2 Huskys entlaufen, Rügen Okt.2011

  • Hallo, etwas möchte ich auch noch dazu sagen.: Ich habe mich ja mit einer Frau unterhalten die einen Suchhund hat, Nameunde. n habe ich leider vergessen zu viele Telefonate in letzter Zeit :-)) Diese sagte mir das nach dieser Zeit, wenn überhaupt nur noch ein Bloodhound eingesetzt werden könnte. Sie würde Ihre Hunde schon nach 1 Woche nicht mehr für die Suche nehmen. Es gibt so weit ich weiß in Deutschland wohl auch nur 5 solcher Suchhunde. Aber so oder so dieser einsatz würde ein vermögen kosten, was ich nicht habe und noch dazu nicht mal erfolg versprechen muss. Dort wo meine Hündin das letzte mal gesehen wurde, war ein Hund mit dabei und sie ist immer auf andere Hunde zugegangen diesmal rannte sie aber weg. Ich denke das meine Hunde schon sehr unter Stress stehen und ihr verhalten sich nur noch Instinktiv erklären lässt.
    Aber im Nationalpark ist jeder : Ranger, Ordnungsamt und sogar der Bürgermeister informiert. Jeder beteuert das die Hunde auf keinen Fall geschossen werden, jedenfalls solange sie keine Menschen angreifen. Das würden sie nie tun, aber wenn dann finde ich es mehr als korekt das Menschenleben zu schützen.
    Ich liebe und vermisse meine Beiden sehr, doch habe auch ich in dieser Zeit gelernt zu akzeptieren, das es trotz Domestizierung irgendwie wilde Tiere sind die eingentlich nichts anderes von uns Menschen erwarten als Ihre *Futterdose* zu öffnen. Ich glaube nicht das einer der Beiden abends die Augen zu macht und denkt:" Ach Frauchen wir vermissen Dich". Leider aber so funktionieren Tiere nicht. Und es stimmt was einige schreiben, der Mensch neigt dazu seine Hunde zu vermenschlichen, auch ich habe das bisher getan. Alle engeren Freunde haben mich inzwischen für verrückt gehalten, weil ich nur noch an die Hunde gedacht habe. Wenn ich jetzt nicht etwas kürzer trete dann verliere ich auch noch den halt in meinem Privatleben. Nicht gegen Kritik von einigen Leuten, natürlich hätte ich noch besser auf sie aufpassen müssen und vielleicht stimmt es auch das ich es hätte wissen müssen, aber es ist numal passiert und sie sind weg, doch ich habe die Beiden ja nicht an einen Baum gebunden oder Mißhandelt. Und............. ich habe sie auch nicht aufgegeben, werde ich auch nicht solange ich weiß das sie noch leben, trotzdem sind mir im moment die Hände gebunden da ich nicht mehr weiß wo ich ansetzten soll. Aber ich bin Froh, das es doch etliche hier und in anderen Foren gibt , die mir sagen das ich genug getan habe, denn es belastet mich schon sehr wenn manche sagen es sei noch zu wenig.
    Mei größtes Mitgefühl gehört wirklich Menschen die Angehörige vermissen, ich habe das Gott sei Dank nie erleben müssen, aber es muss die Hölle sein, wenn es schon so weh tut seine Tiere zu vermissen.


    LG Alexandra


    P.s. Sollte es etwas neues geben werde ich es Euch natürlich mitteilen.

  • Ach Alexandra, ich kann mir vorstellen, dass dir das alles sehr an die Substanz geht... Ich weiß auch nicht, was ich machen würde, wenn mir mein Hund im Urlaub weglaufen würde. Ich hätte gar nicht die finanziellen Mittel, eine riesige Suche anzusetzen, natürlich würde ich alles mir mögliche tun, aber irgendwo wäre dann sicher auch eine Grenze und diese dann zu akzeptieren und sich mit dem Gedanken auseinander zu setzen, dass man das geliebte Tier vielleicht gar nicht mehr wieder bekommt, ist bestimmt sehr sehr schwer. Ich jedenfalls verstehe dich gut. Allerdings wär ich mir mit

    Zitat

    Ich glaube nicht das einer der Beiden abends die Augen zu macht und denkt:" Ach Frauchen wir vermissen Dich".

    nicht so sicher. Als ich in den Urlaub gefahren bin, ohne Hund, lag er zwei Tage recht lethargisch in der Wohnung und hat nach mir gesucht, mich richtig vermisst, hat mir mein Hundesitter berichtet. Als ich wieder zurückkam, war seine Freude riesig! Er hat von Mitte Oktober bis Ende Dezember bei der Züchterin gelebt, dann haben wir ihn dort abgeholt, mit 10 Wochen. 4 Monate später haben wir die Züchterin zusammen mit Othello besucht. Ich kenn meinen Hund, der freut sich über jeden Menschen, aber der Züchterin fiel er richtig um den Hals, er hat gefiept und sich gar nicht mehr eingekriegt. Jedes Mal, wenn sie kurz aus seinem Blickfeld ging und wiederkam, hat er einen Freudentanz aufgeführt und er wedelte nicht nur mit der Rute, sondern mit seiner gesamten hinteren Körperhälfte.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir für unsere Vierbeiner nur Mittel zum Zweck sind. Da gibt es so einen Spruch: "Hunde haben Herrchen und Frauchen, Katzen haben Personal." Wenn ich mir meine Bande hier so anschaue, kann ich das nur unterstreichen :p


