Regeln für Hund und Mensch - Eine Auflistung?

  • Also meine Familie hält sich eigentlich an meine Regeln. Wenn ich sie erweitere, umwerfe oder sonstiges, dann nicht, weil die sie nicht einhalten, sondern weil ich halt denke oder einsehe, dass es so auch geht.
    Vieles muss man auch individuell an den Hund anpassen.

    Wobei ich sagen muss, sehr schwer tun sie sich damit Finchen nicht ständig anzuglotzen, wenn sie beim Tisch neben ihnen sitzt und rauf guckt :roll:
    Und das mit der Begrüßung hat bei meiner Familie Wochen gedauert. Immer wieder gabs Ermahnungen. Hundi wir nicht begrüßt, wenn sie euch halb umrennt ohne eure Aufforderung. Mittlerweile gehts so einigermaßen.
    Sonstiger Besuch hält sich IMMER an meine Regeln. Keiner käme auf die Idee Fini was vom Tisch zu geben ohne meine Zustimmung, etc.

    Im übrigen: Ich bin auch für alles "Unschöne" da (definiere unschön^^) und meine Familie nur zum Knuddeln und Spielen. Es muss halt einen Doofen geben ;)

    Wenn deine Familie keine Ahnung von Hunden hat, fände ich es wichtig, dass du ihnen ZEIGST, wie sie mit deinem Hund umgehen soll. Z.B. der Spielabbruch, das Nein, die Reaktion auf Fehlverhalten, etc.
    Sie müssen ja wissen, wie sie reagieren sollen und dürfen :smile:

  • Zitat


    1. Kein Betteln am Tisch (während des Essens)!
    2. Keine Essensreste an den Hund verfüttern!


    Gilt bei uns auch, noch dazu darf er bei uns nichts vom (Wohnzimmer-)Tisch nehmen. Zum Üben haben wir öfters Spielzeug oder Knabberartikel liegen. Bereits nach 4 Wochen bei uns hat er "Nein" und diese Regel verstanden!!

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    3. Der Hund darf während des Spazierganges nichts aufnehmen/fressen!


    Schreibt sich leicht, aber kontrollieren ist bei Staubsaugern garnicht so einfach! Wir sind noch am Üben, und ich muss zugeben, ich bin da nicht kosequent genug :( Gegen Gras- oder Moosbüschel ist ja eigentlich nichts einzuwenden... :headbash:

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    4. Der Hund wird für Fehlverhalten nicht gewaltsam bestraft!

    Erziehungsmaßnahmen:
    (zum Beispiel bei zu festem Beißen)
    Aktuelle Beschäftigung sofort abbrechen, zeitnahes, deutliches und einmaliges "Nein!" und den Hund ignorieren. Nicht auf Betteln und Fordern eingehen.

    mhm, ja logisch! Ist vorallem für Erwachsene eine Sache der Übung Selbstbeherrschung, seinen Reflexe unter Kontrolle zu haben! Meine Kinder weichen bei unerwünschtem Verhalten (Knabbern, Springen) einfach nach hinten aus, instinktiv. Aber wenn er irgendwas ausserhalb ihrer Reichweite tut wird's leider oft laut und hektisch. Da müssen sie noch lernen ruhig zu bleiben. Ich selber ertappe mich immer wieder dabei refelxartig etwas falsches tun zu wollen :( Gut dass ich immer nochmal überlege ob ich das was ich tue wirklich will!!

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    5. Der Hund darf weder ins Badezimmer noch ins Schlafzimmer oder auf das Sofa (Tabu-Zonen)!


    Bei uns sind Tabuzonen:
    -8m² Kochnische (gerade großgenug um zu zweit zu stehen, aber wehe einer dreht sich um!!!)
    -Vorratskammer, weil dort unteranderem auch das Hundefutter steht!
    -Kinderzimmer, weil dort ständig Legosteine und ähnliches rumliegen!
    1 Woche bei uns und konsequentes "raus"-Kommando haben gereicht, Narthan ist sehr lernwillig und intelligent. Sollte er es mal vergessen reicht bereits ein Räuspern oder ein langsam gerolltes "RRRRRaus". Das "aus" ist meist schon nichtmehr nötig.

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    6. Der Hund beginnt und beendet niemals das Spiel!


