Völliges Ausrasten bei Besuch??
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Hallo zusammen,
kurz vorweg, ich hab jetzt diverse Threads zu dem Thema durchgelesen, auch die ein oder andere Idee bekommen, aber nirgends einen Thread über unser Problem gefunden.
Es geht um den Hund meiner Schwester, ein sehr lieber Kerl, leichtführig, lernt schnell und im Grunde ein Traumhund. Er lebt jetzt seit 1 Jahr bei meiner Schwester, jegliche Probleme die man zu Anfang so hat, haben sich mittlerweile in Luft aufgelöst, nur das ausrasten bei Besuch das wird keinen Deut besser.
Es läuft so ab, dass wenn es klingelt der Hund anfängt zu bellen und zu knurren und kein Ende mehr darin findet. Es ist möglich den Hund ins Platz zu schicken während er sich so aufregt, allerdings muss man dann unbedingt neben ihm bleiben um jeden Versuch, von ihm, wieder aufzustehen zu unterbinden.
Kommt der Besuch dann rein, dann wird er immer lauter und drohender. Wenn der- oder diejenige sogar in seine Nähe kommt, dann hält ihn nichts mehr im Platz und man kann ihn nur noch am Halsband festhalten.
Lässt man ihn mal kurz schnuppern an der Person, dann brauch er noch ein paar Minuten und hört dann auf zu bellen.
Allerdings kommt es dann zu dem nächsten Problem. Er kontrolliert den Besuch. Wenn die Person sich setzt, wird diese massiv bedrängt und beschnuppert, steht die Person auf, verfällt er wieder in eine Bell-Tirade, versucht sich in den Weg zu stellen usw.
In diesem Moment kann man den Hund abrufen und ablegen. Aber er liegt dort gespannt wie ein Flitzebogen und wartet wieder, auf eine Bewegung der Person, um aufzuspringen.Jetzt beschreibe ich mal was wir in dem letzten Jahr alles versucht haben.
- auf einen festen Platz schicken, dort anleinen und ihn
a) gar nicht zu Besuch gelassen --> das hat dazu geführt dass er nur noch knurrend im Korb lag
b) ihn abgeleint und gucken lassen, nachdem der Besuch sich gesetzt hatte und er mal kurz ruhig war --> hier zeigt er aber wieder sein kontrollierendes Verhalten- in ein anderes Zimmer gepackt --> er bellt ohne Unterlass und kratzt an der Tür und es gibt eigentlich keine Möglichkeit ihn rauszulassen wenn er mal kurz ruhig ist. Wenn man ihn rauslässt schießt er zum Besuch und kontrolliert und knurrt
- mit ner Wasserpistole versuchen das Bellen madig zu machen --> bringt gar nichts, außer das er sich dann noch vor demjenigen der das Wasser in der Hand hat wegduckt
- ihn mit zur Tür nehmen und bellen lassen --> das geht aber nur bei Leuten die wirklich keine Angst haben, aber bei diesen Leuten bellt er eh nur mal kurz und die Sache ist gegessen.
Überhaupt ist dieses Verhalten am stärksten bei ängstlichen, unsicheren Männern. Wenn ein Mann und eine Frau zusammen kommen, wird nur der Mann kontrolliert. Kommen gleich mehrere steht er arg unter Streß und will alle kontrollieren. Wenn nur eine Frau kommt, zieht er sein Verhalten auch wie oben beschrieben ab, kommt aber wesentlich schneller runter und er bedrängt viel weniger.
Wenn jemand rein kommt der ihn nicht ernst nimmt, wie ich z.B., meine Mutter oder mein Vater, dann bellt er halt weil es an der Tür geklingelt hat, sobald er uns sieht, freut er sich aber nur noch.Vielleicht sollte ich noch bemerken dass er dieses Verhalten am stärksten bei sich zuHause zeigt, er aber auch so reagiert wenn man ihn irgendwo hin mitnimmt und er sich schon eine Weile in dem Raum befindet. Beispielsweise bei meinen Eltern, im Uni-Saal, beim Tierarzt ect...
Insgesamt macht er auf mich den Eindruck als wäre er im Moment des Knurrens und Bellens sehr unsicher, jederzeit bereit sich zurückzuziehen.
