Wie weit Maßregelung durch Ersthund zulassen?
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Meine "erste" (Lizzy) fängt in den letzten Tagen verstärkt an unsere "zweite" (Sorina) zu maßregeln.
Das sind verschiedene Situationen und immer nur ausserhalb der Wohnung. Heute zB bekam Sorina regelmäßig eine aufgebrummt wenn sie andere Hunde angepöbelt hat.
Oder auch wenn sorina an der Leine zu weit nach vorn geprescht ist und die Leine auf Zug ging. Sofort war Lizzy da und dann :aufsmaul:
Allerdings gab es zwischendrin auch grundlos eine auf die Mütze. (Ich weiß ohne Grund gibt es nicht ... also sagen wir eher war der Grund für mich nicht erkennbar.)Auch im Freilauf (auf der Hundewiese) wird Sorina von Lizzy ständig zurechtgewiesen und in ihrem Bewegungsradius beschränkt. Manchmal so schlimm das Sorina nur noch bei mir steht und sich nicht mehr bewegt. (Mensch ist "Haus", da darf KEIN anderer Hund ran)
Laut Trainer ist Lizzy die "Erzieherin" bei uns (auch im festen Gassi "Rudel") Sie sorgt für Ordnung und Ruhe. Ausserdem soll ich die beiden machen lassen denn sie würden hier auf spielerische Art und Weise ihre soziale Struktur klären und festigen.
Nunja, ich habe eher das Gefühl das es gerade auf der Hundewiese schon eher in Mobbing ausartet.
Denn dort springt noch ein Filarüde (ca ein Jahr alt) umher. Dieser neckt Sorina zu gerne. Setzt sich Sorina dann zur Wehr, ist schon Lizzy da und Sorina bekommt eine auf die Mütze. Dann ist Sorina diejenige welche flüchtet und Lizzy UND der Filarüde setzten ihr hinterher.Auf der anderen Seite ist es so dass wenn Lizzy diesen Rüden maßregelt, Sorina sich teilweise mit ins Gewühl stürzt und sich eben nicht "raus" hält. Und schwupps - schon ist sie wieder die gejagte ...
Wie weit lasst ihr es zu das Eure "Erzieherhunde" maßregeln? Dürfen sie übehaupt, oder klärt ihr als Mensch ALLES?
Kann ein (sicherer) Hund den Menschen bei der Erziehung eines anderen Hundes "unterstützen" oder sollte ich doch eher darauf achten Lizzy öfter zurückzurufen? - Vor einem Moment
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Ich habe auch so einen Kontrollfreak - lasse sie aber nur im Ansatz etwas regeln. Meistens unterbinde ich dies, einfach weil es ihr nicht zusteht unseren Zweithund einzuschränken. Was der darf oder nicht, entscheide ich als Mensch.
Hübsche Hunde übrigens. Sag mal in der Sorina steckt aber ein Soka mit drin, oder?
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Hm, gerade weil Lizzy sehr genau, konsequent und eben sicher ist hab ich sie bislang gelassen. Nur geht mir das auf der Hundewiese schon (fast) zu weit...
Was heißt bei Dir "im Ansatz"? Kannst du das an irgendeinem Beispiel kurz erklären?
Sorina ein Soka? Die Frage bekomm ich oft gestellt.
Leute die ich fern halten möchte denen beantworte ich die Frage mit "jaaaaaaaa"!
Aber im Vermittlungsvertrag steht sie als Rhodesian Ridgeback Mix drin. Viele Eigenschaften von ihr sind wohl auch typisch für diese Rasse - aber davon kann man auch keine Rückschlüsse ziehen.Also ich weiß nicht was drin ist. Da ich mir aber schon immer einen RR gewünscht habe, nehme ich sie als RR Mix ... (obwohl ein kleiner Staffy auch was tolles wäre ... ;))
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Ich habe damals die Erfahrung gemacht, das mein Rüde den Hund meiner Eltern gemaßregelt hat und irgendwann richtig "zickig" dadurch wurde. Einfach weil ihn selber diese "Verantwortung" so angestrengt und aufgerieben hat, das er total gestresst war. Wir haben dann ganz klar die Führungsposition übernommen und er konnte seinen "Job" schleifenlassen. Danach ging es ihm wieder besser.
Daher denke ich, bis zu einem bestimmten Punkt ist es okay, aber dann sollte besser der Rudelführer eingreifen.
