Ich hab jetzt richtig Angst :-(

  • Einen schönen letzten Novembertag euch Allen,

    ich hoffe ich schaffe es, meinen Beitrag so kurz und übersichtlich wie möglich zu halten, damit ihr mich überhaupt versteht, bin ziemlich aufgeregt und habe echt Steine im Magen gerade.
    Zur Einleitung:
    Ich bin hier schon ziemlich lange Mitglied, schon bevor ich meinen Corgi Rüden Moritz überhaupt hatte. Seit längerer Zeit gab es nichts mehr zu schreiben, alles lief gut, wir haben Familienzuwachs bekommen usw. die Zeit für Internet war im allgemeinen nicht mehr so da.

    Mein Moritz ist jetzt zwei (also so richtig im "Hey, jetzt bin ich ein ganzer Kerl" Alter).
    Unsere Probleme fingen vor etwa vier Wochen an. Beim Spaziergang mit uns bereits lange bekannten Hunden (ebenfalls Rüden, die meisten kastriert, einer unkastriert, so wie mein Hund) und ohne dass es je Schwierigkeiten gegeben hätte, "schnappte" sich Moritz seine vorherigen Kumpels auf einmal und es gab zweimal eine kurze aber richtig heftige Beißerei. Gott sei Dank wurde niemand verletzt, Moritz selbst trug nur eine kleine Blessur am Ohr davon, die aber schon wieder verheilt. Beim dritten Vorfall waren beide Hunde angeleint, weswegen wir sie vor der Rangelei bereits recht einfach trennen konnten.
    Bei den beiden anderen Kloppereien wieß ich Moritz direkt zurecht, er ließ dann auch ab und alles war wieder gut.

    Ich muss sagen, dass Moritz schon öfter mal im Freilauf bescheid gesagt wurde, was ich auch normal und richtig finde, es sind ja immerhin Hunde und mit Bescheid sagen meine ich auch lediglich mal anknurren oder ins Leere schnappen (weiß nicht wie ich es besser beschreiben soll, aber ihr kennt ja die normalen Querelen, die unsere Pelznasen eben mal kurz miteinander haben, ohne dass sich daraus gleich was ernstes ergibt). Bislang hat er das akzeptiert und sich dem angepasst, nie aber irgendwie dagegen aubegehrt. Und er ließ sich auch immer problemlos aus diesen Situationen abrufen.

    Kurz gesagt: andere Rüden werden offenbar auf einmal im Freilauf ein Problem, zumindest wenn man zusammen geht. Mit meiner Nachbarin, die ebenfalls einen unkastrierten Rüden in Moritz Alter hat, habe ich inzwischen die Absprache, dass unsere Hunde im Freilauf bleiben dürfen wenn wir uns treffen, aber wir gehen eben direkt aneinander vorbei, sagen kurz Hallo und gut ist, denn dann bügeln die beiden sich nicht, schnuppern kurz und ein jeder geht seiner Wege, mit Abstand können wir uns auch kurz mal unterhalten, alles kein Ding.

    Naja, dass zu meinem ersten "Problem". Ich habe, weil ich so unglücklich damit war meine Tierärztin konsultiert um zu hören ob sie glaubt Kastration könne in diesem Fall etwas nutzen.

    Bevor Steine fliegen: Ich bin weder ein Kastrationsgegner, noch ein Befürworter und ich halte grundsätzlich nichts von kastrieren um einen Hund vermeintlich gefügiger oder besser erziehbar zu machen.

    Diesbezüglich hatten wir niemals Probleme, bei Moritz hat alles länger gedauert, im ersten halben Lebensjahr hatte er die Aufmerksamkeitsspanne einer Stubenfliege. In der Hundeschule konnten alle Hunde innerhalb von kürzester Zeit jedes Kommando, gewöhnten sich an alles, etc.
    Das einzige was wir mit Moritz im ersten halben Jahr hinbekamen war, dass er stubenrein wurde, ansonsten ging alles nur mit Schleppleine, wenn er im Spiel war, war er nicht dazu zu bewegen dieses zu verlassen, er lief manchmal ewig mit Fremden mit, weil die eben so einen netten Hund dabei hatten, wie oft schwitzte ich am Wegesrand weil mein Hund schon mindestens einen Kilometer weit von mir entfernt war, wie oft wurde ich doch schwach und ging ihn abholen usw usw.
    Aber er zeigte sich lernfähig und wir uns hartnäckig genug und inzwischen lässt er sich abrufen und kommt auch direkt mit sobald ich mich in Bewegung setze.
    Alles in Allem war ich super glücklich und zufrieden mit meinem Hund, der durchaus diverse "Macken" hat, die ich aber in Kauf nehme weil sie mein uns sein Leben nicht beschränken.

