Unsicher ob Hundetrainer gute Wahl ist

  • Ob der Hundetrainer schlecht ist oder nicht, kann ich Dir nicht sagen. Aber hat Dir der Trainer erklärt, warum Dein HUnd so reagiert? Welche Ursache hat sein Verhalten? Wäre für den Trainingsansatz nicht ganz unwichtig :smile: .

  • Jein. Die ersten paar Tage hatte er Angst vor anderen Hunden. Da ich trotzdem keine Konfrontation gescheut habe, ist er auf Angriff übergegangen. Und seitdem will er eben gleich auf Angriffkurs gehen.

  • Zitat

    So einfach ist das gar nicht. Die anderen Trainer die ich gefunden hatte, haben entweder keine grossen Hunde angenommen oder sie wollten mit mir mehrere Tage am Stück arbeiten, dafür einige Hundert oder gar Tausend Euro haben und ich sollte dann quasi nach ein paar Tagen Arbeit mit dem Hund alleine da stehen. Das kommt für mich nicht in Frage. Ich möchte schon dieses Regelmässige.

    Ich kenne keinen positiv arbeitenden Trainer, der solche Konditionen anbieten würde :(
    Wenn Du uns sagst, in welcher Region Du einen Trainer suchst, können wir bestimmt jemanden empfehlen.

    Zitat


    Wie soll ein Halsband die Körpersprache eines Hundes verändern?


    http://www.flickr.com/photos/lilita/5652847156/

    Stell Dir einen Hund vor, der im Halsband an der Leine zieht - welcher der Abbildungen wird der vermutlich am ähnlichsten sehen, einfach weil die Physik von Halter-Leine-Zug-Hals das so herstellt? Der Hund lehnt sich nach vorne (sonst könnte er nicht ziehen) der Kopf geht nach oben (der Zug kommt von oben und der Zugpunkt ist unter dem Kopf am Hals). Bewegungsrichtung = nach vorne und oben...


    Ausserdem hat die Verwendung von Halsbändern schon in sich Nachteile auf die Gesundheit, Rücken, Augeninnendruck, Schilddrüse, Luftröhre, Speiseröhre, Blutversorgung des Gehirns.
    Ich weiß, dass mein Hirn nicht optimal funktioniert, wenn ich nicht genügend Sauerstoff bekommen und dazu muß mich noch nicht mal jemand würgen. Hast Du mal versucht, Rechenaufgaben zu lösen, während jemand nur relativ leicht deinen Hals würgt?


    Zitat

    Nun kann man das nicht auch anders sehen? Ein Hund merkt doch schnell, dass ich die Wasserflasche nur anwende, wenn er aggressiv wird und nicht, wenn er ruhig bleibt. Genauso wende ich ja die Wasserflasche an, wenn er gegenüber Kühen oder Pferden aggressives Verhalten zeigt.

    Und warum dann erst über den Umweg über Bestrafung gehen, mit all den Nebenwirkungen, von denen ich nur eine erklärt, und die Dein Trainer offenbar völlig unter den Teppich gekehrt hat?

    Und es bleibt auch dann immer noch das Problem, dass Du erstens alle Regeln der Bestrafung einhalten musst (hat er die erklärt?) (immer mit der Gefahr der weiteren Fehlverknüpfungen).

    Und durch die anschließende Kombination mit hoffentlich positiver Bestärkung wird der Hund zudem nun vollends verwirrt: kündigt der andere Hund denn nun an, dass er nassgesprüht oder oder Kekse bekommt? Sicherheit? Gefahr???

    Sicherheit erlangt man SO auf keinen Fall. Und nur ein Hund der sich in der Situation sicher fühlt, muß nicht per seinem Verhalten dafür sorgen, dass er sicher ist. Und DAFÜR ist Aggressives Verhalten gedacht - Wiederherstellung von Sicherheit...
    Statt dessen bringt es ihm Verschlechterung... tja...

  • Ich wohne in 31226 Peine. Wieso solltest du hier einen Trainer kennen?

    Eigentlich arbeiten wir gar nicht mit Bestrafung. Bislang habe ich eher versucht Hunden aus dem Weg zu gehen, bzw. meinen Hund zur Seite zu nehmen und ins Sitz zu bringen.

    Und wieso bringt es ihm Verschlechterung? Wo siehst du denn eine Verschlechterung? Er hat sich doch bislang in allen Punkten nur zum Positiven verbessert, seit Umzug und Trainer.

  • Zitat

    Jein. Die ersten paar Tage hatte er Angst vor anderen Hunden. Da ich trotzdem keine Konfrontation gescheut habe, ist er auf Angriff übergegangen. Und seitdem will er eben gleich auf Angriffkurs gehen.

    Wenn er es denn als Angstverhalten deutet, ist die Flasche mit Sicherheit nicht der richtige Weg.

    Such Dir bitte jemand anderes. Dein Gefühl sagt es Dir schon, sonst hättest Du hier die Frage nicht gestellt ;)

    Die scheinbare Verbesserung kommt nicht dadurch, dass er gelernt hat, Dir zu vertrauen und dass andere Hunde keine Gefahr darstellen.

