Züchter: Instinktverhalten Mutterhündin
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Hallo,
lese gerade ein Rasseinfoheft eines VDH-Mitgliedsvereins, worin etwas steht, was ich merkwürdig finde. Es geht um das Verhalten der Mutterhündin + Welpen direkt nach der Geburt
"Die Hündin wird (...) den Welpen trockenlecken und noch eine kleine Ruhepause einlegen. Derweilen versucht der Welpe schon während des Trockenleckens mit Macht, sich dem Zugriff der mütterlichen Zunge zu entziehen und stattdessen in den Besitz einer nahrungsspendenden Zitze zu gelangen. Einen Welpen, der sich nicht so verhält, sollte eine instinktsichere Hündin sogleich totschütteln und ihn nach Ende des Geburtsvorganges aus dem Wurflager entfernen, falls dies der Züchter nicht vorher schon selbst besorgt hat. (...)"
Ist das tatsächlich so? Das hat mich doch sehr überrascht, weil es so rigoros klingt..LG
Sylvie
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
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Das interessiert mich jetzt auch...das kann doch eigentlich nicht sein?!?
Wie alt ist das Heft?
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Liest sich wie anno tuk, ich weiß - es steht keine Jahreszahl drin, wurde uns aber vor ca. fünf, sechs Jahren zugesandt und ist sicherlich aus diesem Jahrtausend.
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Uii... das ist ziemlich gewagt, weil ja meistens daran festgehalten wird ALLE Welpen durchzubekommen. Und ich denke nicht, dass das so ist.
Liebe Grüße
Anna -
Zitat
weil ja meistens daran festgehalten wird ALLE Welpen durchzubekommen. Und ich denke nicht, dass das so ist.
Ich hoffe ich werd hie rnicht gleich gesteinigt... ALLE Welpen durchbringen, ist in meinen Augen schon nahe an "GOTT SPIELEN".
Als sehr allgemein Naturverbundener und neben Tierliber aber auch Rationaler Mensch, muss ich mir da ein wenig an den Kopf fassen!
Egal wie traurig jeder tote Welpe sein mag, der "Genpool" verbessert sich auf keinen Fall damit, auch eigentlich von der Natur zum Tode verurteilte Tiere mit "Gewalt" durch zu bringen!
Je mehr "künstlich" durch gebracht wird, desdo anfälliger auf Krankheiten und Genetisch veranlagte Behinderungen, werden die nachsten Hundegenerationen leider werden, und desdo mehr Tierärztliche versorgung wird für Hunde auf dauer nötig sein.
"Ist ja bald so schlimm wie bei Menschen mit den Hunden in Deutschland, bald werden Welpen nur noch in Hundekliniken geboren" könnt man zumindest fast meinen manchmal dass das recht bald kommt..
Soll sicher nicht heissen mit besserer Geburtsvorbereitung(Mutter mal entwurmen, bessere Zeitliche Berechnung und Ortsvorbereitung sowie mehr Einlesen meinersets) wäre beim "KatastrofenWurf" in meinem Thread nicht vielicht "mehr zu Retten gewesen" das weiss ich nicht und ist im Nachhinein jetzt auch schon egal.
Aber für ALLE mit aller Gewalt Durchbringen, bin ich auf gar keinen Fall!
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Hallo,
ich kann mir vorstellen, dass sowas bei Wildtieren vorkommt. Dass z.B. bestimmte Welpen nicht an die Zitzen gelassen werden oder auch dass die Mutterhündin sie totbeißt (und auffrisst? Habe im Zusammenhang mit Katzen mal gelesen)
Allerdings finde ich es schwierig bei unseren Haushunden so eine Pauschalaussage zu treffen. Wie natürlich sind die denn noch? Es gibt ja auch Hündinnen, die gar nicht mehr wissen, was sie mit ihren (gesunden) Welpen anfangen sollen.
Ich kann mir aber auch vorstellen, dass eine Hündin spürt, wenn einer der Welpen nicht lebensfähig ist oder andere Auffälligkeiten zeigt.
Ich könnte der Natur wahrscheinlich nicht den Lauf lassen, würde als Züchter aber davon absehen mit diesem Welpen später weiterzuzüchten.Liebe Grüße
Nele -
Zitat
Hallo,
lese gerade ein Rasseinfoheft eines VDH-Mitgliedsvereins, worin etwas steht, was ich merkwürdig finde. Es geht um das Verhalten der Mutterhündin + Welpen direkt nach der Geburt
...darauf bezog sich mein Posting.
Ich weiss, dass in der Natur es anders läuft, dennoch denke ich, soweit ich mitbekommen habe, dass beim VDH versucht wird ALLE Welpen durchzubekommen.Speedy
es war kein Angriff auf Deinen Thread, denn Du bist weder Züchter, noch in einem Verein
Liebe Grüße
Anna -
Zitat
Ich hoffe ich werd hie rnicht gleich gesteinigt... ALLE Welpen durchbringen, ist in meinen Augen schon nahe an "GOTT SPIELEN".
doch, ich werfe den 1. SteinWarum? weil jedes Lebewesen ein Recht auf Leben hat
ob der Hund später Zuchtzulassung bekommt oder lieber kastriert wird, damit er "schlechte Gene" nicht weiter vererbt, ist für mich erst mal völlig unerheblichdurch unsere Haltung, Selektion etc. greifen wir zu sehr in die Natur des Hundes ein, als noch irgendwas damit begründet zu können
daher ist für mich ganz klar, keinen Welpen sterben zu lassen, nur weil er zu schwach ist, nach der Geburt an eine Zitze zu kommen
und auch aus einem "Schwächling" kann nach ein paar Stunden/Tagen ein Welpe werden, der sich normal weiter entwickelt
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Wenn man so harte Maßstäbe anlegt, warum dann nicht beim Menschen? Das werden mittlerweise Früchen mit weniger als 300g durchgebracht.
Das ist also ok, aber einen Hund an die Zitze legen nicht?
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Hallo!
Speedygonzales: vlt. werd ich auch gesteinigt, aber ich geb dir recht! Ich werd niemals züchten (ich könnt nämlich die Babys nicht hergeben!), aber aus Sicht eines Welpenkäufers wie ich, möchte ich keinen Hund kaufen, der nur durch permanentes Päppeln am Leben bleibt. Ich weiß, dass Züchter z.B. drauf achten, dass kleinere Welpen an gute Zitzen kommen, das ist völlig in Ordnung, aber ein Kerlchen, das einfach nicht selbst trinken kann, wochenlang mit Pipette zu füttern, find ich nicht gut. Es sei denn, sie möchten den Hund selbst behalten, weil wenn sie es dem Welpenkäufer sagen, dann sucht er sich bestimmt einen anderen aus!
Blackpoodle - Vor einem Moment
- Neu
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