Hyperaktiver Hund?

  • Erstmal, liebe Threaderstellerin, wenn das noch von ihnen zu lesen ist, ich hoffe meine Worte waren es nicht, die sie vertrieben haben. Nach nochmaligem Lesen, klingt es doch sehr ruppig, was aber bei mir am Thema liegt.
    Eigentlich wollte ich mutmachen, das der Hund nicht krank ist und man sich nicht an den Hunden orientieren muss, die mit miniprogramm den ganzen Tag still daliegen und Ruhe halten und das man mit strukturierterem Programm und mehr Interaktion mit dem Hund einen Hund bekommen kann, der öfter in sich ruht. Und das man das mit dem ignorieren lasen kann, ich finde das für beide Seiten einfach eine Schreckliche Methode. Wenn das bedürfnis des hundes snach Gemeinsamkeit im Alltag einfach so im Vorbeigehen gestillt wird, wird er meiner Erfahrung nach nicht mehr fordern, sondern zeitlich weniger. Weil Bedürfnisse, die gestillt sind, nicht mehr so drängen. Wenn das das Problem isst, bei seinem nicht schlafen, dann kann dann das Schlafbedürfnis an erste Stelle rücken. Erst kommt das fressen, dann die Moral. Erst kommt das Sicherheitsbedürfnis, dann der Schlaf.
    Ich wünsche euch mehr Spaß und Zufriedenheit beim Zusammen!leben.


    Zitat

    Sockensucher, aus Deinem Profil gehen diese Hunde hervor: Border Cassidy, TibetBorderMix Indy, Aussie Jersey


