Hund kotzt ins Auto

  • Hallo,
    folgendes Problem macht mich gerade ratlos: Sobald ich meinen Hund (4,5 Monate) ins Auto bringe, fängt er an heftig zu speicheln. Bei Fahrten die mehr als 8-10 Minuten dauern, kotzt er. Ich habe das Gefühl, es ist schon konditioniert (Auto->speicheln->kotzen).

    Folgendes habe ich vergeblich ausprobiert:
    -selbstverständlich übervorsichtig und sanft fahren
    -leicht erhöhte Sitzposition, sodass er aus dem Fenster schauen kann
    -Fenster vorne auf
    -bei längeren Fahrten (bis jetzt höchstens 25 min) zwischendurch anhalten, aussteigen und ein paar Schritte gehen
    -ignorieren
    -vollquatschen (ablenken)
    -Kauknochen (rührt er nicht an)

    Er kotzt trotzdem :-(

    Was kann ich tun? Oder hört das irgendwann von selbst auf?

  • Huhu :-)
    Hat der Hund denn Stress? Hört sich für mich irgendwie so an. Wie habt ihr denn das Autofahren aufgebaut, hat er es schon gelernt, bevor ihn ihn bekommen habt?
    Vielleicht kannst du ihn , wenn es Stress ist, erst mal nur ins Auto setzen, eine Minute, wieder raus. Und das ganze natürlich positv bestärken. Und so nach und nach aufbauen.

  • Wir hatten mit unserem genau das gleiche Problem. Er hat nichts angerührt. Selbst die besten Leckerlies nicht. Wir haben nichts gemacht und er hat vorher paar Stunden vorher nichts zu essen bekommen. & irgendwann hörte es bei uns dann auf. Das gleiche hat er auch immer in der Bahn getahn & zwar immer dann wenn wir kurz vorm austeigen waren .. egal wie weit die Strecke war. xD Das Übergeben hörte als erstes auf & so langsam auch das speicheln.
    Aber man kann halt nicht genau sagen ob es bei dir auch einfach so aufhört, wenn ihr genauso nichts tut. Das ist ja unterschiedlich. Geht ihr zu Hundeschule? Vllt. kannst du ja mal deine Trainerin fragen, die haben sowas bestimmt schon öfter gehört ;)

  • Wir sind zunächst immer kurze Strecken gefahren, mit Leckerlies und ner weichen Decke. Das hat wunderbar geklappt, er wollte tw. gar nicht mehr raus aus dem Auto. Irgenwann sind wir dann auch mal länger gefahren, so 15 Minuten. Ich weiß nicht wann genau der Umbruch kam. Ich vermute, das erste Mal kotzen war so ne Art traumatisches Ereignis.

    Joa, natürlich hat er mittlerweile auch Stress, wenns ins Auto geht. Er beginnt ja praktisch sofort stark zu speicheln und liegt oder sitzt verkrampft auf der Decke.

    Ich habe die Tierärztin gefragt und sie meinte, dass sich das wohl irgendwann gibt. ("Ich kenne keinen Hund, der mit 6 Monaten noch regelmäßig ins Auto kotzt") 1. Kann ich das noch nicht so recht glauben, weil autofahren scheinbar schon fest mit speicheln/kotzen/? verknüpft ist und 2. will ichs ihm auch etwas erleichtern.

  • @Nera: Vielleicht versuch ichs wirklich nochmal so: Ins Auto packen, pos. Atmosphäre schaffen, auspacken...

    Ja, wir sind in der Hundeschule, bin leider noch nicht dazu gekommen, das zu thematisieren.

  • Für mich hört sich das nach "reisekrank" an... Das hatte Bluey auch... Das verwächst sich in der Tat..

    Bluey hatte auch ne Zeit lang totalen Streß deswegen. Er hat sogar fremde Autos gemieden...

    Ich hatte damals Globulis gegeben, was homöopathisches... weiß aber nicht mehr was genau.. ich glaube Cocculus, googeln kann helfen...

    Jedenfalls habe ich ihm immer die Globulis vor ner Fahrt gegeben und er hat nur noch selten gekotzt, aber übel war ihm dann schon auch noch...

    Direkt mit 6 Monaten war es noch nicht ganz weg, aber länger wie bei 8 Monaten dauerte es nicht. Er fährt heute total problemlos Auto, auch weite Strecken.

  • Ist der Hund an eine Box gewöhnt? Manche Hunde entspannen sich besser, wenn sie während der Fahrt nicht herausschauen können :)

  • So weit ich weiß, liegt die "Reiseübelkeit" daran, dass der Gleichgewichtssinn noch nicht vollständig ausgeprägt ist.
    Daher wird dem Hund im Auto schwindelig und übel. Das ist natürlich unangenehm und verursacht Stress.

    Ich würde das Auto auch erstmal wieder ganz von vorne aufbauen - und zwar in wirklich mini-kleinen Schritten.
    Einsteigen, aussteigen. Einsteigen, ein paar Sekunden Sitzen bleiben, aussteigen. Einsteigen, eine Minute Sitzen, aussteigen. Einsteigen, Motor ein paar Sekunden laufen lassen, aussteigen. Usw, usf. - jeden Tag einmal.

    Die Hünidin meiner Nachbarin, eine ehemalige spanische Straßenhündin, hatte nach ihrem Transport nach D panische Angst vorm Auto fahren, insbesondere in der Box. Sie hat ihr (auf Anraten ihres TAs) Bachblüten-Rescue-Tropfen 20 min vor dem Training gegeben. Allerdings würde ich das vorher nochmal mit meinem TA besprechen, da die Tropfen (glaube ich) Alkohol enthalten.

  • Ich kann mich Lunalein hier nur anschließen. Mein Schwager ist Veterinärmediziner und hat mir das auch so erklärt, dass bei jungen Hunden der Gleichgewichtssinn noch nicht entwickelt ist und viele daher auf Bewegungen, welche sie nicht kontrollieren können, mit Übelkeit und Erbrechen reagieren. Dazu gehört vor allem die Bewegung eines Fahrzeuges, in welchem sie sich befinden.

    Bei meiner Kleinen hat letztendlich geholfen, sie in der Hundebox im Auto zu transportieren und zwar so, dass sie auch außerhalb des Autos nichts sehen konnte, um zusätzlichen Stress zu vermeiden. An die Box habe ich sie in der Wohnung gewöhnt, und als das klappte, bin ich so vorgegangen, wie es Lunalein beschreibt, erst mal Trockentraining im Auto.
    Gleichzeitig habe ich mit ihr draußen ein paar Übungen gemacht, die den Gleichgewichtssinn trainieren, wie balancieren auf Baumstämmen oder Ähnlichem. Bei uns im Park sind ein paar uralte Bäume mit rauer Rinde und hoch liegenden Wurzeln, da habe ich ihr Leckerli in der Rinde versteckt, die sie nur rauspolken konnte, wenn sie sich die Wurzeln raufgetraut hat, jedes Mal ein Stückchen höher. Wir hatten da immer beide viel Spaß dabei.

    Soweit ich weiß, haben es die meisten Hunde mit einem Jahr überstanden, also die Hoffnung nicht aufgeben ;)

    LG Sabine und Hummel, die schon lange nicht mehr ins Auto spuckt.

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