Mein Hund macht mich fertig...

  • Auch, wenn ich eigentlich nur wiederholen kann.
    Fahrt ganz dringend das Programm runter. Das wichtigste, was ein junger Hund lernen muss, ist Ruhe zu halten.
    Kennt ihr die "5 Minuten pro Monat"s-Regel?
    Wenn ich lese, dass euer Hund schon vorher (und er ist ja erst knapp ein halbes Jahr alt) ca. 2h täglich unterwegs war, gehe ich fast davon aus, dass er schon seit geraumer Zeit enorm hochgepusht wird.
    Aufregung, also Stress, bringt das ganze vegetative Nervensystem in Schwung, damit den Stoffwechsel und führt dann eben zu erhöhtem Urin- und Kotabsatz, aber auch zu Schlaflosigkeit.
    Ein gestresstes Gehirn ist unfähig zu lernen, dazu zu wenig Schlaf - kein Wunder, dass ihr keine Fortschritte macht.

    Also:
    Schritt 1: Weniger mit dem Hund machen. (Die ersten zwei, drei Wochen könnte sich sein Verhalten verschlimmern, es ist eine nicht unerhebliche Umstellung für ihn).
    Schritt 2: Der Hund sollte lernen, an einem festen Platz in der Wohnung, wo er völlig ungestört ist, liegen zu bleiben und zur Ruhe zu kommen.
    Schritt 3: Futter umstellen. Pedigree ist so ungefähr das McDonalds der Hundefutter.

    Wünsche viel Erfolg und liebe Grüße

  • Auch hier nochmal: bringt den Hund bloß erstmal vom Dauerstreß runter!
    Kann sein, daß sie bei diesem Programm inzwischen tagsüber so hochgeputscht ist, daß sie erst nachts soweit zur Ruhe kommt, daran zu "denken", daß sie muß und genug Ruhe hat, sich zu lösen - und dann kommt alles auf einmal.

    Dann: Wechselt das Futter. Ich habe inzwischen so einige SH kennengelernt, die generell sehr magen- und darmempfindlich waren. Die hätten dir bei diesem Fraß auch die Bude bis obenhin vollgek***, einfach, weil sie nichts mehr halten KONNTEN.

    Und schließlich, auch den Tip hast du ja schon bekommen: übt nochmal Stubenreinheit wie bei einem Welpen: sehr oft und sehr ruhig raus und bei jedem Erfolg das volle Lob-Programm.

    Kann es sein, daß der junge Hund außerdem insgesamt zuviel alleine ist, sowohl tagsüber als auch dann noch die ganze Nacht? Das erzeugt in dem Alter, in dem sie noch sehr auf euch angewiesen ist, wieder Streß, und Streß schlägt sich auf Darm und Blase. Je sensibler der Hund, desto heftiger das Ergebnis - den Erfolg kennst du ja.

    Insofern wäre das erste ,was ich tun würde, ihr nachts einen festen Platz im Schlafzimmer anweisen und die Tür zumachen. So daß ihr wach werdet, sobald sie unruhig ist und sofort mit ihr rausgehen könnt. Das ist erstmal stressig für euch, wird sich aber später lohnen: wenn sie merkt, daß sie rauskommt, sobald sie muß, wird sie insgesamt ruhiger werden - also nicht mehr so viel müssen (siehe oben: Streß schlägt auf die Verdauung!)

    Wenn ihr sie aber weiterhin nachts gequält durch die Bude tappen laßt, bis sie nichts mehr halten kann, wird alles nur noch schlimmer, und natürlich erst recht, wenn ihr sie nachts irgendwo abseits einsperrt. Dann hat sie jedesmal Streß, der schlägt ihr auf die Eingeweide, dagegen kann sie nichts machen - und ihr dürft putzen.

    Viel Erfolg!

  • Wie ich gesagt hab, einige Türen in der Wohnung sind offen. die bleibt ja nicht im Flur.
    Im übrigen macht sie sich auch tagsüber nicht bemerkbar wenn sie muss.


    Als wir sie vom Züchter geholt haben, hat der uns geraten pedigree zu nehmen und von Multifit zB, abgeraten. In meinen Augen sollte ein Züchter wissen ess gut ist...nun, moglicherweise auch nicht :-/

  • Zitat

    Wie ich gesagt hab, einige Türen in der Wohnung sind offen. die bleibt ja nicht im Flur.
    Im übrigen macht sie sich auch tagsüber nicht bemerkbar wenn sie muss.


    Als wir sie vom Züchter geholt haben, hat der uns geraten pedigree zu nehmen und von Multifit zB, abgeraten. In meinen Augen sollte ein Züchter wissen ess gut ist...nun, moglicherweise auch nicht :-/

    Uff.. Also dass Pedigree alles andere als gut ist, ist eigentlich bekannt... Da frag ich mich, was das für ein Züchter war. :???:

    Ich würd die Tipps hier auf jeden Fall annehmen, sonst wird das nichts. Bei DEN Rahmenbedingungen (nicht bös gemeint) ist das Verhalten deines Hundes nicht verwunderlich.