    Ich habe nicht gesagt, dass ein Hund keine "Ruhe können muss". Der Hund wirkte wie ein ständig unzufriedener unausgelasteter Hund auf mich. Was für mich bedeutet mehr Struktur, mehr Aufgaben über den Tag (was nicht zwingend mehr Zeit insgesamt bedeutet), mehr Zusammenarbeit mit dem Menschen bei ihren Leidenschaften und wenn der Hund tatsächlich erschöpft ist und nicht schlafen kann, sich dann zu ihm setzen und ihn streicheln und beruhigen, statt ihn bis in die Puppen zu ignorieren und noch weitere anderthalb Jahre zu hoffen, dass das funktioniert.
    Und ich finde es befremdlich, dass 3 Stunden Beschäftigung gleich ständig sind. Was ist bitte für dich ständig? Es bleiben immer noch 21 Stunden!!! Gammelei und das ist mir persönlich für einen Hund von anderthalb Jahren zuviel Gammelei.
    Und meine Welpen haben nicht von Beginn an Ruhe gelernt, jedenfalls nicht mit ignorieren, Box, Leine oder sonstwas. Ich bin der Ansicht, dass meine Welpen von Natur aus ruhen konnten, ihre Kinderstube war gut genug, und das das auch getan haben und sie leben mit mir und ich finde es nicht schlimm zu merken, das Hunde im Haus sind. Sie haben gelernt meine Sachen nicht anzufressen, und als wir noch zur Miete wohnten in der Wohnung nicht laut zu sein, sonst dürfen meine Hunde machen was sie wollen, es sei denn ich sage etwas anderes. Und trotz solcher Rassen mein Haus steht noch, tatsächlich.
    Und mein Border hat mich in dem Alter von anderthalb überallhin begleitet ohne Leine, war vorbildlich in der Stadt, an der Uni und bei meinem Job, war mein Therapiehund für andere Hunde, hat Kindern beigebracht ihre Ängste zu überwinden und tat was immer ich verlangte und deshalb hatte sie doppelt das Recht auf jede freie Minute, die ich erübrigen konnte und das waren mindesten vier Stunden, wo ich mich dann nur nach ihr gerichtet habe. Soviel Zeit brauchte sie, um ihre liebsten Spielkumpel zu treffen, eine Runde Strand, Hunde zu hüten und Ball zu spielen mit ihren Lieblingsmenschen. Was sie auch schon als Welpe durfte, mit mehr Pausen zwischendurch, dafür waren wir aber oft länger einfach draußen.
    Und sie ist kein Junkie, als ich mir den Lendenwirbel brach und gar nichts mehr ging, war sie genau derselbe angenehme folgsame Hund, wie bei unserem normalen Alltag, als ich aus dem Krankenhaus kam, kroch sie in meinem Tempo neben mir und hat mir als "Behindertenbegleithund" alles gebracht, was ich nicht aufheben konnte obwohl sie eigentlich nichts außer Ball und Stock apportieren mochte. Wenn es Blockseminare gab, gabs nur eine Pinkelrunde. Gemerkt hat man sie trotzdem nicht.
    Es funktioniert also auch anders super, sie bellt auch nicht wenn es klingelt und macht nie etwas kaputt, schläft, solange ich schlafe und wenn es bis nachmittags um vier ist. Ist das ein Argument nun seinen Hund wie ich den ganzen Tag überall mithinzunehmen, wo immer es hingeht und jede Gelegenheit zu nutzen ihr Spiel und Spaß zu ermöglichen? Weil sie ein perfekter Hund ist? Wahrscheinlich nicht, also für mich ist da kein Zusammenhang zwischen, ignorieren, bis der Hund den Tag verpennt und Junkietum.
    Einen Junkie erzieht man sich, indem man immer das selbe tut, keinen Gehorsam innerhalb verlangt und vorallem eine Fixierung zulässt- Viele spielen Ball mit dem Hund, stecken ihn weg, weil zuviel ja so schädlich ist, und finden es dann angenehm, dass der Hund an ihnen hängt, finden es natürlich, das er kein Interesse an Artgenossen hat, oder anderen Dingen. Sie erhalten dem Hund nicht seine Flexibilität, sondern bringen ihm bei schlicht ewig auf den Ball zu warten.
    Als meine Border in die Pubertät kam und anfing sich auf den Ball zu fixieren, habe ich ihr das nicht gestattet, sie musste andere Dinge tatsächlich tun, weiter mit ihren Freunden spielen, obwohl der Ball auf der Wiese lag, die Umwelt wahrnehmen und ihre anderen Hobbys weiter ausüben. Deshalb hat sie kein Problem damit, wenn der Ball verschwindet oder hütet Autos oder umkreist mich kläffend oder holt ununterbrochen Stöcker oder oder, was auch immer andere ihren Bordern gestattet haben, als Lebensinhalt und dann damit nicht mehr klarkamen.
    Ich habe ihr viel Zeit gewidmet, weil sie es verdient hat und weil es sie glücklich gemacht hat, nicht um irgendwelche folgen für mich zu vermeiden oder mir zu erhoffen. Es war ihre Zeit, die sie mit all ihren Sinnen und Fähigkeiten und Interessen nutzen durfte.
    Als ich mich entschloss sie aus ihrem Kuhstall zu holen um ihr ein besseres Leben zu bieten, war mir klar, dass ein Border kein Hund ist, der mit rumliegen glücklich ist, was nciht gleichbedeutet damit ist, dass er es nicht kann. Es war mir klar, durch die vielen Negativbeispiele, dass es nicht einfach wird ihn zu einem "normalen" Hundeleben zu erziehen, es war mit klar, dass es nicht einfach sein würde, den Hütetrieb ohne Schafe mit Sinn für den Hund zu erfüllen (sie hat Angst vor Schafen bzw. sie hört sofort auf zu hüten, wenn irgendein Tier eine unwillige Lautäußerung tätigt und ist zutiefst erschüttert)
    Ehrlich gesagt, kenne ich keinen erwachsenen Hund, der mit 1,5 Stunden tatsächlich ein Leben führt, was ich als Hund führen wollte. Und ich hoffe, dass zu diesen anderthalb Stunden in der Realität bei Anhängern hoffentlich noch einige andere Stunden dazukommen und nicht tatsächlich 22,5 Stunden Ruhe .. o.k. abzüglich fressen stattfindet, sondern dass nur so ein Satz ist, weil einem die vielen kleinen Dinge nicht bewusst sind.
    Da geht es für mich nicht ums "bespaßen", als ob Hunde verzogene Gören sind, die irgendwas fordern, was ihnen nicht zusteht. Der Hund ist völlig von mir abhängig, lebt nur so, wie ich es ihm gestatte und würde sich für mich und meine Familie ohne zu zögern auf jede Gefahr stürzen und da soll ich ihm kein Leben bieten, dass so schön und Hundesinnvoll ist, wie ich es ihr ermöglichen kann? Und bei den vielen Pflichten, die man als Mensch so hat, ist das eingeschränkt genug.
