Hund weggelaufen...

  • Hallo,ich sitz hier und bin immernoch total am zittern und heulen..

    Also mein Hund ist jetzt knapp 8 Monate alt, wir haben viel mit der SL trainiert und es war mittlerweile eigentlich schon so,dass ich ihn überwiegend frei laufen lassen konnte..das Problem sind bei uns einfach Hundebegegnungen...die Hunde sind ja sooooo interessant,auch wenn sie nix von ihm wissen wollen.
    So also mittlerweile wars schon so,dass wir an den meisten Hunden vorbeikonnten,ohne großes Theater,er hörte aufs Wort (manchmal auch erst aufs Zweite..^^),also eig alles total super.
    Also bin ich vorhin raus,auf die Feldwege (wohne in nem kleinen Dorf sozusagen), Hund von der Leine,alles super. Plötzlich taucht von vorne ein Hund auf, meiner RAST hin,ich brüll noch laut 'NEIN!' und ab da nahm alles seinen lauf..da mein hund manchmal sehr sensibel ist und man eigentlich schon aufpassen muss wie man mit ihm umgeht, hat ihn mein gebrüll anscheinend in dem moment SO verunsichert,dass er vor angst,ich könnte sauer auf ihn sein,weil er abgehauen ist, einfach immer weiter vor mir weggelaufen...die kompletten feldwege,über die straße(!) bis vor unsere haustür,wo gott sei dank sein absolut größter hundekumpel mit frauchen um die ecke kam,welche ihn dann endlich packen konnte :gott:
    Ich kam dann endlich an,total ausser atem und extrem verheult wo ich ihndann ENDLICH nach einer gefühlten ewigkeit anleinen konnte...
    Ich fühl mich SO mies...mir tat das einfach so weh, dass mein kleiner offensichtlich aus angst vor mir weggelaufen ist..er rannte in einem abstand von etwa 200 metern immer sofort weiter sobald ich mich näherte...heul...ich denke die schleppleine bleibt die nächsten wochen nur noch dran..
    Sorry für den roman aber das musste jetzt mal raus, ich steh immer noch unter schock und bin so froh,dass noch alles gut gelaufen ist..
    Traurige, verzweifelte und geschockte grüße, xeandra

  • Moin, nächstes Mal rennst du nicht hinterher, sondern langsam von ihm weg in die andere Richtung. Ohne zu heulen, lieber eia, eia, also lautstarke Einladung zum Spiel, auf die Schenkel klopfen und von ihm weg bewegen. Das kann man auch gut an der Schlepp üben. Und immer loben wenn er kommt, niemals schreien oder schimpfen. Auch wenn du innerlich mit dem Fuß aufstampfen willst.
    Nicht aufregen, das wird schon.
    Manche Hundis sind halt sensibel.

  • Meienr ist genau so. Super sensibel. Wenn ich wütend hinter dem herlaufe, dann gibt er noch mehr Gas.
    Ich locke ihn dann an, indem ich wie eben geschrieben, ganz laut Tschüüüüß rufe, und ich eine andere Richtung laufe.
    Meistens habe ich noch ein Quietsche Teil mit und benütze das dann ganz viel dabei.
    Louis guckt dann sofort und läuft in meine Richtung.

  • Ich bin auch weggelaufen vor ihm ud hab mit quietschestimme gerufen und gehüpft, aber irgendwie wars heut echt...und zwischendurch hab ich mich sogar irgendwo hingesetzt und garnicht oder ruhig geredet..keine ahnung was da los war..man :(
    Das heißt dann wohl doch wieder schleppleinenpflicht..der auslöser des ganzen war das unerlaubte losrasen zum anderen hund :verzweifelt:

    @Bambi1988: ich hab auch probiert spielerish wegzurennen,aber als ich dann geguckt hab, ob er hinterher rennt und plötzlich feststelle, dass der dussel trotzdem weiter in die andere richtung (straße) läuft, hab ichs dann gelassen..

    Ach das war einfach so doof..und der spaziergang war so entspannt und schön bis zu dem zeitpunkt,als der hund auftauchte...

  • Die Schleppleine wirst du wohl nicht nur ein paar Wochen dran behalten müssen. =)

    Da musst du an verschiedenen Stellen anfangen, mit ihm zu üben.

    Mach dich für ihn im Alltag interessanter, bemuttere ihn nicht mehr, falls du TF fütterst, würde ich das vorerst nur noch draußen beim Schleppleinentraining oder anderem Training geben...

    Ich denke, du musst die Bindung zwischen dir und ihm vertiefen bzw. festigen.

  • Ich bemuttere ihn auch nicht. Mein vater und ich sind die einzigen hier im Haus, die den hund nicht 24h am tag bequatschen. Anders als meine mutter, meine schwester und das gleiche auch bei meinen schwiegereltern/meinem freund. Ich finds nervig, wenn dauernd alle den hund betüddeln und der immer und immer weiter aufdreht :( ich versuch ihm ja grad ruhe beizubringen.
    Naja ich werd auf jeden fall nur noch mit schlepp raus, zu nem anderen hund laufen, ohne meine erlaubnis ist auch verboten..hoffentlich wird das..

  • Kopf hoch! Erziehung heißt eben auf und abs... :muede2:

    Unsere Hundetrainerin hat immer gesagt: Dann mach dich zum Affen und renn nie zum Hund hin sondern eher weg (Klar muss man seinen Hund trotzdem im "Hinterauge" behalten.

    Ich drücke dir die Daumen dass ihr bald auch diese Hürde meistert!

    LG Jasmin

  • Kann dich total verstehen, fühl dich gedrückt!

    Ich war heute früh im Park auch erschrocken: Joschi läuft an der 5m-Schleppleine, aber da kam ein anderer großer unangeleinter Rüde an, damit die Kommunikation zwischen beiden problemlos funktioniert und es nicht zu Missverständnissen kommt, habe ich die Schleppleine fallengelassen, Joschi tanzte noch etwas um den Rüden herum, dann - flups - rannte er wie ein Blitz weg Richtung Bäume (dort hatte er einen anderen Hund gesehen).

    Ich bin dann hinterhergerannt - WEIL er den anderen Hund (alt) nervte und WEIL eine Freundin mal diesen Renn-in-die-andere-Richtung-Tipp befolgt hat und ihr Hund dann eine Stunde weg war (auch 8 Monate alt, erst einem Hasen hinterher, dann was anderes Spannendes entdeckt, sich dann vermutlich vor einem Schuss erschrocken und ziellos geflüchtet).

    Lasse die Schleppleine in Zukunft nicht mehr fallen - Training ist Training, das hat mich der Morgen gelehrt.

    Habe von vielen Leuten gehört, dass ihre Hunde das in dem pubertären Alter auch gemacht haben - aber irgendwann war dann gut. Dies zur Aufmunterung!

    Liebe Grüße,

    Ingo

  • Vielen dank für die aufmunternden Worte!
    Laufe jetzt nur noch mit Schleppleine rum und so fühle ICH mich viel sicherer und bin entspannter. Und das bleibt jetzt auch so lange, bis ich mir absolut sicher sein und mich auf meinen Hund verlassen kann. Denn noch einmal möchte ich sowas nicht erleben.
    LG xeandra

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