Mein Hund läuft keine Treppen. Brauche dringend Hilfe!!

  • Hallo
    Ich habe ein großes Problem mit meinem 11jährigen Hovawart.
    Seitdem er halbes Jahr alt ist, wohnte er mit mir in einem Einfamilienhaus. Er musste dort dementsprechend keine Treppen laufen. Er vermied es auch, sprich wir haben in der ganzen Zeit immer wieder versucht ihn dazu zu bewegen die Kellertreppe (geschlossen aus Holz mit Teppich) hinuter zu laufen... es half alles nix. Würstchen auf den Stufen, mit Leine, ohne Leine mit ein bisschen Zwang kopmplett ohne Zwang mit rufen locken betteln... er ist einfach keine Treppen gelaufen. (Also kann es jetzt nicht am Alter und eventuellen Schmerzen hängen). So das wär ja nicht das Problem. Das schlimme ist nur das Einfamilienhaus ist jetzt verkauft und der Hund muss da raus. Er ist jetzt bei mir in meiner Wohnung untergebracht die Paterre liegt, er muss jedoch 5-6 Stufen einer geschlossenen Steintreppe überwinden um zu meiner Wohnungstür zu gelangen. Und das geht nicht. Er piept bzw jault schmeißt sich auf den Boden und will nur noch den Rückzug antreten. Ich habe zwar die Möglichkeit durch die Terasse auf die Straße zu gelangen komplett ohne Treppen aber ich kann nicht meine Terassentür, welche ich von außen nicht abschließen kann die ganze Zeit während des Spaziergangs offen stehen lassen (dann ist bald der Einbruch vorprogrammiert) Ich muss also möglichst bald eine Lösung finden... Will ihn schließlich in diesem Alter nicht noch an fremde Menschen abgeben müssen, nur weil ich 5 Stufen im Hausflur habe.
    Brauche dringend weitere Tips, wie gesagt habe schon echt viel versucht.
    Vielen Dank und Liebe Grüße

  • ich würde gaaaanz langsam anfangen: erst füttern vor der Treppe (oder auf der ersten Stufe), wenn er das stressfrei macht, auf der zweiten, usw.
    Dabei würde ich das Füttern wirklich wörtlich nehmen und seine Hauptmahlzeiten nehmen.
    Und vor allem in so kleinen Schritten vorgehen, dass kein/kaum Druck aufgebaut wird.
    Gestalte das Training so, dass du wirklich alle Zeit der Welt hast, tue so, als ob es das natürlichste der Welt sei - gerade, wenn er, um an das Futter zu gelangen, die Treppe betreten muss.
    Bist du zu schnell vorgegangen würde ich das Training für den Moment abbrechen, aber nicht den Napf eine Stufe näher stellen - nicht das er lernt, dass er nur lang genug warten muss und du ihm dann entgegen kommst ;)

    Allerdings nimmt diese Methode wahrscheinlich viel Zeit in Anspruch - vielleicht hat ja noch wer anderes eine bessere Idee...

    Ach so: sind gesundheitliche Probleme ausgeschlossen? also, könnte es sein, dass er beim Treppenlaufen Schmerzen hat?

    lg

  • Hi!

    Ist gesundheitlich alles ok? Gelenke, Knochen und auch die Augen? Geht es nur treppab nicht oder auch treppauf? Ist Dein Hund mal als Welpe (evt. noch beim Züchter) die Treppe herunter gefallen? Handelt es sich um eine glattpolierte Steintreppe (Angst vor Ausrutschen)? Was macht der Hund, wenn ein Spielkumpel von ihm vorläuft, hilft das vielleicht? Schon mal die "harte" Tour versucht -> in die Wohnung gehen, Tür offen lassen und warten..warten...warten? Wie kriegst Du Deinen Hund eigentlich ins Auto? Vielleicht kann man diese kleine Treppe mit einer Rampe überbrücken? Hm?

  • Also gesundheitliche Probleme sind zu 99% ausgeschlossen, er rennt wunderbar, spielt noch gerne und ich war gerade auch vor 2 Wochen beim Tieratz und hab nen rundumcheck machen lassen der völlig ok war.
    Ins Auto geht er ohne Probleme also da hüpft er hoch und setzt sich ohne Probleme zu machen auf die Rückbank. Die "harte Methode" mit Tür offen lassen und warten bringt auch kein Erfolg und das Problem ist auch er läuft nicht mal in die Nähe der Haustür die zum Treppenhaus führt weil er weiß was da auf ihn wartet. und auf der Straße will ich ihn ungerne sitzen lassen. Also ich sage mal so er läuft lieber hoch als runter. Ich habe es auch schonmal geschafft das er eine Treppe hoch läuft (ich glaube das kam in seinem Leben wirklich nur 1x vor) und Anschließend durfte ich das 40kg Packet die Treppen wieder runter tragen weil keine Chance bestand ihn da runter zu kriegen.
    Ich weiß nicht ob das mit dem Fressnapf klappt ich glaube er würd emir eher den Mülleimer ausleeren oder abmagern bevor er auch nur daran denkt ins Treppenhaus zum Napf zu gehen, aber probieren kann man es ja mal! Danke ersteinmal!
    Wäre dankbar für weitere Tips.
    Lg