    Nach einer schweren OP vor so drei Jahren habe ich genau das getan, was nun so beliebt ist als einzig wahre Methode und sie ist innerlich eingeschlafen. Ich dachte, das läge am Alter, an der OP, dass sie ihre Hobbys nicht mehr mochte, langsam hinterhertrabte, statt voraus, dass sie so müde war.
    Meine kleine Aussie hat mir gezeigt, ich habe einfach aufgehört, mich darum zu kümmern, dass sie nicht nur lebt, sondern ein erfülltes Leben hat. Wir haben nur Standard gemacht, haben keine neuen Wege ausprobiert, nicht mehr versucht andere Hunde zu treffen, habe nichts mehr von ihr verlangt, wofür ich dann stolz auf sie war, wo sie sich geben konnte und dafür eine Belohnung annehmen, weil mein verrückter Hund nunmal so funktioniert. All das was ich mit meiner Kleinen wieder gemacht habe und siehe da, mein "alter Hund" machte mit, wollte auch, war wieder die Alte, mit leuchtenden Augen, hütete meine Aussie, sprang wieder stöckern hinterher ins Wasser. Suchte ihren Ball und forderte mich heraus, brachte wieder wildfremde Menschen dazu ihr einen Ball zu werfen, weil sie so hinreißen schauen kann. Viele schwärmen ja so, wie ein Border aussieht, wenn er hütet, und das er das ja nuuur an Schafen kann, nun früher hatte ich das jeden Tag, stundenlang, auch ohne Schafe. Und heute, habe ich es weniger, aber habe ich das wieder.
    Jetzt ist sie 14 und ich habe nicht mehr viel Zeit und ihr Körper hat mit immer mehr Schwierigkeiten zu kämpfen und diese Jahre, wo wir vor uns hingetroddelt sind, die werde ich mir ewig vorwerfen, ich habe wertvolle Jahre weggeworfen. Das wird mir nicht wieder passieren.
    Ich habe keine Angst davor mich mit meinem Hund "zuviel" zu beschäftigen, so dass er tatsächlich mal etwas "fordern" könnte, ich finde es gut, wenn mein Hund nicht alles so hinnimmt, sondern mit zeigt, ich will und ich finde es befremdlich, diesen Wettbewerb, je weniger je besser. Aber Hauptsache, man macht am Wochenende einen Vereinssport. Ein Hund ist kein Mensch, der lieber zum spinning in den Fitnessclub geht, als sein Fahrrad aus dem Keller zu holen und ein Hund kann nicht Fernsehen, um sein Hirn beim "ausruhen" auszulasten oder sich vor den Computer setzen, um Kontakt mit Artgenossen zu haben. Ich empfehle mal eine Wochen dieses Leben zu führen, rühren nur auf Erlaubnis und 22 Stunden "Ruhe genießen". Habe ich im Krankenhaus gehabt, ist keine sooo erfüllende Angelegenheit aber mag jeder sehen, wie er will.
    Die selben Argumente habe ich schon früher gehört, damals ging es um die Zwingerhaltung, die wunderbar funktionierte und nur so könne man einen Hund unter Kontrolle halten. Damals waren es Schäferhunde, die es nur mit Zwinger gab und Jagdhunde. Und nein, diese Hunde waren größtenteils keinesfalls verhaltensauffällig und brachten sich um vor Freude, wenn denn Herrchen mal auftauchte.Ist deshalb Zwingerhaltung ideal? Diese Freude wurde dem Hund natürlich ausgetrieben, war Respektlos, das ist sja heute auch wieder in Mode, der respektlose Hund. Das war da überhaupt das Thema, Kontrolle und Motivation. Was hat der Hund denn für eine Motivation zu arbeiten, wenn man ihn so verwöhnt. Da war nichtmal eine Stunde am Tag drin, und dann kam eben die Zeit, der Hemmungslosigkeit. Man rannte mit dem Hund möglichst lange durch die Gegend und hatte kaum Einfluß. Da war der Wettbewerb, wer geht länger. Ob der Hund im Stress war, weil die Hundebegegnungen so unstrukturiert waren, wilderte, eine Hündin besprang, während Herrchen allein im Wald stand, nicht so wichtig. Und nun ist das Pendel wieder Richtung Nullösung. Ignorieren, anbinden, Minizwinger. Das Ausschlagen des Pendels, es sstrifft nun andere Hunde, schränkt anders ein, ächtet das eine und erklärt das andere zu der einzigen Methode. Der Hund? Der einzelne Hund? Gibts den noch?
    Nicht nur Border sind Extremisten, Menschen wohl auch.
    Nur weil etwas funktioniert, muss es nicht richtig sein. Ein Menge funktioniert wunderbar, der Hund ist ein Anpassungskünstler, die meisten werden sich nicht wehren und mag sein, dass es viele Hunde gibt, die das genießen, dieses Ruheprogramm. Ich kenne keinen, aber das heißt ja nichts. Ein einzelner Hund mit einem schwachen Nervenkostüm mag davon profitieren, es gibt heute in Zeiten wo Wesensfestigkeit keine Rolle spielt im Zuchtgeschäft und so viele Hunde aus anderen Lebensumständen und exotische Rassen sich tummeln, sogar ein viel häufiger nötiger Weg sein. Aber generell, ein Hund mit 1,5 Jahren sollte nur 1,5 Stunden haben und Ende? Warum dann eigentlich überhaupt schauen, welche Rasse der Hund hat, welche Anlagen er mitbringt. Jede Fertigfutterverpackung ist individueller. Bitte achten sie bei Bestimmung der Futtermenge auf Rasse, Alter und körperliche Verfassung des Hundes. Da selbe gilt für seine Aktivität.
    Gerade lese ich in einem anderen Forum, dass 23 Stunden gammeln für den Hund doch gut ist, natürlich besonders für die Hütehunde und ich frage mich, wann die diversen Züchter endlich ihre Homepages ändern und statt den berühmten aktiven Familien, den Vollzeit arbeitenden Single suchen, der in der Lage ist möglichst selten mit dem Hund in Kontakt zu treten, und am besten noch diverse andere Hobbys hat, damit der Hund ja nicht überfordert wird.
    Jeder Hund ist anders und braucht zum zufrieden sein unterschiedliche Dinge und zum sehr glücklich sein nochmal andere. Ja, ein Border muss gebremst werden und nicht umsonst habe ich Befehle für trink und friss und das nicht, weil sie darauf warten soll, sondern damit sie es tut; und nein, es war nicht einfach sie zu schonen, wegen einem Ballenschnitt, weil sie dachte sie hätte etwas falsch gemacht und würde bestraft, Schmerzen waren ihr egal, und so sind sicherlich viele Border, weil der Border ein Extremist ist, aber das bedeutet nicht ihn ganz stillzulegen, damit er jaaaa keine Leidenschaft entwickelt, sondern am Hund zu erkennen, wann er sich überfordert und das ebensowenig zuzulassen, wie Unterforderung. Und für mich ist das von Rasse zu Rasse und von Individuum zu Individuum verschieden. Das erkennen zu lernen, ist meiner Meinung nach die Aufgabe eines Hundebesitzers und das jeden Tag neu.