Wenn aber die Leute alle schon in dem Raum sind, man also beispielsweise ne Runde raus gegangen ist, nach Hause kommt un der Besuch ist schon da, dann wird er nur freundlich begrüßt und es gibt keine weitere Probleme.
Ich hab überhaupt keine Idee wie man das angehen kann, ich bin mir sicher, dass wenn wir eine Idee hätten, dass meine Schwester und ihr Freund dass sehr konsequent durchziehen würden.
Über Ideen würden wir uns sehr freuen.
Liebe Grüße
Sandra -
3. Dezember 2011 um 15:29
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Völliges Ausrasten bei Besuch?? - Vor einem Moment
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Zitat
ich bin mir sicher, dass wenn wir eine Idee hätten, dass meine Schwester und ihr Freund dass sehr konsequent durchziehen würden.
Ich formuliere es mal vorsichtig, der Hund lebt erst seit 1 Jahr in seinem neuen Zuhause und derweil wurden schon mind. 5 Methoden ausprobiert.

Wie alt ist er denn und was für eine Rasse/Mix? Ist etwas über seine Vergangenheit bekannt?
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Hui, du machst mir Angst. Mein Hund hat ziemlich genau das gleiche Verhalten wie der Hund deiner Schwester. Allerdings ist er erst ein halbes Jahr alt und er ist noch nicht ganz so extrem. Bei ihm hilft das auf den Platz schicken auch. Knurren tut er von dort aber auch weiter. Nicht, dass er als erwachsener Hund genauso wird. Der Unterschied wer zuerst im Raum war, ist für Campinos Verhalten auch sehr entscheidend. Hattet ihr da Mal einen Trainer dran? Würde ich auf jeden Fall empfehlen. Ignoriert der Besuch den Hund? Das wäre auf jeden Fall wichtig. Bei euren Eltern ist er natürlich anders, weil er sie kennt und mag. Campino schlägt auch bei allen Personen an, aber Familie wird herzlich empfangen sobald er sie erkannt hat. Als letztes: wo ist der Platz von dem Hund? Er muss einen bewachungstechnisch möglichst ungünstigen Platz bekommen. Ohne Blickkontakt zum Besuch, im Idealfall kein Blick zur Tür, nicht direkt neben euch, irgendeine letzte Ecke im Raum. Richtige Tipps kann ich dir leider keine geben, werde diesen Thread aber ganz sicher verfolgen!
LG, Marike -
Zitat
Ich formuliere es mal vorsichtig, der Hund lebt erst seit 1 Jahr in seinem neuen Zuhause und derweil wurden schon mind. 5 Methoden ausprobiert.

Naja, find ich auch logisch. Irgendwie... Wenn eine Methode in keinster Weise fruchtet muss man sich was neues überlegen. Und bei dem Hund sieht man eigentlich in vielen anderen Dingen sehr schnell Erfolge. Da er schon darauf bedacht ist zu gefallen. Mir ist auch klar dass man nicht heute hü und morgen hopp sagen kann. Das war hier auch nicht der Fall.
Zitat
Wie alt ist er denn und was für eine Rasse/Mix? Ist etwas über seine Vergangenheit bekannt?
Er ist um die 3 Jahre alt, wahrscheinlich ein Hovawart-Toller-Mix (der Retriever ist aber ausschlaggebend). Ja er kommt aus einer Beschlagnahmung, mehrere Hunde waren in einem Raum an der Heizung angekettet und so wie die anderen Hunde aussahen gab es wohl regelmäßig Prügel.ZitatHattet ihr da Mal einen Trainer dran? Würde ich auf jeden Fall empfehlen. Ignoriert der Besuch den Hund? Das wäre auf jeden Fall wichtig.
Ähm einmal war ein Trainer da, den konnte man aber in der Pfeife rauchen, gehörte zur Wattebäuschen-Fraktion. (ich wurde vorher nicht gefragt was ich von ihr halte)
Und zu diesen Methoden habe ich und meine Schwester keinen Draht. Sehe ich sogar sehr kontraproduktiv.
