Territoriale Aggressivität? Angst? Kastration?
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Guten Abend,
wir haben eine 1.5 Jahre alte, unkastrierte franz. Bulldogge namens Kalle.
Der Gute bereitet uns große Sorgen.
Ich hoffe, dass wir hier gute Tipps oder Anregungen bekommen.Also:
Wir haben Kalle mit 10 Wochen von einem Züchter geholt.
Anfangs war alles super und problemlos.
Nach einigen Monaten (ich bilde mir ein, dass es mit der Geschlechtsreife losging), mochte Kalle keine Nachbarn und keinen fremden Besuch mehr.
Wenn wir Nachbarn im Hausflur oder vor der Tür gesehen haben, hat er gebellt und mit den Hinterläufen gescharrt.
Das haben wir durch ein scharfes nein versucht zu unterbinden und sind dann meist aus der Situation rausgegangen.Er war und ist jedoch nie zu anderen Hunden aggressiv gewesen.
Auch wenn wir mit ihm in der Stadt unterwegs sind, geht er wie ein Engel an der Leine und ist niemandem aggressiv gegenüber.Er lässt sich jedoch nicht von Fremden streicheln.
Das Ganze hat sich nun so sehr zugespitzt, dass Kalle bellt und knurrt wenn sich im Hausflur etwas tut.
Wenn wir Nachbarn im Flur sehen, dreht er regelrecht durch und knurrt und bellt und dreht fast schon durch.
Fremde Leute dürfen nicht die Wohnung betreten.
Letztens war eine Bekannte da, die Kalle noch nicht kannte.
Er hat sofort gebellt und geknurrt und ist sie richtig angegangen.
Sobald sie sich auf der Couch bewegt hat, war er ruckzuck wieder wach und hat den Dicken markiert.
Wir haben probiert dieses verhalten zu unterbinden, aber er ist einfach nicht ansprechbar.Wenn wir draußen jemanden Fremdes sehen, ist das kein Problem; es sein denn das ist in einem kleinen Abstand (<100m) von unserem Hauseingang.
Dann dreht er wieder durch.Das Hauptproblem ist jedoch, dass er jetzt auch uns aggressiv gegenüber wird.
Wenn wir etwas vom Boden wegwischen wollen, kommt er angerannt und will in die Finger oder das Tuch beißen.
Wenn wir ihn auf Distanz halten und sagen, dass er "sitz" machen soll, zittert er ganz stark.
Der Stress ist ihm richtig anzusehen.
Heute hat er meiner Schwiegermutter aus dem Nichts in die Finger "gebissen".
Es war kein Zwicken mehr, da sie etwas geblutet hat.Wir hatten vor kurzem eine Hundetrainerin bei uns, die 4 Stunden bereits mit uns trainiert hat.
Sie hat die antiautoritäre Erziehung bevorzugt und nur mit positiver Verstärkung gearbeitet.
Das Problem ist einfach, dass das Markerwort ihn aus keiner Situation rausholt.Also haben wir das beendet und arbeiten nun nach Absprache eines anderen Trainers mit einer Wasserflasche.
Auch das jedoch ohne größeren Erfolg.
Was kann das sein?
Ist es territoriale Aggressivität?
Hat er Angst?
Hilft eine Kastration?Wir wissen einfach nicht mehr, was wir tun können.
Wir erwarten in fünf Monaten Nachwuchs.
Da darf der Hund einfach keine tickende Zeitbombe sein.Er ist so toll und so lieb, aber diese unangekündigten Ausraster machen uns wahnsinnig.
Wir haben probiert auf Signale zu achten, die sein Verhalten ankündigen.
Aber es kommt alles so explosionsartig und unangekündigt
PS: Er versucht keine Hündinnen zu besteigen, bis auf die Mopsdame meiner Schwester (die ihn aber auch nicht wegbeißt).
Daher haben wir Kalle Ende November ein Kastrationschip gesetzt, der jedoch nicht wirkt und auch nciht anschlägt (er hat immer noch riesige Hoden).Ich habe sicher die Hälfte in meiner Verzweiflung vergessen und werde die Sachen, die mir noch einfallen, nachtragen.