    Also ja, kein Hund muss ständig beschäftigt werden. Aber der Tag hat 24 Stunden und dein ständig ist nicht mein tändig. Auch wenn mein Border früher 10 Stunden oder länger mit mir unterwegs war, weil da nunmal mein Leben war, ist sie davon so 6 Stunden in Bewegung gewesen und hat immer noch 18 Stunden rumgegammelt, wo auch immer sie warten musste.
    Viel zuviel Müßiggang, wenn es nach ihr gegangen wäre und sie kam genauso fit zuhause an, wie sie am morgen mit mir lossgestiefelt ist. Aber da war ich dann auch der Ansicht, für heute ist genug, ich kann nicht mehr, da war ich Egoist.
    Und fall jemand bis hierher gelesen hat.Nein, meine Hunde sind auch nicht gleich. Meine TibetBorder wäre tot umgefallen, bei dem Programm. Und als Welpe erst recht. Ich dachte schon, sie hätte einen Herzfehler und rannte zum Tierarzt, doch nach lesen der Tibetherkunft, war für mich klar. Sie hatte viele Ursprungsgene abbekommen, und saß da und beobachtete. Wenn kein Hund wusste, wo der Ball war, dann rannte sie los und holte ihn, wenn ein Fremder sich näherte, der Hunde nicht mochte, dann bellte sie. Ansonsten war sie mit mitlaufen zufrieden, weil sie bei mir sein wollte und ich musste oft Pausen machen, weil ihre Grundfitness einfach viel geringer war, so gab es mehr Bus und weniger Fahrrad.
    Und meine Aussie liegt nun irgendwo dazwischen, längst nicht die Power der Border, auch nicht die Grundfitness, wegen dem Showpapapelzmonster mit Hobby futtern, der neue Typ Aussie halt. ... Auch beschäftigt mit Grundstückbewachen, doch wie ich gehofft hatte, ohne nennenswerten Hütetrieb. In der Stadt hätten wir sicher mehr Freunde, müssten nicht 10 km fahren und sie wäre sicherlich nicht so immer an der Grenze zur Mopsigkeit trotz deutlich reduziertem Futter ...
    Sie hat auch keine Ruhe lernen müssen, sie schläft von allein, allerdings ist sie Aussietypisch ein Schattenhund, wenn sie mir also als Welpe nachdackeln wollte und müde war, war ich es die die Pause machte, es gab einen getragenen Puli von mir und ich habe gewartet, bis sie tief wegwar ... Ist das schon Ruhetraining? Vielleicht. Jedenfalls musste sie nicht darauf verzichten mir nachzulaufen.
    Sie muss auch nicht mit den 5 Minuten auskommen, sondern hat so 2-3 Stunden außerhalb unseres Grundstückes Gassi, kann sich währenddesen auch hinhauen, hat das jetzt aber nicht mehr nötig. begleitet mich sooft es möglich ist, aber im Auto und darf Zuhause machen was sie will. Was sie nicht ausnutzt, von ganz allein. Wenn sie zuwenig Spielekumpel hat, wie es bei ihrer ersten Läufigkeit war, kam ihr Schutztrieb wieder hoch, der hartnäckiger ist, als ich dachte und jagen wird interessanter, aber sie ist nicht abgehauen. Und bis auf Mopeds und Reiter (zu selten zum üben), haben wir das Bellen am Zaun inzwischen im Griff.
    Sie hat das anspringen schneller sein lassen als viele andere ignorierte, schläft nicht im Bett, obwohl sie es dürfte und als Welpe getan hat, springt nicht mehr übers Sofa, obwohl sie es durfte. Kommt mit jedem Hund klar, kann wild oder sanft, laut und leise spieln. Kann überall schlafen, kann 5 Stunden alleine bleiben, ohne üben und hat sowieso alle Kindheitsschwierigkeiten schnell abgelegt, war wunderbar zu trainieren (bellt also auch nicht, wenn es klingelt) und ist ein rundum gelungener Hund.
    Leider eher Jagdhund als Hütehund von den Ambitionen her, aber nun gut, arbeite ich eben Fährte und spiele keinen Ball, nervt zwar, aber jeder Hund ist anders.

