Hund 9 Monate "drohte" meiner Tochter
-
-
Hallo,
wir haben einen 9,5 Mon. alten Labrador/Rottweiler-Mischlings-Rüde. Bekommen haben wir ihn mit 16 Wochen, in die Hundeschule gehen wir seit er 18 Wochen alt ist. Unsere Tochter ist 6 Jahre alt.
Hund und Kind waren von Anfang an ein tolles Team, unsere Tochter ist sehr verständig, liebt Tiere und kam noch nie auf die Idee unsere Hund zu piesacken oder ähnliches. Muss dazu sagen, dass wir einen Hund hatten, als sie zur Welt kam - Schäferhund-MIschling, 45 kg, aus dem Tierheim, zum Zeitpunkt der Geburt unserer Tochter 6 Jahre alt. Es gab nie Probleme zwischen den beiden. Also ganz Hunde unerfahren sind wir nicht.
Unser jetziger Hund hört bereits sehr gut, im Moment befindet er sich in der Pubertät
.An Heiligabend haben wir folgende Situation erlebt:
wir waren beim gemeinsamen Frühstück, während wir Essen muss unser Hund auf seinem Platz liegen (ist aber in der Nähe). Nach dem Essen dachte ich (wohl dumme Nuss) ich tue unserem Hunde was Gutes und habe ihm ein 1/2 Brötchen mit Leberpastete geschmiert. Wohlgemerkt, er bekommt sonst nie was vom Tisch. Er nahm das erste Stück in den Mund, ging ein Stück weg vom Tisch, legte das Stück auf den Boden und hat es geleckt und dann gegessen. Während er das Stück fraß, stand unsere Tochter auf und ging in die Küche. Um dorthin zu gelangen, musste sie am Hund vorbei - war kein Problem.
Als sie zurückkam, forschen Schrittes, erschrak unser Hund, schaute auf unsere Tochter, auf seinen Leckerbissen und fraß den dann ganz schnell. Wir haben das bemerkt, wunderten uns und sagten aber zu unserer Tochter, dass sie doch bitte von ihm weg bleiben solle. Tat sie auch. Hund verspeiste die letzten 3 Stücke und als er fertig war mit dem letzten Stück, schnupperte er noch etwas auf dem Boden herum. Währenddessen ging meine Tochter einen Schritt auf unseren Hund zu und da geschah es: er krümmte sich, klemmte seinen Schwanz ein, fletschte mit den Zähnen, knurrte fürchterlich und ging auf den Arm unserer Tochter los. Er hat sie nicht gebissen, Tochter spürte nur seine feuchte Nase auf ihrem Arm.Wir sind sehr erschrocken darüber, weil es noch nie irgendein Problem zuvor gab. Kurz nach Weihnachten hatten wir einen Trainer vom Hundeplatz bei uns, er war 2 Stunden bei uns, beobachtete Hund und Kind und meinte, dass er keine Aggressionen erkennen könne. Er wertet diesen Vorfall als Futterneid ein, und aufgrund der Körperhaltung des Hundes - eingeklemmter Schwanz und gekrümmter Körper - als "unsicheren" Hund.
Es scheint wohl, dass unsere Tochter in der Rangordnung gefallen ist, entspricht ja auch der Phase, in der sich der Hund gerade befindet
Andere Situation: wir waren am Strand (leben in Dänemark) und waren am Bernsteinsuchen, viele Menschen um uns herum, auch Kinder, Hund schnüffelte im Seegras, fand einen toten Fisch und machte an diesem herum, als meine Tochter mit ihrer Freundin dazukam (Hund war an der Leine). Hund schaute wieder erschrocken auf die Kinder und dann auf den Fisch. Mein Mann reagierte gleich und schickte die KInder weg.
Ich bin nun einfach extrem unsicher im Umgang mit ihm, was sich leider insofern auswirkt, dass er doch mehr die Nähe meines souveränen Mannes sucht. Ich beobachte ihn sehr sobald er in die Nähe unserer Tochter kommt. Sie selbst versteht es nicht, warum sie jetzt auf einmal nicht mehr mit ihm umgehen darf wie vor diesem Vorfall. Aber ich kann einfach nicht über meinen Schatten springen. Es ist ja auch nicht gerade ein kleiner Hund, er kann schon großen Schaden anrichten.
