Sicheren Abruf üben
-
-
Hallo ihr Lieben,
wie übt ihr denn mit euren Hunden einen sicheren 100%igen Abruf??
Bailey liebt andere Hunde über alles. Das war mir am Anfang auch sehr wichtig, da ich vorher eine Hündin hatte, die auf jeden anderen Hund los ist.
Leider habe ich vor laute Freude darüber, dass sie sehr verträglich ist wohl vergessen ihr klarzumachen, das man nicht an jeden Hund ran geht.Nun ist es also so, das sie....sobald sie andere Hunde sieht...ihren kompletten Gehorsam vergißt. Sie MUß hinrennen, hallo sagen und kurz spielen. Danach kann man erst wieder folgen.
Das ist aber ein absolutes No-Go. Also ist jetzt Schleppleinentraining angesagt.
Aber wie mache ich ihr das klar??
Ablenken, Ersatzhandlungen.....nix funktioniert.....sie ist nur auf den Anderen konzentriert und ich kriege sie nicht zurück in den Gehorsam.
Freue mich auf eure Antworten
- Vor einem Moment
- Neu
Hallo,
hast du hier Sicheren Abruf üben schon mal geschaut ?*
Dort wird jeder fündig!-
-
Du musst zunächst einen Zwischenschritt üben: Stehen bleiben und nicht weiterrennen zum anderen Hund. Das beginnt man am besten an kurzer Leine und mit einem sekundären Verstärker - z.B. Klicker. Ich trainiere das so, dass der Hund wirklich wie angwurzelt stehen bleibt - aber dabei noch den anderen Hund anschaut. Erst, wenn man das ewig lang geübt hat und es gut sitzt, später dann auch an der Schleppleine, fängt man es auszuformen zu "Erstarren", dann rumdrehen zum Besitzer. Das übe ich dann auch ewig bis ich den letzten Schritt in Angriff nehme: Hund erblickt anderen Hund, erstarrt, glotzt, dreht sich um und dann kommt noch das zum Mensch kommen dazu.
Das alles kann man übrigens so trainieren, dass man gar kein Signal braucht, sondern das Erscheinen des anderen Hundes das Signal ist. Heißt: Immer, wenn ein anderer Hund kommt, macht Deiner diese Verhaltenskette und kommt zu Dir.
Viele Grüße
Corinna -
Klingt ja mal total toll!
Kann man dieses verhalten dann auch irgendwie auf ALLES andere Lebewesen übertragen? (insbesondere Hasen, rehe und ähnliches)

-
Ich übe das tatsächlich auch nach diesem Schema bei der Kontrolle des Jagdtriebes.
-
Klingt echt super....
Aber was mache ich wenn kein Verstärker ankommt???
Ich müßte echt körperliche Gewalt anwenden um sie dazu zu bringen überhaupt ansprechbar zu sein

