Hund kontrolliert - schlimm?
-
-
Haj Hundefreunde,
.
unser Hund ist im Haus (fast) immer in meiner Nähe. Sucht sich im gleichen Raum einen Schlafplatz und döst/schläft ... bis ich den Raum verlasse. Auch nachts (wenn ich zB aufs Klo gehe) kommt ein zerknautschter, verschlafener Hund gähnend zu mir.
Im Haus stört es mich nicht. Draußen fördere ich dieses "auf-mich-achten" sogar, zB durch Versteckspielchen und ich lobe angebotenen Blickkontakt seinerseits.
Ach ja, er läßt sich auch auf seinen Platz schicken und kann auch außer Sicht auf mich warten - nur eben auf Kommando, selten von sich aus.
(Er ist jetzt fast 9 Monate alt).
.
Wenn hier im Forum jemand von Problemen mit seinem Hund berichtet, kommt oft mal der Kommentar: Der kontrolliert Dich/Euch.
Ist das (wie im oben genannten Beispiel) schlimm? Wenn ja, warum?
.
VG Bianca - Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Schau mal hier: Hund kontrolliert - schlimm?*
Dort wird jeder fündig!-
-
Ein Hund der mitläuft im Haus ist nicht automatisch ein Kontrolletti. Dazu gehören noch mehr Faktoren und glaub mir: Wenn du einen echten Kontrolletti hättest, würdest du es wirklich schlimm finden.
Mein Rüde war einer (ja, ich habe in der Anfangszeit einiges falsch gemacht). Bei ihm ging die Kontrolle dann soweit, dass er mich nicht mehr hat telefonieren lassen und das mit Theater kundgegeben hat (winseln und rumtoben) und am Ende hat er im Sitzen geschlafen, damit er auch nur nichts verpasste. Es war schlimm. Der Hund stand unter Dauerstress und hatte Dauerdurchfall, ich stand unter Dauerstress und hätte ihn so manches Mal am liebsten an die Wand geklatscht.
Heute ist es anders. Es ist okay wenn er mir in ein anderes Zimmer folgt (aber das tut er meist nur dann, wenn ich dann länger aus dem Zimmer nicht zurück komme), er läßt mich telefonieren, schläft im liegen und springt auch nicht mehr sofort auf nur weil ich mich bewege. :)
Von daher: Einfaches Nachlaufen ist kein Kontrollwahn.
-
Ich würde draußen kein Versteck spielen. Das ist für den Hund kein Spiel sondern Stress wenn du auf ein mal weg bist. Dein Hund ist 9 Monate alt - überlege mal was wäre wenn deine Eltern sich, als du 12 warst, in einem riesen Kaufhaus richtig gut versteckt hätten ... du merkst schon - nicht gut. Hinten rum wärst du vielleicht verunsichert wenn du sie wieder findest und würdest dich fragen ob sie wieder so einen Unsinn machen. Dein Stresslevel würde steigen und du würdest unter allen Umständen versuchen bei deinen Eltern zu bleiben und hast Stress weil du auch nicht mal selbst gucken kannst was dich interessiert sondern nur aufpasst dass du deine Eltern nicht verlierst.
Viel besser ist es den Blickkontakt zu bestärken und z.B. auch bestärken wenn der Hund freiwillig bei dir vorbei gerannt kommt, zu dir kommt oder neben dir läuft. Das muss nicht mal mit Futter geschehen sondern geht auch mit einem Spielzeug o.ä.
Mein Hund rennt mir auch machmal überall hinter her weil sie denkt sie verpasst vielleicht irgend was. Andermal liegt sie einfach nur da und ich kann meiner Wege gehen. Ich fand das früher irgendwie seltsam so einen Welpenschatten zu haben aber das hat sich geändert.
Olli -
Zitat
Ich würde draußen kein Versteck spielen. Das ist für den Hund kein Spiel sondern Stress wenn du auf ein mal weg bist.
.......
Viel besser ist es den Blickkontakt zu bestärken und z.B. auch bestärken wenn der Hund freiwillig bei dir vorbei gerannt kommt, zu dir kommt oder neben dir läuft. ....
Haj Olli,
.
er findet mich stets sehr schnell wieder. Eigendlich ist es kein richtiges Suchen, sondern ein bloßes Zurücklaufen.
Er rennt vor, überschreitet die Grenze auf die er sich "sicher" zurückrufen läßt und ich husche hinter einen Baum. Dann läuft er noch maximal 10 m, ihm fällt auf, daß er meine Schritte nicht mehr hört ... guckt und läuft den Weg zurück. Meist zielstrebig zu dem Baum, hinter dem ich stehe. Dann ist natürlich großes Lob angesagt und ich zeige ihm offen, daß ich mich freue, wenn er da ist.
