Verschiedene Erziehungs(?)probleme mit älterem Hund

  • Hallöchen,

    erstmal was zu uns:

    Ich bin 18 Jahre alt, habe ein Pferd, einen Hund, einen Hasen und einen Zwerghamster. Mit meinem Papa und meiner 13jährigen Schwester wohne ich in einem Haus mit großem Garten im Dorf.
    Unser Hund, Tobi, mittlerweile fast 12 Jahre, wohnt seit er 9 ist bei uns. Im pass steht Bretone, er sieht eher aus wie ein Mix, bzw ein einfarbiger Bretone. Davor war er Jagdhund auf Mallorca, landete dann in einer Tötungsstation und wurde mit gut 7 Jahren gerettet. Dann war er fast 2 Jahre im Zwinger in dieser Rettungsstation, lies sich zu Beginn nicht anfassen, bekam selten was vom Futter ab. Mittlerweile ist er gut genährt, aber nicht zu dick. Man kann wirklich Alles mit ihm machen, er wehrt sich nie, ganz egal was man mit ihm macht (wahrscheinlich auch nicht, wenn man ihn wirklich quälen würde).
    Er schläft im Winter bei meiner Schwester im Bett *g*, aber das ist auch okay so. Er hat verstanden, dass er in das Bett darf, in meins nur, wenn ich es erlaube und in andere Betten bzw aufs Sofa darf er nicht, aber das funktioniert auch.
    Nun haben wir verschiedene Probleme:
    Quietschen

    Er quietscht teilweise zwei Stunden lang vor meiner Tür, oder in meinem Zimmer. Oder auch im Wohnzimmer etc. Ab und zu ist es das Zeichen, dass er raus muss, das ist ja okay. Aber vor/im Schlafzimmer ist das meist nicht der Fall. Ich habe es mit ignorieren probiert, aber das bringt nichts. Nun habe ich seit Ende Dezember meinen Zwerghamster im Käfig in meinem Zimmer, seitdem bewacht er meine Tür, quietscht noch mehr als zuvor und in meinem Zimmer geht das weiter.. Kann man das nicht irgendwie abgewöhnen? (Gerade hab ich ihn in meinem Bett entdeckt, seitdem ist er ruhig.. Klappt aber auch nicht immer..)

    Weglaufen

    Ob jetzt vor oder nach dem Gassi gehen, oder wenn man mal kurz raus zur Mülltonne muss, einmal nicht aufgepasst, ist er weg, läuft seine Runde und kommt wenns kalt ist nach 30-45 Minuten wieder, wenns warm ist kann es auch mal zwei Stunden dauern, bis er wieder da ist. Jetzt kann ich aber nicht das ganze Grundstück mit nem Zaun umbauen. Hat da wer ne Idee oder Tipps?

    Hyperaktivität

    Mein Papa nennt ihn immer ADS-Hund. Den ganzen Tag rennt er durchs Haus, egal wie viel man mit ihm draußen war. Selbst wenn er mit mir ausreiten war. Dann tibbelt er mit den Pfoten, das zerrt teilweise wirklich an den Nerven! Er kann nicht liegen bleiben wenn man selbst kurz vom Sofa aufsteht, wobei es sowieso erstmal dauert, bis er liegt. Woran kann das liegen?

    Ungehorsam

    Normalerweise hört er, im Haus, und draußen im Garten und beim Gassi auch. Kommt uns allerdings jemand anderes entgegen, mit Hund rennt er sowieso hin, ohne muss ich sehr sehr laut werden. Rennt er Katzen hinterher hört er sogar besser. Mir ist das meist einfach sehr unangenehm, weil man nie weiß ob die Menschen Angst haben oder nicht, bzw ob es ihnen recht ist. Wenn es drauf ankommt (Auto etc) hört er aber.

    liebe Grüße

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    Das Monster:

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  • Hallo, Tamara,

    ihr habt Tobi ( übrigens ein sehr hübscher Kerl... ) jetzt 3 Jahre... sind die von Dir geschilderten Probleme erst kürzlich aufgetreten oder schon immer da?

    Wer arbeitet mit ihm, wer hat ihn erzogen? Verfügt er über so etwas wie Grundgehorsam? Ein Bretone ist ja ein Jagdhund und sollte auch rasseentsprechend ausgelastet werden. Tut ihr das?

