Maulkorb- ja oder nein
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Hallo Zusammen,
mein Hund Rocco (25kg) ist 4jahre alt und nicht immer besonders nett zu seinen Artgenossen.
Er spielt sehr wild und doll und in einer größeren Gruppe ist er schnell überfordert.
Es kommt dann schnell zu Pöbeleien und auch der ein oder anderen ernsteren Auseinandersetztung.Nun empfiehlt mir meine Hundetrainerin einen Maulkorb für Rocco, damit auch ich in solchen Situationen nicht total verkrampfe. Bisher habe ich mich auch noch nie auf eine Hundewiese getraut, weil ich immer Schiss hab wenn kleinere Hunde kommen, dass er die dann beißt.
Was haltet Ihr davon? Ist das eine Option und wer kann mir einen guten Maulkorbtyp empfehlen??
vielen Dank für Eure Hilfe
Mareike -
21. November 2011 um 09:49
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Hallo,
ich würde so einen mit einem Plastikgitterkorb nehmen, die sind schön leicht und geruchsneutral.
Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, wählt einen, der zum normalen "Kopfriemen" noch einen Stirn-/Nasenriemen hat, bei vielen Hunden ist das aber (nach einer vernünftigen Gewöhnung) gar nicht nötig.Abraten würde ich Dir von jeglicher Form der Maulschlaufen, da hierdurch der Hund weder gescheit hecheln noch trinken etc. kann - auch wenn diese am harmlosesten aussehen - und ob die wirklichen Schutz bieten, sei mal dahingestellt.
Ledermaulkörbe können mitunter stark nach Gerbmitteln riechen, sehr irritierend für empfindliche Hundenasen.
Metallmaulkörbe sind auch ok, aber eben etwas schwerer als die aus Plastik.
Soviel dazu. Wenn es wirklich darum geht, dass DU in den Situationen ruhiger bleiben kannst, finde ich den Versuch gar nicht so verkehrt.
Du löst damit natürlich nicht Dein Problem, sondern verschaffst Dir mithilfe des Maulkorbs eine Situation, in der Du ohne Gefahr daran arbeiten kannst. Auf längere Sicht sollte natürlich der Kontakt zu Artgenossen ohne MK das Ziel sein.Ganz wichtig ist eine vernünftige, langsame Gewöhnung an den Korb. Denn nur wenn der Hund damit entspannt und sicher ist und nicht permanent versucht, das Ding loszuwerden, kann er sich auf neue Situationen einlassen und dazu lernen. Erst wenn er den Korb trägt "als wäre nix", kannst Du damit arbeiten.
Aber eines noch zum Schluss. Muss der Hund denn wirklich in der Gruppe klarkommen? Wenn ja, warum?
Nicht jeder Hund ist dafür gemacht, immer mit allem und jedem zu spielen - einige brauchen ihre Individualdistanz.
Die Meinung von vielen Hundehaltern, dass es normal ist, dass man sich jeden Tag mit 20 anderen Hunden auf der Wiese trifft und alle sind friedlich untereinander ist nicht unbedingt hundegerecht.
Meine Hündin wird sich auch mit großer Wahrscheinlichkeit im Laufe des Erwachsenswerdens unabhängig von meiner Erziehung und Sozialisation so entwickeln, dass sie nicht mehr "hundewiesentauglich" ist. Ich finde das nicht schlimm, denn ich habe ja keinen Hund, um auf Hundewiesen rumzustehen...
LG
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Hallo Mareike,
ich kann schon verstehen, dass man extrem nervös wird, wenn man nicht weiß, ob sein Hund im nächsten Moment einen anderen angreift,es geht ja nicht darum, dass dein Hund ständig und zu jeder Zeit Lust hat mit anderen zu spielen oder andere Artgenossen zu treffen. Aber Hundebegegnungen wird es immer mal wieder geben. Deshalb denke ich, dass du für den Anfang, auch damit du etwas entspannter wirst, deinem Hund einen gut sitzenden Maulkorb anlegen solltest. Vielleicht merkst du bereits eine Veränderung bei deinem Hund, wenn du selbst entspannter bist.
Beim Maulkorb allein sollte es aber nicht bleiben. Schau doch mal, ob es in deiner Umgebung einen wirklich guten Hundetrainer gibt, der sich das Verhalten deines Hundes mal anschaut und dir ein Trainigsprogrammzusammenstellen kann.lg und viel Erfolg: Sissi
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Ich rate in dieser Situation von einem Maulkorb ab. Was passiert wenn er angegriffen wird? Wie kann er sich dann wehren.
Ich würde eher einen Trainer zu den Spaziergängen einladen so das du eine Einschätzung/ Sicherheit bekommst. Auf die Hundewiese müsst ihr nicht gehen, nicht jeder Hund ist dafür geeignet.
Du kannst deinen Hund auch anders auslasten wie z.b Radfahren, Schwimmen oder Apportieren
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Zitat
Er spielt sehr wild und doll und in einer größeren Gruppe ist er schnell überfordert.
Es kommt dann schnell zu Pöbeleien und auch der ein oder anderen ernsteren Auseinandersetztung.Für viele Hunde ist Herumgerenne mit anderen kein Spiel, auch wenn die menschen das gerne dahinter sehen wollen. Ich würde daher Sozialkontakte suchen mit Hunden, mit denen man ruhig zusammen spazierengehen kann. Wenn Du auch dabei verkrampft bist, kann ein Maulkorb durchaus eine Hilfe für Dich sein. Aber ich sehe keinen Sinn darin den Hund in eine Situation zu schmeißen, mit der er nicht klarkommt - Maulkorb hin oder her.