.
Er kann hier auf vielen Strecken offline laufen und er darf dabei schnüffeln, gucken, markieren .... aber, er soll mich bei seinen Erkundigungen nicht vergessen - und er soll einen gewissen Abstand zu mir draußen nicht überschreiten. Mit den Versteckspielen zwischendurch wecke ich seine Aufmerksamkeit. Blickkontakt wird anschließend deutlich öfter angeboten - und meinerseits bestätigt.
Natürlich machen wir auch andere Sachen draußen zusammen: "Waldagility", bissel Gehorsamsübungen, Bache-Ekunden und Rehe/Schafe-Gucken.
Leider treffen wir nicht täglich Hundefreunde zum Toben.
.
VG Bianca -
Was macht er denn, wenn Du einfach mal die Zimmertür hinter Dir schließt? Jammert er dann, oder ist das für ihn okay?
Also mich nervt es schon, wenn ich keinen einzigen Schritt mehr machen kann, ohne dass ein Hund neben mir steht. Zudem es auch Unruhe reinbringt und der Hund sich (meiner Meinung nach) nicht wirklich entspannen kann.
-
-
Das wäre auch meine Frage gewesen: Was ist, wenn du ihm einfach eine Tür vor der Nase zumachst? Trollt er sich, bleibt er sitzen und wartet, jammert er vielleicht sogar?
Wenn es dir einfach generell zu viel hinterherlaufen ist, bringt es oft was, einfach ziemlich lange hierhin und dorthin zu laufen, man wird dann langweilig, es passiert nix dabei. Ansonsten einfach die Türen hinter sich zumachen. -
Zitat
Was macht er denn, wenn Du einfach mal die Zimmertür hinter Dir schließt? Jammert er dann, oder ist das für ihn okay?
Er legt sich davor (oder in die Nähe der Tür) und wartet ruhig ab.
.
Vor einiger Zeit hat er sich versehendlich im Bad eingesperrt, als er allein Zuhause war.
Wir kamen zurück und kein Hund war in Sicht. Gut, wir vermeiden sowieso ihn nach dem Heimkommen stürmisch als Ersten zu begrüßen. Ich habe also erst einmal den Kindern Jacke und Schuhe ausgezogen, dann noch ein paar Dinge erledigt, die mir nebenbei aufgefallen sind ... bis mir bewußt wurde, daß Casmir sich immer noch nicht (!) gezeigt hat.
Bin durch die ganze Wohnung gelaufen und habe den Hund gesucht (in der Annahme, daß er irgendwo fest schläft).
Erst als ich gerufen habe, hat er sich mit leisem Fiepen gemeldet.
.
Er macht keinen hibbeligen/unruhigen Eindruck, sondern begleitet mich einfach von Raum zu Raum. Sucht sich dann in meiner Nähe einen gemütlichen Platz und döst oder schläft sogar recht fest ... bis ich aufstehe und woandershin gehe.
.
@das_caro: Nein, es stört mich eigendlich nicht. Die Lust verliert er (bislang) auch nicht, wenn ich länger in der Wohnung unterwegs bin.
Die Frage war nur, ob dieses "Kontrollieren" (wenn es denn Kontrollieren ist?) in irgendeiner Weise als negativ zu werten ist.
.
VG Bianca -
Dann würde ich es noch nicht direkt als "Kontrollzwang" sehen.
Negativ ist relativ

Stört es Dich oder stellst Du fest, dass Dein Hund nicht wirklich zur Ruhe kommt? Dann ist es negativ.
Akzeptiert er es, wenn Du ihm mal sagst, er soll da bleiben und Du verlässt für einen kurzen Moment den Raum? -
Zitat
Wenn hier im Forum jemand von Problemen mit seinem Hund berichtet, kommt oft mal der Kommentar: Der kontrolliert Dich/Euch.
Ist das (wie im oben genannten Beispiel) schlimm? Wenn ja, warum?
.
VG Bianca
für mich gilt es immer:wenn der Hund keine Probleme macht, ists nur dann schlimm, wenns dich stört
macht der Hund Probleme, sollte man schauen, ob sowas dazu beiträgt und es eventuell abstellensonst schau danach, wie ihr euch wohl fühlt
in der Hundeerziehung gibts nicht zwingend ein schwarz oder weiß
-
Ich glaube nicht, dass das kotrollieren ist. Anfangs dachte ich auch immer, dass Sara mich kontrollieren will, aber inzwischen glaube ichs nicht mehr, da sie nicht gleich aufspringt und wenn ich sie auf den Platz schicke, bleibt sie da auch, bis ich das Kommando auflöse. Inzwischen steht sie fast gar nicht mehr auf. Wenn man den Hund problemlos auf den Platz schicken kann, sehe ich kein Problem
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!