Bindungsaufbau
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KirasFrauchen36 -
10. Oktober 2011 um 13:46
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Hallo ihr lieben!
Ich habe Kira jetzt seit 3 Wochen und sie hat sich hier super eingelebt.
Ich möchte eine optimale Bindung zwischen ihr und mir aufbauen. Um das zu erreichen mache ich zur Zeit die Handfütterung (drinnen und draußen, nie zu festen Zeiten) und natürlich spiele und trainiere ich viel mit ihr. Die Grundkommandos hat sie bereits gelernt und ich wollte bald auch mit Dummytraining und Schleppleinentraining beginnen (sobald meine Bestellung eintrifft). Und natürlich schmuse ich mit ihr, bestrafe sie nie, sondern ignoriere falsches Verhalten etc.Meine Frage ist nun. Was kann ich noch zum Bindungsaufbau beitragen? Und wie habt ihr die Bindung zwischen euch und euren Hunden aufgebaut? Woran erkenne ich, dass eine gesunde Bindung vorhanden ist?
Kira ist mein erster Hund. Ich bin zwar mit Hunden aufgewachsen (Rottweiler), aber das ist ja trotzdem was anderes
Und ich möchte alles richtig machen und gebe mir viel Mühe. Ich möchte keinen Hund haben, der nur "neben mir her lebt", keinerlei Bindung zu mir hat und alles andere interessanter findet, als mich
Deswegen frage ich :) - Vor einem Moment
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Hi,
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Hallo,
kurzer Tipp vorweg: Beim Schleppleinentraining bitte immer mit Geschirr arbeiten, nicht mit dem Halsband!

Ansonsten ist, glaube ich, der Schlüssel zu einer guten Bindung, dass du viel Zeit mit deinem Hund verbringst und diese ihm Spaß bereitet. Wenn ihr gemeinsamen Hundesport betreibt, dann wird das schon ordentlich dazu beitragen. Dass du sie nicht bestrafst und das eher ignorierst würde ich als nicht ganz richtig ansehen. Du sollst ihr ja nicht weh tun, aber sie muss schon merken, dass du konsequent bist und das Kommando hast, damit geht es ihr auch wesentlich besser, da sie nicht das Gefühl hat der Rudelführer sein zu müssen. Denke du gehst den richtigen Weg und den Rest wird die Zeit bringen ...
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Für mich ist der Schlüssel zu einer guten Beziehung unter anderem Vertrauen. Also würde ich mit ihr viele vertrauensbildende Dinge machen. "Mutexperimente" - so kann sie lernen durch erfahren, dass das, was du mit ihr machst, ihr gut tut, ihr Selbstbewusstsein stärkt und dass du immer da bist, ihr nichts passieren wird, auch wenn sie vielleicht selber anders entschieden hätte. Außerdem würde ich wenig selbstbelohnende Dinge zulassen. Denn dafür braucht sie dich nicht.
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Zitat
Hallo,
kurzer Tipp vorweg: Beim Schleppleinentraining bitte immer mit Geschirr arbeiten, nicht mit dem Halsband!

Ansonsten ist, glaube ich, der Schlüssel zu einer guten Bindung, dass du viel Zeit mit deinem Hund verbringst und diese ihm Spaß bereitet. Wenn ihr gemeinsamen Hundesport betreibt, dann wird das schon ordentlich dazu beitragen. Dass du sie nicht bestrafst und das eher ignorierst würde ich als nicht ganz richtig ansehen. Du sollst ihr ja nicht weh tun, aber sie muss schon merken, dass du konsequent bist und das Kommando hast, damit geht es ihr auch wesentlich besser, da sie nicht das Gefühl hat der Rudelführer sein zu müssen. Denke du gehst den richtigen Weg und den Rest wird die Zeit bringen ...
Ja, ein ein Geschirr haben wir schon. :)
Naja wenn Kira etwas nicht darf, dann sage ich scharf "Nein" und dann weiß sie sofort bescheid und hört auch sofort darauf. Das ich aber denke ich kein bestrafen sondern ein "hey, bis hier hin und nicht weiter". Das klappt super.
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Zitat
Für mich ist der Schlüssel zu einer guten Beziehung unter anderem Vertrauen. Also würde ich mit ihr viele vertrauensbildende Dinge machen. "Mutexperimente" - so kann sie lernen durch erfahren, dass das, was du mit ihr machst, ihr gut tut, ihr Selbstbewusstsein stärkt und dass du immer da bist, ihr nichts passieren wird, auch wenn sie vielleicht selber anders entschieden hätte. Außerdem würde ich wenig selbstbelohnende Dinge zulassen. Denn dafür braucht sie dich nicht.
Kira wollte anfangs partu nicht über Brücken gehen. Sie hatte extrem Angst davor. Aber ich habe ihr gut zugeredet, sie mit Leckerchen gelockt und ganz viel gelobt, als sie dann doch auf die Brücke kam. Und nach ein paar mal hatte sie keinerlei Angst mehr vor Brücken :)
Stichwort selbstbelohnende Dinge.. Woran erkenne ich selbstbelohnende Situationen/Aktionen?
