Erziehung bei Abwesenheit ?

  • Blue hat die ganze Wohnung für sich wenn wir nicht da sind.

    Das Sofa ist für sie nur interessant wenn wir auch drauf sitzen. Wenn ich abends ins Bett gehe, schicke ich sie runter und lege ihre Decke weg, dann ist Sofabenutzung für sie nicht erlaubt.
    Bevor das zuverlässig klappte, habe ich abends das Sofa mit Plastiktüten oder Zeitschriften ausgelegt..
    Nachts wechselt sie zwar ihre Schlafplätze, aber sie klaut weder das Hasenbrot vom Heizkörper, noch vergessene Lebensmittel vom Wohnzimmertisch, wo sie bequem drankäme. Allerdings lasse ich auch keine "Würstchen" liegen... :D

    Auf der Eckbank in der Küche liegt sie manchmal wenn wir weg sind. Da kann sie aus dem Fenster sehen und schauen wer an die Tür kommt... :p Sie schlägt dann auch an, aber beruhigt sich auch schnell wieder.

    'Unsinn' macht sie eigentlich nur, wenn wir es sehen. :lol:

  • Zitat

    Mir wäre das auch nichts... Ist er wenigstens an einem Geschirr befestigt? :???:


    Ja, ist er. Im Normalfall legt er sich hin und schläft, haben ihn auch per Cam überwacht, keine Sorge. Die Leine ist auch dehnbar, falls er mal wirklich reinspringen sollte (noch nie passiert). Er ist nie lange fest, wie gesagt, meist gehen die Hundis eh immer mit und warten dann im Zweifelsfall im Auto.

    Mir ist diese Lösung definitiv lieber als sein Blödsinn...

  • Ich glaube ich hab da ausnahmweise mal ein Engelchen :D Schweineohren auf dem niedrigen Wohnzimmertisch in seiner Reichweite werden ebenso in Ruhe gelassen wie alles andere Essbare. Wenn wir das Haus verlassen schläft mein Männlein. Echt seltsam ist, dass er noch nicht mal sein Futter anrührt. Wenn wir heimkommen stürzt er sich dann total hungrig drauf. Ich glaub er denkt er dürfte es nicht nehmen, wenn keiner da ist.

  • Zitat

    .

    Mir ist diese Lösung definitiv lieber als sein Blödsinn...

    Ja, gut, das verstehe ich... =)

    Als ich Buddy das Alleinsein beigebracht hatte, hab ich noch mit meinem Freund in unserer 3-Raum-Wohnung gewohnt.
    Ich hatte ihn dan zum Anfang immer in der Wohnstube gelassen und hatte mich in unseren Flur gesetzt und dort gelesen. Weil unsere Wohnsrtubentür aus Glas war, konnte ich ihn immer gut beobachten.

    Beim zweiten mal bin ich wieder raus, nur so für 10 Minuten. Erst saß er, wie zuvor auch, weinend an der Tür und war mit der Gesamtsituation unzufrieden ;) aber irgendwann wandte er sich ab und ich dachte (genau gesehen hatte ich es nicht), das er zu seiner Decke ging und war stolz wie Hanne, dass der Kleine sich auch alleine schnell beruhigt!

    Zwei, drei Minuten später wollte ich dann wieder rein, mit Leckerlie bewaffnet, öffne die Tür und was sehe ich: Der feine Herr hatte sich schon selbst ein Leckerlie angeeignet: mein Mittagessen!!!!

    Gut, war meine Schuld.. Wers liegen lässt: Aber da weiß man dann auch nicht, wie man reagieren soll. Ich hab ihm dann meine Bulette gelassen, denn hätte ich sie ihm weggenommen, hätte er es vielleicht als Strafe verstanden.
    Zwei Tage später hatte er dann nochmal versucht, mir mein Butterbrot vom Tisch zu klauen und da durfte ich dann schimpfen und seit dem, versucht er es auch gar nicht mehr. ;)

  • Zitat

    Aber was ist mit nem Hund, der in meiner Abwesenheit Möbel annagt oder bei jedem noch so kleinen Geräusch anschlägt?
    Keine Hunde mit irgendwelchen Alleinbleib-Problemen...sondern Hunde, die sich einfach langweilen oder sich alleine auf einmal für alles verantwortlich fühlen...


    Das Training für's alleine bleiben fängt mMn immer mit dem "zusammen sein" an. Ich würde daher in der Zeit, die ich mit dem Hund verbringe, soweit Einfluss auf ihn nehmen, dass er in meiner Abwesenheit keinen Stress hat.