    Alexandra, wir drücken hier weiterhin alle Daumen und Pfoten, die wir finden können. Du hast so viel getan und so viel in Bewegung gesetzt, lass dir nicht sagen, dass es nicht genug gewesen wäre. Niemand kann von dir verlangen, eine Helikoptersuchstaffel zu engagieren oder mit Hundertschaften die komplette Insel durchkämmen zu lassen, wer sollte denn so was bezahlen? Lass dich bitte nicht entmutigen, ich finde, du machst das gut!
    :solace:

  • Ich wollte nicht, aber ich möchte hier was beitragen.
    Ein Hund der von vornherein sowohl Mensch als auch Tier suchen soll, dem ist das völlig wurscht was er sucht. Er hat einen Geruchsträger, einen Ansatzpunkt und das reicht. Hunde, die anfangs nur Menschen suchen sollen, KÖNNEN durchaus auch Tiere suchen, es gibt aber - wie bereits gesagt - Hunde die das nicht mögen. Trailen ist aber durchaus speziesübergreifend. Sonst könnte ich ja auch nicht Hunde, Katzen, Pferde und whatever suchen und finden. Leider sind viele Mantrailer gar nicht bereit, Tiere zu suchen.
    Nächster Punkt Alter der Spur. Ich habe eine seit sechs Jahren suchende Spinonehündin und einen - wenn auch noch jungen - Bloodhound und würde garantiert keine 7 Tage alte Spur suchen. Das kann unter bestmöglichen Umständen funktionieren, aber nicht bei diesen Temperaturen, den örtlichen Gegebenheiten und dem Laufverhalten der beiden Hunde. Eine Laufrichtung lässt sich auch nicht sagen ,weil Hunde immer wieder die Richtung wechseln.
    Nächster Punkt ist, das die beiden Huskys es viel zu früh mitbekämen, das sich da ein anderer Hund und ein Mensch nähern und sich vom Acker machen würden. Menschen wollen gefunden werden, Hunde leider nicht. Für mich sind drei Tage die Grenze.
    Letzer Punkt ist die bereits erwähnte Frustration bei negativer Suche. Man kann und muss jedesmal eine Motivationstrail hinterher laufen, was auf Dauer aber auch nicht wirklich funktioniert. Ergo verheizt man schlimmstenfalls seinen Hund. Ich persönlich suche nur noch alte, kranke, verletzte Hunde oder aber Hunde die mit Schleppleine und Co unterwegs sind.
    Alles andere halte ich für unseriös.
    Ich glaube, das die Halterin durchaus bereit ist, alles mögliche zu unternehmen, sehe aber momentan keinen realistischen Ansatz, aktiv zu suchen.

  • Zitat

    Hallo, etwas möchte ich auch noch dazu sagen.: Ich habe mich ja mit einer Frau unterhalten die einen Suchhund hat, Nameunde. n habe ich leider vergessen zu viele Telefonate in letzter Zeit :-)) Diese sagte mir das nach dieser Zeit, wenn überhaupt nur noch ein Bloodhound eingesetzt werden könnte. Sie würde Ihre Hunde schon nach 1 Woche nicht mehr für die Suche nehmen. Es gibt so weit ich weiß in Deutschland wohl auch nur 5 solcher Suchhunde. Aber so oder so dieser einsatz würde ein vermögen kosten, was ich nicht habe und noch dazu nicht mal erfolg versprechen muss. Dort wo meine Hündin das letzte mal gesehen wurde, war ein Hund mit dabei und sie ist immer auf andere Hunde zugegangen diesmal rannte sie aber weg. Ich denke das meine Hunde schon sehr unter Stress stehen und ihr verhalten sich nur noch Instinktiv erklären lässt.
    Aber im Nationalpark ist jeder : Ranger, Ordnungsamt und sogar der Bürgermeister informiert. Jeder beteuert das die Hunde auf keinen Fall geschossen werden, jedenfalls solange sie keine Menschen angreifen. Das würden sie nie tun, aber wenn dann finde ich es mehr als korekt das Menschenleben zu schützen.
    Ich liebe und vermisse meine Beiden sehr, doch habe auch ich in dieser Zeit gelernt zu akzeptieren, das es trotz Domestizierung irgendwie wilde Tiere sind die eingentlich nichts anderes von uns Menschen erwarten als Ihre *Futterdose* zu öffnen. Ich glaube nicht das einer der Beiden abends die Augen zu macht und denkt:" Ach Frauchen wir vermissen Dich". Leider aber so funktionieren Tiere nicht. Und es stimmt was einige schreiben, der Mensch neigt dazu seine Hunde zu vermenschlichen, auch ich habe das bisher getan. Alle engeren Freunde haben mich inzwischen für verrückt gehalten, weil ich nur noch an die Hunde gedacht habe. Wenn ich jetzt nicht etwas kürzer trete dann verliere ich auch noch den halt in meinem Privatleben. Nicht gegen Kritik von einigen Leuten, natürlich hätte ich noch besser auf sie aufpassen müssen und vielleicht stimmt es auch das ich es hätte wissen müssen, aber es ist numal passiert und sie sind weg, doch ich habe die Beiden ja nicht an einen Baum gebunden oder Mißhandelt. Und............. ich habe sie auch nicht aufgegeben, werde ich auch nicht solange ich weiß das sie noch leben, trotzdem sind mir im moment die Hände gebunden da ich nicht mehr weiß wo ich ansetzten soll. Aber ich bin Froh, das es doch etliche hier und in anderen Foren gibt , die mir sagen das ich genug getan habe, denn es belastet mich schon sehr wenn manche sagen es sei noch zu wenig.
    Mei größtes Mitgefühl gehört wirklich Menschen die Angehörige vermissen, ich habe das Gott sei Dank nie erleben müssen, aber es muss die Hölle sein, wenn es schon so weh tut seine Tiere zu vermissen.


