Was kann Mitbewohner machen

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    Das mit dem Sitz und Platz üben hab ich ihm auch schon vorgeschlagen. Würde da nicht die Nein Übung auch gut dazu passen?

    Da Dein Mitbewohner bisher 0 Ahnung hat, würde ich ihn an Deiner Stelle erst einmal "positive" Dinge, also Kommandos mit Action, unter Deiner Aufsicht trainieren lassen, damit er ein Gefühl für das Timing bekommt.

    Meiner Meinung nach sind Kommandos, wo der Hund etwas NICHT machen soll oder NICHTS machen soll, wesentlich schwieriger für einen Anfänger, da alleine schon zu bestimmen, WANN hat der Hund das Kommando denn nun korrekt ausgeführt, nach 1 sek, nach 1 min ..., nicht immer einfach ist.

    Weiterhin würde ich aufpassen, dass er nicht durch "unkoordiniertes" Training irgendein Kommando versaut und ihn nur das üben lassen, was Deine schon 100%ig beherrscht.

    Zitat


    Das Gute ist ja, dass mein Mitbewohner ja wirklich Lust hat was mit ihr zu machen. Draußen hört sie überigens sehr gut auf ihn, also er kann sie zum Beispiel offline laufen lassen und sie kommt wie auch bei mit sofort wenn er sie ruft.

    Und Du bist dabei, wenn er sie frei laufen lässt? Ich persönlich würde einem Hundeanfänger nie erlauben, meinen Hund von der Leine zu lassen ... ist aber wahrscheinlich nur meine persönliche Furcht. :roll:

  • Zitat

    warum bist du dir so sicher, dass es pöbeln ist? wie verhält sich dein hund dabei? wie ist die ohrenhaltung, das gesamte gesicht? die rute etc. pp.?


    Sie quitscht, kläfft, wedelt mit der Rute, springt an ihm immer wieder hoch.... Es ist wirklich fast genau so wie bei dem Hund der letzten Samstag bei Martin Rütters war, nur, dass Zora noch sehr viel Lärm dazu macht und es nicht um Besucher geht sondern um den Mitbewohner.

    Sie liegt neben mir und pennt und hört, dass er unten zur Haustüre kommt und dann spitzt sie schon die Ohren. Wenn ich nicht eingreife dann rennt sie zur Türe und wenn er aufmacht fliegt sie ihm schon entgegen. Das unterbinde ich in dem ich ihr sage sie muss auf dem Platz bleiben, aber ich bin eben nicht immer da oder och schlafe nach der Nachtschicht oder steh unter der Dusche oder aufm Klo....

    Wenn ich mit ihr heim komme ist erst mal ein zwei Minuten alles gut, dann fällt ihr plötzlich ein, dass sie ja mal schauen kann ob er da ist und sie rast hoch (wir wohnen Paterre) und dann kann ich bis unten hören, ob er da ist oder nicht.

    Ich denke ich ziehe ich mal eine Hausleine an, damit er sie daran aus dem Zimmer schicken kann wenn sie so abgeht. Am Hlasband finde ich bei ihr saublöd, da sie ja auch schon geschnappt hat und ich da viel Arbeit und Mühe rein gesteckt habe und meine Hand bei ihr trotzdem nie ins Feuer legen würde, dass sie auch mal schnappt. Vor allem wenn es wirklich Beschwichtigung sein sollte hätte ich ANgst, dass sie aus Angst schnappt.

    Sie hat übrigens auch eine Decke bei ihm neben dem Schreibtisch und kann da auch ganz ruhig schlafen wenn ich weg bin.
    Also das ganze ist ein Begrüßungsritual und nicht permanenter Alltag.

  • Also, ich hab jetzt nicht alle Beiträge gelesen und falls ich hier etwas wiederhole, tut mir das leid.

    Aber: Es ist deine Aufgabe den Hund zu erziehen UND deinem Mitbewohner den richtigen Umgang mit dem Hund beizubringen.
    Den wenn er bzw. sie sich nicht mit Hunden auskennt, kann es häufiger zu Missverständnissen, etc kommen.