-
-
Eine Distanz wählen, in der es noch geht.
Und Übungssituationen schaffen - letztendlich geht es hier um Selbstbeherreschung. Die kann man auch an Spielzeug üben, Futter etc...
-
Es gibt noch eine Möglichkeit dies zu üben. Man muss aber zu zweit sein.
Du, als Bezugsperson, zeigst deinem Hund, dass du die supermegagega Leckerlies dabei hast. Bei meinem ist es Katzenfutter aus dem Beutel, dass kann man gut dosieren.Deine Begleitung hält den Hund fest, während du dich 15-20 m vom Hund entfernst. Dann drehst du dich rum und ruft ihn. Deine Begleitung hält den Hund weiterhin fest. Du rufst ihn nochmal, die Begleitung lässt den Hund los und er wird zu dir rennen, bekommt die Belohnung und dann wird das Spielchen wiederholt. So drei bis vier Mal. Der Abstand zwischen Hund und dir kann dabei noch weiter ausgebaut werden. Auch hier muss es an mehreren Tagen wiederholt werden. Das ist jetzt alles sehr Laienhaft erklärt aber vielleicht doch verständlich.
Viele Grüße
Michaela -
Diese "zu zweit und mit Superleckerchen"-Methode hat bei meiner Hündin bei Hundebegegnungen genau NICHTS gebracht, da das Interesse für andere Hunde meilenweit über jeglichem Futter stand und sie so abgelenkt war, dass garnichts mehr ankam.
Sie wollte auch einfach immer nur hin, begrüßen, spielen, ... alles andere scheißegal. Als Welpe hing sie regelmäßig schreiend in der Leine bei Hundesichtung.Ich habe auch -unbewusst- mit dem Erstarren gearbeitet. Unsere Trainerin hat uns geraten, ALLES zu belohnen was NICHT "hinrennen" oder "brüllen" ist. Also stehenbleiben, glotzen, winzige Bewegungen in meine Richtung... Mitlerweile hat sich herausgearbeitet dass sie langsamer wird, wenn sie leinenfrei andere Hunde sieht, und stehenbleibt oder sich hinsetzt. Dann kann ich sie entweder abholen, oder (woran wir momentan arbeiten) abrufen. Die Belohnungen in solchen Situationen sind möglichst ober-geil: Fliegende Leckerchen, mich anspringen dürfen, Buddeln, ... Also Sachen, die sie viel besser findet als langweiliges Futter reinstopfen.
(Nützlich ist es, sich Gedanken zu machen, was der eigene Hund WIRKLICH!!! mag und eine Liste zu schreiben. Ich behaupte mal, dass bei den meisten Hunden garnicht Futter sondern etwas anderes, z.b. Rennen, Buddeln, Spielzeug, weit oben steht.)Das Ganze habe ich mit dem Klicker gemacht, den sie schon lange kennt. Anfangs hat sie garnicht aktiv darauf reagiert, später wars dann immer mehr möglich, auf mich zu reagieren.
Angelehnt an dashier: https://www.dogforum.de/zeigen-und-benennen-t128830.html
Lies dir das mal durch, das ist eine tolle Methode die schon vielen geholfen hat. Meine Trainerin hat uns eine abgewandelte Form davon erklärt :) -
Zitat
Du musst zunächst einen Zwischenschritt üben: Stehen bleiben und nicht weiterrennen zum anderen Hund. Das beginnt man am besten an kurzer Leine und mit einem sekundären Verstärker - z.B. Klicker. Ich trainiere das so, dass der Hund wirklich wie angwurzelt stehen bleibt - aber dabei noch den anderen Hund anschaut. Erst, wenn man das ewig lang geübt hat und es gut sitzt, später dann auch an der <a href="https://www.dogforum.de/infos-zum-schl…ing-t61353.html" target="_blank" title="Schleppleine" name="aoSmartTag_3243" class="aoSmartTagClass" style="color:#0066CC;border-bottom:1px dotted green;text-decoration:none">Schleppleine,</a> fängt man es auszuformen zu "Erstarren", dann rumdrehen zum Besitzer. Das übe ich dann auch ewig bis ich den letzten Schritt in Angriff nehme: Hund erblickt anderen Hund, erstarrt, glotzt, dreht sich um und dann kommt noch das zum Mensch kommen dazu.
Das alles kann man übrigens so trainieren, dass man gar kein Signal braucht, sondern das Erscheinen des anderen Hundes das Signal ist. Heißt: Immer, wenn ein anderer Hund kommt, macht Deiner diese Verhaltenskette und kommt zu Dir.
Viele Grüße
Corinnaok, corinna - nun hast du mich an der angel!

kannst du ne kurze erläuterung schreiben wie du deinem hund das "hund sichten - stehen bleiben" beigebracht hast?
egal in welcher entfernung andere hunde laufen, meine liz macht sich groß und fängt an zu tänzeln. sie stürmt nicht los - ist aber deutlich auf spannung. auch wenn die anderen hunde an uns vorbei gehen bleibt sie bei mir (auch ohne leine) - aber gerade für die arbeit mit dem wild soll sie ja stehen bleiben - umdrehen usw ...
meine zweite hündin - sorina - fängt an bei hundesichtungen zu zerren wie ein ochse ... stehen bleiben ist da derzeit undenkbar!
-
@ Corinna
.....würde mich auch interessieren.
Das mit der Distanz ist schon logisch....habe aber noch keine gefunden....sobald sie einen Hund sieht tänzelt sie auf den Hinterbeinen, jault, ist angespannt und nicht mehr ansprechbar. Der ist es vollkommen egal ob das 50 oder 500 Meter sind.
Das mit der Superleckerchen-Methode wird bei ihr auch nicht funktionieren, da ihr in diesen Situationen alles egal ist. Nur der Hund zählt.
Werde mich jetzt mal durch Zeigen und Benennen durchlesen

- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!