  • Also nochmal zum Verständnis: Ich habe die Wasserflasche bislang nur 3x eingesetzt. Davon 2x gegen Kühe. Da er Kühe auch angreift gehe ich mal nicht davon aus, dass er Angst vor Kühen hat.

    Und ich kann es nur nochmal sagen: Die anderen Trainer haben mir deutlich weniger zugesagt, bzw. nimmt nicht jeder Trainer grosse Hunde an.

    Zitat: "Die scheinbare Verbesserung kommt nicht dadurch, dass er gelernt hat, Dir zu vertrauen und dass andere Hunde keine Gefahr darstellen."

    Woher dann?

  • Zitat

    Die Wasserflasche habe ich eigentlich nur in den ersten beiden Trainingsstunden eingesetzt. Ehrlich gesagt habe ich Hemmungen diese zu verwenden, da man dann gleich als Tierqäuler abgestempelt wird.

    Solange Du kein Halti einsetzt .......

    Ehrlich gesagt, ich kann dieses ganze "alles nur positive Bestärkung" nicht mehr lesen und hören.

    Fakt ist - auch positive Strafe, negative Bestärkung und negative Bestärkung gehören zum Lernverhalten bzw. den auf ein Verhalten folgenden Konsequenzen zu.

    Und wenn ich sehe, dass jemand monatelang "aber nur ja rein über positive Bestärkung" an einem Problem rum"trainiert", das Hund und Halter unter massiven Stress setzt - in dem Fall auch Leinenpöbelei - dieser gleiche Hund aber innerhalb einer Trainingsstunde mit gezielt eingesetzter positiver Bestärkung und positiver Strafe (ebenfalls Wasserflasche) bereits in der Lage ist, völlig gesittet in nicht mal 2 m Abstand an anderen intakten Rüden vorbeizugehen ........
    ..... also da ist mir die zweite Variante lieber - und im Endeffekt für den Hund auch weit stressfreier.

    Wobei klar sein muss, dass das Timing sowohl bei positiver Bestärkung als auch bei positiver Strafe wirklich "stimmen" muss. Wenn das Timing nicht stimmt, dann

    BTW - Leinenpöbelei ist IMMER bedingt durch Angst bzw. vielleicht etwas allgemeiner gesagt Unsicherheit. Du wirst nicht erleben, dass ein selbstsicherer, souveräner Hund es überhaupt nötig hat, zu pöbeln. Egal ob an der Leine oder frei.


    Natürlich - Du kannst nicht erwarten, innerhalb von 3 Wochen Verhalten komplett zu ändern, zumindest nicht derart massives Verhalten.

    Und auch wenn es diejenigen, die der Meinung sind "alles geht rein über positive Bestärkung" nicht gern hören/lesen - wenn es mal soweit ist, dass der Hund mich als seinen HF angeht, weil er austillt - dann hilft "gutschigutschi" ganz sicher nicht mehr.


    Zitat

    Ich bin mir unsicher, ob ich weiter bei dem Trainer bleiben soll oder ob ich es lieber mit einem Hundeverein versuchen sollte, wo er eben mehr Kontakt zu anderen Hunden haben kann.

    Ich würde Dir raten, bei dem Trainer zu bleiben. Ihr könnt ja die Sache mit der Leinenführigkeit klären. Wenn Dir das nicht so wichtig ist, weil dein Hund deiner Meinung nach nicht so zieht, dass Du in Bedrängnis kommst, dann könnt ihr das ja erst mal hintenan stellen.

    Was nützt Dir mehr Kontakt zu anderen Hunden? Mir wäre in so einer Situation erst mal wichtig, Kontakt zu wenigen, dafür aber gut einschätzbaren Hunden zu haben.
    Du hast erste Erfolge, diese solltest Du ausbauen - wenn Du jetzt Kontakt zu Dir ggf. unbekannten Hunde suchst, die aber von ihrem Verhalten deinem Hund gegenüber wieder Pöbeleien und gesteigert aggressives Verhalten provozieren - was hast Du dann gewonnen? Nichts.
    Schlimmstenfalls hast Du deine bisherigen Erfolge wieder kaputt gemacht.

    Ich würde lieber mal mit dem Trainer noch darüber sprechen, ob er ggf. noch Leute mit anderen Hunden kennt, mit denen ihr Kontakt aufnehmen könntet - und ggf. auch im Zusammensein mit dem Trainer.

  • Ich kenne gute Trainer in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Luxemburg, Slowenien, GB, Irland, Australien, USA, Israel, etc, weil wir uns au Seminaren, im FB, in Foren etc kennenlernen.

    Nochmal: Aversive Methoden haben schwerwiegende Nebenwirkungen, ein gescheiter Trainer sollte diese unbedingt kennen, denn sie sollten unter allen Umständen weitestgehend vermieden werden, indem man die Regeln der Bestrafung einhalten.
    Unter anderem kannst Du hier: http://www.magazin.beaglefriends.de/Magazin8juni2011pdf.pdf
    was dazu finden (ab Seite 19)

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