die Treppe vom Eingang zur Wohnung heraufgelaufen ist, wo er dann schwanzwedelnd begrüßt wird.
Er ist erregt. Jemand kommt in sein Terretorium. Daher muss er ihn abchecken an der Tür. Das sagt ihm sein Instinkt. Das Wedeln zeigt die Erregung an. Nicht, dass der das toll findet.
ZitatVersteht er das nicht, dass die Menschen die kommen zum Rudel gehören, will er bewachen?
Oder
Ein Hund kennt kein Rudel. Vermutlich zeigt ihm die Wohnsituation, dass Euer wichtigster Punkt Dein Zimmer ist. Also gehören für ihn alle anderen nicht in sein Terretorium. Du kannst Dich eigentlich freuen, dass er die nicht mit Zähnen an der Tür begrüßt

Weißt Du wofür Aussies gezüchtet wurden? Dann erklärt sich da einiges... Du kannst trainieren, dass er in bestimmten Situationen ein anderes Verhalten lernt. Solange Du ihn allerdings immer wieder zu den Menschen lässt, wird er seine Rolle weiterhin ausüben. Man muss aber dazu sagen, dass ein genetisch stark verankertes Verhalten auch an bestimmten Stellen ausgelebt werden muss, sonst kann man das auch über Training kaum in den Griff bekommen. Du müsstest Dir also überlegen, wann er z.B. melden und abchecken darf, wer da kommt und wann nicht. Das könnte man z.B. daran festmachen, wo er sich gerade aufhält. Z.B. in Deinem Zimmer = niemals bellen, antrainierte Alternativhandlung ausführen (die Du erstmal sauber antrainieren musst), in den anderen Räumen = Bellen und "Begrüßen" der Person erlaubt
ZitatAber sobald jemand mitkommt, rennt er vorher völlig unkontrolliert hin und her und fiebt und bellt.
Dann übe es, dass er eine alternative Handlung lernt. Er könnte z.B. lernen an einer bestimmten Stelle zu sitzen, was Du vorher ohne viele Personen erstmal gut trainierst, so dass es 200%ig funktioniert, wenn nur Du mit ihm rausgehst... dann nur eine Person dazu bis es funktioniert etc...
Bis es sitzt, würde ich dann die Situation anders lösen. Es könnten z.B. die anderen rausgehen und draußen auf Dich warten und Du machst Euch erst in Ruhe fertig, wenn ihr allein seid...
Viele Grüße
Corinna -
Wir haben das Problem folgendermaßen gelöst (Hund war aber noch ein Welpe):
Ausnahmlos jeder Besucher/jedes Familienmitglied wurde zuerst von allen im Haus befindlichen Menschen überschwänglich begrüßt. Hund wurde konsequent ignoriert und erst nach einer Weile zur Kenntnis genommen. War eigentlich ganz lustig, diese Zeit, so oft haben wir uns alle schon lange nicht mehr in den Armen gelegen.
Nach meinem Gefühl ist dadurch beim Hund Folgendes angekommen: Die Menschen kümmern sich um den Besuch, der Besuch kommt zu den Menschen und nicht zu mir, also besteht für mich kein Handlungsbedarf. Außerdem haben wir viele Leute, die ein- und ausgehen, das ist bei Dir aber bestimmt ähnlich. Allerdings musst Du auch Deine Mitbewohner begrüßen, sonst denkt der Hund wieder, Du merkst nicht, dass einer ins Haus kommt.
Bei uns läuft der Hund zwar meistens noch hin, wenn Besuch kommt, macht dabei aber keine Geräusche. Er ist aber doch so schlau, dass er wirklich Fremde verbellt, daran hatte ich bis letzte Woche auch Zweifel. Da kamen Handwerker ohne zu klingeln auf das Grundstück, die hätte er sehr gerne gefressen.
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Vielen Dank für die vielen Tipps, ich denke ich werde jetzt auf jeden Fall alleine mit ihm üben, ruhig aus dem Haus zu gehen. Hab gemerkt, dass, wenn ich einfach stehen bleibe sobald er anfängt zu jammern oder unkontrolliert herumzulaufen, er schnell merkt dass ihm das nichts bringt. Wahrscheinlich muss sich das dann nur richtig gut verinnerlichen, dann klappts auch mit mehreren leuten (hoffe ich). Dass ich die Mitbewohner begrüßen soll, werde ich jetzt auch auf jeden Fall mal ausprobieren. So gesehen macht das ganze aus seiner Sicht natürlich Sinn. Dann muss ich mich ab jetzt eben um jeden der hereinkommt, "kümmern". Meint ihr, ich sollte ihn dann solange in meinem Zimmer lassen bzw. in mein Zimmer schicken, wenn ich an die Türe gehe? Und soll ich ihn nur dann heruslassen, wenn der Besuch für mich ist? Soll er dann meine Mitbewohner gar nicht begrüßen oder erst wenn er Ruhe gibt oder was schlagt ihr da vor?
Vielen Dank nochmals an alle die geantwortet haben, hab zum ersten mal bei einem Forum einen Beitrag geschrieben und bin hoch erfreut wie viel Feedback man da bekommt.
LG
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