Ich hoffe auf viele Tipps und Ratschläge :-) - vielen DankCarmen
-
2. Januar 2012 um 18:55
schau mal hier:
Hund 9 Monate "drohte" meiner Tochter - Vor einem Moment
- Anzeige
Übrigens.... es ist wirklich wichtig, auch an das passende Hundefutter zu denken.
Ich habe für unseren Buddy unglaublich lange nach einer Sorte gesucht, die wirklich zu ihm passt. Immer wieder habe ich etwas Neues ausprobiert und war nie ganz zufrieden. Durch Zufall bin ich hier im Forum auf den kostenlosen Futtercheck gestoßen. Dort konnte ich sehen, welches Futter andere Hundehalter mit derselben Rasse bevorzugen und gute Erfahrungen gemacht haben.
Und was soll ich sagen, Buddy liebt sein neues Futter. Die ganze Suche hat sich absolut gelohnt.
Falls ihr ihn noch nicht getestet habt, hier geht’s direkt zum Futtercheck! Das dauert weniger als eine Minute.
Und am Ende könnt ihr euch sogar kostenlose Futterproben von bis zu 20 verschiedenen Herstellern sichern.
👉 Hier nochmal der Link zum Futtercheck!
LG Steffi mit Buddy
-
-
Ich denke eher, dass der Hund mit der Situation in dem Moment nicht klarkam und seine Ressource, in dem Fall Futter, bedroht sah.
Er hat gewarnt, mehr nicht.
Sorg dafür, dass Hund ungestört fressen kann und im Beisein des Hundes nicht gegessen wird.
Zur Sicherheit würd ich allerdings mal einen Hundetrainer kontaktieren, der ins Haus kommt und ein Auge darauf wirft.
-
Zitat
Zur Sicherheit würd ich allerdings mal einen Hundetrainer kontaktieren, der ins Haus kommt und ein Auge darauf wirft.
:lens:
ZitatKurz nach Weihnachten hatten wir einen Trainer vom Hundeplatz bei uns, er war 2 Stunden bei uns, beobachtete Hund und Kind und meinte, dass er keine Aggressionen erkennen könne. Er wertet diesen Vorfall als Futterneid ein, und aufgrund der Körperhaltung des Hundes - eingeklemmter Schwanz und gekrümmter Körper - als "unsicheren" Hund.
Carmen
-
Hmpf, danke Malika, wer liest und nicht nur flüchtig überfliegt ist klar im Vorteil... *rotwerd*
-
Zitat
wir haben einen 9,5 Mon. alten Labrador/Rottweiler-Mischlings-Rüde. Bekommen haben wir ihn mit 16 Wochen, in die Hundeschule gehen wir seit er 18 Wochen alt ist. Unsere Tochter ist 6 Jahre alt.
Ist eigentlich eine "klassische" Situation. In diesem Alter steht deine Tochter in der Rangordnung keineswegs über dem Hund, sondern sie ist ihm ebenbürtig, d.h. Spielkamerad, Kumpel..... quasi eine Art vertraute "Wurfschwester"

Analyse 1:
Der leckere Happen vom Tisch galt speziell dem Hund und bei entsprechenden Köstlichkeiten hört bei vielen Hunden für einen Augenblick lang die Freundschaft auf. Allerdings hat ihn sein Beuteinstinkt in eine verzwickte Situation gebracht, denn eigentlich wollte er nur in Ruhe fressen und sich nicht vom liebsten Kumpel bedroht fühlen.....also deshalb auch die unsichere Variante.Analyse 2:
Der Hund ist ja inzwischen ein "Halbstarker" und gibt klare Ansagen an die Kumpel: "Warnung! Mit mir nicht! Was der Boss mir zugesteht, gehört auch mir!" Ihr als Eltern hättet quasi ebenso auf seine Aggression reagieren mit einem entsprechenden Warnlaut " Meinen Welpen erziehe ich! Nicht du!" Keine große Sache draus machen, aber dem Hund zeigen, daß ihr dieses Verhalten nicht wünscht.Ansonsten kommt jetzt tatsächlich eine etwas schwierige Zeit. Es kann gut möglich sein, daß euer Hund bei der "Wurfschwester" mal auf die Pauke hauen möchte und deshalb würde ich Beide zukünftig etwas mehr im Auge behalten. Keine Zerr-und Beutespiele mehr, die kann die Tochter nur verlieren.
