BH-Prüfung - Welche Bestandteile?
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MorticiaMotte -
5. September 2011 um 01:05
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Wisst ihr wie lange man im Schnitt mit einem noch nicht ganz fertig erzogenem, aber schnell lernenden Hund braucht um die BH zu bestehen?
das kommt ganz darauf an, ich habe hunde kennengelernt, die nach 6 Monaten "fertig" gearbeitet waren (laut besitzern) und manche nach 9 Monaten. Meistens waren diese Hunde zu dem zeitpunkt noch zu jung um an der BH teilzunehmen.
kommt immer darauf an, wieviel erfahrung der hundeführer mitbringt, wie engagiert man ist- und wie schnell der hund lernt.
- Vor einem Moment
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Ok, dann quatsch ich mal drauf los
Erstmal danke für deine Antwort
Mit welchen Kosten ist das ganze verbunden? Im Moment sehe ich ein Problem, ob man das überhaupt lösen kann weiß ich nicht. Casper kann man nicht anbinden und sitzen lassen, weil er alles ankläfft was an ihm vorbeigeht. Komischerweise zeigt er solch ein Verhalten nicht mal Zuhause am Gartenzaun. Meinst du das lässt sich lösen?
Muss man vorher irgendwelche ich nenne es mal Kurse belegt haben oder wie erarbeitet man sich das ganze überhaupt? Ich hab mich ehrlich gesagt vorher noch nie so richtig damit auseinandergesetzt, aber jetzt würde ich schon gern auf die BH hinarbeiten.
Mit den Leuten habe ich noch nicht gesprochen werde ich aber am Samstag wohl mal tun :)wenn du einen guten verein findest und dort trainierst, kostet dich das training nur den mitgliedsbeitrag.
die anderen leutchen, die letztes jahr bei uns die Prüfung gelaufen sind, haben um die 17 euro gezahlt (wenn ich es jetzt recht in erinnerung habe).
einzelne teile der BH werden in der regel über Motivation aufgebaut und abgesichert bzw so lange eingeübt, bis sie "sitzen".
am besten guckst du mal bei den vereinen und hundeschulen in deiner umgebung. vereine sind meistens günstiger als hundeschulen.
zu deinem problem werden die sicher auch tipps haben.
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Casper ist mittlerweile 3Jahre alt und ja es ist auch der erste Hunde den ich ausbilden möchte. Einen Verein habe ich schon, aber irgendwie trau ich mich noch nicht so recht ran. Ich würde gerne noch mehr wissen über den ganzen Ablauf, aber will hier auch nicht den Fred für "missbrauchen"

"Missbrauch" ihn ruhig
!Das hört sich ja ganz gut an. Das Abliegen kann sie, nur ich keine Entfernungen schätzen
.Anbinden geht super, panisch oder aggressiv ist sie nciht. Dann müssen wir also nur an Hundebegegnungen und dem Abliegen arbeiten, klasse! Das ist überschaubar! Auch finanziell.
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was man auch nicht unterschätzen darf (find ich) sind die langen Strecken ohne loben und sprechen und sowas..
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Um die BH laufen zu können, musst Du Mitglied im Verein sein. Die Ausbilder dort werden Dir sicher gern alles genau erklären. Zuerst machst Du die Sachkunde, danach kommt erst der praktische Teil mit dem Hund.
Das genaue Laufschema wird Dir im Verein gezeigt und dort auch geübt.
Die ganze Ausbildung soll in jedem Fall beiden - Mensch und Hund- Spaß machen, achte da ganz besonders drauf! Es gibt leider immer noch Vereine, die über Meideverhalten arbeiten. -
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Supi, danke!
Am Fußlaufen üben wir ganz fleißig, sie bietet es sowohl an der Leine als auch im Freilauf mittlerweile sogar ganz gerne an
.
Wie sieht das Ablegen auf dem Platz und der Verkehrsteil denn aus?Und welche Sachkunde?
Wie schon gesagt wurde, legst Du Deinen Hund ab, während der andere seine Unterordnung läuft. Sprich Dein Hund muss ca. 7 Minuten liegen bleiben während Du 30m entfernt mit dem Rücken zu ihm stehst.
