• Hallo liebe Forummitglieder,

    eins vorab, bitte sagt nicht gleich, dass das nicht geht, das weiss ich auch. Deswegen ja mein Beitrag.
    Wir haben seit ca ner Woche einen Hund, einen BeagleMix aus Spanien geschätztes Alter 2-5 Jahre.
    Bissher konnte uns auch keiner so genau das Alter sagen, er kommt da aus einer Tötungsstation.

    Ungefähres Alter wird sich wohl bei dem Besuch beim Tierarzt ergeben.

    Er wurde uns als familientauglich insbessondere mit kleinen Kindern vorgestellt.
    Auch das Hören wäre kein Problem.

    Zuhause stellte sich dann herraus, das er scheinbar ein Problem mit Männern hat.
    Sobald mein Vater , mein Mann oder mein Schwager ihn mal in die Schranken weisen wollten (nicht ins Bett, runter vom Sofa , genug gespielt. ) wurde er richtig fuchsig. Fell aufstellen, Lefzen zeigen und fletschen... klar das heisst , lass mich bitte in Ruhe. Das weiss ich.

    Aber Lenny muss Erziehung genießen, denn das astreine Hören, entpuppte sich als GAR NICHT hören.

    Der kleine Kerl macht was er will und wenns nicht nach ihm geht , flippt er aus.

    Okay wir haben ihn die Wohnung zeigen wollen und haben ihn laufen lassen. Oh mein Gott.
    Der nimmt alles auseinander, räumt den Müll aus. Meine Mutter sagt nein und will ihm das wegnehmen.
    Er wird fuchsig... 2x hat er meinen Vater schon gebissen, allerdings beide Male Fehler meines Vaters.

    1. Am Halsband vom Stuhl runterholen = beißen. Wir denken das hat mit schlechter Erfahrung aus der Tötungsstation zu tun.

    2. Überbeugen , erschrecken = beißen. Für den Hund eine Bedrohung.

    Meine Schwester , für die der Hund eigentlich war , wollte ihn gleich zurück geben.

    Mein Vater sagt, gibts nicht. Wir haben A gesagt , also sagen wir auch B .
    Nun beschäftigt er sich fleißig mit Lenny, mittlerweile sieht es so aus, als wenn die richtig dicke werden...er macht auch prima Fortschritte.

    Das Problem ist, solange das mit dem beißen nicht geklärt ist (wann er beißt, wen er beißt) wird er auf seinen Platz angeleint. Sobald man ihn losmacht geht es eh über Tische und Bänke .. und sooo klein ist der Lenny auch nicht. Zu mal der ne ganz schöne Randale macht...

    Ich will, dass der Hund von der Leine abkommt... die Frage ist nur wie... und hoffe auf hilfreiche Tipps.
    Zu den Familienverhältnissen einmal. Im Haus selber leben meine Eltern, zwei Schwestern (17/14) und mein Bruder (9) ..allerdings halten wir (mein Mann,ich und unsere beiden Kinder (1 / 4 ) auch regelmäßig da auf.

    Nicht das da mal ernsthaft jemand verletzt wird!! Kann mir jemand helfen bzw einen Tipp oder Rat geben ??

    Liebe Grüße

  • Lasst doch einfach ne Hausleine am Geschirr, ca. 2m lang (Wäscheleine geht auch). Dann braucht Ihr ihn nicht am Halsband zu packen, wenn Ihr Ihn irgendwo wegholen wollt. Das mochte meine Maus auch nicht.

    War er vorher auf einer Pflegestelle oder woher wußten die Vermittler das er familientauglich ist??
    In der Tötung hat das ja wahrscheinlich keiner getestet. Wurde mir bei meiner Maus auch gesagt. Sie hat auch kein Problem mit Kindern, nur wenn die rennen oder schreien wollte Sie die immer in die Böllekes schnappen. Super. Aufpassen muß Ich immer noch bei fremden Kindern, aber der Köttel von meinem Bruder kann mittlerweile toben wie er will.
    Man lernt den Hund zwar mit der zeit lesen, aber aufpassen das er nicht bedrängt wird mußt du ja doch immer.