  • 1. kein Hund verhungert freiwillig ;)
    2. Mülleimer, etc. ausräumsicher machen
    3. Notfalls einen Tag hungern lassen (ist fies, aber bevor er den Rest seines Lebens im TH verbringen muss?)
    4. Napf an den Rand des Bereichs, den er nicht betritt, stellen - so, dass er noch ohne größeren Stress rankommt, wenn er dort entspannt frisst ein paar cm weiter weg schieben, usw...

    lg

  • Moin,

    also, das mit dem Füttern auf der Treppe ist eine gute Idee, dauert aber möglicherweise lange?

    Wenn nur 6 Stufen zu überwinden sind, könnte man nicht eine Art Rampe bauen? Natürlich breit genug, rutschsicher und so, das man sie beiseite stellen kann? Irgendwo im Hausflur parken? Es gibt doch auch Einsteighilfen für Hunde, die nicht ins Auto kommen? So etwas in der Art?

    Ist nur eine Idee, die mir da kam..... natürlich ist es besser, dem Hund das Treppenlaufen beizubringen - aber so als erste Hilfe und zum Verlieren der Angst?

    Mein Hund z.B. hatte auch entsetzliche Angst vor unserem Treppenhaus.... die Treppe war an einer Seite offen - da ging nix. Ich bin ehrlich, ich hab ihn (auch weil ich ihn dort verbotenerweise gehalten hab) nicht lange warten lassen und einfach hinter mir hergezogen, nicht getröstet, kein Aufhebens gemacht, oben gab`s ein Tänzchen und große Freude - und nach drei Tagen lief er, allerdings an der Wandseite, die Treppe mit links.... ich hatte keine Zeit, weil, wenn man mich erwischt hätte, hätte ich vielleicht mit drei Kindern und Hund, alleinerziehend, die Kündigung bekommen - da musste mein Hundchen durch, auch wenn es mir leid getan hat.

    Vielleicht ist die Rampe ja eine Idee? Zumal, wenn er sich hinwirft?

    Liebe Grüße
    Sundri

  • Zitat

    nicht lange warten lassen und einfach hinter mir hergezogen, nicht getröstet, kein Aufhebens gemacht,


    hab ich auch erst gedacht - ist aber bei einem sich auf den Boden werfenden Hovi wohl etwas schwer?

    aber mir viel noch was ein: Wende dich doch mal an einen Trainer, oder sonstigen souveränen Hundemenschen - vielleicht macht dein Hund mehr "Show" und du bist natürlich auch schon "vorbelastet" - wenn nun ein anderer die Leine nimmt und ganz souverän, als ob es das normalste der Welt wäre (was es ja auch ist ;) ) die Treppe hoch und runter läuft, dann geht er vielleicht mit und merkt, dass die Treppe gar nicht so schlimm ist?

  • Den Vorschlag mit dem Napf finde ich gut, aber frisst Dein Hund unter Stress? Wie sieht es denn mit einer Rampe aus? Oder hat er das auch noch nie gemacht in seinem Leben? Wenn er ins und aus dem Auto hüpfen kann, sollten die Gelenke ok und Höhenangst auch kein Thema sein. Es gibt Tragehilfen für Hunde, die HD haben. Könnte das eine Lösung sein?

  • Zitat

    Ich habe zwar die Möglichkeit durch die Terasse auf die Straße zu gelangen komplett ohne Treppen aber ich kann nicht meine Terassentür, welche ich von außen nicht abschließen kann die ganze Zeit während des Spaziergangs offen stehen lassen (dann ist bald der Einbruch vorprogrammiert)

    Hallo,

    es gibt auch Türgriffe für Terrassentüren, welche von außen abschließbar sind. Einfach mal bei einer Fensterbaufirma nachfragen. Gibts nicht für alle Modelle aber für einige schon. Weiß nicht, ob Du jetzt in der Parterre-Wohnung zur Miete wohnst. Aber einen Türgriff an der Terrassentür kannst Du umbauen, musst nur den anderen wieder anbringen, wenn Du mal ausziehst und darfst natürlich die Tür dabei nicht beschädigen.

    Ich denke auch, dass es bei Deinem Hund weniger am körperlichen liegt sondern vielmehr daran, dass er es nie anders kennengelernt hat. Ich wollte unseren Berner auch tragen solange es nicht mehr geht (also jetzt mit 7 Monaten). Unsere Trainerin hat aber gesagt, wir sollten ihn auch als Welpen schon mal 3-4 Stufen hoch und runter laufen lassen, dass er später keine Angst davor hat.

    Ich würde auch die Variante mit der mobilen Rampe zunächst probieren. Vielleicht die Rampe erstmal in die Wohnung legen und ihn über die glatt ausgelegten Rampe führen, dass er sich langsam dran gewöhnen kann.

    Viel Erfolg und halte uns bitte auf dem Laufenden.

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