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Mit im Ansatz meinte ich, dass ich es bei harmlosem eingreifen mal durchgehen lassen.
Z.B. Scully kommt nicht sofort, wenn ich rufe, dann bekommt sie beim zurückkommen einen kurzen Einlauf von Willow. Hört diese dann allerdings nicht auf, greife ich ein und unterbinde es.
Versucht Willow sie z.b. abzublocken, wenn Scully zu mir hinlaufen will - auch in der Wohnung, dulde ich dies garnicht.
Bei fremden Hunden hat Willow garnichts zu regeln, dass wird rigeros von mir unterbunden, weil dies je nach Hund sonst auch sehr schnell kippen kann und heftiger werden kann
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Im Grunde hast du dir deine "Frage" selbst schon beanwortet...denn...wenn du selbst bereits der Meinung bist, das es in manchen Situationen "too much" ist ...was dein suveräner+sicherer "Erziehungshund" da der Zweithündin zumutet an Massregelungen, dann würde ich aus diesem Feeling resultierend der Ersthündin ab und an mal die HandlungsFreiheit etwas enschränken...
Wie alt sind die Racker denn??
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Zitat
Mit im Ansatz meinte ich, dass ich es bei harmlosem eingreifen mal durchgehen lassen.
Z.B. Scully kommt nicht sofort, wenn ich rufe, dann bekommt sie beim zurückkommen einen kurzen Einlauf von Willow. Hört diese dann allerdings nicht auf, greife ich ein und unterbinde es.
So macht es Liz auch. Allerdings kurz und knapp, sie schaukelt sich dann zB auch nicht hoch.
ZitatBei fremden Hunden hat Willow garnichts zu regeln, dass wird rigeros von mir unterbunden, weil dies je nach Hund sonst auch sehr schnell kippen kann und heftiger werden kann
Dies sind auch Bedenken die ich hatte.
Problem ist eben das Liz bei jedem Hund anfängt dazwischen zu gehen der ihrer Meinung nach zu doll spielt/rangelt/rauft.ZitatIm Grunde hast du dir deine "Frage" selbst schon beanwortet...denn...wenn du selbst bereits der Meinung bist, das es in manchen Situationen "too much" ist ...was dein suveräner+sicherer "Erziehungshund" da der Zweithündin zumutet an Massregelungen, dann würde ich aus diesem Feeling resultierend der Ersthündin ab und an mal die HandlungsFreiheit etwas enschränken...
Wie alt sind die Racker denn??
Das heißt dann das ich sie zB im Freilauf nur noch an der Leine führen könnte.
Lizzy gibt Sorina eins auf die Mütze wenn sie mit Loki spielt bzw wenn sich Sorina gegen Loki (Filarüde) durchsetzten will.
Lizzy springt aber auch bei anderen teilweise völlig fremden Hunden dazwischen wenn diese zu doll/wild spielen, rangeln oder raufen.Es läuft also in die Richtung Kontrollfreak? Ich habe also an irgendeiner Stelle in der Vergangenheit zu viel Verantwortung an Lizzy abgegeben? Denn die Situation war ja nicht immer so.

Achso.... Lizzy ist jetzt 2 1/2 und Sorina 3 Jahre alt.
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Hi,
als Maja zu uns kam hat Jule anfangs auch sehr distanziert reagiert. Sie hat die Kleine im Haus in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt, wollte sie nicht zu nah an sich ran lassen. Das ganze hat ca. 1 Woche gedauert. Maja hat genau verstanden, wie sie sich Jule gegenüber zu verhalten hat. Ganz allmählich konnte ich dann feststellen, dass Jule die Distanz abbaute, Maja durfte im Körbchen neben ihr liegen, direkt neben ihr sitzen, ... Nach gut 2 Wochen kam dann von Jule die erste Spielaufforderung und seitdem sind die beiden ein cooles Team. Nur noch ganz selten wird Jule etwas muffig, und dann nur, weil Maja mal wieder etwas zu frech war ;-)Was mir von Anfang an aber Hoffnung gab, war dass Jule draußen völlig entspannt war und Maja auch direkt am selben Grashalm neben ihr schnuppern durfte.
Ich habe Jules "Erziehungsarbeit" im Haus sehr genau beobachtet und überwacht. Sie hat niemals überzogen, sondern war im sehr klar und gemäßigt. Es gab bisher nicht eine Rauferei. Hätte ich den Eindruck gehabt, dass die Kleine zu stark eingeschränkt wird oder das ganze in Mobbing ausartet, wäre ich dazwischengegangen.
