Verhalte ich mich bei Hundebegegnungen richtig?
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Hallihallo,
ich bin gerade total verunsichert und ratlos.
Vor einigen Wochen hab ich mal hier gepostet, weil meine 1jährige Hündin nach ihrer 1. Läufigkeit anfing, andere Hunde anzupöbeln. Sie war sowohl scheinschwanger (toller Tipp einer Userin damals, bin ich als Hundeanfängerin gar nicht drauf gekommen), zum anderen ist sie aber eben auch einfach pubertär.Wir haben dann Einzelstunden bei unserem Trainer genommen, der Nala von klein auf kennt. Dort habe ich dann gelernt, auf Spaziergängen den Hund nicht mehr einfach lospesen zu lassen, wenn wir andere Hunde treffen, sondern sie erst abzurufen, mich mit dem anderen HH abzusprechen, und ggfalls (Körpersprache meiner Hündin beachten!) die Hunde entweder abzuleinen oder vorbeizuführen. Auch für die Leinenpöbelei haben wir gute Tipps bekommen (andere Hunde positiv besetzen). An der Leine läuft sie wieder wie ne Eins seit wir alles beherzigen, aber im Freilauf ist es eine Katastrophe!
Mein Hund und ich sind echt gewillt, uns an die Tipps zu halten, sie lässt sich auch gut abrufen und zeigt mir meist recht deutlich, wie ihr Gemütszustand so ist.... ABER: Das Verhalten der anderen HH macht ein solches Vorgehen mehr oder weniger unmöglich! Ständig kommen uns unangeleinte Hunde entgegen, die Besitzer sehen GAR KEINEN Grund, anzuleinen.
Erschwerend kommt nun hinzu, dass Nala vor Kurzem operiert wurde und der TA uns zurzeit Leinenpflicht verordnet hat.
Ich ruf jetzt also immer schon von weitem "Können Sie bitte den Hund abrufen?" (Verlange ja nichtmals, dass die anleinen, wir können uns auch an den Wegrand stellen und die vorbeigehen lassen, Nala macht das recht brav.) Aber Pustekuchen! Der erste HH, den wir heute trafen, hatte 4 Kinder und 3 Hunde dabei, 2 Hunde angeleint, einer frei. Einer der angeleinten riss sich los und peste gemeinsam mit dem freilaufenden auf uns zu. Ich also Nala hinter mir abgesetzt und versucht die Hunde zu blocken. Nach einigen Versuchen und der tatkräftigen Unterstützung einer Freundin gelang es. Ruhig bleibt meine Hündin in so einer Situation dann allerdings auch nicht, d.h., ich setz sie zwar hinter mir ab, muss aber trotzdem die Leine kurz fassen und sie knurrt wütend (kann ich irgendwie auch nachhvollziehen!). Ich versuche also zeitgleich andere Hunde abzuwehren u gleichzeit meine eigene Hünding ruhig zu halten und letztendlich endet es dann oft in hektischem Gezerre an Nalas Leine
Ich hab dem Mann dann nochmal zugerufen er möge doch bitte abrufen, daraufhin er "Da sehe ich keine Veranlassung zu. Mit Ihrem Verhalten müssen Sie sich nicht wundern, wenn Ihr Hund gebissen wird." Ich war geradezu sprachlos, so nah war ich am Explodieren. Irgenwann kam dann einer der Knirpse und hat den Hund mit Leine mitgenommen (den meine Freundnin mittlerweile and er Leine führte), der andere Hund ist mehr schlecht als recht hinterher und hat den angeleinten dann beim Laufen so angepöbelt, dass das Kind am anderen Ende der Leine immer wieder hinfiel.
Kurze Zeit später treffen wir eine Frau mit einem Mischling den man schon ein paar hundert m weit durch den ganzen Wald bellen hörte. Ebenfalls ohne Leine. Er raste auf die angeleinte Nala zu, baute sich vor uns auf, und kläffte und kläffte. Als ich die Frau bat, anzuleinen, fragte sie nur "Warum?", ich erklärte das mit der OP (ich hätte am Liebsten gesagt, "Weil das einfach nur höflich ist, wenn man auf einen angeleinten Hund trifft!!!!"), sie versuchte den Hund abzurufen, dem das aber gelinde gesagt sch...egal war. Da Nala angeleint war, bin ich dann mit ihr an ihm vorbei, er ist jetzt auch nicht auf sie losgegangen oder so, aber wäre sie ebenfalls frei gewesen (wie die Frau es vorgeschlagen hat), hätte sie mit Sicherheit nicht freundlich auf dieses Angebelle reagiert.