    Zum Problem Weglaufen: ganz schön mutig, dass ihr ihn einfach laufen lasst! Es kann Tobi etwas zustossen, er kann vor ein Auot laufen, jagen etc. ICH würde meinen Hund nicht unbeaufsichtigt in den Garten lassen, wenn er nicht eingezäunt ist. Ist doch logisch, dass Tobi dann ausbüxt!

  • Hey,

    nebenbei: Bin nicht Tamara, heiße Krissi, Tamara ist die sehr gute Fotografin :)

    Die Probleme haben wir alle schon länger. Das Quietschen wurde natürlich durch den Hamster verstärkt..

    Wir erziehen ihn alle 3, und er hört auch auf alle. Wie schon geschrieben, normal hört er, kann Grundlektionen wie komm, hier, sitz, platz, aus etc. Man kann mittlerweile ein Leckerlie vor ihn legen, und er wartet bis er es nehmen darf, obwohl er SEHR verfressen ist.
    Der Alltag lässt natürlich nicht jeden Tag nen mega-Spaziergang zu, aber wenn wir die normale Runde gehen geht er die letzten 100-200 meter nur noch hinter mir her und ist dann froh, wieder zu Hause zu sein. Große Runden schafft er, ist dann aber auch fertig. Er hat auch Arthrose, was ihm das Ganze nicht leichter macht. Selbst nach mega Spaziergängen ist er noch so Hyperaktiv. Auch wenn er mit Joggen war.

    Die Hunde die ich kenne, laufen nicht weg.. Was heißt unbeaufsichtigt, man muss ihn eben wirklich jede Sekunde beobachten, das ist einfach krass, wie schnell der weg ist. Klar kann ihm was zustoßen, aber ich kann ihn ja auch nicht immer einsperren.

  • Hey Krissi,

    wir haben auch einen 12 jährigen Opa, der zwar noch gut zu Fuß ist, aber mit "normalen" Spaziergängen allein nicht ausgelastet ist, denn dann käme er auch auf krumme Gedanken.

    Was macht ihr mit ihm außer dieser Gassigänge? Kopfarbeit, Nasenarbeit etc?

  • Zitat

    .....
    Die Probleme haben wir alle schon länger. Das Quietschen wurde natürlich durch den Hamster verstärkt...

    Hi, Krissi,

    naja - der Bretone ist ein waschechter Jagdhund...... Wenn man sich sowas holt, sollte man schon wissen, was man damit auf sich nimmt..... ;-) Ich weiß, wovon ich spreche - hab auch so ein Exemplar daheim sitzen....

    Versuch´s einfach mal mit ein bißchen Nasenarbeit - Suchspiele etc., um die Nase auszulasten - dann wird auch das, was da an der Nase sonst noch mit dranhängt, etwas ruhiger werden *gg

    Daß im Alltag neben der Arbeit nicht so viel Zeit ist, lasse ich nicht gelten: Suchspiele gehen auf dem ganz normalen Spaziergang. Verlier Gegenstände oder Leckerlis, die der Hund dann suchen muß. Manchmal nehme ich einfach Spielzeug mit, das mir in den Büschen neben dem Weg "abhanden kommt", und meine Hunde müssen mir dann suchen "helfen". Wer´s findet, mit dem spiele ich damit (Zerrseil/Quietscheball). Da sind die beiden ganz wild drauf.

    Aber daheim geht das genauso: Wurtstückchen verstecken in Ecken, unterm Teppich, unterm Küchenschrank, im Hausschuh, was weiß ich, irgendwelche Verstecke gibt´s auch bei Euch. Auf der Sitzfläche vom Stuhl geht auch. Oder Du nimmst trockene Leckerli, wenn Du keine Wurst auf einem Teppich haben willst. ;-) Kostet Dich 2 Minuten, das Zeugs zu verstecken, und der Hund ist hinterher glücklich. Wetten, daß der sich dann anschließend ganz ruhig ins Körbchen legt und schläft? ;-)

    Daß das Gequietsche bei nem Hamster nicht besser wird, ist klar - das Tierchen weckt den Jagdtrieb vom Hund.....

    Allerdings würde ich trotzdem auch auf Nummer sicher gehen, daß das Quietschen im Alltag normal ist - nicht, daß der Hund irgendwelche Schmerzen hat (Rücken?), und deswegen so ruhelos durch die Gegend läuft!