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24. Februar 2012 um 20:55
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Territoriale Aggressivität? Angst? Kastration? - Vor einem Moment
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Ich kann dir zwar nicht wirklich helfen, habe aber jemandem eine PN geschickt, der dir vielleicht helfen kann.

Das ganze ist für mich schon ein Thema für einen kompetenten Trainer.
Die Fragen, die ich noch hätte.
Wie versucht ihr dieses Verhalten zu unterbinden?
Hat euer Hund einen Rückzugsort?
Wart ihr mal beim TA wegen dem Verhalten?
PS: Eine Kastration wird nicht viel bringen.

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Kalle hat einen Rückzugsort.
Einerseits hat er seine "Decke" auf der wir ihn in Ruhe lassen.
Außerdem haben wir ihm eine Box gekauft (aus Stoff), so dass er sich in diese Höhle zurück ziehen kann (was er aber fast nie tut - die Decke ist sein Ort Nr.1).Bevor die Trainerin da war, haben wir einfach nur das böse "nein" oder "aus" gesagt.
Nachdem sie da war, haben wir ihn probiert mit dem Markerwort "Bingo" aus der Situation zu holen - allerdings komplett erfolglos.In unserer Verzweiflung probieren wir uns nun mit der Wasserpistole und einem scharfen "nein".
Wenn er bei Geräuschen bellt oder knurrt hilft es aus - bei dem Thema mit dem Boden wischen jedoch nicht.Beim TA waren wir nicht.
Anfangs hat er den TA gemocht; als er jedoch mal Kalles Zähne anschauen wollte, ist das ganze eskaliert.
Kalle hat erst geknurrt, der TA hat jedoch weiter gemacht.
Danach hat er um sich gebissen (ohne zu beißen. Ich hoffe ihr versteht.).
Seitdem sind alle TA für Kalle extrem doof.
Als er vor zwei Monaten seine Impfung brauchte, ist der beim TA (diesmal ein anderer) durchgedreht.
Daraufhin haben wir den Raum verlassen, so dass Kalle mit dem TA alleine war.
Da hat er sich piksen lassen und hat keinen Stress mehr gemacht. -
naja eine franz. bulldogge war mal der wachhund der kleinen leute.
sie entwickeln sich bei falscher und wenige konsequenter erziehung zu terroristen und so wie es sich liesst habt ihr ein paradebeispiel dafür.im grunde würde ich euch vorschlagen in sachen erziehung bei null anzufangen, dazu ihm alle privilegien abnehmen. keine couch, kein bett, spielzeug weg...er darf nichts mehr selbstbestimmen, für futter muss er arbeiten.
er muss merken das er von euch abhängig ist und auf euch hören muss, nicht ihr auf ihn.er sieht alles als sein an und meint das sagen zu haben.
das wird nicht einfach...
am besten wäre wenn ihr euch einen gescheiten trainer suchen würdet, der nicht nur mit wattebäuschen oder wasserflaschen wirft, sondern von null anfängt am problem zu arbeiten.
kurzfristig würd ich dem hund zuhaus geschirr anziehen und ne hausleine dran und eben nicht nur verbal verbote erteilen bzw. unerwünschtes verhalten kommentieren, sondern an der hausleine schnappen und auf seinen platz bringen, dort soll er bleiben lernen. wenn das mit der decke nicht funktionier, würd ich mit der box arbeiten.
dazu sollte man aber erstmal die box als etwas angenehmes verknüpfen, indem man ihm diese mit leckerchen schmackhaft macht.
gebt ihm ne auszeit in der box..lasst ihn nicht zu tür rennen, er soll in der box/ auf seinem platz bleiben wenn jemand die wohnung betritt usw.aber wie gesagt so auf die schnelle wird man euch kaum helfen können, ich würd mich da wirklich an einen guten trainer wenden.
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Das hört sich gut an.
Die Couch und das Bett haben wir ihm vor zwei Wochen "weggenommen".
Seine Ernährung wurde von TroFu auf BARF umgestellt.
Ich stelle es mir schwierig vor, die Pampe in ein Futtersäckchen zu stopfen :)Das Problem ist einfach, dass ich das Gefühl habe, dass alles so aussichtslos ist.
Diese "Austicker" sind nicht täglich, aber doch wöchentlich.