  • Die Futterzeiten sind auch denkbar ungünstig: Frißt sie mittags das letzte Mal, muß sie natürlich nachts am allerdringendsten - das ist ja nicht Sinn der Sache.

    Legt die Hauptmahlzeit mal auf den Abend, dann schläft sie sicher viel ruhiger. In doppelter Hinsicht: Sie ist im Wachstums- und Zahnwechselalter, braucht also sehr viel. Da kann es sein, daß sie bei dem Wahnsinnsprogramm, das sie laufen muß plus dem miesen Futter, das schnell "verbrannt" ist, abends auch schlicht einen Riesenhunger hat. Könnte sein, daß sie euch deshalb futtersuchend über die Möbel geht und so unruhig schläft. Meine kleine, spindeldürre Hündin hat in dem Alter noch gefressen wie ein Rottweiler, drei frische Mahlzeiten täglich, bis sie mit etwa zehn Monaten das Frühstück stehenließ.

    Was übrigens generell gut kommt, wenn ihr sie runterfahren wollt: Sorgt dafür, daß sie erstmal ständig was Kaubares vor der Nase hat. Dann ist sie nicht nur beschäftigt und hat Hilfe im Zahnwechsel (der sie jetzt auch noch quälen und unruhig machen könnte). Kauen entspannt und beruhigt auch sehr schön, gerade diese hektischen Typen.

  • Zitat

    Wie ich gesagt hab, einige Türen in der Wohnung sind offen. die bleibt ja nicht im Flur.
    Im übrigen macht sie sich auch tagsüber nicht bemerkbar wenn sie muss.


    Als wir sie vom Züchter geholt haben, hat der uns geraten pedigree zu nehmen und von Multifit zB, abgeraten. In meinen Augen sollte ein Züchter wissen ess gut ist...nun, moglicherweise auch nicht :-/

    Was für einen Typ Schäferhund züchtet der eigentlich?

    Pedigree ist im Grunde der Verkauf von Abfall... gerade im Wachstum ist dieser Schrott Gift für den Körper. Und das dann noch bei einem Hund, der ja rassebedingt eine hohe Neigung zu Problemen am Bewegungsapparat hat... Multivit ist in etwas der selbe Müll.

    Such Dir dringend was Gescheites. Der Link steht ja oben.

  • Ich kann mich den anderen nur anschließen.
    Die größten Baustellen sind erstmal das Futter und die Aktivitäten.

    Ich würde vor allen dingen Morgens und ABENDS füttern, nicht Mittags... Und dann auch immer nur so viel, wie sie frisst, der Rest kommt weg. Futtertipps gibts hier ja zu genüge.
    Und dann würd ich dir noch empfehlen, die Spaziergänge wesentlich zu verkürzen. Morgens und Abends z.B. eine viertel bis halbe Stunde, Mittags ODER Nachmittags dann eine "große" Runde (ca 1-1 1/2 Stunden) und dann noch zwischendurch ganz kleine Runden, nur zum lösen. Dann eher "DenkSpiele" einführen, Suchspiele oder sonstiges, nichts zum aufdrehen....
    Und ein bisschen den Druck rausnehmen ;) nicht so angespannt sein...

  • Zitat


    Und dann würd ich dir noch empfehlen, die Spaziergänge wesentlich zu verkürzen. Morgens und Abends z.B. eine viertel bis halbe Stunde, Mittags ODER Nachmittags dann eine "große" Runde (ca 1-1 1/2 Stunden) und dann noch zwischendurch ganz kleine Runden, nur zum lösen. Dann eher "DenkSpiele" einführen, Suchspiele oder sonstiges, nichts zum aufdrehen....
    Und ein bisschen den Druck rausnehmen ;) nicht so angespannt sein...

    Schon das halte ich für einen so jungen Hund für viel zu viel.
    Ich würde morgens/vormittags und nachmittags/abends je eine halbe Stunde laufen, sonst nur zum Lösen raus. Kommen Denkspiele dazu, würde ich die entsprechende Runde verkürzen, denn auch die sind irre anstrengend für den Hund.

    Bei ruhigen Spielen stimme ich dir zu, ich würde, egal, worum es geht, in nächster Zeit alles abbrechen, wenn ich merke, mein Hund pusht hoch oder wird unkonzentriert.

  • :)
    Vll. muss man das je nach Hund anpassen. Mozart ist mit diesem Programm z.B. genau richtig ausgelastet. Er hat nicht mehr so viel Blödsinn in der Platte, ist in der Wohnung mittlerweile sehr ruhig...
    Aber wir machen beim Mittags-/Nachmittagsspaziergang auch eine Pause.

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