    Ich habe nun also mit meiner Ärztin gesprochen und mich nach der vorübergehenden Kastration (die Chipmethode) erkundigt, bin ja froh dass es diese Möglichkeit inzwischen gibt, denn wie man als informierter Hundehalter ja durchaus weiß, ist eine Kastration kein Wundermittel und seine Probleme mit anderen Rüden könnten bleiben und noch dazu hat er Fell und Gewichtsprobleme etc.

    Sie hat mir gesagt dass es einen Versuch in jedem Falle wert sei, ich aber nicht zu viel erwarten solle.
    Gut, macht ja auch nichts, es geht mir ja auch nicht darum, aber wenn ich ihm sein Leben nun tatsächlich einfacher mache und mir selbst noch dazu, warum es nicht wenigstens probieren. Ich hätte schon wieder gern den Hund, der sich im Freilauf mit anderen verträgt, oder zumindest keine ernsthafte Gefahr darstellt oder selbst in Gefahr ist.

    Naja, gesagt getan, der arme Kerl wurde auch gleich noch geimpft, hatte also das volle Programm und verhielt sich so richtig schön unflätig gegenüber der Ärztin und den Arzthelferinnen.
    Maul und Ohren gucken war noch in Ordnung, aber nach der zweiten Spritze war es dann doch so langsam am Ende mit seiner Geduld, er hat also geknurrt und auch Zähne gezeigt.

    Und dann kam es zu dem Gespräch weswegen es mir jetzt letztendlich richtig mies geht:

    Man sagte mir dass mein Hund jetzt gerade alle gebissen hätte, wenn ich ihn nicht festgehalten hätte während der Untersuchung/Behandlung. Das hat mich nicht geschockt, dass er geglaubt hat man will ihm ans Leder war ja deutlich, wozu knurren wenn alles gut ist.
    Aber als man es mir sagte stand mein Hund bereits wieder angeleint neben mir und benahm sich wieder normal.
    Irgendwann zwischendurch muss ich wohl im Gespräch gesagt haben, dass wir inzwischen ein acht Monate altes Baby haben, mit dem er keine Probleme hätte und dass ich so froh wäre dass alles gut funktioniere.
    Jedenfalls ging es dann los, ich müsse mein Kind sobald es anfinge sich fortzubewegen vom Hund trennen, denn er würde es sofort beißen wenn es irgendetwas tun würde, was meinem Hund missfalle (was ja prinzipiell alles sein könne) und er würde nicht schnappen oder drohen sondern sofort richtig böse zubeißen. Im Prinzip sagte man mir also durch die Blume, dass mein Hund mein Kind wohl totbeißen würde.
    Jetzt im Moment hätten die beiden ja keine Berührung miteinander.
    Das stimmt so nicht. Natürlich lasse ich die beiden nicht allein im Zimmer wenn ich etwas anderes zu tun habe, das würde ich aber auch nicht tun wenn ich einen anderen, vermeintlich kinderlieberen Hund hätte. Hund und Kind lässt man eben nicht allein.
    Aber wenn ich dabei bin liegen die beiden schon zusammen auf dem Fußboden, Moritz schnüffelt, leckt die kleine Hand wenn sie ihm hingehalten wird, leckt das Köpfchen und das ist der Kontakt. Inzwischen kann mein Sohn nach dem Hund greifen und sich umdrehen. Beides wird ohne ein Anzeichen von Aggression oder ähnlichem hingenommen. Bei den ersten Malen ist Moritz noch weggegangen, als es neu war, inzwischen ist die Bewegung des Kindes aber normal und er bleibt trotzdem.
    Sicher würde ich niemals zulassen, dass das Baby ins Ohr, in die Nase oder irgendwohin kneift, also da bewundere ich jeden Hund, der das so mit sich machen lässt, meiner müsste es nicht ertragen. Als wir Babys waren hat meine Mutter das bei unseren Hunden auch nicht zugelassen.
    Was ich sagen will ist, dass mein Hund mir nicht den geringsten Grund gibt zu glauben dass ich Todesangst um mein Kind haben müsste, aber nach Meinung des Praxisteams müsste ich diese haben.
    Ich soll überall Türgitter einbauen (vor dem Kinderzimmer habe ich sowieso eines, denn da liegt mein Sohn schonmal allein während des Tages auf dem Boden und wie gesagt allein lasse ich die beiden ja nicht) und wenn jemand anderes als ich selbst mit dem Hund und dem Baby allein ist, soll ich den Hund möglichst wegschließen, wenn ich das Zimmer verlasse soll ich die Tür zumachen und abschließen.
    Ich wäre quasi die einzige Chance dass nichts passiert, jede andere Person ein Risiko.
    Mein Kind werde sich niemals frei in der Wohnung bewegen können, ich dürfe weder Hund noch Kind für eine Sekunde aus den Augen lassen, sonst würde sofort das Schlimmste passieren.