Die Überlegung ist auch nochmal jemanden drüber gucken zu lassen. Aber leider kenn ich mich in Stuttgart, in Sachen Hundetrainer, nicht aus. Und bei uns zuHause kenn ich sehr gute Trainer, da zeigt er das aber nicht annähernd so extrem. Und da der erste Trainer ein Griff ins Klo war, noch dazu ziemlich teuer, tun die zwei sich momentan schwer nochmal jemanden kommen zu lassen. Und fragen mich dauernd. Ich konnte auch schon viel helfen, aber mein eigener Hund ist das Gegenteil von ihm, von daher wurde ich nie mit sowas konfrontiert.Ignoriert der Besuch den Hund? Naja ich sag es mal so, ein Hund der knurrend und fletschend vor einem steht der wird misstrauisch beäugt. Ihm zu Nahe kommen die wenigsten freiwillig, aber aus den Augen lassen die den auch nicht. Wozu man sich auch nicht überreden kann. Die Leute die ihn kennen, quatschen ihn zu, von wegen, er solle nicht so ein Theater machen.
Und wie gesagt, sein Verhalten komplett zu ignorieren ist nicht möglich. Mir vielleicht, meiner Schwester auch, aber Besucher die Angst / Respekt haben, ignorieren so einen Hund nicht.Zitat
Bei euren Eltern ist er natürlich anders, weil er sie kennt und mag. Campino schlägt auch bei allen Personen an, aber Familie wird herzlich empfangen sobald er sie erkannt hat.
Ne nicht ganz. Wenn man rein kommt und ihn nicht ernst nimmt in seinem Theater, dann ist es gut. Auch bei Fremden. Ich war auch mal fremd und hab es einfach total ignoriert, mich hat er nicht beeindruckt. Ich glaube so würde es auch bei einem guten Hundetrainer ablaufen, der augenblicklich sieht dass hier Unsicherheit eine große Rolle spielt.Zitat
Als letztes: wo ist der Platz von dem Hund? Er muss einen bewachungstechnisch möglichst ungünstigen Platz bekommen. Ohne Blickkontakt zum Besuch, im Idealfall kein Blick zur Tür, nicht direkt neben euch, irgendeine letzte Ecke im Raum. Richtige Tipps kann ich dir leider keine geben, werde diesen Thread aber ganz sicher verfolgen!
LG, MarikeAber wird er nicht zum Besuch gelassen, hört er nicht auf zu bellen. Vor allem nicht wenn er keinen Blickkontakt hat.

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Ja, das Problem kenne ich, dass die Besucher trotz Ermahnung es nicht schaffen den Hund zu ignorieren. Campino reagiert aber auf die, die sich dran halten, weit weniger extrem.
Aber wenn er zum Besuch gelassen wird, beginnt er doch gleich zu kontrollieren, oder? Also würde ich es auch nicht zulassen. Wenn überhaupt kurzfristig nachdem er ruhig war. Den bellenden und knurrenden Hund dann auch noch auf die Besucher frei los zu lassen, also ich weiß nicht...? Ich würde deine Schwester nicht mehr besuchen. Bei Campino machen wir es so, dass sein Getue auf dem Platz ignoriert wird und sobald er ruhig ist, kriegt er ein Leckerchen zugeworfen. Außerdem bereite ich einen Kong vor. Wenn er sich beruhigt hat und tatsächlich länger ruhig auf seinem Platz liegt, bekommt er diesen. Sozusagen als Jack-Pot. Anfangs hat er auch fast durchgehend Randale gemacht, aber die ruhigen Phasen wurden immer länger. Wir sind noch längst nicht am Ziel, aber inzwischen kommentiert er meist nur noch ganz zu Beginn und ganz am Ende des Besuchs. Außerhalb seines Platzes bekommt er ein scharfes "Nein", wenn er bellt oder knurrt. Wenn er es dann nicht lässt, muss er wieder auf seinen Platz. Auch das Bedrängen von Besuch sollte mit einem Platzverweis geahndet werden. Das Vorgehen habe ich von meiner Trainerin aufgetragen bekommen. Hat also Hand und Fuss und ist keine eigene Idee.
Was war denn der Vorschlag des Wattebauschtrainers?
LG, Marike -
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Klingt für ich auch sehr unsicher.
Was ist, wenn es nicht klingelt, sondern Deine Schwester den Besuch einfach rein lässt, weil sie sich mit einem Handy verständigt haben?
Ist es dann auch so extrem?Und er bellt im Uni-Saal??
