Richtungen oder wie man's dreht und wendet...
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Hallo,
ich habe gerade mit einer Gassibekanntschaft diskutiert und da wir uns nicht einigen konnten, hoffe ich nun auf Unterstützung von euch (einen alten thread habe ich leider nicht gefunden). Und zwar ging es um Richtungen im Hundetraining, also um das Beibringen der Kommandos "rechts" und "links".
Rechts und links ist ja nun relativ je nach Position im Raum, also was wählt man denn nun als Bezugspunkt? Den HH oder den Hund? Um es zu verdeutlichen: man geht spazieren, der Hund ist vor einem. Man will den nächsten Weg rechts rein. Ruft also "rechts" (wenn der Hund den Befehl schon kennt natürlich). Hund hat es aber nicht ganz mitbekommen wg starkem Wind oder was auch immer, nur die Stimme vom HH gehört. Dreht sich also um zum HH mit fragendem Blick. Wenn man jetzt den Hund als Bezugspunkt hat, müsste man ja jetzt eigentlich "links" als Kommando nehmen, da der Weg durch das Umdrehen des Hundes jetzt auf seiner linken Seite ist. Wenn der HH der Bezugspunkt ist, bleibt das Kommando "rechts". Andererseits müsste sich der Hund eigentlich theoretisch ja immer umdrehen, um zu gucken, in welcher Position der HH ist, wenn dieser der Bezugspunkt ist.
Anderes Beispiel: Hund steht vor dem HH, guckt ihn an. Soll nach einer Seite laufen und den dort ausgelegten Dummy/Ball/wasauchimmer holen. Auf der anderen Seite liegt dann natürlich auch ein Wasauchimmer, geholt werden soll aber nur das von der angesagten Seite. Ist dann "rechts" das vom HH oder vom Hund?
Ich hoffe, dass das verständlich ist...Also wie denn nun? Gibt es Erkenntnisse, wie das Richtungsempfinden von Hunden ist und welche Methode für Hunde die verständlichere ist? Oder wie macht ihr das? Habt ihr schon mal eine Art aufgegeben weil sie nicht klappte und dafür mit der anderen mehr Erfolg gehabt?
Fragen, die zwar nicht die Welt bewegen, aber im Moment jente
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
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Finde die Frage sehr interessant, hab mir darüber aber, ehrlich gesagt, noch gar keine Gedanken gemacht!
Ich rufe meine immer und zeige die Richtung dann an!

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Ich sag rechts links von mir aus gesehen und der Hund kapierts in der Regel, auch wenn er falsch rum steht.
Wenn nicht, kommt ein Nein und ein Fingerzeig in die richtige Richtung.Viele Grüße
Ingo
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ich zeige was gemeint ist. egal ob Weg, Revieren oder Richtungsapport.
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Ich nehme immer den Hund als Bezugspunkt. Beim Spaziergang zeige ich
die Richtung, wenn ich denn überhaupt möchte, dass der Hund vor mir
in einen Weg abbiegt. In der Regel soll er warten bis ich da bin und dann
gehen wir gemeinsam um die Ecke.
Rechts und links benutze ich z.B. beim Agi wenn der Hund vor mr ist und ich
ihm sagen will welches Hindernis genommen werden soll. Umschauen soll mein
Hund sich dabei nicht. -
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Es kommt darauf an wie Du es dem Hund beibringst. Ob es ohne Bezugspunkt geht, weiß ich nicht, traue ich unseren Hunden aber zu.
Ich habe ja links und rechts an den Schafen. Da ist der Bezugspunkt immer die Schafe. Das heißt, der Hund läuft immer von seiner Sicht aus links und rechts. (Daran verzweifelt so mancher Hundebesitzer bei den richtigen Richtungskommandos...
)Wenn ich Dummytraining mache, dann bin ich der Bezugspunkt. Das heißt, mein Hund muss sich zu mir drehen und mich anschauen. Hier gebe ich auch Handzeichen - schlauerweise rechte Hand, wenn Hund nach links soll, und andersherum...
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Als Ausgangspunkt nehme ich immer dern Hund als Bezugspunkt und das bleibt auch so wenn sich der Hund zu mir umdreht wenn ich das Komando gebe. Denn um Beispielsweise das Komando "Rechts" überhaupt umsetzen zu können muß er sich ja erst wieder umdrehen und weiter laufen und dann ist "Rechts" aus seiner Sicht wieder richtig. Ein Hund kann die Komandos Rechts und Links ja nicht abstrakt erfassen. Er lernt in der Regel. Bei "Rechts" wende dich bei der nächsten Möglichkeitin in die eine Richtung und bei Links in die andere. Von daher ist es bei einem Hund in aller Regel so verknüpft, daß ein Rechts oder Links immer voraus statt findet und nicht beim zurück kommen. Wir nutzen das in aller Regel beim Fahrrad fahren.
LG Franziska mit Till
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Danke für eure Meinungen. Ich glaube, letztendlich muss man sich wahrscheinlich einfach auf ein System in einer bestimmten Situation einschiessen, damit es für den Hund nachvollziehbar bleibt. Ich finde es aber faszinierend, dass derselbe Befehl z.B. beim Hüten der Schafe eine andere Richtung angibt als bei der Dummyarbeit. Wahrscheinlich ist das aber einfach zu menschlich gedacht, und viele Hunde achten vielleicht einfach in der Dummysituation mehr auf die Sichtzeichen.
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Zitat
Danke für eure Meinungen. Ich glaube, letztendlich muss man sich wahrscheinlich einfach auf ein System in einer bestimmten Situation einschiessen, damit es für den Hund nachvollziehbar bleibt. Ich finde es aber faszinierend, dass derselbe Befehl z.B. beim Hüten der Schafe eine andere Richtung angibt als bei der Dummyarbeit. Wahrscheinlich ist das aber einfach zu menschlich gedacht, und viele Hunde achten vielleicht einfach in der Dummysituation mehr auf die Sichtzeichen.
Ja, das ist definitiv so. Beim Hüten sind die gesprochenen Kommandos das A und O, beim Dummy das, was ich zeige - da gehe ich aber bewusst stark auf die Körpersprache. Die ist ja eh immer vorrangig für den Hund.
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