Bindungsaufbau
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KirasFrauchen36 -
10. Oktober 2011 um 13:46
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Für eine top Bindung benötigst du Zeit, viel Zeit und ist nicht immer erstrebenswert. Denn falls dir mal was zustößt, du mal ins Krankenhaus musst und die Bindung ist zu stark, kann der Hund an der Trennung sterben. Das nur mal so nebenbei.
Ansonsten darfst du deinen Hund durchaus maßregeln, das braucht er sogar Grenzen und Regeln und ignorieren bei Fehlverhalten kann durchaus auch kontraproduktiv sein. Du wirst deswegen nicht die Achtung deines Hundesverlieren, viel eher sogar wird dein Hund dich als Beschützer und Regler wahrnehmen.
Die Bindung wächst durchaus durch klare Ansagen, freundliche, positive Ausbildung und indem du deinen Hund beschützt. Heißt, du musst andere Hund wegschicken, wenn sie deinen Hund bedrängen.
Ansonsten viel mit dem Hund unternehmen, viel gemeinsam machen, ausbilden und einen gewissen Grundgehorsam festigen.
Eine starke Bindung haben heißt, ein tiefes Verständnis zueinander haben, der Hund weiß, wie mir es geht, ich weiß, wie es dem Hund geht. Der Hund geht mir mit, ohne Worte, weiß, was er zu tun hat, ohne Worte. Ich habe einen Hund an der Leine, der dahin geht wo ich hingehe, ohne dass ich die Leine in der Hand spühre. Der Hund bleibt stehen, wenn ich stehen bleibe.... Ich bin am Interessantesten. Mir vertraut man, wo du bist, will auch ich sein. Und ohne Leine haben wir ein unsichtbares Band. Man kennt sich einfach in- und auswendig.Es ist ein tiefes Verstehen, eine Art Abhängigkeit, im Gegenzug zu einer guten Beziehung.
Eine gute Beziehung kann man schnell haben, eine gute Bindung verdient man sich.
Danke!
Das hast du super beschrieben!Ja es ist nicht so, dass ich ihr ihre Grenzen nicht aufzeige. Sie hört sehr gut auf ein scharfes "Nein". Dann weiß sie sofort "bis hier hin und nicht weiter". Das klappt auch zu 100%.
Was ich mit bestrafen meine ist, wenn sie etwas angestellt hat und ich sie danach bestrafe, ohne das ich sie dabei erwische oder es gesehen habe. Dann weiß der Hund nämlich gar nicht mehr was ich meine und wird unsicher. Das meinte ich
Ihre Grenzen kennt sie sehr genau und die akzeptiert sie auch bedingungslos. - Vor einem Moment
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Jagen ist selbstbelohnend.
Ansonsten muss man es so sehen, Hund macht Mist, damit er zum Erfolg kommt und Besitzer gibt nach. Der Hund hatte Erfolg. Zum Beispiel Ziehen ander Leine, um zum anderen Hund zu kommen. Frauchen gibt nach, der Hund darf zum anderen Hund, der Hund hatte also mit dem Ziehen Erfolg, er wird das Verhalten wiederholen, um das gleiche Erfolgserlebnis zu bekommen.
Oder Hund rennt zum Zaun, kläfft, Hund wird zurückgerufen, wird gelobt, weil er anscheinend ja so schnell zurückkam. Der Hund lernt aber. An den Zaun rennen, kläffen, zurück zum HF und Leckerchen abholen. Ziel wäre, nicht zum Zaun zu rennen und sich so sein Leckerchen abzuholen.
Ihr beschreibt das total super! Es gibt nämlich Kleinigkeiten, die in dem Hund völlig falsche Verknüpfungen festigen und das möchte ich natürlich nicht! Und ich als Anfänger möchte das natürlich nicht erst falsch machen um es dann zu korrigieren.
Ich lasse Kira grundsätzlich nicht mehr zu anderen Hunden, wenn sie hinzieht oder rumkläfft, weil sie unbedingt hin will. Ich wechsel dann einfach wortlos die Richtung. Das versucht sie nämlich immer wieder und das möchte ich nicht. Da bin ich konsequent. Sie ist dann aber immer ziemlich frustriert und jault etwas rum. Ist wohl ihre Art sich zu beschweren..
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Hast du versucht nach Hause zu gehen? Stillschweigend? Ohne Rufen? Es wäre ein Versuch wert! Ansonsten hab ich auch 5 Monate die Schleppleine gebraucht, um danach dem Hund den Freilauf zu schenken. Schleppleine ist ein geniales Mittel, um sich durchsetzen zu können.