    Warum ich soviel geschrieben habe? (und noch mehr wieder gelöscht) Jede Mode wird mit Beispielen unterlegt und prompt sind andere Methoden gar schrecklich und produzieren ja das was man fürchtet und sind sowieso schlimm, weil da gab es einen Hund. Und dann wirds extremer und extremer und der eine Hund, wird zu jedem Hund ... und Leute, die es anders machen sind still und so wirds zur Wahrheit, die ständig wiederholt wird.
    Ich habe nun lange genug mich diesem Druck gefügt, weil ich eben wie die meisten Menschen funktioniere, man will ja nun nicht auffallen und dazugehören und verstehen. Aber nein, ich finde irgendwo ist Schluss mit dem Ruhen lernen zum Besten des Hundes und ein Hund kann sich auch blöd pennen, nicht nur durch Überforderung Stress haben. Und in der Hundeschule sehe ich mehr Hunde, die durch diesen neuen Wind im Land Probleme haben, als früher durch das ich laufe so oft es geht und kann ihn nicht erziehen.
    Man sollte beide Möglichkeiten und noch viele andere im Blick haben, wenn man seinem Hund etwas gutes tun will. Und da genau hinzukucken haben nicht nur die Hunde verdient, die irgendwie nerven, sondern gerade auch die, die in der Ecke liegen und brav tun, was auch immer Mensch für richtig hält. Kann die Leine nehmen und noch eine Runde drehen, wenn man Zeit hätte wirklich schaden? Besonders jetzt, wo die Sonne scheint? Das schlimmste, was passieren kann ist, dass der Hund morgen aufschaut und nochmal fragt, gehen wir wieder? Und man muss nein sagen. Ich kann nicht behaupten, dass das nicht schwer ist, aber dafür ist ja, klar, sagen zu können um so schöner.
    Bei mir ist es zwar schon Dunkel, aber ich schnappe mir jetzt noch mal meine Taschenlampe und gehe nochmal los.