Der Verkehrsteil liegt im Richterermessen und fällt meiner Erfahrung nach sehr sehr unterschiedlich aus. Manche gehen tatsächlich mitten in die Stadt, andere gerade mal auf den Parkplatz des Hundevereins. Abgeprüft wird meist das Verhalten gegenüber Joggern/Radfahrern und Autos (Hupen, Tür zuschlagen, Fenster wird runtergelassen und nach dem Weg gefragt). Außerdem muss der Hund meist irgendwo angebunden werden und der Hundeführer geht außer Sichtweite. Oftmals müssen dann die anderen Hundeführer mit ihren Hunden am angebundenen Hund vorbeilaufen. Der angebundene Hund sollte sich ruhig verhalten. Auch wird nicht selten geprüft wie sich der Hund verhält, wenn er von eine Menschengruppe bedrängt wird. Wie gesagt, das hängt alles davon ab, was der Richter gerne möchte und wie die örtlichen Gegebenheiten sind.
Für die Sachkunde schau mal hier: http://www.dvg-hundesport.de/home/service/f…ur_bhvt.de.html
Zur Frage wie lange es braucht um einen Hund BH-reif zu bekommen: Das kommt wohl auch ganz darauf an, ob man nur irgendwie bestehen möchte, oder aber ob man gerne eine saubere und solide Leistung abliefern möchte.
Mit Juno haben wir angefangen zu üben, als sie neun Monate alt war. Allerdings sah das bei uns so aus, dass wir erstmal wochen- bis monatelang nur eine saubere Grundstellung geübt haben. Die Fußarbeit haben wir - wörtlich genommen - Schritt für Schritt aufgebaut. Mit 18 Monaten hat Juno die BH mit 58/60 Punkten als Tagesbeste bestanden (2 Punkte Abzug wegen eines nicht gezeigten Vorsitzes - den haben wir ihr nie beigebracht).
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was man auch nicht unterschätzen darf (find ich) sind die langen Strecken ohne loben und sprechen und sowas..
Da hast Du Recht. Besonders die langen Geradeausstrecken finde ich für junge Hunde eigentlich viel zu schwierig. Denn wenn man wirklich möchte, dass der Hund die gesamte Strecke eine korrekte saubere Fußarbeit zeigt, braucht es sehr sehr viel Übung, bis ein Hund diese hohe Konzentration so lange halten kann. Nicht umsonst dauert die Fußarbeit bei einer Obedience Beginner nur 1-2 Minuten. Bei der BH sind es gute 7 Minuten!!!
Ich hatte ja wirklich gehofft die neue BH PO würde in der Hinsicht mal sinnvoller. Aber leider kamen ja nur diese merkwürdigen Änderungen hinsichtlich es Sitz und Platz, was ja nun nicht mehr aus der Bewegung stattfindet. -
Die Kosten hängen recht stark davon ab, wo du deine BH läufst.
Es gibt Hundeschulen die für die Vorbereitung horrende Preise berechnen, da wo ich mich hin verlaufen hatte verlangten die knapp 400€ für den BH Kurs, dazu dann noch Startgebühr und Mitgliedsgebühr in einem VDH Verein.
Prinzipiell sind an Fixkosten die Stargebühr (glaub das waren bei uns damals 15€) plus der Mitgliedsbeitrag in einem Verein plus Fahrtkosten zum Prüfungsort.
Man muss vorher prinzipiell keinen festen Kurs absolvieren, nur bestehen halt manche Vereine drauf, einfach weil man ja häufig im Namen einer OG startest und man sich nicht gern blamiert, wenn der HF und sein Hund auf der Prüfung dann so gar nicht wissen, was sie da machen.
Beim Abliegen glaub ich sind die Distanzen nicht in Metern, sondern in Schritten angegeben, die du dich entfernen musst.
Hier: http://www.sv-og-anrath.de/berichte/bericht4.html findest du das UO Schema, das ihr auf der BH gemäß PO laufen müsst, recht schön erklärt und aufgezeichnet.
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In dem Link von Helfstyna ist ja auch die PO, da siehst du auch gleich wann welches Kommando erlaubt ist! :)
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Gibt mal bei der großen Suchmaschine "Laufschema Begleithundeprüfung" ein.
Da finden sich einige pdf, an denen man sich orientieren kann.
Z.B. Der hier: http://www.hf-dusslingen.de/uploads/media/…hema_HfD_03.pdfIch kau es trotzdem hier einmal durch, für die Leute, die sich mit der Skizze schwertun.
Die Prüfung wird immer mit einem Partner abgelegt. Während Team A läuft, muss Team B abliegen lassen.
Also wird Team B zum Abliegekreis geschickt, Hund wird korrekt abgelegt. Das bedeutet, Hund läuft locker Fuß, durch den Kreis durch, ein Kehrt, wieder ein paar Schritte in den Kreis rein, damit der Hund wieder grade neben dem Bein läuft. Mensch bleibt stehen, Hund sitzt, wird abgeleint, Leine weggesteckt oder umgebunden. Hund wird ins Platz geschickt, Hundehalter geht 30 Schritte vom Hund weg, eventuell sogar hinter ein Versteck, Busch oder ähnliches, das kommt auf den Richter an.
