3,5 Monate alt / alleine sein, stubenrein !?!

  • So jetzt ist unser Toni ungefähr 3,5 Monate alt und hat sich gut in unsere Familie integriert.
    Mit dem Gassi gehen klappt es soweit - nach anfänglichen Problemen - gut.

    Dennoch habe ich zur Zeit so ein paar Problempunkte und ich habe echt Bedenken, dass ich irgendwas falsch mache. Hoffe auf Eure Hilfe und schilder Euch nun mal, was so los ist:

    Also:
    Eine zeitlang hat er sich grundsätzlich vom Wohn- ins Esszimmer geschlichen und dort sein Geschäft verrichtet, meist nur Pippi aber auch schon mal gross :verzweifelt:
    Das haben wir jetzt soweit unter Kontrolle, selten passiert es noch, dass er mal "durchschleicht" und dann geht er aber neuerdings an die Haustüre und pinkelt auf die Fussmatte ( keine Ahnung warum ausgerechnet dorthin ).
    Wie gesagt, das passiert selten und wenn, dann meistens wenn er sich unbeobachtet fühlt oder merkt, dass wir alle beschäftigt sind.

    Nachts klappte es bisher wunderbar, am Anfang war ich sehr unsicher, wo er schlafen soll, wie ( ob in der Box, an der Leine oder ohne ). Er hat einen festen Platz im Wohnzimmer, wo ich ihn auch mal anleinen kann. Die Zeiten in der Box sind vorbei ( da passt er auch fast gar nicht mehr rein ;) ) und wir sind dann dazu übergegangen, ihn nachts anzuleinen, also so, dass er sich im Radius von ca. 1,5 m bewegen kann und seine Fress-/Trinkstelle erreicht. Das hielt nicht lange, da er 2 mal in Folge die Leine durchgebissen hatte.
    So dann habe ich eine Kette gekauft ( gleiche Länge wie zuvor ), die kann er nicht durchbeissen.

    Muss dazu sagen, dass das Anleinen / Anketten nur dazu gedacht ist, wenn er mal zu wild wird, bzw. für nachts damit er nicht umherstreunert und sein grosses Geschäft verrichtet :verzweifelt:

    Inzwischen sieht es so aus, dass er einen neuen Lieblingsplatz auf einem Ledersessel im Wohnzimmer gefunden hat und dort die Nacht verbringt, Esszimmer ist geschlossen. - ohne Probleme, er schläft eigentlich zu meinem Erstaunen schon seit langer Zeit durch, selten dass er mal nachts raus muss, auch wenn ich gezielt aufstehe um mit ihm Gassi zu gehen, da will er meist nicht und bleibt wie ein Magnet liegen. Ansonsten meldete er sich immer brav mit seinem gepiense ;-)

    ABER: vor ca. knapp 1 Woche hatten wir mal die Tür zum Esszimmer offen über Nacht und am nächsten Morgen hatten wir dann das volle Programm im Esszimmer: Pippi und gross, nicht sonderlich toll, verständlicherweise.

    Seitdem haben wir ihn nachts wieder angekettet, aber er ist nur am fiensen und piepsen, sodass weder er noch wir zur Ruhe kommen und ich bin dann dazu übergegangen, ihn in die Box zu tun und hatte ihn wieder - wie am Anfang - an meinem Bett stehen, dann war Ruhe bis gegen 5.30 / 6 Uhr wo er sich dann das erste Mal meldet.

    Nach dem morgendlichen Gassi im Garten ist er dann zufrieden und schläft eigentlich relativ schnell wieder ein. Er schläft dann den ganzen Vormittag und liegt meist auf dem Sofa, wenn ich anwesend bin.

    Seitdem das passiert ist, also mit dem Pippi und Kacka in der Nacht, ist er irgendwie total "rückfällig". Wenn ich meinen Sohn zum Kindergarten bringe, was jetzt eigentlich kein Problem mehr für Toni war, rastet er regelrecht aus, komme ich zurück, hat er alles vollgekackt :-( Obwohl er zuvor draussen war !!!

    Also um mich allmählich kurz zu fassen, was hat er jetzt auf einmal oder was mach ich falsch ?
    Ich habe seitdem Bedenken, ihn frei im Wohnzimmer alleine zu lassen, weil ich dann nicht weiss, was mich erwartet wenn ich zurück bin, was aber bisher immer gut geklappt hatte und ich war öfter mal für ne Stunde weg.
    Warum kackt er alles voll ?? Aus Wut alleine zu sein ?? Aus Wut an der Kette zu sein ???
    Ich habe das Gefühl, dass es was mit der Kette zu tun hat, ich mache ihn ja auch ungern dran aber was anderes fiel mir nicht ein, auch zu seinem Schutz, nicht dass er Kabel anbeisst oder so.

    Jetzt meine Fragen an Euch:

    1. Wie schlafen Eure Welpen/Junghunde nachts - frei in einem Raum oder in der Box, angeleint / angekettet ??
    2. Was macht Ihr damit das Alleinesein klappt ? Ist er da auch frei oder angeleint ?

