selbständiger und unkonzentrierter Hund
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Hallo liebe Hundefreunde!
Unsere Abby (16 Monate) ist schon seit dem Welpenalter sehr selbständig. Hat ja auch seiner Vorteile (zb beim alleine bleiben) aber auch viele Nachteile. Vor allem beim Gassi/Spazieren gehen haben wir so unsere Probleme.
Sie jagd allem nach: Blätter, Vögel, Schmetterlinge, Katzen
Sie ist beim spazieren gehen völlig unkonzentriert. Sie sieht mich nicht an, läuft einfach ihrer Wege. Auch immer wieder vom Weg weg, und in den Wald wo sie dann wie ein Reh rumspringt und kein Ohrwaschel rührt wenn ich sie rufe.
Bei Hundebegegnungen schaut sie nur auf den Hund, ignoriert mich bei Ablenkungsversuchen total, zieht und zerrt, will unbedingt zum anderen Hund, kläfft auch manchmal.Ich hab schon so viel probiert, es geht mal wieder besser, und (so wie momentan) schlechter, und irgendwie ist es so deprimierend. Ich mach mich eh schon bei jedem Spaziergang zum Kasperl. Wir spielen Zerrspiele, Suchspiele, fangen etc. Ich versuche alles richtig zu machen, lobe sie himmelhochjauchzend wenn sie mal kommt, oder etwas anderes tolles gemacht hat. Aber es klappt nicht. Manchmal komm ich mir von meinem Hund richtig verarscht vor.
Mein nächster Versuch ist der Futterbeutel. Es gibt kein Futter mehr aus dem Napf. Heute ist unser erster Tag, aber noch scheint ihr das ziemlich egal zu sein. Was sagt ihr dazu?
Lg, eine etwas verzweifelte Kumiko
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13. Februar 2012 um 16:50
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selbständiger und unkonzentrierter Hund - Vor einem Moment
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LG Steffi mit Buddy
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Wenn Du immer über Ablenkung arbeitest, dann kann es passieren, dass Du genau die umgedrehte Verknüpfung beim Hund schaffst, die Du eigentlich möchtest.

Ich arbeite daher mit gezieltem Belohnen und locke so gut wie gar nicht.
Wie ist sie denn Zuhause?
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zu Hause ist sie sehr ruhig, ausgeglichen, sie pennt daheim die meißte Zeit. Wenn wir daheim tricks üben ist sie aber mit feuereifer dabei, das liebt sie. Draussen kommt sie mir so extrem wuselig und überdreht vor.
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Oh man, beim Lesen habe ich gedacht du beschriewbst unseren Hund... Passt ganz genau zu unserer Situation. Dann hoffe ich mal mit auf ein paar Ideen.
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Unsere Paula ist ähnlich, wenn andere Hunde kommen sieht und hört sie nichts, da muss ich dann schon die Schlepp einholen.
Flying-Paws würdest du mir mal ein Beispiel nennen, wie du so vorgehst, das würde mich wirklich interessieren! :)
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Zitat
Flying-Paws würdest du mir mal ein Beispiel nennen, wie du so vorgehst, das würde mich wirklich interessieren! :)
Ja bitte, ich mag auch wissen.
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Zitat
Mein nächster Versuch ist der Futterbeutel. Es gibt kein Futter mehr aus dem Napf. Heute ist unser erster Tag, aber noch scheint ihr das ziemlich egal zu sein. Was sagt ihr dazu?Lg, eine etwas verzweifelte Kumiko
Mach nicht den Fehler, und überfordere den Hund mit Futterbeutel gleich draussen beim Gassigehen. Füttere sie erst einige Tage in der Wohnung nur noch daraus, und baue da auch das apportieren auf. Nächster schritt wäre dann Garten, oder ein ablenkungsarmer öder Hinterhof/Nebenstrasse.Bei so einem Hund würde ich aber viel weiter vorn ansetzen, und erst mal nur Blickkontakt belohnen. Sobald sie es kennt, fängt das schon beim ersten Schritt aus der Wohnungstür an. Ohne Kontaktnahme geht es nicht weiter. Belohnungsfrequenz hochhalten, und ablenkung nur millimeterweise steigern ist das wichtigste. Ein selbständiger Hund will überzeugt werden, dass sich Kooperation lohnt. Dazu muss man anfänglich die Anforderungen wirklich sehr tief halten.
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das apportieren mit dem Futterbeutel kann sie schon, und es gefällt ihr auch. Wir haben schon in der Welpenschule mit dem Futterbeutel trainiert, bisher hab ich ihr aber nur so Leckerlis daraus gegeben, und daheim normal Futter. Nur, sobald ich sage Schluss und es vorbei ist mit dem Spiel, ist wieder alles andere interessant nur ich nicht. Sollen wir trotzdem erst in der Wohnung anfangen? Und wie dann draussen weiter machen? Auch mit Futterbeutel oder mit Leckerlis?
Das mit dem Blickkontakt haben wir etwas schleifen lassen, da werden wir auf jeden Fall wieder neu ansetzen. Danke für den Tipp!
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Nun, ich würde trotzdem zu den bisherigen Futterzeiten etwas Futter im Beutel servieren, nach einer kleinen Übung natürlich. Sie muss ja erst lernen, dass der Futterbeutel überlebenswichtig geworden ist. Aber wenn sie schon apportieren kann, dann kannst du ihn auch schon draussen verwenden.
Was ich mich auch frage, soll sie dich denn nonstopp "interessant" finden? Hat sie auch die Möglichkeit, ihren eigenen Interessen nachzugehen? An geeigneten Orten nach Freigabesignal? Ich habe meinem unkonzentrierten Junior immer auch die Möglichkeit gegeben "sein" Ding zu machen, mit und ohne Leine. So ein Irrwisch schafft es schlicht nicht, sich einen Spaziergang lang auf Frauchen zu konzentrieren, wo es doch sooo viele tolle Sachen gibt... Solche Hunde brauchen viel Geduld, und anfangs nur kurze Sequenzen, wo man Aufmerksamkeit verlangt. Wenn sie gern apportiert, kannst du da anfangen, ihre Konzentration zu steigern, die Aufgaben zu variieren und zu verlängern.
Dass Abby in dem Alter noch Blätter jagt, finde ich ungewöhnlich. Ein welpenhaftes Verhalten, dass die meisten Hunde später nur zeigen, wenn sie überdreht sind. Machst du vielleicht zuviel Animation auf euren Gassigängen in dem Bemühen, interessant zu sein?
Das mit dem Blickkontakt muss man tatsächlich immer wieder aufwärmen. Habe das selber etwas schleifen lassen, und muss mich da an der Nase nehmen.

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Für mich liest es sich als ob sie keine vernünftige Bindung zu dir hat.
Ich würde neben der Erziehung Dinge tun die die Bindung stärken.
Sich mal auf Spaziergängen verstecken,Leckerlies suchen lassen,Waldagility.
Ihr einfach zeigen,dass es sich lohnt was mit dir zu machen,
Mach dich mal spannend
- Vor einem Moment
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