    Liebe Grüße
    Sockensucher

  • Sockensucher
    Ich habe mich jetzt durch den Roman "gequält", ein paar mehr Absätze hätten nicht geschadet und denke, wir werden auf keinen Nenner kommen.

    Was mich auf den Gedanken bringt, sind diese Punkte:

    Zitat

    Eigentlich wollte ich mutmachen, das der Hund nicht krank ist und man sich nicht an den Hunden orientieren muss, die mit miniprogramm den ganzen Tag still daliegen und Ruhe halten


    Ich habe nirgends gelesen, dass ihr Leute ein Mini-Programm vorgeschlagen haben, ist Deine subjektive Wahrnehmung, schätze ich.

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    Und ich finde es befremdlich, dass 3 Stunden Beschäftigung gleich ständig sind. Was ist bitte für dich ständig? Es bleiben immer noch 21 Stunden!!! Gammelei und das ist mir persönlich für einen Hund von anderthalb Jahren zuviel Gammelei.


    Irgendwie widersprichst Du Dir, aber nun gut.

    Zitat

    Und mein Border hat mich in dem Alter von anderthalb überallhin begleitet ohne Leine, war vorbildlich in der Stadt, an der Uni und bei meinem Job, war mein Therapiehund für andere Hunde, hat Kindern beigebracht ihre Ängste zu überwinden und tat was immer ich verlangte und deshalb hatte sie doppelt das Recht auf jede freie Minute, die ich erübrigen konnte und das waren mindesten vier Stunden, wo ich mich dann nur nach ihr gerichtet habe. Soviel Zeit brauchte sie, um ihre liebsten Spielkumpel zu treffen, eine Runde Strand, Hunde zu hüten und Ball zu spielen mit ihren Lieblingsmenschen.


    In der Stadt ohne Leine finde ich unverantwortlich :/
    Das werden ja nicht 4 Stunden am Stück gewesen sein, oder?
    Und zu dem Roten!! OHNE WORTE!!

    Zitat


    Öhm ja :roll:

    Zitat

    Ich habe keine Angst davor mich mit meinem Hund "zuviel" zu beschäftigen, so dass er tatsächlich mal etwas "fordern" könnte, ich finde es gut, wenn mein Hund nicht alles so hinnimmt, sondern mit zeigt, ich will und ich finde es befremdlich, diesen Wettbewerb, je weniger je besser.


    Auch das konnte ich hier nirgends in den Beiträgen rauslesen :???:

    Zitat

    Ein Menge funktioniert wunderbar, der Hund ist ein Anpassungskünstler, die meisten werden sich nicht wehren und mag sein, dass es viele Hunde gibt, die das genießen, dieses Ruheprogramm. Ich kenne keinen, aber das heißt ja nichts.


    Fast alle Hunde in meiner Bekanntschaft genießen die Ruhephasen ;)

    Zitat

    Ja, ein Border muss gebremst werden und nicht umsonst habe ich Befehle für trink und friss und das nicht, weil sie darauf warten soll, sondern damit sie es tut; und nein, es war nicht einfach sie zu schonen, wegen einem Ballenschnitt, weil sie dachte sie hätte etwas falsch gemacht und würde bestraft, Schmerzen waren ihr egal,


    Interessant, solche Kommandos brauchte ich für meine Hunde nicht.
    Und wegen dem schonen, oben schreibst Du, dass sie nach Deiner OP völlig entspannt bei Dir war und hier schreibst Du, dass es nicht einfach war, sie zu schonen? Passt irgendwie nicht zusammen, oder?

    Zitat

    Viel zuviel Müßiggang, wenn es nach ihr gegangen wäre und sie kam genauso fit zuhause an, wie sie am morgen mit mir lossgestiefelt ist. Aber da war ich dann auch der Ansicht, für heute ist genug, ich kann nicht mehr, da war ich Egoist.


    Könnte das nicht daran liegen, weil Du ihr keine Ruhe beigebracht hast?