Spontan würde ich ihn auf Entspannung konditionieren. In seinem Fall auf Geruch und Geräusch, so kann man das auch schön in der Uni anwenden:
http://www.cavecani.de/wissenswertes/…-hundetraining/Was mir nicht ganz klar ist, was hast Du gegen "Wattebausch"? Bzw. was hat der Trainer denn vorgeschlagen?
Nicht alles ist schlecht s. Link oben

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Moin,
spontan würde ich sagen, das man es ausprobieren könnte mit "nach dem Besuch kommen" - was passiert dann? Also, ihr geht mit dem Hund Gassi (oder irgendwer) während der Besuch an und rein kommt - heute mit Handy lässt sich so etwas sicher problemlos ausprobieren?
Fiel mir nur spontan ein
Sundri -
Zitat
Naja, find ich auch logisch. Irgendwie... Wenn eine Methode in keinster Weise fruchtet muss man sich was neues überlegen. Und bei dem Hund sieht man eigentlich in vielen anderen Dingen sehr schnell Erfolge. Da er schon darauf bedacht ist zu gefallen. Mir ist auch klar dass man nicht heute hü und morgen hopp sagen kann. Das war hier auch nicht der Fall.
Er ist um die 3 Jahre alt, wahrscheinlich ein Hovawart-Toller-Mix (der Retriever ist aber ausschlaggebend). Ja er kommt aus einer Beschlagnahmung, mehrere Hunde waren in einem Raum an der Heizung angekettet und so wie die anderen Hunde aussahen gab es wohl regelmäßig Prügel.Fassen wir mal zusammen: er ist ein 3jähriger Mix aus (wahrscheinlich) Rassen, die durchaus eine Aufgabe benötigen. Weiterhin hat er eine richtig üble Vergangenheit, von der man nur vom letzten Besitzer weiß und unklar ist, wie oft er schon als "Wanderpokal" in seiner Jugend rumgereicht wurde.
Jetzt hat er endlich seit einem Jahr ein tolles Zuhause gefunden. Da fühlt er sich richtig wohl, ist aufgeblüht und zeigt sich trotz seiner Vergangenheit als richtig toller folgsamer und gelehriger Hund.
Mein Tipp: Mit diesem Hund hätte ich bis dato nur versucht eine intensive Bindung aufzubauen, was alleine schon Monate und Jahre dauern kann, und dazu nur alles mit ihm gemacht, wo er von sich aus gerne und freudig mitmacht.
Auf gar keinen Fall hätte ich innerhalb von wenigen Wochen/Monaten 'zig teilweise durchaus brachiale Methoden ausprobiert wie Anbinden (wo Ihr wusstet, dass er dadurch traumatisiert wurde), Wasserpistole usw.
Daher würde ich Euch raten, erst einmal alle Erziehung in Richtung Ruhe bei Besuch sein zu lassen (und somit auch sowenig Besuch wie möglich zu haben, wenn es sich einrichten lässt), intensiv am gegenseitigen Vertrauen zu arbeiten und ihn nur nach und nach dem Stress mit fremden Menschen in Räumlichkeiten gezielt auszusetzen.
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Wurde schon mal ausprobiert, was der Hund macht, wenn er zusammen mit dem Besuch in die Wohnung kommt?
Unserer knurrt, tobt & bellt bei Besuch leider auch immer rum, letztens haben wir nen Kumpel von der UBahn abgeholt und siehe da: der Hund war total relaxt, das letzte mal wurde der Freund noch total angeknurrt :/
Ne wirklich tolle Lösung ist das nicht, ich weiss, wir werden auch weiter probieren aber vorerst ist es zumindest für uns ne akzeptable Lösung, da wir eh selten Besuch kriegen weil wir lieber ausgehen.
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Zitat
Wenn überhaupt kurzfristig nachdem er ruhig war. Den bellenden und knurrenden Hund dann auch noch auf die Besucher frei los zu lassen, also ich weiß nicht...? Ich würde deine Schwester nicht mehr besuchen. Bei Campino machen wir es so, dass sein Getue auf dem Platz ignoriert wird und sobald er ruhig ist, kriegt er ein Leckerchen zugeworfen. Außerdem bereite ich einen Kong vor. Wenn er sich beruhigt hat und tatsächlich länger ruhig auf seinem Platz liegt, bekommt er diesen. Sozusagen als Jack-Pot. Anfangs hat er auch fast durchgehend Randale gemacht, aber die ruhigen Phasen wurden immer länger.