Keine Superleckerlis, die bis aufs Blut verteidigt werden müssen( Hunde können gut unterscheiden zwischen Wurststückchen und langweiligem Trofu
)Wenn ihr hundeerfahren seid, könnt ihr euch den Trainer sparen und dafür mit Hund und Tochter in der Hundeschule spezielle Übungen machen......oder einfach nur an der Bindung arbeiten.
Ansonsten enpfehle ich das Buch von G. Beckmann zum Thema:
" Mein Hund beißt nicht"In diesem Buch wird auch genau diese Hund-Kind-Problematik sehr genau(...und wie ich finde) auch gut beschrieben.
LG
-
-
Euer Hund benötigt eine klare Führung und Unsicherheite könnt ihr euch eigentlich nicht erlauben, von daher würd ich jemanden kontaktieren, der euch vielleicht anleitet und euren Alltag mal beleuchtet.
Das Verhalten des Hundes ist ja erstmal völlig normal, dennoch find ich, dass im Alltag mit Kindern einige Dinge grundsätzlich geklärt sein müssen, weil es einfach immer wieder zu "heiklen " Situationen kommen kann ( wie ihr ja selber erfahren habt ).
Ich schätze da ist viel Umsicht von euch gefragt, um schwierige Situation von vorneherein auszuschließen.
-
Zitat
Sorg dafür, dass Hund ungestört fressen kann und im Beisein des Hundes nicht gegessen wird.
Lebensgefährlicher Tipp bei einem Hund, der mit seiner Drohung Erfolg hatte !!!
Was passiert denn, wenn der Hund etwas zu fressen hat, und das Kind bemerkts nicht ?Was hat euch der Trainer denn an die Hand gegeben ? Was sollt ihr tun, wie vorgehen ?
Der Hund sollte dringend lernen, daß man keine Ressourcen gegen Menschen verteidigt, vor allem nicht gegen die eigene Familie.Gruß, staffy
-
Zitat
Der Hund sollte dringend lernen, daß man keine Ressourcen gegen Menschen verteidigt, vor allem nicht gegen die eigene Familie.Das ist wünschenswert und wie erreicht ein Hundehalter mit so einer Problematik das Ziel in der Theorie?
Dass bei so einem Verhalten ein guter Trainer hinzugezogen werden sollte, ist klar, trotzdem interessiert mich deine Vorgehensweise in der Theorie, um dauerhaftes Verteidigen von Beute gegenüber der Familie zu verhindern.Gruß
Leo -
Du fragst nicht ernsthaft nach einer Trainingsanleitung per Ferndiagnose ohne Hund, Kind und Familie zu kennen, wenn der Hund nach dem Kind geschnappt hat !?
Nach der Beschreibung brauchts einen guten, einfühlsamen Trainer, der nicht nur fürs Hundetraining zuständig ist, sondern der auch der Familie wieder Vertrauen zum Hund geben kann. Vor Ort !!
Gruß, staffy
-
Danke für die vielen Antworten :-)
Wie ich ja schon geschrieben habe, leben wir in Dänemark, dort sind die Hundeschulen und taugliche Trainer nicht gerade großflächig verteilt. Ja, wir hatten einen Hundetrainer im Haus, seit 25 Jahren Hundebesitzer - er gab uns den Tipp, Kind nicht alleine mit Hund lassen, Hund beim Fressen in Ruhe lassen (ist klar), Kind sollte ihm abends das Futter in den Napf tun und erst bei Kommando an den Napf (machen wir und klappt auch).
Aber was wir machen sollen, um dem Hund klar zu machen, das sein Verhalten "too much" war, sagte er nicht. Aus reinem Instinkt heraus - glaube aber das es ein großer Fehler wäre - würde ich diese Situation nochmals herausfordern. Also sprich, wenn alle Beteiligten - außer Hund - darauf vorbereitet sind. Und wenn er dann wieder so doof reagiert, ihn dann gleich stellen bzw. ihm klar machen, bis hierhin und nicht weiter. Das würde ich gerne tun, denn sonst weiß ich ja nie, wie er denn reagieren würde, sollte sowas nochmals geschehen.
Von daher hätte ich schon ganz gerne eine Art Trainingsanleitung. Aber nächste Woche geht es wieder auf den Hundeplatz, mal sehen ob ich dort jemand Kompetenten erwischen kann.
Danke und lg. Carmen
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!