Bin kurz vorm Aufgeben! Hund bellt wegen und an der Leine
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Hallo Sascha,
würde mich mal interessieren, was aus dem Bellen geworden ist????
LG Steffi

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Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
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So, da bin ich mal wieder in der Lage etwas neues zu berichten. Dank einer wie ich finde unglaublich einfühlsamen Trainerin sind wir ein paar Schritte weiter. Diese Trainerin besuchte uns zu Hause und gab mir als erstes einmal Hilfestellung, was das " aus der Haustür gehen" anging. Sie/ Wir arbeiten ausschließlich mit positiven Verstärkern, sprich Belohnung durch Stimme, Gestik und natürlich Leckerlies
So haben wir es in gut 14 Tagen geschafft, dass Paul sitzt, wenn er angeleint wird und dabei maximal ein wenig fiept!
Um das ganze nochmal zu erläutern: Es wäre selbstverständlich absolut OK, wenn Paul sich auch laut freuen würde!
Nur führt dieses noch dazu, dass er sich dermaßen hoch pusht, dass er aus seinem Gebelle nicht mehr heraus kommt.
Die Haustüre können wir auch schon ohne zu bellen öffnen....also ich öffne sie und Paul bellt nicht!^^
Nun arbeiten wir am Radius unserer Spaziergänge. Ein Spaziergang um unsere Siedlung ist kein Problem mehr. Dieses sind ca. 500Meter. Alles drüber hinaus sorgt bei Paul noch für extreme Aufregung und Zittern!
Aber wir sind auf einem wie ich finde absolut tollen Weg und werden diesen auch genau so weitergehen!
Ich schreibe heute allerdings auch, weil ich heute Abend eine Situation beobachten konnte und diese euch einmal schildern möchte!
Vielleicht kann mir ja jemand noch einen weiteren Rat geben und diese Situation einmal deuten....
Wir hatten heute Abend die Haustüre auf und haben nicht auf Paul geachtet. Dieser lief also nach draußen....naja er lief nicht, er schlenderte in Seelen Ruhe! ging seinen gewohnten Weg entlang und roch an Hecken und Bäumen. Ich mit Taschenlampe hinterher, aber gar nicht um Ihn einzufangen, sondern eher um Ihn zu beobachten. Er ging also genüsslich immer weiter und entfernte sich langsam so weit, wie wir es bis heute noch nicht einmal geschafft haben, ohne dass er anfing zu zittern, zu bellen oder zu windeln!
ich habe ir das ganze gute 5 Minuten angesehen und ihn dann gerufen. Er kam sofort freudig auf mich zu, nahm sein Leckerchen i n Empfang und ließ sich anleinen. Wir sind dann in Seelenruhe den Weg zurück nach Hause gegangen!
Ich verstehe das alles einfach nicht! Ich gebe mir seit ewigen Zeiten jeden Tag Mühe und gehe mit Pual 2,3,4,5mal am Tag diese Wege und jedes mal fast genau an den gleichen Stellen wird er unruhig oder schlimmer!
Alleine ist es für ihn kein Problem einfach mal auf Entdeckertour zu gehen und danach den lässigsten Spaziergang seit ich ihn habe( und das war mit 8 Wochen) hinzulegen!Wenn ihr Ideen, Anregungen oder fundiertes Wissen habt lasst mich bitte bitte dran teilhaben!
Jede Idee könnte für Paul und mich natürlich auch ein Puzzleteil in diesem wirren Spiel sein!
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das einzige, was mir dazu einfällt ist,
dass er diese innerliche erregung nicht mit dem spazierganng/weg als solches verknüpft,
sondern mit dem spaziergang MIT dir/mensch.vielleicht kannst du an diesem punkt nochmal ansetzen/überlegen,
wie man diese verknüpfung wieder raus kriegt.
LG anja -
oh, schön, dass ihr eine gute Trainerin gefunden habt!!!
Wo ich vielleicht noch ein bisschen nachhaken würde ist:
Hat er in der Wohnung einen Platz, wo er sich vor dem Trubel zurückziehen kann - vielleicht eine (offenstehende) Box, in er gehen kann, wenns ihm zu bunt wird. Das könnt Ihr als Alternativverhalten aufbauen für das Bellen und Aufregen in der "Haus-Situation".Dann würde ich gaaaaaaaaaaanz viel Richtung Entspannung machen.
hier zwei Links zum Thema - auf den beiden Seiten finden sich jeweils weitere Links zum Thema, u.A. auf Videos.
http://cavecani.de/wissenswertes/…-hundetraining/
http://www.easy-dogs.net/home/blog/trai…grundlagen.html
z.B. würde ich den Rückzugsort mit Entspannung konditionieren.Auch wenn ihr draussen "Neuland" erobert, würde ich da Entspannungsübungen einstreuseln und ihn viel selber erkunden lassen - möglichst so, dass er sich dabei nicht wieder völlig aufregt.