    Und daß ein Jagdhund gerne mal "spazierengeht" ohne, daß der Besitzer dies bewilligt hat, ist völlig normal - da muß man halt aufpassen. Wenn ich meinen alleine aufs Feld schicken würde, der wär problemlos den ganzen Tag unterwegs, würde so lange Spuren suchen, bis er eine findet, verfolgen kann und an ihrem Ende Wild hochmachen und hetzen kann - Jagdhund eben.... und wenn der Hund als vollblut-Jäger nie mit Nasenarbeit beschäftigt wird, kann ich mir schon vorstellen, daß ihn das Daheimsein extrem langweilt, er dauernd auf Suche nach adäquater Beschäftigung ist, und im Fall des Falles, wenn er raus darf, dann auch so weit geht, daß er Spuren finden kann. Ist völlig normal für einen Jagdhund....

    In den Garten würde ich ihn also nur lassen, wenn Du 100% aufpassen kannst (nebenbei arbeiten im ungesicherten Grundstück ist bei so nem Hund halt erstmal nicht drin), oder leg ihn an ne lange Leine, draußen an die Schlepp, wenn er nicht 100% sicher abrufbar ist oder Du nicht 100% mit der Aufmerksamkeit bei ihm bist. Aber ich versprech Dir: wenn der Hund von Dir ausgelastet wird und Du mit ihm unterwegs immer wieder ein kleines Spielchen spielst, wirst Du auf Dauer so interessant für ihn, daß er mit dem Kopf immer häufiger bei Dir sein wird, und nach Dir gucken wird, weil ja wieder was Spannendes kommen könnte von Dir. Solange Du nur spazierengehst, dabei aber nichts machst mit dem Hund, bist Du genauso interessant für ihn wie für Dich n umgefallener Sack Reis in China.... Warum sollte er sich da an Dir orientieren. Mach Dich interessant!

    Achja - sonstige Auslastungsmöglichkeiten mit dem Hund findest Du unter: http://www.spass-mit-hund.de, das ist ne ganz tolle Seite, auf der man tausend Spielmöglichkeiten findet, den Hund auch bei wenig Zeit oder schlechtem Wetter zu beschäftigen und auszulasten. Und nachdem ihr ja zu dritt seid, kann jeder mal was Kleines mit dem Hund machen - dann ist es für Euch keine große Arbeit, und der Hund ist ausgelastet. Außerdem: es macht doch Spaß, was mit dem Hund zusammen zu machen!

    Für nen Jagdhund wäre auch Mantrailing toll - aber dazu braucht man erst mal wen in der Nähe, der das kann und unterrichten kann, und das kostet halt schon ein bißchen mehr Zeit, die regelmäßig aufgebracht werden sollte.

    So, mehr fällt mir jetzt nicht ein, aber auf der Website hast garantiert genug stehen, um erstmal Fraule selbst ne Weile zu beschäftigen ;-)

    LG, und viel Spaß beim Ausprobieren,
    BieBoss

  • Zitat

    ........
    Der Alltag lässt natürlich nicht jeden Tag nen mega-Spaziergang zu, aber wenn wir die normale Runde gehen geht er die letzten 100-200 meter nur noch hinter mir her und ist dann froh, wieder zu Hause zu sein. Große Runden schafft er, ist dann aber auch fertig. Er hat auch Arthrose, was ihm das Ganze nicht leichter macht. Selbst nach mega Spaziergängen ist er noch so Hyperaktiv. Auch wenn er mit Joggen war.

    Körperliche Bewegung ist gut, lastet aber nicht geistig aus. Dann sucht der Hund eben anderweitig nach Beschäftigung. Und z.B. Suchspiele kommen ja dann auch dem Körper zugute - weniger Action, ausgelastet, aber nicht überlastet.

    LG,
    BieBoss

  • ....hab grad in einem anderen Thread gelesen, daß Dein hund vorher nie im Haus gelebt hat? Das kann natürlcih auch eine Ursache für das Gequietsche sein - er wil einfach raus, weil er das nicht kennt, den ganzen Tag im Haus zu sein.

    Aber wie man das in den Griff kriegen kann? Keine Ahnung.... Hoffen, daß er sich dran gewöhnt? Oder nen kleinen Teil des Grundstücks umzäunen und ihn dort leben lassen, wenn er draußen glücklicher ist? Nur ne Idee......

    LG,
    BieBoss

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