    Meine grösste Sorge ist jetzt ab Mitte Januar.
    Ich fange ab Mitte Januar wieder an zu arbeiten und bin dann den ganzen Tag weg. Das würde bedeuten, dass Toni von ca.7.20 Uhr bis 13 Uhr alleine wäre, dann käme meine Tochter nach der Schule erst nach Hause, um mit ihm rausgehen zu können. Ich und mein Mann wir kommen erst gegen 16 Uhr heim.

    Ich bin wirklich ratlos im Moment, wie ich das hinbekommen soll ??

  • Mit Wut hat das absolut nichts zu tun. Der Welpe (das ist er mit 14 Wochen ja noch!) hat einfach Angst und Streß - und die schlagen ja bekanntlich auch uns Menschen zuerst auf Darm und Blase...

  • Sicher melden sich noch die Experten, ich kann dir leider keinen Tip geben.....

    nur soviel, ich habe meine beiden Hunde nie in einer Box gesperrt oder in der Wohnung angeleint......beide schlafen nachts durch...die kleinere Maus in ihrem Bettchen, das neben meinem Bett steht und die andere kleine Nase bei mir am Fußende im Bett, die Türen sind bei mir alle auf....weil ich persönlich keine geschlossenen Räume mag.... :D

  • Hallo,

    der Welpe ist 3,5 Monate alt und kann überhaupt noch nicht stubenrein sein.
    Das ist zu viel verlangt und wenn noch ständig Malheure passieren, müsst ihr regelmäßiger mit ihm herausgehen.
    Die Fußmatte wählt er zum Lösen aus, weil diese Flüssigkeit aufsaugt.

    Zur nächtlichen Aufbewahrung und Sicherung eures Hundebabys kann ich dir sagen, dass ihr den Kleinen durch das Einsperren in eine Box und durch das Anbinden massiv unter Stress setzt.
    Weder die Box, irgendwo einsam in einem Zimmer (ohne euch) platziert, noch das Anketten ist für einen Hund zumutbar, zudem stellt es eine massive Gefahr dar, der Kleine kann sich strangulieren.
    Ehrlich gesagt, verstehe ich nicht im geringsten, wie man auf so etwas kommen kann.
    Ein Welpe lernt nichts dadurch, außer, dass er Angst bekommt, in Panik gerät und seine Bewegung einschränkt ist und dass keine vertraute Person, die er eigentlich benötigt, ihn betreut.
    Weder Stubenreinheit noch Ruhe kann er dadurch lernen, Verlassensängste werden geschürt!

    Ein Hundebaby gehört ins Schlafzimmer, neben euer Bett in einen Hundekorb (oder Sonstiges) oder jemand nächtigt bei dem Kleinen im Wohnzimmer.
    Wenn er seine Exkremente noch nicht bei sich behalten kann, muss man sich nachts den Wecker stellen, aufstehen und mit dem Hund herausgehen.

    Der Welpe hat keine Wut, er ist verzweifelt, da einsam, angebunden oder eingesperrt, zudem noch nicht stubenrein.
    Dass die Nächte zum Schlafen gedacht sind, muss ein so junger Hund erst noch lernen und in dem Alter kann er noch nicht seine Bedürfnisse so lange zurückhalten.

    Das Alleinebleiben muss laaaangsam im Sekundentakt geübt werden, aber dadurch, dass ihr ihn nachts ins kalte Wasser geworfen habt, setzt ihr ihn jetzt schon unter Stress mit dem Alleinesein.

    Ehrlich, ihr mutet dem Welpen zu viel zu.

    Gruß
    Leo

  • Pan ist zwar kein Welpe mehr (fast 6 Monate alt) und kam erst mit 4 Monaten zu mir, aber der waechst so auf wie mein damaliger Welpe, der mit 8 Wochen zu mir kam. Er kann schlafen wo er will, meistens ist es bei mir im Bett. Er darf alle Raeume - ausser die Kueche - nutzen. Er lernt zwar die Box kennen, aber nicht wegen 'nicht rumlaufen sollen' oder der Stubenreinheit.

    Alleine bleiben klappt bisher super, allerdings ist er noch nicht ganz allein gewesen. Ich habe ausser ihm noch 2 adulte Hunde und die bleiben dann bei ihm (mind. 1 davon).

    Unbeaufsichtigt ist bei mir niemals ein Hund angeleint, da ist mir die Gefahr zu gross!

    Wieso nimmst du ihn nicht mit, wenn du deinen Sohn in den KiGa bringst und baust das alleine sein langsam auf? So umgehst du Stress (auf beiden Seiten) und auch Pfuetzen/Haufen in der Wohnung..

  • Also ich muss ehrlich sagen, ich bin auch etwas geschockt.