Interessant fand ich auch, dass Jule in der ersten anstrengenden Zeit oft Blickkontakt zu mir gesucht hat. Das fand ich sehr positiv. So konnte ich schnell erkennen, wenn ihr eine Situation zuviel wurde und dann dementsprechend reagieren.
Übrigens haben meine beiden Kleinen (Malteserrüde, Westirüde) sich ganz rausgehalten und auch schneller Kontakt zu Maja gesucht.
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denke das kannst du sicher selbst am besten einschätzen...schwierig auf Grund der Schilderungen hier irgendwelche Ratschläge od.Tipps zu geben...aaber...
es liest sich tatsächlich so, wie du es selbst erwähnst...scheint wohl momentan in Richtung Kontrollfreak bei Lizzy rauszulaufen ...
Hab mal in deinem Thread kurz nachgelesen...ein paar Wochen zuvor schien die Struktur in eurem Rudel ja ersichtlich noch nicht so eindeutig zu sein...
wenn du mittlerweile deine Lizzy als suveränen Erziehungshund bezeichnest...so hat sich augenscheinlich in diese Richtung wohl schon einiges verändert...

evtl. ist das alles aber doch garnicht so eindeutig, wie es von dir z.Z. gesehen/gelesen wird...vielleicht versucht Lizzy einfach Sorina auf Null runterzufahren, damit sie erst garnicht drüber nachdenken kann , um ihr nicht den Hauch einer Chance zu lassen irgendwann dagegenzusteuern!
Schwierige Angelegenheit...wenn Sorina unter der Fuchtel von Lizzy nicht anfängt zu "leiden" sich nicht grossartig in Bedrängnis gebracht fühlt, mit dieser Art gut zurecht kommt und weiterhin nicht versucht einen anderen Platz zu erhaschen, dann...würd ich schon bedingt und kontrolliert eingreifen...nur selbst kennst deine Racker am besten, ab welchem Mass das Fass voll ist, bzw. es auf keinen Fall überlaufen darf !!!
sollte Sorina aber irdendwann mal an einen Punkt kommen, wo sie die "Schnauze" voll hat, dann könnte das auf Grund der Position von Lizzy glaub richtig heftig werden...
stellt sich hier natürlich die Frage, inwieweit ihr die Situation richtig ab-einschätzen könnt und wo ihr anstatt der Hunde besser die Kontrolle übernehmen solltet...
was sagt euer Trainer denn dazu...sieht er mittlerweile auch eine klare Linie ???
Ich für persönlich lasse meine Zicken auch nur sehr bedingt untereinander regeln...wobei wir aber glaub unter der gleichgeschlechtlichen Rudelformation hier so od. so ne Ausnahme darstellen...denn...die Fronten sind sehr neutral und absolut harmonisch...die Damen halten eher zusammen als das sie sich gegenseitig ins Aus kicken! und das obwohl meiine Grosse bei "Fremdhunden" die ihr nicht sympatisch sind auch eher zum Kontrollfreak wird

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mir fällt grad noch was ein: ...wenn ich an so manche flegehafte Pflegenase zurück denke, die ich betreut habe und meine Grosse durch die erzieherischen "Notwendigkeiten" meinerseits mitbekommen hat, das die Racker nicht konform gingen mit unseren "Regeln" ...was Pflegis natürlich erst lernen müssen und bekanntlich erstmal ne ganze Zeit dauert...
so musste ich nach einiger Zeit feststellen, das meine Madame hier der Meinung war, mich "unterstützen" zu müssen in Sachen Erziehung...sie fing z.B. damit an, sobald meine Gefühlsregung/Handlungen in irgendeine Ecke abdrifteten, die für sie/uns längst keiner Aufregung mehr bedarf, die Racker zu massregeln...ich musste da echt aufpassen wenn ich mit nem Pflegi gezwungen war Umstände halber "Diskussion" zu führen...denn die Grosse wollt da augenblicklich mitpalabern...
selbstverständlich ein absolutes No Go.Nachdem du schreibst, das die Maßregelungen bei euch ausschliesslich draussen und meist scheinbar auch auf Entfernung stattfinden, so gehen ich nicht davon aus, das hier die Lizzy in tiefster Verbundenheit zum Frauli unbewusst sozusagen gemeinsame "Erziehungsmassnahmen" in den Raum stellt....
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