    Als ich mit meinem Hund draußen war, wo Oma und Baby auf mich warteten habe ich erstmal geheult.
    Haben sie recht, ist mein Hund eine Todegefahr für mein Kind und ich bin ein schlechtes Frauchen bzw. Mutter?
    Sehe ich das alles viel zu locker.
    Am Ende wurde mir sogar noch gesagt, ich hätte je schließlich vorher gewusst was ich mir da für eine Rasse anschaffe.
    Richtig, das habe ich gewusst und ich habe mit keinem Wort gesagt, dass ich meinen Hund nicht mehr haben will, ich fühlte mich zum Schluss so richtig fertig gemacht, so als wolle man mir sagen:

    So! Sie haben einen bösen Hund. Es wird unmöglich sein damit zu leben, aber sie müssen, ansonsten sind sie ein schlechter Mensch!

    Es ging doch nur um die Simulation einer Kastration, um nichts anderes.

    Ich bin verunsichert und habe Angst und ich fühle mich mies, so als hätte ich meinem Hund und meinem Kind etwas unverzeihliches angetan. Aber sie sind doch beide meine Kinder.

    Jetzt ist es doch endlos lang geworden.
    Entschuldigt

    Eure Tula mit Moritz, 2Jahre und 3 Monate

  • Wer hat denn diese schlauen Kommentare von sich gegeben? Ne Tierarzthelferin, ein Tierarzt, der im Zweifelsfall von Verhaltensproblemen nicht mehr versteht als ein x-beliebiger Hundehalter?
    Kommentare von solchen Leuten können dir doch den Buckel runter rutschen...

  • Na nu.... Ganz tief Luft holen und erstmal beruhigen.... Du bist keine schlechte HH und auch keine schlechte Mutter...

    Warum dein Kerl sich auf einmal so benimmt, weiß ich auch nicht... Ich möchte erstmal da hin, wo ihr grad seid. ;) (alterstechnisch)

    Da können dir die anderen Foris bestimmt gute Tipps geben und zu deinem Kind: Ich würde meinen Hund nie alleine mit meinem Kind lassen, egal wie kinderlieb er eigentlich ist... Aber ich würde auch keine Panik bekommen, wenn sich beide unter Aufsicht im selben Raum befinden. Hab halt immer ein Auge auf beide, dann solltest du keine Angst haben müssen...

    Und das du die Chipmethode anwenden möchtest, finde ich auch nicht verwerflich. Ein Versuch ist es wert. Oftmals bringt es zwar nichts, aber es soll ja Fälle geben, das Rüden nach der kastra ruhiger wurden.

    Lass dich nicht so verunsichern.

    Liebe Grüße

  • Jetzt mußte ich gerade mal grinsen - entschuldige - aber ich hatte bei meinen Hunden auch welche, die geknurrt und geschnappt haben, wenn ein TA ihnen weh getan hat und trotzdem waren das keine Menschenfresser ;)
    Komische Ansichten hat die TÄ, die Hunde sitzen doch nicht wie Lämmchen und lassen sich alles gefallen :???:
    Und wie du schreibst, gibst du bei deinem Kind ja acht, denn das würde ich auch tun, egal was das für ein Hund ist.

    Mein Bentley ist ungefähr im Alter deines Hundes, auch er mag draussen nicht mehr alle Rüden, mit denen er früher Frieden hatte, sie werden halt jetzt richtig erwachsen.

    Ich glaube zu so einem TA würde ich nicht mehr gehen.