    Wenn man das Training / die Erziehung so aufbaut, dass das Tier ausgeglichen und entspannt ist, sich zu Hause wohl und sicher fühlt und stressfrei "chillen" kann, dann muss man sich keine Sorgen machen. Wie das genau geht ist natürlich von Hund zu Hund unterschiedlich und individuell.

    Zitat

    Da der Kleene massig Unsinn anstellt alleine (obwohl er weiß, dass er es nciht darf!....


    Woher weiss er das denn? Warum, glaubst du, macht er trotzdem soviel Blödsinn, obwohl er "weiss", dass er es nicht soll?

  • Zitat

    mich würde mal interessieren wie ihr es macht, dass der Hund auch während eurer Abwesenheit keine Ding veranstaltet die er nicht darf

    Das war die Ursprungsfrage! Und die wenigsten antworten darauf...
    Es sei denn..."Stört mich alles nicht..." ist ne Antwort...

    Ich hab ne ganz konkrete Frage:
    Hund aus dem Tierschutz, lebt in einem Dreier-Rudel, Alleinbleiben trainiert, körperlich ausgelastet wird er auch genügend. Bei Anwesenheit der Besitzerin völlig unauffälliges Verhalten in der Wohnung. Bei Abwesenheit geht er seit einigen Wochen an die Möbel. Verständlicherweise findet das keiner mehr lustig...oder unerheblich...
    Was machen?
    Zeigt er auch erst nach einer gewissen Zeit...also nicht in der ersten halben Stunde des Alleibleibens...

  • Zitat


    Ich hab ne ganz konkrete Frage:
    Hund aus dem Tierschutz, lebt in einem Dreier-Rudel, Alleinbleiben trainiert, körperlich ausgelastet wird er auch genügend. Bei Anwesenheit der Besitzerin völlig unauffälliges Verhalten in der Wohnung. Bei Abwesenheit geht er seit einigen Wochen an die Möbel. Verständlicherweise findet das keiner mehr lustig...oder unerheblich...
    Was machen?
    Zeigt er auch erst nach einer gewissen Zeit...also nicht in der ersten halben Stunde des Alleibleibens...

    Zunächst mal Kamera drauf und beobachten, wann es dazu kommt. Ist der Hund mit den anderen zweien zusammen in einem Raum, wenn es passiert? Wie verhalten sich die zwei? Was für eine Position hat der Hund im Rudel (mal so a la: Chef, Polizist, Schnösel). In was für Räumen passietr es? Wieviel Raum haben die Hunde allgemein zur Verfügung?

    Viele Grüße!

  • Zitat


    Ich hab ne ganz konkrete Frage:
    Hund aus dem Tierschutz, lebt in einem Dreier-Rudel, Alleinbleiben trainiert, körperlich ausgelastet wird er auch genügend. Bei Anwesenheit der Besitzerin völlig unauffälliges Verhalten in der Wohnung. Bei Abwesenheit geht er seit einigen Wochen an die Möbel. Verständlicherweise findet das keiner mehr lustig...oder unerheblich...
    Was machen?
    Zeigt er auch erst nach einer gewissen Zeit...also nicht in der ersten halben Stunde des Alleibleibens...

    Eindeutig Trennungsangst (es ist auch typisch, dass mit der Zerstörung von Gegenständen erst später begonnen wird, wenn der Stresslevel entsprechend hoch ist). Daran muss halt gearbeitet werden, und wenn der Hund keine Trennungsangst mehr hat, wird er auch keine Sachen mehr zerstören.

    Man könnte auch temporär einen Kennel einsetzen (nur wenn parallel an der Angst gearbeitet wird), fänd ich wesentlich humaner, als den Hund anonym zu bestrafen..

    Nur weil der Hund nicht jault, heißt es nicht, dass er keine Trennungsangst hat. Wenn er die nicht hätte, würde er entspannt! schlafen.

  • Alles offen gebaut...die Hunde haben die ganz untere Etage für sich.
    Hunde halten sich vorzugsweise im Wohnzimmer auf. Haupt-"Nageraum" ist allerdings der Flur.
    Sind Foxhounds, Rangordnung kaum ausgeprägt, ist allerdings der Hund mit dem größten Handlungsspielraum und der, der am ehesten Ressourcen für sich beansprucht.

  • Hund hat 5 Jahre in einer Schleppjagdmeute und drei Jahre im Tierheim gelebt.
    Wie kann da Trennungsangst entstehen...der kennt es doch eigentlich gar nicht, dass ständig Menschen um ihn herum sind...ohne Menschen mit anderen Hunden ist doch für ihn eigentlich der Normalzustand.

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