    Erstmal solltet ihr was die Stubenreinheit angeht, nochmal üben. Ich bin anfangs mit meinem nachts 2-stündlich runtergegangen, Wecker gestellt, Hund gepackt und raus. Klar, das ist anstrengend, aber das weiß man doch , wenn man sich einen Welpen holt. Das kann man langsam steigern, der eine braucht länger, bis er durchschläft, bei anderen geht es schneller. Da muss man aber als Mensch durch, tut mir leid.

    Dazu sollte der Hund aber schon im Schlafzimmer schalfen dürfen, vor allem als Welpe. Ich würde nie im Leben darauf kommen, meinen Welpen in einem anderen Raum anzuketten (dass er seine Leine durchgebissen hat, spricht ja schon für sich). Anscheinend schlief deiner ja auch durch, als du ihn am Bett hattest, warum darf er dort nicht bleiben.

    Dein Hund hat Stress, ist keinesfalls wütend oder macht das extra, das ist ein Welpe, der weiß es nicht besser.

    Zum Alleinbleiben, klar sollte man das möglichst früh üben, aber doch nicht so lang. Und erst recht nicht, wenn du merkst, dass dein Hund gestresst ist. Paul musste ich nie in eine Box sperren, anketten oder sonst irgendwas. Das Alleinbleiben wurde geübt in kleinen Intervallen und gesteigert. Bis es kein Problem mehr war bzw zur Selbstverständlichkeit wurde, dass man mal alleine ist. Habt ihr daran überhaupt geübt?

  • Da ich im Mom etwas schreibfaul bin, schliesse ich mich meinen Vorrednern einfach nur mal an.
    Nur in einem Punkt, möchte ich doch was schreiben:
    Von 07:30 - 13:00 ab Januar alleine lassen, ist in dem Alter noch zu lange !!
    Das sind über 5 Std. ... solange kann der Kleine noch nicht einhalten.

  • Ich beschreib' einfach mal wie's bei RÜBE war:
    Wir haben sie mit 10,5 Wochen bekommen und sind mit ihr alle 2 Stunden raus gegangen. Um 00:00 Uhr das letzte Mal. Dann um 03:00 Uhr den Wecker gestellt und sie ggf. auch geweckt. Morgens um 06:00 Ur standen wir dann wieder "am Baum". Das Ganze hat 3,5 Wochen gedauert - dann hatte sie's kapiert und wir konnten die Zeiten langsam verlängern. Allein bleiben konnte sie eigentlich von Beginn an "recht gut". Aber trotzdem mussten 1 Paar Schlappen und diverse Kleinteile "dran glauben". Als wir sie dann mit 6 Monaten in den Dänemark-Urlaub mitgenommen haben, war sie zuverlässig stubenrein und ihr Piescherintervall (= Zeit des möglichen Alleinbleibens) lag bei 4 Stunden.

    Zu Eurer Situation:
    Ich denke, dass Euer Welpe nachts deutlich entspannter wäre, wenn er - entweder auf seinem Sessel oder im Körbchen oder auf ner Decke - in Eurer Nähe schlafen dürfte. Das Anketten stresst ihn garantiert extrem, was erst recht zu vermehrtem Stuhlgang/Durchfall und Stress-Pipi führt.
    Ihn in drei Wochen, sprich mit vier Monaten, fast 6 Stunden allein zu lassen ist ein "No-Go". Zumal Deiner Tochter auch mal was dazwischen kommen kann, sodass es sogar noch änger sein kann/muss.

    Ich weiß' ja nicht, wie gut ihr Euch die Welpen-Anschaffung überlegt habt und ob z. B. zum Zeitpunkt des Einzugs bereits fest stand, dass Du ab Januar wieder arbeitest, etc. ... Aber die Rahmenbedingungen sind alles andere als "günstig" und verursachen "Stress pur": Für Euren Welpen und für Euch - was sich dann wiederum überträgt.

    Lange Rede - kurzer Sinn:
    • Der Kleine wird nicht mehr nachts angekettet, sondern bekommt nen Schlafplatz in Eurer Nähe,
    • Sauberkeitstraining = alle 2 Stunden raus; nachts wird der Wecker gestellt,
    • das Alleinbleiben wir in kleinen Teilschritten geübt und aufgebaut,
    • ab Januar habt Ihr eine Lösung (Unterbringung, Hundesitter oder so) gefunden, die es dem Kleinen erlaubt, stressfrei groß zu werden.

  • Zitat

    ...Lange Rede - kurzer Sinn:
    • Der Kleine wird nicht mehr nachts angekettet, sondern bekommt nen Schlafplatz in Eurer Nähe,
    • Sauberkeitstraining = alle 2 Stunden raus; nachts wird der Wecker gestellt,
    • das Alleinbleiben wir in kleinen Teilschritten geübt und aufgebaut,
    • ab Januar habt Ihr eine Lösung (Unterbringung, Hundesitter oder so) gefunden, die es dem Kleinen erlaubt, stressfrei groß zu werden.


    Na das nenne ich doch mal 'ne kurze, knackige, klare Ansage :D .
    Aber ... wo du Recht hast, hast du Recht :gut: .

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