    *räusper* ähm ja, hier gibt's kaum jemanden der dem Blick von unserem Kasperl widerstehen kann! Wenn er dir Spielzeug vor die Füße wirft und es dann mit der Nase zu dir schiebt, ists schon ziemlich schwer NICHT zu spielen! Aber immerhin BEENDEN wir das Spiel regelmäßig. Sollte er keine Lust mehr haben und sich verziehen, wird er nochmal zurückgerufen, zum Spiel motiviert und nach 30 Sekunden mit "schluss" wieder entlassen.

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    7. Der Hund wird nicht als erstes vom Besuch begrüßt!


    Ja, daran arbeiten wir auch noch kräftig. Um dieses Verhalten von Besuch zu erwarten müssen wir erstmal gutes Vorbild sein! Die Kinder versuchen es, die Erwachsenen schaffen es ohne zu stolpern bis zum Sichtkontakt des Partners, schnell "hallo" gerufen, und schon wird kurz begrüßt: streicheln, Sitz-Kommando mit Leckerchen; dann Jacke und ähnliches Ablegen. Aber selbst dieses nicht optimale Verhalten zeigt schon Wirkung, es ist schon viel ruhiger geworden!! :hust:


    Allerdings haben wir diese Regeln nicht schriftlich festgemacht. Bevor der Hund zu uns kam, haben wir diese Regeln gemeinsam am Tisch besprochen und den Kindern erklärt warum es diese Regeln gibt. Für diese paar grundsätzlichen Dinge haben wir uns 2 Stunden Zeit genommen. Fragen wurden beantwortet, versch. Szenarien ausgemalt und von den Kindern theoretisch gelöst.
    Ausserdem haben mein Mann und ich dabei festgestellt dass wir einzelne Regeln unterschiedlich interpretiert und unterschiedlich gehandhabt hätten, was den Hund nur unnötig verwirren würde.

    Wenn du deine Regeln bei uns einfach nur an die Kühlschranktür hängst würde sich bei uns niemand dafür interessieren. Wenn du sie aber gezielt von allen Mitbewohnern erarbeiten lässt sind sie bereits vertieft, wenn der Hund da ist, und jeder hat verstanden WARUM du diese Regeln aufgestellt hast.

  • Zitat

    Im übrigen: Ich bin auch für alles "Unschöne" da (definiere unschön^^) und meine Familie nur zum Knuddeln und Spielen. Es muss halt einen Doofen geben ;)

    Wenn deine Familie keine Ahnung von Hunden hat, fände ich es wichtig, dass du ihnen ZEIGST, wie sie mit deinem Hund umgehen soll. Z.B. der Spielabbruch, das Nein, die Reaktion auf Fehlverhalten, etc.
    Sie müssen ja wissen, wie sie reagieren sollen und dürfen :smile:

    Klar, wie ich immer meine: Theorie ist das eine, die Praxis eine ganz andere und es wird sich zeigen, was sich wie bewährt und was nicht. Ich werde hier sowieso Diejenige sein, die sich an erster Stelle mit dem Hund beschäftigt, sozusagen wirklich die Mama - Und Mütter sind ja bekannt dafür, immer alles zu verbieten und die Doofen zu sein :p
    Zeigen werde ich es ihnen auf alle Fälle, bzw sie werden es auch mitbekommen, wie leben schließlich nicht abgekapseln voneinander.

  • Hallo,

    das mit dem Badezimmer war zu Beginn bei uns auch so. War aber bei uns ein Fehler, da wir nur ein Bad haben und der Hund dort dann auch , wenn es nötig ist, gebaded wird. Wenn sie dann im Bad war, hat man ihr angemerkt, dass sie sich furchtbar fühlt, weil sie die Regeln verletzt, auch wenn sie dazu aufgefordert wurde.

    Seitdem darf sie ins Badezimmer, betritt es aber nur sporadisch und auch nur sehr kurz!

    Liebe Güße

  • So eine Regelliste habe ich vor Cubas Einzug auch aufgestellt...naja, sagen wir so - nach einer Woche hab ichs dann großteils aufgegeben, da ich mir nur den Mund fusselig geredet hab und trotzdem hat sich immer iwer nicht dran gehalten :headbash:

    Das mit dem Besuch hat sich dann aber von selbst geklärt - keiner (außer meinen Eltern & Mitbewohnerinnen) begrüßt freudig einen Schäferhund, der mit einer 1A Bürste und Gebell hinterm Hundegitter steht - warum nur?? :roll: :lol:

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