Viele Grüße
Corinna -
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Hallo,
ich habe hier auch so eine Kanditatin, die sich zwar nicht sofort auf jeden Hund stürzt und beißt, die aber bei Auseinandersetzungen Löcher macht.
Für mich war die Entscheidung für einen Maulkorb ziemlich schwer, da ich dafür erst mal akzeptieren musste, dass sich Joda eben nicht so entwickelt hatte und hat, wie ich es mir gewünscht und erträumt hatte.
Aber der Vorteil des Maulkorbes war eindeutig, dass ich entspannter sein konnte und eben nicht mehr jedes Mal in Panik geraten bin, wenn es plötzlich zu Hundebegegnungen kam.
Dann gab es eine Phase, in der Joda wieder ohne Maulkorb laufen konnte, bis zu ihrer Läufigkeit. Da gab es in ihrem Verhalten Rückfälle und ich habe sie an die Leine/Schlepp genommen.
Das Problem mit dem Maulkorb war, dass Joda ihn zwar ohne zu Murren getragen hat, wenn wir spaziergen gingen, aber sobald sie Hundekontakt hatte, hat sie versucht ihn loszuwerden.
Ich muss die Gewöhnung eben noch mal ganz neu aufbauen.Ich habe für Joda einen Plastikmaulkorb von Baskerville. Den finde ich ganz gut, allerdings habe ich den "Fressschutz" rausgebrochen, dass ist so ein Einsatz, den man einschieben kann. Ohne den hat sie genug Platz.
Liebe Grüße
Nele -
Ich kann - je nach Hund - auch die Windhundmaulkörbe sehr empfehlen - die sind aus Plastik, sehr leicht und lassen dem Hund im Korb soviel Raum, dass er hecheln und auch trinken kann...
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Zitat
Aber eines noch zum Schluss. Muss der Hund denn wirklich in der Gruppe klarkommen? Wenn ja, warum?
Hallo Tanzwichtel,
nein rocco muss nicht unbedingt mit allen klar kommen ich möchte auch keinen hund aus ihm machen, der er nicht ist.
Ich weiß nur dass er gerne mit anderen hunden zusammen ist, z.B. in einer sozialisierungsgruppe bei meiner Hundeschule. da hat er spaß und auch mal hunde mit denen er sich ordentlich auseinandersetzt. leider herrscht hier der absolute platzgehorsam und respekt vor mir und der trainerin.Sollte sich nach unserem ausflug auf die hundewiese rausstellen, dass das nichts für ihn ist, würde ich es auch nicht weiter forcieren. nur um beim versuch ruhiger zu sein würde der MK helfen.
ich hab ja hauptsächlich nur angst um die kleineren Hunde und nicht jeder Hundebesitzer reagiert so gelassen wenn mal gelocht wird, ich hab da schon üble ausraster erlebt.Rocco wird den maulkorb nur vorübergehend tragen, sodass ich ihn einfach auch besser einschätzen kann.
meine hundetrainerin steht mir ja mit rat und tat zur seite, von ihr kam ja die idee und ich denke mal ich hab so viel ahnung es auch ohne sie zu versuchen.Vielen dank für die vielen ratschläge was den typ MK angeht. ich werde wohl mal zum probetragen gehen und wenn es dann nach der gewöhnung soweit ist berichte ich vom ersten treffen auf der hundewiese.
danke
mareike -
ich muss jetzt nochmal kurz was loswerden...
ich möchte nicht, dass der eindruck ensteht, ich würde rocco einen mk verpassen, nur weil ich keine lust hab ihn zu erziehen. ich hab eine lange odysse mit ihm hinter mir, da er am anfang mit keinem vierbeiner zurechtkam, und das bedeutet, hätte er keine leine würde jetzt in unserer nachbarschaft kein hund mehr leben :-)
ich hab eine wirklich gute hundetrainerin, die rocco und auch mich nun soweit gebracht hat, dass eine normal begegnung im walt ablaufen kann ohne dass ich in panik verfalle weil da ein anderer hund ist. das mit der hundewiese wäre jetzt ein weiterer schritt um ihn und auch mich zu testen was geht und was nicht, wer nicht wagt der nicht gewinnt.
wie gesagt es ist nur ein versuch und soll kein zwang für ihn werden. ich möchte nur wissen, wie er sich verhält um andere situationen einsätzen zu können.
begegnen uns im walt mehrere hunde hab ich schon schiss das was passiert und mit mk könnte ich das einfach ausprobieren.klar verstehe ich auch den einwand, dass er sich dann nicht wehren kann, aber eine flasche wasser und wurfschellen haben noch jede hunderauferei auseinander gebracht und gehören bei mir (leider oder gottseidank) zum standardsortiment.
mareike
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Zitat
Hm, also ich glaube an Deiner Stelle würde ich dem Hund ein paar feste, zu ihm passende Hundekumpels organisieren und diese vorsichtig, Schritt für Schritt, einer nach dem anderen, kontrolliert zusammenführen.
Das ist für den Hund ein enorm großer Unterschied, so kannst Du quasi ein "Zweitrudel" bilden, in dem jeder einen festen Platz hat und die anderen entsprechend zu nehmen weiss und vor allem weisst DU so die Hunde auch zu nehmen und kannst schnell einschätzen, wann Du ggfls. intervenieren musst.Auf der Hundewiese ist der Hund hingegen immer wieder gezwungen, sich mit neuen Tieren auseinanderzusetzen, "muss" ihnen immer wieder imponieren etc. pp. - das ist für viele Hunde Stress pur.
Wie auch immer, ich wünsche viel Erfolg bei Deinem Vorhaben! :)
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