    Zitat

    doch nach lesen der Tibetherkunft, war für mich klar. Sie hatte viele Ursprungsgene abbekommen, und saß da und beobachtete. Wenn kein Hund wusste, wo der Ball war, dann rannte sie los und holte ihn, wenn ein Fremder sich näherte, der Hunde nicht mochte, dann bellte sie.


    Zitat

    Sie hat auch keine Ruhe lernen müssen, sie schläft von allein, allerdings ist sie Aussietypisch ein Schattenhund, wenn sie mir also als Welpe nachdackeln wollte und müde war, war ich es die die Pause machte, es gab einen getragenen Puli von mir und ich habe gewartet, bis sie tief wegwar ... Ist das schon Ruhetraining? Vielleicht. Jedenfalls musste sie nicht darauf verzichten mir nachzulaufen.


    Ich hätte das als Stress empfunden, also für den Hund


    Zitat

    Leider eher Jagdhund als Hütehund von den Ambitionen her, aber nun gut, arbeite ich eben Fährte und spiele keinen Ball, nervt zwar, aber jeder Hund ist anders.



    Du weißt aber schon, das Hüten eine Sequenz des Jagens ist, oder? Und oh Schreck, ein Hund, der kein Ball spielen möchte


  • Ja, und? Ist deshalb die Einteilung in Hüte und Jagdhund verkehrt und sollte abgeschafft werden? Hat keinen Aussagewert? Meine Border (klinge schon wie eine kaputte Schallplatte, aber ist ja nunmal mein Hund und erwrte nicht, dass du die namen auswenig kannst.) kann ihre Nase nichtmal dazu benutzen, um ihren Ball zu finden. Sie muss ihn sehen und wenn sie einen Hasen sieht, dann ist das nett, wenn sie fünf sieht und die sitzen zu weit weg voneinander, findet sie das schon animierend, da mal gaaanz vorsichtig dran zu drehen, damit sie weiter zusammensitzen. Zeig mir den typischen Jagdhund, den das interessiert, wie seine Beute sitzt und zufrieden ist, wenn die dann ordentlich sitzen.
    Und die Hütehunde, die ich typisch Hütehundig :D finde, ist das zurückbringen genauso wichtig wie das hetzen, während ein typischer Jagdhund, gerne dem sich bewegenden Objekt hinterherrast, aber, wenns dann "tot" rumliegt, artet es in Arbeit aus, es sei denn hund ist Retriever. Dann ist das hergeben eher die Arbeit ...
    Und weiß der Hund das noch, das er eigentlich jagt? Klar, es gibt viele wildernde Hütehunde, mehr als die Besitzer sich eingestehen wollen, dennoch ist hüten, hüten, und jagen jagen. Ein Hund der Kaninchen und Schaf, seinen Job nicht vom selbstbarfen unterscheiden kann, der war früher seinen Job, meist sein Leben, mit Sicherheit aber seine Zuchtattraktivität los. Heute ist das ja relativ wurst, der bekommt halt weiter Agility und vererbt seinen vollständigen Jagdtrieb weiter.
    Also meine mag tyische Jagdhundspiele und keine typischen Hütehundbeschäftigungen. Hütehundbeschäftigungen liegen mir aber mehr, Gewohnheitssache. Besser so?
    Und ja, ein Hund, der nicht Ball spielt ist weeesentlich schwieriger zwischendurch mal auf die Schnelle glücklich zu machen. Ich muss allein vorlaufen und eine Spur legen und kann erst dann los. Doppelte Wege, Zeitverlust. also eher was für Luxusstage, kein Alltagsgeschäft. Und Leckerliesuche ist auch schwierig, sie schummelt wenn ich sie verstecke, daran arbeiten wir noch ...

  • ähm sry...aber...Kindergarten?? :D

    was diskutiert ihr hier noch...das Thema ist doch gegessen...
    die Erstellerin dieses Threads ist nichtmehr da und das hat denk ich seine Gründe...

    und wenn ihr Probleme mit euren unterschiedlichen Meinungen,Überzeugungen und Aussagen habt...okay...aber klärt das doch vllt per PN oder lasst es einfach...tolleriert und akzeptiert den anderen und seine Meinung und damit hat sich das ganze.

    Ich könnte mich hier auch noch über Aussagen aufregen...aber warum?!

    Was hätte das für einen Sinn??!!

    Im Endeffekt bleibt doch eh jeder bei dem,was er für richtig hält,also belasst es doch vllt auch dabei oder? :)

    unverständliche Grüße

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