Mich kotzt es so an... mein Hund ist einfach sehr klein, und alle meinen, deshalb wäre sie nicht ernst zu nehmen. Auf ein "der tut nix" von seiten anderer HH hab ich auch schon mal geantwortet "Meiner aber". Antwort "Ach, das merkt meiner dann schon." Kunststück, so locker zu bleiben, wenn der eigene Hund 30kg wiegt und meiner 8kg

Was ich mich aber nach all der Aufregung wirklich frage, ist, ob ich mich wirklich richtig verhalte. Inzwischen bin ich schon so unsicher geworden, wenn wir andere Hunde treffen, dass sich das sicher auf Nala überträgt. Sollte ich vielleicht, wenn ich sehe, andere leinen nicht an (warum auch immer), doch versuchen, Nala frei zu lassen? ich bin gar kein Fan von "Die regeln das unter sich", aber langsam frage ich mich, ob sie so nicht erst recht lernt, andere, freilaufende Hunde mit Unangenehmen zu verbinden (Frauchen kriegt Angst, zerrt an der Leine und schreit rum)? Ich bin sicher nicht souverän genug in diesen Situationen und hab auch kein sonderlich dickes Fell, deshalb gehen mir solche Vorkommnisse einfach total unter die Haut
Es ist zum Heulen. So langsam hab ich echt keine Lust mehr, irgendwo hinzugehen, wo die Maus mal richtig frei fetzen oder schnüffeln oder sich genrell vergnügen kann, weil wir dauernd solche Begegnungen wie heute haben....Was meint ihr dazu? Kennt ihr so etwas? Oder bin ich echt zu überängstlich?
Liebe Grüße
Sophia -
3. September 2011 um 17:23
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Verhalte ich mich bei Hundebegegnungen richtig? - Vor einem Moment
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In meinen Augen hats Du völlig recht, lass Dich nicht verunsichern.
Viele andere HH sind rücksichtslos, arrogant und verantwortungslos und hassen nichts mehr als mit der Nase darauf gestossen zu werden (wenn sie es denn begreifen).Mir hat geholfen an meiner "Ausstrahlung" zu arbeiten, d.h. ich komm richtig übel für den Fremdhund rüber und halte ihn meinen Hunden vom Leib.
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Ich kenne dein Problem nur zu gut!
Mein Hund wiegt auch nur 6kg und war von Anfang an sehr unsicher gegenüber anderen Hunden, besonders den Großen.
Da die Leute hier teilweise nicht mal eine Leine dabei haben und ihre Hunde auch nicht abrufen wollen oder können, gab es schon unschöne Zwischenfälle seit denen Fini richtig Angst vor großen Hunden entwickelt hat
Ich bin auch nicht gerade groß und sehr zierlich gebaut, wenn da ein großer Hund auf mich zuschießt, war es für mich anfangs sehr schwer, stehen zu bleiben und den Hund zu blocken. Ich war demnach auch nicht sonderlich durchsetzungsfähig...
Da Fini in solchen Situationen immer noch sehr aufgeregt reagiert und immer noch "mitverteidigt", auch wenn es schon besser geworden ist, tue ich mir natürlich um so schwerer. Ganz schlimm wird es, wenn gleich 2 freilaufende große Hunde auf uns zu kommen. Da hat sie dann echt Angst. Diese Uneinsicht der anderen HH verstehe ich einfach nicht. Zumal eine Pfote meines Hundes auch noch in einem Schuh steckt - was anderen ja irgendwie zu denken geben sollte oder?
Ich glaube, das ist ein endloses Thema. Da kann man sich ewig darüber aufregen, aber manchen HH ist es eben wirklich vollkommen gleichgültig, ob der andere an der Leine ist oder nicht, ob er spielen darf, verletzt ist, Angst hat, aggressiv ist oder sonst was. Deren Hund macht das ja alles selbst.

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Ich hatte in solch einer Situation mal durchschlagenden Erfolg mit einem lauten und deutlichen Selbstgespräch.
Ich war diesen Leuten mit ihrem Leinenpöbler schon mehrfach begegnet und hatte mich bislang nur stumm geärgert, lief eh schon mit meinem Nicht-Pöbler an der kurzen Leine am äußersten Wegrand, um deren Hund gegebenenfalls abblocken zu können. Als der zum wiederholten Mal (an der langen Leine) mit Gebrüll auf meinen losschoß, habe ich laut zu mir selbst gesagt: Tja, wenn man aber auch einfach zu BLÖD ist, sein Hirn einzuschalten und die Leine kurz zu fassen...
Nach ca. 15 Sekunden (so lange brauchten meine Worte anscheinend zur 'Verarbeitung') rief der Typ dann hinter mir her: WAS haben Sie eben gesagt? Bleiben Sie mal stehen!
Ich bin mit meinem Hund ganz ruhig weitergegangen und habe den Kerl schlicht ignoriert.