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Zitat
Stichwort selbstbelohnende Dinge.. Woran erkenne ich selbstbelohnende Situationen/Aktionen?
bspw. dein Hund ist nicht angeleint, läuft zu fremden Hunden obwohl du es verboten hast und spielt dann mit diesen oder er klaut essen etc.
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Zitat
Und natürlich schmuse ich mit ihr, bestrafe sie nie, sondern ignoriere falsches Verhalten etc.
Für eine top Bindung benötigst du Zeit, viel Zeit und ist nicht immer erstrebenswert. Denn falls dir mal was zustößt, du mal ins Krankenhaus musst und die Bindung ist zu stark, kann der Hund an der Trennung sterben. Das nur mal so nebenbei.
Ansonsten darfst du deinen Hund durchaus maßregeln, das braucht er sogar Grenzen und Regeln und ignorieren bei Fehlverhalten kann durchaus auch kontraproduktiv sein. Du wirst deswegen nicht die Achtung deines Hundesverlieren, viel eher sogar wird dein Hund dich als Beschützer und Regler wahrnehmen.
Die Bindung wächst durchaus durch klare Ansagen, freundliche, positive Ausbildung und indem du deinen Hund beschützt. Heißt, du musst andere Hund wegschicken, wenn sie deinen Hund bedrängen.
Ansonsten viel mit dem Hund unternehmen, viel gemeinsam machen, ausbilden und einen gewissen Grundgehorsam festigen.
Eine starke Bindung haben heißt, ein tiefes Verständnis zueinander haben, der Hund weiß, wie mir es geht, ich weiß, wie es dem Hund geht. Der Hund geht mir mit, ohne Worte, weiß, was er zu tun hat, ohne Worte. Ich habe einen Hund an der Leine, der dahin geht wo ich hingehe, ohne dass ich die Leine in der Hand spühre. Der Hund bleibt stehen, wenn ich stehen bleibe.... Ich bin am Interessantesten. Mir vertraut man, wo du bist, will auch ich sein. Und ohne Leine haben wir ein unsichtbares Band. Man kennt sich einfach in- und auswendig.Es ist ein tiefes Verstehen, eine Art Abhängigkeit, im Gegenzug zu einer guten Beziehung.
Eine gute Beziehung kann man schnell haben, eine gute Bindung verdient man sich.
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Zitat
bspw. dein Hund ist nicht angeleint, läuft zu fremden Hunden obwohl du es verboten hast und spielt dann mit diesen oder er klaut essen etc.
Verstehe!
Essen klauen tut sie nicht, sie bettelt nicht einmal. Allerdings habe ich auf einer eingezäunten Hundewiese probiert sie ohne Leine laufen zu lassen. Kaum war sie Leine ab, war ich Luft. Mein rufen hat sie komplett ignoriert. Ich hätte sogar ohne sie nach Hause gehen können, sie hätte es nicht einmal bemerkt.. Daher geht ohne Schleppleinentraining denke ich gar nichts. Ich kann ihr diese Freiheit nicht geben, solange ich dann keinen Einfluss mehr auf sie habe und sie einfach ihre eigenen Wege geht und mit Hunden spielt.
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Zitat
Stichwort selbstbelohnende Dinge.. Woran erkenne ich selbstbelohnende Situationen/Aktionen?Jagen ist selbstbelohnend.
Ansonsten muss man es so sehen, Hund macht Mist, damit er zum Erfolg kommt und Besitzer gibt nach. Der Hund hatte Erfolg. Zum Beispiel Ziehen ander Leine, um zum anderen Hund zu kommen. Frauchen gibt nach, der Hund darf zum anderen Hund, der Hund hatte also mit dem Ziehen Erfolg, er wird das Verhalten wiederholen, um das gleiche Erfolgserlebnis zu bekommen.
Oder Hund rennt zum Zaun, kläfft, Hund wird zurückgerufen, wird gelobt, weil er anscheinend ja so schnell zurückkam. Der Hund lernt aber. An den Zaun rennen, kläffen, zurück zum HF und Leckerchen abholen. Ziel wäre, nicht zum Zaun zu rennen und sich so sein Leckerchen abzuholen.
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Verstehe!
Essen klauen tut sie nicht, sie bettelt nicht einmal. Allerdings habe ich auf einer eingezäunten Hundewiese probiert sie ohne Leine laufen zu lassen. Kaum war sie Leine ab, war ich Luft. Mein rufen hat sie komplett ignoriert. Ich hätte sogar ohne sie nach Hause gehen können, sie hätte es nicht einmal bemerkt.. Daher geht ohne Schleppleinentraining denke ich gar nichts. Ich kann ihr diese Freiheit nicht geben, solange ich dann keinen Einfluss mehr auf sie habe und sie einfach ihre eigenen Wege geht und mit Hunden spielt.
Hast du versucht nach Hause zu gehen? Stillschweigend? Ohne Rufen? Es wäre ein Versuch wert! Ansonsten hab ich auch 5 Monate die Schleppleine gebraucht, um danach dem Hund den Freilauf zu schenken. Schleppleine ist ein geniales Mittel, um sich durchsetzen zu können.
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