• Zitat

    Mit zwölf Wochen hat sie ernsthaft versucht, eine Sau im Maisfeld in Reichweite ihrer Milchzähnchen zu kriegen

    :schockiert:

    Spätestens da wäre ICH gerannt! Aber in die andere Richtung... :roll:

    Also zusammenfassend gesagt, ist die Chance, dass Shadow nicht zum Jäger wird, ganz gut. Vorausgesetzt ich mach alles richtig natürlich. In zwei, drei Monaten kommt sie vielleicht mal in so eine Phase, aber die Tendenz zum nicht-jagen ist immerhin da.

  • Lach, ja.. Mein Köterchen hat auf dem Bogenstand dieses Jahr unter den hochkant abgestellten Betonplatten ein Nagernest entdeckt....

    Er war nur sehr schwer davon abzubringen, dieses ausheben zu wollen. Nur angesichts der hochkant abgestellten Betonplatten hielt ich das für des Terriers Gesundheit für ratsamer.

  • "Spätestens da wäre ICH gerannt! Aber in die andere Richtung"

    Das ging für alles VIEL zu schnell. Da war nur eine Explosion im Feld neben dem Weg, dieses harte "Öff", das erschrockene Schweine machen, und dann war der dicke dunkle Schemen auch schon polternd ab durch den Mais - und mein winziger Welpe blitzschnell und entschlossen hinterher, sogar mit einem astreien Baby-Hetzlaut.

    Ich hab wirklich gedacht, daß ich das Hündchen nicht lebend wiedersehe, aber das Schwein ist gottseidank einfach getürmt, vermutlich erst recht vor meinem Gebrüll nach dem Hund. Dem wurde prompt sehr mulmig, als die Superbeute außer direkter "Reichweite" war und er sich plötzlich mit seinen zwei Kilo so ganz allein im Maisfeld wiederfand. Da hörte das gierige Gejiffe dann auf, und Fräulein Terrier machte sich schleunigst auf den Rückweg. Sehr schlau übrigens: Sie kam zügig auf der Spur zurück. Insofern dauerte die ganze Sache auch nicht besonders lange - kam mir aber wie eine Ewigkeit vor.

  • Zitat

    "Spätestens da wäre ICH gerannt! Aber in die andere Richtung"

    Das ging für alles VIEL zu schnell. Da war nur eine Explosion im Feld neben dem Weg, dieses harte "Öff", das erschrockene Schweine machen, und dann war der dicke dunkle Schemen auch schon polternd ab durch den Mais - und mein winziger Welpe blitzschnell und entschlossen hinterher, sogar mit einem astreien Baby-Hetzlaut.

    Ich hab wirklich gedacht, daß ich das Hündchen nicht lebend wiedersehe, aber das Schwein ist gottseidank einfach getürmt, vermutlich erst recht vor meinem Gebrüll nach dem Hund. Dem wurde prompt sehr mulmig, als die Superbeute außer direkter "Reichweite" war und er sich plötzlich mit seinen zwei Kilo so ganz allein im Maisfeld wiederfand. Da hörte das gierige Gejiffe dann auf, und Fräulein Terrier machte sich schleunigst auf den Rückweg. Sehr schlau übrigens: Sie kam zügig auf der Spur zurück. Insofern dauerte die ganze Sache auch nicht besonders lange - kam mir aber wie eine Ewigkeit vor.


    Jaja... der Größenwahn des Terriers...

    Und wir haben uns diese Hunde auch noch freiwillig angetan!

  • Zitat

    Mit der ersten Läufigkeit hat sie dann echten Jagdtrieb entwickelt. Mit 9 Monaten ist sie zum ersten Mal einem Hasen hinterher, hat allerdings nur auf Sicht gejagt. Dass man zum Jagen auch die Nase einsetzen kann, hat sie erst so etwa mit 2 Jahren entdeckt. Seitdem zeigt sie das Jagdverhalten eines DD (soweit ich das beurteilen kann).

    .

    Hi LayNia, echt interessant, daß es auch umgekehrt sein kann.

  • ..und ich wußte auch noch, was da auf mich zukommt.

    Was ich damals NICHT wußte, war, daß die Mutterhündin und das ganze große Rudel diesem Nachwuchs vermutlich schon ein paar tolle Storys aus ihrem Leben als professionelle Saujäger mit auf den Weg gegeben hatten, wahrscheinlich sowas wie Terrier-Jägerlatein vom Allerfeinsten. Irgendwer muß den Mini wirklich schon sehr früh auf den Geschmack gebracht haben. Meine Airedalehündin, später auch sehr jagdtriebig, hätte sich in dem Alter garantiert noch hinter mir versteckt - die fing da erst nach der ersten Läufigkeit richtig an!