Wenn das Baby da ist, dann ist das alles noch verzwickter, als es jetzt schon ist.Edit: Er kennt das Kommando "bleib" und bleibt auch auf seiner Decke, wenn wir es ihm sagen.
Er fängt jedoch unter Stress extrem an zu zittern.
Und irgendwann springt er los in Richtung Ziel (Tuch auf dem Boden). -
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ZitatAlles anzeigen
Das hört sich gut an.
Die Couch und das Bett haben wir ihm vor zwei Wochen "weggenommen".
Seine Ernährung wurde von TroFu auf BARF umgestellt.
Ich stelle es mir schwierig vor, die Pampe in ein Futtersäckchen zu stopfen :)Das Problem ist einfach, dass ich das Gefühl habe, dass alles so aussichtslos ist.
Diese "Austicker" sind nicht täglich, aber doch wöchentlich.
Wenn das Baby da ist, dann ist das alles noch verzwickter, als es jetzt schon ist.Edit: Er kennt das Kommando "bleib" und bleibt auch auf seiner Decke, wenn wir es ihm sagen.
Er fängt jedoch unter Stress extrem an zu zittern.
Und irgendwann springt er los in Richtung Ziel (Tuch auf dem Boden).naja das zittern ist erregung, bei ihm ist das stress und frust und generelles durcheinander. wenn ihr das mal eine zeitlang konsequent macht, dann wird er sich dran gewöhnen.
wenn er da nicht bleibt, würd ich wie gesagt mit der box üben, diese eben zu anfang schliessen und nach und nach kam man schauen ob man sie wieder aufmacht.ihr müsst eben sehr viel arbeit da rein stecken, geduld und zeit..wenn ihr diese nicht erbringen könnt würde ich evtl. über eine abgabe nachdenken, denn von sich (z.b nur mit der kastra) wird das problem nicht verschwinden.
klingt hart ist aber leider so.es werden leider viel zu oft franzosen als die idealen familienhunde und anfänger geeignet vermittelt, dabei sollte man den charakter dieser kleinen flitzer nicht unterschätzen, hab leider viel zu viele kleine terroristen kennenlernen dürfen.
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Ich bin einfach so verunsichert, da ich jetzt schon öfter gehört habe, dass dieses Imponiergehabe durch sein Testosteron unterstützt wird.
Viele sagen, dass eine Kastration in Verbindung mit hartem Training sinnvoll ist, andere sagen, dass sie eher kontraproduktiv ist.Dass eine Kastra alleine nicht hilft, das ist klar, wenn sie jedoch das Ganze unterstützen würde, wäre das natürlich eine Überlegung wert.
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naja sie kann helfen, muss aber nicht.
für mich klingts einfach nach nem frechen arsch der gelernt hat das er chef sein darf, weil er von euch zwar grenzen aufgezeigt kriegt, aber eben nicht ausreichend deutlich.
und was mit erziehung durchaus in den griff zu kriegen ist.martin rütter hatte in seiner sendung mal einen ähnlichen fall http://www.voxnow.de/der-hundeprofi…tail=1&season=4
das man verunsichert ist, kann ich verstehen. ihr müsst einfach damit rechnen das sowas nicht innerhalb von 2-3 tagen weg ist, sondern ihr womöglich monate dran arbeiten müsst...und dazu muss man bereit sein.
ich sehe einfach die gefahr das es schlimmer wird wenn ihr nicht jetzt damit anfangt und entweder tut ihr das oder ihr gebt den hund ab, vor allem wenn demnächst noch nachwuchs ins haus kommt. -
Unabhängig von eurem Erziehungsstand könnte deine Schwangerschaft auch eine Rolle spielen. Das hängt mit den Hormonen zusammen, die aber im Gehirn gebildet werden. Gerade die Aggression gegen Fremde spricht dafür. Es mag sicherlich nicht die Ursache aller Probleme sein, aber vielleicht eine Erklärung. Eine Kastration hilft da allerdings nicht.
Gesendet von meinem GT-I9100 mit Tapatalk
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Hallo,
auf die Schwangerschaft wollte ich auch zu sprechen kommen.
Eine Kastration wird Dir nicht viel helfen da der Chip auch nicht hilft.Ich würde auch einen kompetenten Trainer zu raten ziehen.
Liebe Grüße
Steffi
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