Erziehung eines Junghundes - Eine Diskussion
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Hey
ich wollte einfach nur mal wissen, ob ich mit meiner Meinung alleine darstehe:
Gestern hatten wir Besuch von einer guten Bekannten (mit Hund). Wir sind, wie so oft, mal wieder auf das Thema Hund und die Erziehung gekommen.
Wenn ich mit Emma draußen bin, dann muss sie eben neben dem normalen Gang auch bei Fuß gehen oder Leinenführigkeit zeigen. Darauf meine die Bekannte ich würde Emma immer nur bei Fuß laufen lassen und sie dürfte NIE auch mal Hund sein. Sehe ich es falsch, dass mein Hund auch mal an der Leine arbeiten muss? Sie benutzt für Ihren Hund eine Flexi und Emma muss mit ihren 23 kg eben an einer normalen 2-Meter-Leine gehen und ich habe auch keinen Nerv, dass meine einer Arm 10 cm länger ist als der andere nur weil mein Hund sich so in die Leine legt! Sehe ich das falsch? Sie meint Emma ist jung und will sich austoben draußen und da sollte ich sie auch lassen...
Dann hatten wir gestern eine Art Fingerfoodparty und unser Tisch ist eben etwas niedrig, sprich Emma kommt super mit der Nase drauf. Sie weiß aber, dass sie das nicht darf und es klappt auch eigentlich zu 98 % wenn wir alleine sind also kein Besuch oder andere Hunde! Gestern habe ich nachdem sie fast pausenlos mit der Nase über den Tisch gegangen ist sie eben konsequent auf ihren Platz geschickt. Was sagt meine Bekannte? Emma ist ein junger Hund und der muss auch mal "leben". Ich soll nicht immer alles so verbissen sehen und Emma auch mal spielen lassen und so... es geht aber darum, dass mein Hund das Essen vom Tisch räumen wollte!!
Ich denke wenn ich zwei Jahre streng bin und der Hund dann "aus dem gröbsten" raus ist, dann wird alles einfacher werden. Nur im Moment ist Emma eben jung, trampelig und testet aus. Gerade jetzt heißt es doch konsequent bleiben oder?
Ich laste Emma zu Hause mit Rascheltüten, gefrorenem Kong, Leckerchensuchspielen, Zerr- und Suchspielen aus. Daneben gibt es natürlich die obligatorischen Kuscheleinheiten... Die Zerstörungswut hat auch schon nachgelassen... Dazu kommt, dass ich die Erziehung hier alleine übernehmen muss, denn mein Freund hat Schichtdienst und kümmert sich was das angeht sorry wenig!
Bin ich eine zu verbissene Hundehalterin oder braucht Emma wirklich mehr Freiraum?

LG Jasmin
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Klingt normal wie du das handhabst. Vergiss nur nciht auch viel Spaß mit ihr zu haben, dann ist alles paletti. Ich bin auch recht streng, dafür kann ich meinen Hunden auch viel Freiheit gönnen.
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Ich finde das schon richtig, was du machst. Man sollte doch von Anfang an Grenzen setzten und diese auch konsequent durchsetzen. Ein Hund muss sich nicht an der kurzen Leine austoben, er hat da ordentlich zu laufen. Der Hund läuft doch nicht ab einem gewissen Alter automatisch ordentlich an der Leine. Das muss er erst lernen und zwar von Anfang an. Es gibt doch genug Möglichkeiten, wo sich der Hund austoben kann und eben auch mal Hund sein darf. Auch die Sache mit dem Tisch, mein Hund liegt generell auf der Decke, wenn gegessen wird. Ich dulde kein Betteln etc, das ist mein Essen, da hat er nichts zu suchen, egal wie alt er ist. Ein Hund wird doch nicht weniger gefrässig mit dem Alter

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Emma wartet immer auf ihrem Platz wenn wir essen und wenn sie auch gewartet hat, gibts im Anschluss was... sei es nen bisschen Käse oder mal diesen komischen weißen Rand vom Schinken den alle hassen...