    LG katja

  • Zitat

    Das Problem ist, solange das mit dem beißen nicht geklärt ist (wann er beißt, wen er beißt) wird er auf seinen Platz angeleint.

    Solange sichergestellt ist, dass er sich nicht selbst erhängen kann - also Brustgeschirr, nichts in der Nähe, wo sich die Leine verhaken kann, .... - wo ist das Problem?

    Die Leine soll ja wohl nicht für den Rest seines Lebens dran bleiben. Jetzt ist das arme Hundi gerade mal ne Woche da, hat in seinem Leben wohl schon einiges mitgemacht, erlebt gerade nen Kulturschock vom Feinsten und Du erwartest, dass der Hund einfach so funktioniert?

    So läuft das nicht. Und wenn das Handling dieses Hundes zunächst mal einfacher ist, wenn er angeleint ist, dann ist das halt so.

    Ansonsten - sucht euch einen Trainer, der auch wirklich Ahnung von Hunden und Verhaltenstherapie hat. Am besten ihr schaut mal hier nach - http://www.gtvt.de

  • Hallo und willkommen!

    Der Hund ist erst seit etwa einer Woche da - er kennt rein gar nichts. Das Leben im Haus ist ihm unbekannt, er muss die Regeln erst lernen.
    Auch das notwendige Verrtauen muss erst hergestellt werden. Er ist wahrscheinlich noch voll von Stresshormonen, deshalb geht er so "über Tisch und Bänke", weil er nicht zur Ruhe kommen kann.

    Die Idee des Anleinens ist nciht die schlechteste, allerdings sollte er in diesen Fällen einen Kong, einen Knochen oder etwas ähnliches zum Stressabbau bekommen, und damit er lernt, dass er sich auf seinem festen Platz entspannen kann und dort sicher ist.
    Natürlich sollte er dort nciht 24 Stunden angeleint sein, das ist klar.

    Zum Hören: Nehmt den Hund erstmal an die Schleppleine, dann trainiert mit ihm den Rückruf. Wenn die Bidnung mit der Zeit mehr und stärker wird wird auch dieses Problem etwas geringer.

    Wenn er zu Hause mit Knurren und beißen reagiert, dann zieht ihm ein Geschirr an und macht eine dünne Hausleine dran (etwa 1 Meter). So gelingt es euch, Einfluss auf den Hund zu nehmen, ohne ihn direkt anfassen zu müssen.

    Das just my 2 Cents ;) .

  • Ja, das ist glaube ich echt zu komplex, um es hier zu diskutieren, ihr braucht nen guten Trainer und viel Geduld.
    Zum einen muss er euch akzeptieren, zum anderen muss er euch respektieren lernen. Also lernen, dass Beißen auch Folgen hat (keine Physische Gewalt) vielleicht unmittelbar nach dem Beißen in einen Raum sperren für 5 Minuten?

    Das mit der Leine finde ich auch sinnvoll.

  • Vielen Dank erst einmal für die lieben Antworten.

    Ich hatte eigentllich gedacht, dass das nicht die beste Lösung ist...
    Maulkorb halte ich für ungeeignet, solange er noch keine feste Bindung hat.
    Wer weiss was er alles mitmachen musste.

    Dann kommen wir und wollen ihm zeigen, dass wir alle das beste für ihn wollen. Er baut vertrauen auf und dann verpassen wir ihm einen Maulkorb.
    Also wenn das jemand mit mir machen würde, den würde ich wahrscheinlich den rest meines Lebens nicht mehr angucken. Das ist schon eine Art vertrauensmissbrauch oder?