    Ich zum Beispiel habe meinen Mitbewohner erklärt, auf was ich achte und welches Benehmen toleriert wird und welches definitiv nicht und wie ich handle, wenn Buddy was nicht korrekt macht.
    Und meine Mitbewohner dürfen nur dann an Buddy rumerziehen, wenn ich nicht da bin um das selbst zu unterbinden.
    Aber dazu muss der Mitbwohner ja auch zumindest ein wenig Hunde-Know-How besitzen.

    Mein Freund hat übrigens einen anderen Status beim Hundekind (wir hatten, als Buddy kam, zusammen gewohnt) und da muss ich echt sagen: Ich weiß nicht, wen von beiden ich mehr erziehen muss... :hilfe: :D
    Denn mein Männe ist Buddys liebstes Spielzeug! Und ich habe als Besitzerin die Aufgabe, aufzupassen wer wie mit meinem Hund umgeht.
    Also setzt dich mit deinem Mitbewohner zusammen und klär sie über die Eigenheiten deines Hundes auf und erläutere ihm/ ihr, wie sie wann zu handeln hat. Und mir viel Geduld und Spucke wird das schon werden.... :smile:

  • dieses gequietsche spricht aber absolut gegen ein "pöbeln", sondern eher dafür, dass dein hund sehr aufgeregt ist und sich durch aktive unterwerfungsgesten (anspringen als versuch die mundwinkel abzulecken, gewedele, gequietsche) extrem abiedert.

    was in diesem fall sehr wichtig ist, ist das stresslevel bei der begrüßung herunterzufahren. in der praxis: also es steht jemand vor der tür und hundi wird ruhig auf seinen platz geschickt und bleibt da. damit das funktioniert sollte deine maus natürlich schon gelernt haben auf ihren platz zu gehen.

    erst wenn alles ruhig ist darf sie langsam aufstehen und ihn begrüßen. wenn sie doch ins hopsen kommt: beruhigungsgesten senden (blick abwenden) und in einer leichten drehung das knie hochziehen bzw. total ins leere springen lassen.

    das ist souverän und hilft ihr runterzukommen. gleichzeitig verhindert es das anspringen an sich. wenn alle vier pfoten auf der erde sind darf sie beachtet werden.

  • Zitat

    dieses gequietsche spricht aber absolut gegen ein "pöbeln", sondern eher dafür, dass dein hund sehr aufgeregt ist und sich durch aktive unterwerfungsgesten (anspringen als versuch die mundwinkel abzulecken, gewedele, gequietsche) extrem abiedert.

    was in diesem fall sehr wichtig ist, ist das stresslevel bei der begrüßung herunterzufahren. in der praxis: also es steht jemand vor der tür und hundi wird ruhig auf seinen platz geschickt und bleibt da. damit das funktioniert sollte deine maus natürlich schon gelernt haben auf ihren platz zu gehen.

    erst wenn alles ruhig ist darf sie langsam aufstehen und ihn begrüßen. wenn sie doch ins hopsen kommt: beruhigungsgesten senden (blick abwenden) und in einer leichten drehung das knie hochziehen bzw. total ins leere springen lassen.

    das ist souverän und hilft ihr runterzukommen. gleichzeitig verhindert es das anspringen an sich. wenn alle vier pfoten auf der erde sind darf sie beachtet werden.


    Also das ist ja genau das was ich ihm geraten habe und wie ich vorgehe.
    Auf den Platz gehen ist eine unserer einfachsten Übungen und auch da bleiben ist kein Problem. Aber auch wenn sie ihn dann nach 1 Stunde begrüßen darf zeigt sie genau dieses Verhalten. Eben immer wenn sie ihn das erste Mal am Tag sieht. :???:
    Wenn er irgendwann später runter kommt (also das zweite oder dritte Mal am Tag) dann schaut sie, aber ohne das ganze Theater

  • Wollte euch mal wieder ein bisschen auf dem Laufenden halten (wenns überhaupt interessiert ;) )

    Also ich habe Zora jetzt immer konsequent auf ihren Platz geschickt wenn mein Mitbewohner nach Hause gekommen ist und wir schon da waren. Inzwischen steht sie meistens schon gar nicht mehr auf wenn er kommt. Wenn sie doch Anstalten machet lang ein "bleib" und sie bleibt cool liegen. Wie es ist wenn ich nicht da bin wissen wir nicht, weil es seid dem noch nicht vor kam.