Wenn das fertig ist, darf Team A starten.
Es beginnt mit der Leinenführigkeit. Die Leine muss während der ganzen Zeit locker durchhängen, kein zuppeln, kein ziehen!
Zuerst muss man 50 Schritte gerade aus, ein Kehrt. Anschließend 10 Schritte normal, 10 Schritte schnell, 10 Schritte langsam, 20 Shritte normal. Danach eine Rechtswendung, 15 Schritte, wieder rechter Winkel, noch mal 15 Schritte. Ein Kehrt, 7 Schritte und ein Stopp, der Hund muss sich von allein hinsetzen.
Dann noch 8 Schritte, links rum, 15 Schritte, Grundstellung.
Hier ist ein Übungsabschnitt beendet und der Hund darf zumindest bei manchen Richtern kurz (!) gelobt werden.
Als nächstes folgt die Gruppe. Hier muss man in einer 8 um zwei Menschen laufen, einen rechts, einen links umrunden. Hier gibt es keinen festen Laufweg, aber man sollte so durch die Gruppe laufen, dass der Hund beim Weg aus der Gruppe, wenn man bei einem Menschen stehen bleibt, auch wieder gerade neben dem Bein läuft und deswegen auch eher gerade sitzen kann.
Man geht ein paar Schritte aus der Gruppe raus, Kehrt, Grundstellung.
Jetzt wird der Hund abgeleint, die Gruppe wird noch mal durchlaufen, nach der Gruppe folgt auch noch mal die erste Schrittfolge der Leinenführigkeit, nur eben in der Freifolge. Also 50 Schritte runter, Kehrt, normal, schnell, langsam, normal, Winkel laufen bis zur Gruppe. Wieder Grundstellung.
Danach folgt der letzte Teil der Freifolge.
10 Schritte normal, Sitz (dieses Jahr noch aus der Bewegung) 30 Schritte gerade aus vom Hund weg, umdrehen. Warten auf das Zeichen vom Richter, wieder zum Hund.
Mit dem Hund 10 Schritte, Platz (~) 30 Schritte, umdrehen, Zeichen vom Richter, Hund abrufen, Vorsitz, Grundstellung.
FERTIG!Die Teams wechseln.
Achtet darauf, dass ihr immer die Befehle deutlich ausprecht! Der Richter darf nicht denken, dass euer Hund die Übungen auswendig macht. Außer beim Stopp, wo sich der Hund von allein setzen muss. Also bei jedem Angehen ein deutliches Fuß, auch bei den Tempowechseln!
Gelobt werden darf nur bei der Grundstellung. Und selbst das nicht bei allen Richtern!
Leckerlies und Spielzeug darf nicht mit auf den Platz, und der Hund darf sich natürlich auch nicht auf dem Platz erleichtern!Das schwierigste dürfte tatsächlich sein, dass euer Hund so lang, ca 10 bis 15 Minuten konzentriert ohne Bestätigung arbeiten kann und möchte.
Vor allem, da man das ganze vorher nicht allzu oft am Stück durchgehen sollte, da es sonst für den Hund langweilig wird.
Also lieber die einzigen Segmente mit Bestätigung üben.Die Fragen für den Theorieteil finden die Baden-Württemberger zumindest auf der Seite des swhv.
Die anderen finden die Fragen sicherlich beim jeweils zuständigen Verband.Und der Straßenteil ist stark von der Umgebung und vom Richter abhängig. Selbst bei unserem Verein ist der nicht bei jeder BH gleich.
Besonderes Augenmerk würde ich auf das Anleinen und Weggehen legen. Der Hund muss zwar meines Wissens nicht sitzen oder liegen bleiben, war zumindest bei uns noch nie so.
Aber der Besitzer muss für ein paar Minuten außer Sicht gehen, während zumindest ein anderen Mensch-Hund-Team vorbeiläuft. Und je nach Umgebung auch andere, fremde Passanten, Radfahrer, Jogger, ... Lässt sich ja meist nicht mehr steuern, da öffentlicher Straßenraum.
Aber normalerweise fällt da keiner mehr durch.Ach ja, die Mitgliedschaft in einem dem VDH angeschlossenen Verein ist Voraussetzung für die Teilnahme.
Deswegen würde ich auch gleich in einem üben, wenn ich eh schon Mitglied sein muss, ... bietet sich ja quasi an und ist meist billiger. Außerdem kennen die dann auch meist die Richter besser, ...
So, ich hoffe, das war ausführlich genug.
Bei Fragen, bitte immer gerne.
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