Ich kann einfach Leute nicht verstehen, dessen Hund nicht oder kaum hört und mich dann für meine konsequente Erziehung maßregeln wollen! Klar bekommt mein Hund auch die Freiheit, die er auch verdient und sich "erarbeitet"! Im Sommer sind wir fast immer im Garten und selbst da achte ich auf meinen Hund was andere nicht verstehen! Ich kann meinen Hund nicht immer so laufen lassen, denn sie kann was kaputt machen oder oder oder!
Aber schön das ich mit meiner Meinung nicht alleine darstehe!
LG
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Damit muss man leider leben. Es fängt ja schon mit Kleinigkeiten an. Wir üben z.B. daran, dass man auch ohne Theater an anderen Hunden vorbeigeht. Das ist nur leider nicht möglich, wenn andere HH es nicht mal schaffen, ihren Hund an die Leine zu nehmen und der dann fröhlich auf meinen Hund zuläuft. Damit hat er jedes Mal ein Erfolgserlebnis (Theater -> Hundekontakt), nur weil manche Leute einfach zu faul sind. Dafür darf ich mir dann vom nächsten HH anhören, mein Hund wäre agressiv, weil er an der Leine bellt oder zerrt wie ein Irrer :/
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Ich finde auch, dass das bei dir ganz normal klingt. :)
Wie alt ist deine Emma denn?Letzt wurde ich in der Stadt auch doof angeschaut, weil mein Hund sitzen bleiben sollte. Sicher, sie sind klein und niedlich und wollen manchmal auch Kind sein, aber auch Kinder müssen spuren.
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Ich denke, man muss damit leben, daß jeder Hundehalter einen anderen Anspruch daran hat, was sein Hund können soll und unterlassen muss. Warum so viele Leute der Meinung sind, ihr Weg sei der richtige, einzige und muss ausser von ihnen noch von jedem anderen Menschen gegangen werden, ist mir ein Rätsel. Mir gehen solche "Bekehrer" auf die Nerven. (Ich spreche hier ausschliesslich über das "normale" Leben mit Hund, nicht über Misshandlungen des Tieres. Das da ein Einmischen selbstverständlich sein sollte, steht ausser Frage).
LG von Julie -
Mir hat mal eine Hundetrainerin gesagt es sei Tierquälerei, dass mein Hund (44 Kilo) konstant bei Fuß an der kurzen Leine laufen muss. Meine Erklärung im Wald etc. dürfe sie doch dann frei laufen und "machen was sie wolle" verliefen im Sand...
So lasse ich Tierquäler meinen armen, armen Hund nach wie vor an der kurzen Leine konsequent bei Fuß laufen und sie lebt noch

Solange der Hund einen Ausgleich hat, d.h. auch ohne Leine toben und rennen darf sehe ich absolut kein Problem bzw. finde es korrekt wenn der Hund an der kurzen Leine bei Fuß läuft!
Man hört immer andere Meinungen, so was schwachsinniges sollte ins eine Ohr rein ins andere raus...,
Wenn du mit einem Junghund nicht konsequent bist haste halt den Salat wenn er erwachsen ist... wollte ICH nicht...
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Zitat
Bin ich eine zu verbissene Hundehalterin oder braucht Emma wirklich mehr Freiraum?
LG Jasmin
Du machst das genau richtig meiner Meinung nach. Ich würde es auch so machen. Der Junghund braucht keinen Freiraum um sich selbst zu verwirklichen. Ich bin mir sicher den Freiraum bekommt er von dir.
Wenn man nicht bei Zeiten konsequent anfängt das zu trainieren was man will und es vernachlässigt wenige aber konsequente Grenzen zu setzen dann wird das, wenn der Hund später mal das nachholen soll, viel schwieriger haben.
Die Hunde die sich selbst verwirklicht haben sind dann die, welche immer entschuldigt werden.
Olli -
Jasmin, auch in meinen Augen machst Du das schon ganz richtig. Denn eines ist auch klar: Ein Hund, der nicht hört ist spätestens im adulten Alter nervig und macht keinen Spaß.
Und dann reagiert auch die Umwelt seltsamerweise ungehalten, genervt und aggressiv, denn ein adulter Hund ist dann gefährlich und kein süsser und putziger Welpe mehr, den man jeglichen Kasperkram verzeiht.
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