    Zwischendurch zwitscht sie immernoch manchmal in sein Zimmer, klar, ich bin auch mal unter der Dusche oder auf dem Klo oder penn ein.
    Da springt sie dann wieder an ihm hoch, bzw. mit den Vorderpfoten auf den Schreibtisch. Er hat es versucht mit ignorieren und hatte da auch zuerst gute Erfolge und sie ist wieder gegangen. Nun ist Hund nicht dumm und hat sich was neues ausgedacht. Wenn er sie nicht beachtet springt sie entweder auf sein Bett und fängt an darauf herum zu wühlen oder sie klaut ihm was vom Schreibtisch (heute wars sein Kopfhörer) und rast damit wie wild durch Zimmer. Darauf bekommt sie natürlich dann eine Reaktion von ihm.
    Ich würde jetzt so vorgehen, dass ich ihr ein Geschirr anziehe damit er sie wortlos rausschmeißen kann bei solchen Aktionen. Was haltet ihr davon?
    Ich bin echt froh einen so toleranten Mitbewohner zu haben der da auch echt Lust hat zu lernen und sich mit ihr zu beschäftigen und sich mit dem Problem auseinander zu setzen. Außerdem hat er zum Glück auch eine gute Portion Humor mitgebracht, die meiner Meinung nach in der Tierhaltung auch echt Gold wert ist.
    Gestern habe ich ihm eine Hundedecke mitgebracht, weil er gerne auch bei sich im Zimmer einen festen Hundeplatz einrichten möchte für die zwei. Denke das ist langfristig auch wichtig wenn er die beiden später auch mal für einige Tage hüten möchte.

  • hey hey, also ich wohne mit meinem Rüden auch in einer WG und meine beiden Mitbewohnerinnen sind auch alles ander als Hundeerfahen, Murphywar am anfang genauso aufgeregt und "aufdringlich" bei uns war eigendlich das Mittel zum erfolgt absolutes Ignorieren, wenn er versucht hat auf den Schoß der Mädels zu springen hab ich Ihn runter "gestupst" bis er keine lust mehr hatte, wenn er sich beruhigt hat durfte er auch wieder zu den Mädels und sich kraulen lassen...wenn die Mädels allein mit Ihm waren wurden im Zweifelsfall einfach die Zimmertüren verschlossen, mitlerweile wird der Hund die ersten Minuten Ignoriert, danach auch lieb begrüst und geknuddelt...hat sich alles mit der Zeit eingespielt, die eine Mitbewohnerin kommt auch super mit Ihm klar und ich hab keinerlei bedenken sie und Murphy auch mal 1-2 Tage allein zu lassen...die andere kommt auch mit ihm zurecht ist aber einfach mehr der "Katzen-Mensch" dafür freut sie sich aber jeden Tag wieder nen Keks wenn sie ihn auf die Decke schickt und der Hund es auch wirklich tut, ihrer ansicht nach ist das eine Zirkusreife nummer :-D

  • Ja, das mit dem Ignorieren war ja auch meine Idee, aber wenn Zora meinem Mitbewohner weh tut oder sie seine Sachen klaut und mit ihren Dreckspfoten auf dem Bett rum hüpft muss er halt irgendwie reagieren.
    Klappt aber alles schon ganz gut.
    Heute liegt sie schon den ganzen Abend ganz lieb bei ihm im Zimmer, nachdem sie heute nicht mal mit der Wimper gezuckt hat als er heim kam.

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