  • Hallo,

    mein dicker ist jetzt auch 2 Jahr und 2 Monate alt.

    Vor 2 Wochen war es wieder Zeit für die jährliche Impfung und den jährlichen Check. Was soll ich sagen - Maulschlaufe und 2 Leute hielten ihn fest.
    So habe ich meinen Gino auch noch nie gesehen und mir tat unsere Tierärztin echt leid.
    Aber ich muss sagen ich habe da echt eine super Tierärztin die meinte nur, er weiß ja nicht was jetzt passiert findet es unheimlich und deshalb benimmt er sich so. Alles kein Problem.
    Die Leberwurststulle und Leckerlis nahm er danach auch noch freudestahlend von der Ärztin. Und sie knuddelte ihn dann auch noch.

    Die chemische Kastration haben wir im letzten Jahr bei Gino machen lassen da er total durch den Wind war und die Hundetrainerin meinte das dies eine Möglichkeit ist ihm zu helfen mit den ganzen Hormonen klar zukommen und zu lernen wie er damit umzugehen hat.
    Ich muss sagen das es geholfen hat mit ihm wieder vernünftig zu üben und zu trainieren, ansonsten habe ich keine Veränderung festgestellt.

    Also keine Angst um dein Kind mach weiter wie bisher

    Gruß Ivonne

  • Hey, Tula,

    na, da hast Du Dir ja ein richtig gemeingefährliches Monster geholt.... *gg :ugly:

    Nein, keine Angst - also, auf so ein Geschwätz würd ich nicht wirklich hören, laß Dich nicht unterkriegen.

    Der Hund wird jetzt halt einfach erwachsen - war bei meiner Kleinen extrem zu merken: früher ist sie zu jedem anderen Hund hin, wenigstens schnuffeln - heute (jetzt fast 5 Jahre alt, das geht, seitdem sie so 2-3 Jahre alt wurde) wird jeder, der sich erdreistet, ihr zu nahe zu kommen, deutlichst verwarnt (schnüffeln darf nur eine - und das ist SIE *gg). Ist einfach so, wenn die erwachsen werden.

    Ich denke mal, der probiert sich jetzt aus, zeigt jetzt anderen Hunden Grenzen, und wenn er das allen mal gezeigt hat, kommt er bestimmt auch wieder von dem Trip runter und kann sich benehmen. Allerdings solltet Ihr da mit daran arbeiten, mit einem guten Trainer, denn da kann man viel falsch machen.

    Das würde ich übrigens sofort angehen, bevor ich überhaupt an eine (wenn auch nur chemische) Kastration denke. Die kannst Dir dann evtl. sparen, und v.a. siehst Du, ob das Training hilft oder die Kastra - nimmst Du die Chemiekeule und trainierst gleichzeitig, läßt Du ihn am Ende "richtig" kastrieren, obwohl es eigentlich das Training war, das geholfen hat....

    Viel Erfolg beim Training - und bevor Du Hund und Kind trennst, und alle beide an die Kette legst mit Maulkorb, und dann selbst noch nen Herzinfarkt kriegst vom Streß, auf alle gleichzeitig aufpassen zu müssen, trenn Dich lieber von diesem Tierarzt.... Einen HH so zu verunsichern - also echt, der braucht glaub ich selbst nen Maulkorb.....

    Im übrigen hört sich das für mich sehr vernünftig an, wie Du bisher den Umgang Kind-Hund geregelt hast!

    LG,
    BieBoss

  • Zitat

    .......Maulschlaufe und 2 Leute hielten ihn fest. .....

    Wow - little monsters.... *gg

    Was bin ich froh - mein Zwergpudeltierchen kann ich am Halsband festhalten und den Kopf mit der Hand daran hindern, sich schnappend zum TA umzudrehen (das würde sie nämlich zuuuu gerne mit dem machen..... Ne Ärztin in der Tierklinik, wo wir mal waren, durfte ihr 3 Spritzen reinhauen, ohne daß sie auch nur gefiept hätte!), und der Große, der findet alle Menschen supertoll - sogar seinen Tierarzt. Der steht echt immer wedelnd aufm Tisch (ich wußte doch, der hat einen an der Klatsche.... *gg)... Wenn der hinterher gekrault wird, vergißt der alles Andere wieder....