Ganz zu Anfang hast du mal geschrieben, dass es für ihn sehr aufregend ist, hinter den anderen Hunden her zu gehen: da würde ich dann also erstmal eben mit ihm vorne gehen - und auch oft nur mit ihm alleine.
Wenn es durch die Umwelt draussen an irgendeinem Ort für ihn sehr aufregend war, würde ich genau dort entweder direkt danach (oder wenn das aus irgendeinem Grund nicht möglich ist, dann beim nächsten Mal, wenn man dort ist) eine Entspannungsübung einbauen, damit er von dem Ort nicht aufgeregt weggeht, und dieses Gefühl dann automatisch beim nächsten mal dort bekommt (das kommt ganz automatisch durch klassische Konditionierung, findet nicht bewusst statt...). Mit so einer Entspannungsübung lernt der Hund quasi:
"Oh HIER habe ich mich neulich sehr aufgeregt, aber dann habe ich mich auch wieder entspannt, war ja gar nicht so schlimm" - ohne lernt er "Oh HIER habe ich mich letztes Mal ganz furchtbar aufgeregt aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!!!!"Kannst Du bestimmte Sachen benennen, über die er sich besonders aufregt? (andere Hunde, Autos, Menschen, Geräusche, bestimmte Orte (vielleicht Gerüche oder Wildspuren an diesen Orten)... Dann kann man an diesen Sachen auch noch gezielt arbeiten.
Mit diesen Maßnahmen wird dann die Aufregung beim "Anziehen und Rausgehen" deutlich besser, denn das anziehen ist ja nicht wirklich aufregend - das Anziehen kündigt zuverlässig die Aufregung DRAUSSEN an und wurde so mit der Aufregung verknüpft (so wie ich das oben mit dem Aufregen an einem bestimmten Ort beschrieben habe) - und wenn dem Anziehen und rausgehen immer weniger Aufregung draussen folgt, ist es logischerweise immer weniger mit Aufregung verknüpft.
Das Gegenstück zu "Aufregung" ist "Entspannung" - nicht "Korrektur" (wie hier weiter oben empfohlen wurde).
Korrektur (netter Versuch das Wort "Bestrafung zu vermeiden) ERHÖHT das Erregungsniveau, ist also komplett kontraproduktiv... -
Toll, dass Ihr Fortschritte macht.
Und das beschriebene Verhalten hat sicher etwas damit zu tun, dass er nicht an der Leine war, ich nehme zumindest an, dass er "nackig" rausgegangen ist, oder?
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erst mal vielen Dank für die BEiträge und Links! Ich werde sie so schnell wie möglich durcharbeiten!
Also er hat seinen Rückzugsort bei uns unter dem Schrank. Das hat sich irgendwie so entwickelt. Als welpe war es eine Transportbox und mit der Zeit suchte er sich diesen Platz aus.Mit paul gehe ich ausschließlich alleine spazieren, da er sich sonst von Beginn an so hoch pusht, dass er nur noch bellt! Das ist auch der Grund ( dieses nicht HINTER anderen zu gehen) dafür, dass wir über Monate dachten und auch heute noch in einigen Situationen denken, dass es bei ihm auch ein gewisses Maß an Eifersucht ist. Auch heute noch sind 50% der Situationen in denen er draussen bellt für mich eigentlich ein Ausdruck von "nicht abwarten können. Es ist dann so, dass er an der Leine zieht ( dieses konnte ich ja noch nicht mit ihm trainieren, weil er wenn wir stehen bleiben und ich ihm so zeigen möchte, dass er nicht ziehen soll) und wenn ich nicht schnell genug bin er anfängt zu bellen. In anderen Situationen bellt er, weil er sichtlich gestresst ist. Das eine bedingt das Andere. Es ist wirklich schwierig!
Und als er gestern alleine auf Wanderschaft ging, hatte er nur sein Halsband um. Auf dem Weg zurück jedoch war er angeleint.
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Heute möchte ich euch berichten, was sich seit dem letzten Bericht alles getan hat.
Ich bin mehr als zufrieden! Paul geht bei Fuß, bellt nur noch, weil er einfach ein Hund ist
! Was soll er auch anderes machen..
Es ist mir möglich, ihn von der Leine zu lassen und er ist absolut abrufsicher!
Wir haben einen "neuen" Paul geschenkt bekommen!
Das ganze ermöglichte uns aus meiner Sicht ein Zusammenspiel aus drei Faktoren
1. Eine absolut tolle und fachlich kompetente Hundetrainerin, die unglaublich liebevoll und geduldig ist!
2. Ein Umdenken meinerseits!
3. Ein Kastrationschip, welcher es Paul ermöglicht, sein Temperament so zu dosieren, dass er das Leben jetzt ganz anders und viel intensiver genießen kann!!Ich freue mich sowas von auf die nächsten Aufgaben und auf die nächsten Jahre mit meinem besten Freund

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