Ja, ich habe das versucht... Umso enttäuschter und verletzter war ich, als das nicht funktioniert hat.. Ich hab erst gerufen. Dann bin ich wortlos gegangen. Das ist ihr nicht einmal aufgefallen. Das war schon ein Schlag in die Magengrube.. Sie ist mit anderen Menschen mitgegangen, mit dessen Hunden sie gerade gespielt hat. Deren Hunde waren natürlich bei ihren Menschen und sind mitgegangen.. Und meine hat dann einfach mal das Rudel wechseln wollen und ging da mit
Ich musste sie holen.. -
Bei Hunden ist es eigentlich so, dass du ihre Welt in rot und grün einteilen musst. Manches ist erlaubt, manches eben nicht. In der Hundeschule lernst du dann wie du gewünschtes Verhalten bspw. mit Leckerchen oder Spielzeug provozieren kannst, was du im Anschluss daran sofort belohnst. So verknüpft der Hund mit der Zeit, dass er für dieses Verhalten belohnt wird und macht es automatisch. Andere Dinge hingegen muss man mit Konsequenz durchsetzen, damit er merkt, wenn er bspw. im Auto bellt um raus zu kommen, dann geht es erst recht nicht raus, denn erst wenn er aufhört öffnet sich die Türe.
Schwierig sind bspw. Situationen in denen du deinen Hund rufst, er kommt und kommt einfach nicht und irgendwann wenn er kommt und man selbst schon total sauer ist, dann muss man ihn dennoch dafür loben, da er ja gekommen ist. Ebenso darf man den Hund nicht nur rufen um ihn anzuleinen, sondern immer mal wieder zwischendurch, ansonsten denkt er sich sofort, dass wenn er kommt, wird das Spiel oder der Spaziergang beendet.
Wenn er dich nicht beachtet, mach dich interessant für ihn bspw. mit etwas das quietscht oder Leckerchen die ihm ganz besonders gut schmecken und die es nicht oft gibt etc.
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Was erwartest du? Dafür ist es noch zu früh. Wenn das so ist, übe oft den Abruf, wenn keine Ablenkung da ist, dann spiel mit deinem Hund ein Zerrspiel oder es gibt ein Lecki. Dazu immer weg vom Hund laufen. Und dann darf der Hund wieder spielen gehen. Der Hund darf nicht das System erkennen: Die ruft, ich muss gehen, jetzt gehts heim oder an die blöde Leine, das ist doof!"
Sondern dein Hund soll kommen, weil er sagt, ei, da geht was, cool, mal sehen, was wir da machen. Dann wird feste gelobt und Hund darf wieder gehen. Kommt Hund an die Leine auch an der Leine spielen, damit Leine toll ist.
Und wenn Hund gerade mal auf Durchzug stellt, was in der Flegelphase (meist zw. 10 bis 24 Monate), dann eben Hund an die Schleppleine und sich dann durchsetzen und Hund herholen.
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Was erwartest du? Dafür ist es noch zu früh. Wenn das so ist, übe oft den Abruf, wenn keine Ablenkung da ist, dann spiel mit deinem Hund ein Zerrspiel oder es gibt ein Lecki. Dazu immer weg vom Hund laufen. Und dann darf der Hund wieder spielen gehen. Der Hund darf nicht das System erkennen: Die ruft, ich muss gehen, jetzt gehts heim oder an die blöde Leine, das ist doof!"
Sondern dein Hund soll kommen, weil er sagt, ei, da geht was, cool, mal sehen, was wir da machen. Dann wird feste gelobt und Hund darf wieder gehen. Kommt Hund an die Leine auch an der Leine spielen, damit Leine toll ist.
Und wenn Hund gerade mal auf Durchzug stellt, was in der Flegelphase (meist zw. 10 bis 24 Monate) gerne der Fall, dann eben Hund an die Schleppleine und sich dann durchsetzen und Hund herholen.
Und wenn Hund nicht oder schlecht komtm, wird eben nicht gelotbt. -
Ich würde gerne wissen, was "Mutexperimente" sind;
diesen Thread finde ich sehr interessant, weil ich die gleichen Gedanken wie die Themenstellerin habe
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Ich würde gerne wissen, was "Mutexperimente" sind;
diesen Thread finde ich sehr interessant, weil ich die gleichen Gedanken wie die Themenstellerin habe
Das sind Situationen vor welchen der Hund Angst hat und man versucht ihm diese zu nehmen bspw. wie mit der eben genannten Brücke oder wenn er Angst vor dem Staubsauger hat, dann hilft man ihm diese Angst zu überwinden und zeigt dem Hund gleichzeitig, dass wenn man dabei ist, er sich keine Sorgen zu machen braucht. Das stärkt das Vertrauen und die eigene Position im Rudel.
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Ich würde gerne wissen, was "Mutexperimente" sind;
diesen Thread finde ich sehr interessant, weil ich die gleichen Gedanken wie die Themenstellerin habe
Ich verstehe die Frage nicht, was meinst du mit Mutexperimenten?
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Für mich ist der Schlüssel zu einer guten Beziehung unter anderem Vertrauen. Also würde ich mit ihr viele vertrauensbildende Dinge machen. "Mutexperimente" - so kann sie lernen durch erfahren, dass das, was du mit ihr machst, ihr gut tut, ihr Selbstbewusstsein stärkt und dass du immer da bist, ihr nichts passieren wird, auch wenn sie vielleicht selber anders entschieden hätte. Außerdem würde ich wenig selbstbelohnende Dinge zulassen. Denn dafür braucht sie dich nicht.
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