Das Vorgehen habe ich von meiner Trainerin aufgetragen bekommen. Hat also Hand und Fuss und ist keine eigene Idee.Wie hast du denn durchgesetzt dass dein Hund auf dem Platz geblieben ist?
Wenn er ruhig ist, wirfst du ihm Leckerchen zu oder der Besuch?
Ist er dann die ganze Zeit in einer Art "Hab Acht" Stellung? Oder entspannt er sich irgendwann?
Das mit dem Kong ist eine gute Idee!ZitatKlingt für ich auch sehr unsicher.
Was ist, wenn es nicht klingelt, sondern Deine Schwester den Besuch einfach rein lässt, weil sie sich mit einem Handy verständigt haben?
Ist es dann auch so extrem?
Unsicherheit ist das auf alle Fälle. Und ja er zeigt das Ganze auch wenn es nicht klingelt. Einfach wenn jemand rein kommt, ob wir nun davon wissen oder auch nicht.ZitatUnd er bellt im Uni-Saal??
Also er wurde einmal mitgenommen, nach 10min meinte er Randale machen zu müssen. Hat jedes mal angeschlagen wenn jemand zur Tür rein kam. Das ist natürlich ein No-Go. Er kommt deswegen auch nicht mehr mit.
Hier ist das auch kein Problem, ihn zu Hause zu lassen. Aber oft ist einfach sehr schade, dass man ihn nicht mit zu Freunden ect mitnehmen kann.Zitat
Spontan würde ich ihn auf Entspannung konditionieren. In seinem Fall auf Geruch und Geräusch, so kann man das auch schön in der Uni anwenden:
http://www.cavecani.de/wissenswertes/…-hundetraining/Der Link sieht gut aus. Das werd ich mir in Ruhe durchlesen. Und natürlich weitergeben.
Zitat
Was mir nicht ganz klar ist, was hast Du gegen "Wattebausch"? Bzw. was hat der Trainer denn vorgeschlagen?Nichts hab ich gegen die. Grundsätzlich. Persönlich stimme ich nur in vielen Dingen mit denen nicht überein. Auch sehe ich seit 3 Jahren einen Hund der ausschließlich nach dieser Methode (und dass furchtbar konsequent) erzogen wird. Das Ergebnis ist ein Hund der seine Leute in keinster Weise ernst nimmt, weil es kommt ja eh keine negative Einwirkung. Er tanzt denen auf der Nase herum und dafür wird er dann auch noch belohnt. Aber ich möchte jetzt keine Diskussion über diese Erziehungsmethoden führen. Ich bin jemand die sucht sich von allen das Beste heraus.
Achso und sie hat vorgeschlagen den Hund in sein Körbchen zu verfrachten und ihn da durchgängig zu füttern, egal ob er nun bellt oder knurrt. Das war recht am Anfang und man konnte noch nicht einschätzen ob der Hund nicht auch mal zupacken würde. Und das möchte ich ja nicht noch unterstützen. Ist doch ein Widerspruch in Sich, dem knurrenden Hund, Leberwurst unter die Nase zu halten.
Allerdings hatte ich hier in einem Thread gelesen (staffy hatte das vor Jahren mal geschrieben) dass es auch nicht sinnvoll ist den Hund zu füttern, wenn er zwischen seiner Bellerei mal kurz ne Pause macht. Ist nämlich wieder die Frage ob der Hund dann dass richtige überhaupt noch verknüpfen kann?ZitatMoin,
spontan würde ich sagen, das man es ausprobieren könnte mit "nach dem Besuch kommen" - was passiert dann? Also, ihr geht mit dem Hund Gassi (oder irgendwer) während der Besuch an und rein kommt - heute mit Handy lässt sich so etwas sicher problemlos ausprobieren?
Nichts passiert, er guckt sich die Leute an und gut ist. Wenn diese ihn streicheln freut er sich, wenn nicht dann geht er.
Er zeigt dieses Verhalten auch nicht, wenn er alleine war und man mit Fremden rein kommt.