  • Unser Schäfi ist heute ausgebüxt :hilfe:

    Wir waren auf einer wunderbaren riesen großen Wiese. Die Kinder saßen auf der Picknickdecke und haben gegessen und getrunken. Mein Mann und ich waren etwa 50 Meter auseinander und haben Alina abgerufen, mit ihr Sitz, Platz, Bleib geübt. Ich wollte die Distanz vergrößern, renne mit ihr in Richtung Wald, da springt direkt zwei Meter vor uns ein Kaninchen aus der Deckung, schwups, die schwarze Dame hinterher :verzweifelt:

    Ich habe versucht zu rufen, selbst die Notfallhundepfeife, die sonst 100% funktioniert wurd eignoriert bzw. der Hund hatte den Hasen im Kopf und seine Ohren abgestellt.

    Sie ist ihm einfach hinterhergehoppelt, war dann ganz verdutzt, als er im nächsten Maisfeld verschwand und kam dann auch wieder problemlos zurück.

    Puh, das war ein Schreck. Sie hat sich bisher immer abrufen lassen. Neulich abends ist sie auch schon nem Hasen nach und direkt nach dem Ruf blieb sie stehen und kam zu uns zurück. Wir haben sie doll gelobt und ich war total stolz, dass sie mich toller fand als den Hasen. Und jetzt bin ich natürlich deprimiert :sad2:

    Was mach eich denn nun? Erst mal nur mit der Schlepp spazieren gehen, gar nciht mehr ableinen, ach Mensch, das ärgert mich so!

  • Bei den meisten Hunden kommt der Jagdtrieb mit oder nach der Pubertät durch, manchmal noch später. Vorher ist es oft nur ungerichtetes Reagieren auf einen Bewegungs- oder Geruchsreiz. Ausnahme sind natürlich die echten Jagdgeier, wie der abgebildete Terrier - da zeigen sich die Anlagen meist sehr früh, wobei sich auch da in der Pubertät alles noch verstärkt.

    Fast jeder Hund hat zumindest verkümmerte Reste des Jagdtriebs, aber das beschränkt sich vielfach auf eine unspezifische Reaktion auf Bewegungsreize. Nicht jeder Hund, der einmal einem Reh oder Kaninchen hinterher ist, hat einen ausgeprägten Jagdtrieb. Umgekehrt ist man nicht immer auf der sicheren Seite, wenn der Hund bis zum alter von 12 - 18 Monaten keine jagdlichen Ambitionen gezeigt hat.....

    Bei Rhian kam der Jagdtrieb ganz klassisch mit der Pubertät, blieb aber mässig ausgeprägt, bzw nicht einzuordnen mangels Gelegenheit. So richtig durchgekommen ist er dann, als sie mit fast 3 Jahren mehrfach auf "ihr" Wild traf - da war sie schlagartig voll motiviert. Splash gehört zur kategorie Jagdgeier, das bemerkte ich schon mit 10, 12 Wochen, ging Hochwind und Spuren....

  • Naja, sie ist ja ein Schäferhund, da gehe ich weniger von einem wirklich starken Jagdtrieb aus, der Hase ist halt direkt vor uns hoch gespritzt und sie freudig hinterher ;)

    Nur was mache ich jetzt?

    Wie bekomme ich sie dazu, dass sie auch in so einer Situation abrufbar ist - ich unterlag ja bis heute der MEinung sie sei es :hust:

  • Hi,

    Also mein Großpudel hat schon von Anfang an (seit er 11 Wochen ist) Interesse an sich bewegenden Dingen gezeigt und ist auch gern mal hinterhergelaufen, wenn er ne Krähe gesehen hat oder sowas.
    In dem Alter ist es noch mehr spielerisch.

    So richtig ernst wird Jagdverhalten mit der Pubertät. Vorher kannst du eigenltich nicht genau sagen, wie stark sich der Jagdtrieb entwickelt.

    Ich würde mir eigentlich weniger Gedanken darum machen, ob der Hund noch Jagdtrieb bekommen kann sondern eher drüber nachdenken, welche Übungen ich auch jetzt schon machen kann, um im Falle des Falles eine Kontrollierbarkeit zu bekommen :headbash:

    Adrenalina, was hast du mit deinem Hund in Bezug auf den Jagdtrieb schon so geübt?
    Ich würde folgendes beachten:
    1. nach dem Jagderlebnis ne Zeitlang nicht von der Leine lassen (hier musst du deinen Hund richtig einschätzen, solange der Hund noch in dem Erlebnis drin ist und es am Liebsten gleich nochmal hätte, sollte er an der Leine bleiben. Das kann je nach Hund ein paar Minuten bis ein paar Tage dauern).
    2. Übungen zur Kontrollierbarkeit machen. Z.B. mit Ball/Dummy üben, dass der Hund dem geworfenen Gegenstand nicht folgt. Bei der Dummyarbeit nennt man das Steadyness. Später kann man dann auch üben, dass der Hund zu dem Gegenstand loslaufen darf und dann aus dem Laufen zurückgerufen wird.
    3. In Gegenden mit Wild Hund an der Schleppleine haben und jeden Ansatz von Jagdverhalten unterbrechen.

    lg,
    Sanne

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