    LG Alexandra


    P.s. Sollte es etwas neues geben werde ich es Euch natürlich mitteilen.


    Liebe Alexandra,


    ich stimme Dir in allem zu, was Du schreibst und verstehe Dich gut.


    Bleibt mir nur, Dir und den beiden Ausreißern die Daumen zu drücken, dass Ihr bald wieder zusammen seid.


    Lieben Gruß und alles Gute!

  • Zitat

    Ich persönlich suche nur noch alte, kranke, verletzte Hunde oder aber Hunde die mit Schleppleine und Co unterwegs sind.
    Alles andere halte ich für unseriös.


    Lieber Herr W., da kann ich Ihnen nur zustimmen (auch wenn das viele "möchte gerne...." anders sehen).

  • Zitat

    Ich habe eine seit sechs Jahren suchende Spinonehündin und einen - wenn auch noch jungen - Bloodhound und würde garantiert keine 7 Tage alte Spur suchen. Das kann unter bestmöglichen Umständen funktionieren, aber nicht bei diesen Temperaturen, den örtlichen Gegebenheiten und dem Laufverhalten der beiden Hunde.


    Nochmal OT: fühle mich irgendwie angesprochen, deshalb äußere ich mich insoweit dazu, dass ich genau das der verzweifelten HHin gesagt habe (wobei ich das Laufverhalten nicht einschätzen konnte, da ich keine Informationen hatte).

  • Zitat

    Lieber Herr W., da kann ich Ihnen nur zustimmen (auch wenn das viele "möchte gerne...." anders sehen).


    Was bringt denn die Schlepp in dem Fall? Der Hund ist ja trotzdem schneller als der Mensch der die Schlepp fangen könnte? Oder hab ich nen Denkfehler?


    Ich wünsch den beiden Huskys das sie irgendwann irgendwo wieder auftauchen oder sie wer erwischt und sich dann bei der TE meldet. Unter den Umständen ist es ja kaum möglich dauerhaft nach den beiden zu suchen. Ist natürlich wirklich traurig aber trotzdem verständlich.

  • Zitat

    Was bringt denn die Schlepp in dem Fall? Der Hund ist ja trotzdem schneller als der Mensch der die Schlepp fangen könnte? Oder hab ich nen Denkfehler?


    Das stimmt, aber die Schleppe birgt auch die Gefahr, dass sie sich irgendwo verhedert.

  • Zitat

    Sorry Morrigan, aber ich glaube, da fehlt Dir der zweibeinige Nachwuchs und der dazugehörige Bezug zur Realität. Über diese Aussage kann ich nur mit dem Kopf schütteln.
    t.


    Nein, ich habe eine andere Grundeinstellung, auch wenn man ja hier bekanntlich nur etwas sagen darf, wenn man dazu selbst schon seit vielen Jahren Erfahrung hat, sonst hat man ja eh keine Ahnung. :roll:


    Natürlich würde ich alles tun, um an einen Spürhund zukommen, um mein Kind zu finden. Aber ich würde dann einen von einer anderen Staffel einfliegen lassen und mir nicht anmaßen, zu entscheiden, welche Suche hier wichtiger ist.
    Vielleicht ist der Fifi von Nebenan das letzte Bindeglied einer alten Dame zur Außenwelt und ihr größter Schatz und Freund.


    Ich würd mich nicht hinstellen und den Spürhund abkommandieren. Ich würde mir den Arsch aufreißen einen anderen herzuschaffen.


  • Vielen Dank für diese zusätzliche Aufklärung.
    Egal, ob nun gewerblich oder ehrenamtlich - es ist gut, ein wenig mehr über die Hintergründe, die Machbarkeit und vor allem den Einsatz der HH zu erfahren, die solche Suchen durchführen. Der tatsächliche Aufwand für die Beteiligten ist immens - das ist einem als "normalo-HH", mir jedenfalls, bisher nicht bewusst gewesen.


    LG, Chris

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