ZitatFassen wir mal zusammen: er ist ein 3jähriger Mix aus (wahrscheinlich) Rassen, die durchaus eine Aufgabe benötigen. Weiterhin hat er eine richtig üble Vergangenheit, von der man nur vom letzten Besitzer weiß und unklar ist, wie oft er schon als "Wanderpokal" in seiner Jugend rumgereicht wurde.
Das ist teilweise nicht richtig zusammengefasst. Er ist Mix aus anspruchsvollen Rassen, dem wir bzw. meine Schwester aber auch in jeder Hinsicht nach kommen kann. Dieser Hund wird trainiert, bewegt und beschäftigt. Wie es seine Anlagen hergeben
Ihm fehlt in dieser Hinsicht nichts!
Und ich denke da weiß ich auch ziemlich gut Bescheid. Meine Schwester hat von meinem Hund ne Menge mitbekommen und fragt auch immer wieder nach.
Wir wissen schon wo er, wann, wie lange war. Seit er 8 Wochen alt ist war er bei einem Tierquäler, dann im Tierheim, dort wurde er kurz vermittelt, aber nach ein paar Wochen wurde er wegen Überforderung abgegeben und dann waren wir auch schon da. Und man muss sich jetzt keinen Hund vorstellen dem man seine Vergangenheit ansieht. Er ist, wie gesagt, ein total klasse Hund mit einer Macke.Zitat
Jetzt hat er endlich seit einem Jahr ein tolles Zuhause gefunden. Da fühlt er sich richtig wohl, ist aufgeblüht und zeigt sich trotz seiner Vergangenheit als richtig toller folgsamer und gelehriger Hund.Mein Tipp: Mit diesem Hund hätte ich bis dato nur versucht eine intensive Bindung aufzubauen, was alleine schon Monate und Jahre dauern kann, und dazu nur alles mit ihm gemacht, wo er von sich aus gerne und freudig mitmacht.
Daran wurde seit dem 1. Tag gearbeitet. Mit Erfolg. Er verlässt sich draußen mittlerweile voll auf seine Leute, hört genial gut (erstaunlich dafür dass er erst ein Jahr da ist) und wird wie gesagt voll ausgelastet.Zitat
Auf gar keinen Fall hätte ich innerhalb von wenigen Wochen/Monaten 'zig teilweise durchaus brachiale Methoden ausprobiert wie Anbinden (wo Ihr wusstet, dass er dadurch traumatisiert wurde), Wasserpistole usw.Brachiale Methoden? Starker Tobak! Er hat und hatte niemals Probleme mit dem anbinden. Dass hat er anscheinend nicht verknüpft, auch verbindet er dass an der Leine gehen mit nichts negativem, ganz im Gegenteil. Er zeigt sich bei keiner einzigen Bewegung die wir machen ängstlich. Ebenso nicht bei plötzlichen Dingen die umfallen, auf in drauf fallen ect. Da ist er völlig souverän, gar neugierig. Selbst den Maulkorb, den alle Hunde damals dauerhaft aufhatten, zieht er problemlos an und aus. Als hätte er damit niemals negative Erfahrungen machen müssen. (Das haben wir getestet weil die ja im Ausland teilweise getragen werden müssen)
Was an Wasser jetzt "brachial" sein soll weiß ich nicht. Aber ich finde es auch nicht schlimm das mal zu testen. Hätte ja funktionieren können. Hat es nicht, also hat sich das für uns erledigt.Zitat
Daher würde ich Euch raten, erst einmal alle Erziehung in Richtung Ruhe bei Besuch sein zu lassen (und somit auch sowenig Besuch wie möglich zu haben, wenn es sich einrichten lässt), intensiv am gegenseitigen Vertrauen zu arbeiten und ihn nur nach und nach dem Stress mit fremden Menschen in Räumlichkeiten gezielt auszusetzen.Das ist kaum Möglich. Wie möchte man denn jahrelang keinen Besuch zu sich lassen? Und ich komm ja nunmal auch fast täglich und klingel. Auch hier gibt es kein Aha Effekt dass ich es immer nur bin, die zur Tür herein kommt.
Und genau da liegt ja der Knackpunkt. Wie zeige ich ihm langsam das Begegnungen nichts schlimmes sind.Ich bin erstaunt über so viele Antworten. Danke ! Das hatte ich hier schon lange nicht mehr.
Viele Grüße
Sandra - Vor einem Moment
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