    LG,
    BieBoss

  • Hi,
    also das Dein unkastrierter Rüde jetzt nicht mehr jeden anderen Rüden mag, ist vermutlich das normalste von der Welt, auch wenn das in unser harmoniestrebendes Weltbild nicht immer passt. ;)
    Mir geht´s z. B. bei meinem Rüden genauso: fremde Rüden sind per se erstmal unerwünscht. Meiner geht aber nicht nach vorn, sondern grummelt nur etwas. Das ist ok und auch händelbar – er muss nicht alle mögen! Ich lasse ihn aber auch dann nicht laufen, sondern unterbinde den Kontakt, zumindest beim Spaziergang und an der Leine. Ist für ihn und mich auch stressfreier. Im Freilauf klappt es je nach Tagesform mal gut mal schlechter. Chemische Kastration war und ist kein Thema, da er nicht allzu gestresst auf läufige Hündinnen reagiert. Es sei denn, die Madame bietet sich ihm quasi dar – das hatten wir auch schon, da habe ich dann Fersengeld gegeben, mit Hund auf dem Arm. :lol:
    Beim Tierarzt – mei, da hast Du dir den Schneid etwas abkaufen und Dich vermutlich grundlos verunsichern lassen, oder? Ehrlich, Du machst in meinen Augen das, was notwendig ist – Du passt auf Hund und Kind auf! Basta! :gut:
    Es lässt nun mal nicht jeder Hund wie eine Stoffpuppe alles mit sich machen. Wenn das für einen Tierarzt oder seine Helferlein nicht erträglich ist kann ich nur sagen „Beruf verfehlt“… :muede2:
    LG

  • Ich sehe das auch so, die Tierärztin übertreibt da vollkommen.

    Sie hat deinem Hund zweimal weh getan mit den Spritzen, das ist nunmal unangenehm, für den Hund ist sie auch wer fremdes, warum sollte er da also nicht warnen dürfen indem erknurrt und die Zähne zeigt? Ist ja schließlich sein gutes Recht, immerhin ist er in der Kommunikation so gesund und knurrt also warnt und schnappt nicht einfach ohne Vorwarnung zu.

    Wie du schon richtig gesagt hast, Kind und Hund lässt man niemals ohne Aufsicht und dem Kind müssen auch seine Grenzen, wenn er alt genug ist, gezeigt werden, wenn er die einhält und du immer aufpasst, dann kann da auch nichts passieren.

    Wenn ein unkastrierter Rüde einen anderen Hund angiftet, so heißt das noch lange nicht, das er auch Menschen gegenüber so reagieren würde.

    Unsere kastrierte Hündin beispielsweise ist eine Zicke was andere Hunde betrifft, wenn sie einen Hund nicht mag, zeigt sie ihm das klar und deutlich.
    Menschen gegenüber ist sie hingegen wahnsinnig lieb und lässt sich da viel gefallen.

  • Alles was du schreibst ist für einen Corgi nichts ungewöhnliches - eher ganz normal. So viel erstmal dazu.

    Eine chemische Kastration kann beim Rüdenproblem helfen, muss aber nicht. Probleme die mit einem Kind entstehen bzw. im Umgang mit anderen Menschen (z.B. knurren beim Tierarzt) werden im Normalfall gleich bleiben. Es kann passieren das der Hund durch die chemische Kastration unsicherer wird. Da viele Corgis Unsicherheiten mit Aggression begegnen kann es theoretisch passieren das neue Probleme auftauchen.


    Zitat

    Ich sehe das auch so, die Tierärztin übertreibt da vollkommen. Sie hat deinem Hund zweimal weh getan mit den Spritzen, das ist nunmal unangenehm, für den Hund ist sie auch wer fremdes, warum sollte er da also nicht warnen dürfen indem erknurrt und die Zähne zeigt? Ist ja schließlich sein gutes Recht, immerhin ist er in der Kommunikation so gesund und knurrt also warnt und schnappt nicht einfach ohne Vorwarnung zu.

    Von der gesunden Kommunikation kann man sich auch nix kaufen. Zumal ich mir ziemlich sicher bin das ein Corgi es nicht unbedingt beim knurren belässt. Lass den einmal (!) Erfolg haben durch Zubeißen. Danach wirds schwer dass wieder rauszubekommen. Ich würd bei Tierarztbesuchen nen Maulkorb drauf machen (vorher positiv zu Hause aufbauen). Dann haben alle (menschlichen) Beteiligten beim Tierarzt weniger Stress.

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