    Ja er war in einer Pflegestelle.. aber wie sich im Nachhinein rausstellte, wollte sie nur das Geld und nicht den Hund gut vermitteln. Mittlerweile sind wir soweit, dass die Pflegestelle nicht mehr für den Tierschutz arbeiten darf und eine Anzeige wegen Tierhandel bekommt.

    Ich habe auch den Tipp bekommen ein Geschirr anzulegen (im Moment hat er nur das Halsband) , fahren morgen los und holen eins. So scheint er Lammfromm zu sein. Meine Schwester sitzt auf dem Boden und liest und er legt den Kopf in ihren Schoß und pennt :D

    Ist Lecken eine Zuneigung bei Hunden? Weil er schon 2x mein Baby abgeleckt hat, oder hat er sie einfach nur zum Fressen gerne? :/

    Also Am Wochenende kommt die Hundetrainerin, das ist alles nicht einfach ohne viel Hundeerfahrung. Der Hund den wir vorher 10 Jahre hatten, hat ALLES, aber wirklich alles getan gemacht..er war immer lieb, so ein richtiger Bilderbuch Hund.. den bauchte man nur schief angucken und er ist auf sein Platz gedackelt... Glücksgriff.

    Aber wie gesagt, wir wollen die Flinte nicht ins Korn schmeissen und *lernen*

    Natürlich soll er nicht sein Leben lang angeleint sein. Wir müssen nur den richtigen Zeitpunkt erkennen... ich habe schon überlegt (hoffe er beisst dann nicht wieder :| ) ihn an einer leine durchs Haus zu führen . Mit Geschirr. Habe da nur Bedenken , wenn er eben aufs Sofa springt und man ihn runterholt, dass er wieder fuchsig wird...

  • Das ist :gut: , dass ihr einen Trainer dazu holt!!

    Zum fuchsig-werden nochmal: Wenn er an der Leine ist, und ihr ihm dadurch nicht direkt auf die Pelle rücken müsst, wenn er auf dem Sofa sitzt, kann er ruhig fuchsig werden, wie er will - durch die Leine ist da Entfernung zu euch.

    Zum Mauli: Meine Maus hat auch einen. Nein, sie mag ihn nicht, aber sie akzeptiert ihn. So, wie manche Menschen eine Brille. Sauber aufgebaut sieht er den MK ebenfalls als eine Art "Anhängsel", das Vertrauen wird er aber keinesfalls verlieren, wenn ihr ihn langsam und schrittweise, mit viel Lob, daran gewöhnt.

  • Also.... WOW... Ich würde den Hund AUF KEINEN FALL in die Nähe des Babys lassen... was ist, wenn er sich dann plötzlich angegriffen fühlt? ( Aber ja, Lecken ist ein Zeichen der Zuneignung, aber wenn ihr das nicht wisst braucht ihr richtig richtig dringend Hilfe mit so einem Hund...)

    Und ein Maulkorb ist kein Vertrauensbruch, das ist eine Maßnahme, damit ihr keine Angst haben müsst, bzw. entspannter seit, das wird der Hund auch merken...

  • gut, einen MK haben wir schon zuhause, aber ich war mir eben nicht sicher. Ich werd das mal der Trainerin sagen, dass wir das gerne probieren möchten, denke sie kann uns da auch einige Tipps mit der *anbringung* geben. Der Hund ist in dem sinne Lammfrom... meine Schwester ist ihm beim Gassi versehentlich auf die Pfote getreten, da er wieder so rumgetänzelt ist. Da hat er nichts zu gesagt. Dieses Beißverhalten zeigt er wirklich nur, wenn man ihm sagt, Freundchen so geht das nicht. Wie ich schon gesagt hab, runter vom Sofa... oder halt wenn man sich über ihn beugt... ich habe mein Baby natürlich auf dem Arm wenn wir zu Lenny gehen.. der freut sich dann immer nen Keks und mein Baby ist auch kaum zu bändigen.. ich weiss nicht, die scheinen sich sympathisch zu sein.

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