Seltsamerweise bin ich ihm nie wieder begegnet - der macht jetzt anscheinend einen Bogen um uns; ich hatte ihn wohl vor seiner Freundin blamiert...Leg dir doch einfach ein paar passende Textbausteine zurecht und freu dich auf die nächste Begegnung, bei der du einen davon loslassen kannst, ganz beiläufig, aber schön deutlich, im Selbstgespräch oder im Dialog mit deiner Freundin. Wenn du die vorher einweihst, könnt ihr euch über solche Spezalisten wunderbar austauschen, ohne daß du sie direkt anzusprechen brauchst - denn da kommt dann ja immer gleich deren Kontra - so aber sind sie gezwungen, sich anhören, was du ihnen sagen möchtest, ohne Möglichkeit zum Widerspruch - Höchststrafe!!!
Vielleicht reagiert der Eine oder Andere dann doch in der gewünschten Weise oder geht Euch wenigstens aus dem Weg. -
Ich kann dich sehr gut verstehen, erlebe das auch häufig genug. Dein Verhalten ist im Grunde absolut richtig. Aber bis die Sache mit der Operation überstanden und Nala wieder vollkommen genesen ist würde ich Wege die sehr stark von Hundehaltern und ihren Hunden besucht werden erst einmal meiden, So doof es auch sein mag, daß du und dein Hund für die Ignoranz der anderen HH zurückstecken müßt so könnt ihr dann wenigstens mal wieder etwas zur Ruhe kommen und du kannst sicher sein, daß die Folgen der Operation gut verheilen können und gehst da kein Risiko ein.. Von dem Stress habt ihr beide nichts. Ist Nala wieder vollkommen gesund hast du entweder die Option sie von der Leine zu lassen, sobald sie bedrängt wird. Dann hat sie Freiraum sich zu bewegen und fühlt sich nicht so schnell bedrängt, oder du leinst sie an und bittest um Abruf oder Anleinen, wenn dier der Hundekontakt nicht geheuer ist. Sollte das ignoriert werden bleibt dir nichts anderes übrig als da ganz deutlich und klar zu werden und auch jegliche Höflichkeitsfloskeln außer acht zu lassen. Du kannst da ruhig auch deutlich werden und mit Polizei und Ordnungsamt drohen. Den Vorschlag die vorher Textbausteine zurecht zulegen finde ich gut. Das kann dir sicher helfen schnell etwas parat zu haben was deutlich aber trotzdem niveuvoll ist und nicht beleidigt.
Ich finde soetwas zwar auch total doof und es ist eigentlich absolut nicht mein Stil, aber manche sind anders nicht zu erreichen.LG Franziska
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für den schlimmsten Notfall würde ich ein Signal aufbauen, das für Deinen Hund heißt, "ich hebe dich jetzt hoch, in Sicherheit!"
Ja, ich weiß, "man soll kleine Hunde nicht hochheben, das "verstärkt nur ihre Unsicherheit""
Leider haben die Leute, die solche Sprüche absondern offenbar keine Ahnung, wie lernen funktioniert.
Angst wird dadurch bestärkt, dass man dem beängstigenden Reiz NICHT ausweichen kann und nicht unter Kontrolle hat, was passieren wird. Und nicht dadurch, dass die Bezugsperson einen in Sicherheit bringt.
Ich würde auch nicht "bitten" - verlang es, es ist Dein gutes Recht! Ihr beide habt ein Recht darauf, nicht von anderen Hunden und Menschen belestigt zu werden, Ihr tut es auch nicht!
Mein Hund ist größer und wird laut und schnappt ab (kein Verletzungen). Daher bin ich da in einer sehr guten Position. Ich verlange, dass der andere angeleint wird. Passiert das nicht, sag ich halt, dass das, was als nächstes passiert DEREN Schuld ist. Ich kann den Gandhi selber machen lassen, weil ich weiß dass er nur so weit eskaliert, wie unbedingt notwendig ist.
Zudem erwerbe ich mir hier den Ruf einer lästigen "Futterschleuder" - ich werf den lästigen Hunden einen dicken Batzen Futter an den Kopf. Meistens reicht genau dieses eine Mal, damit auch die dämlichsten, rücksichtslosesten Halter beim nächsten Mal ihren Hund anleinen. Denn das die von fremden Futter kriegen, das geht ja mal gar nicht.
Und das schöne ist, es spricht sich rum
inzwischen werden Hunde unaufgefordert angeleint, die ich noch nie mit Futter beworfen habe 
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Ich hasse diese A....l....., die ihre Hunde einfach nicht anleinen können, wenn ihnen ein angeleinter Hund entgegen kommt.
Ist das denn soooooooo schwer.
Wenn dann mal was passiert, ist das Geschrei riesengroß, sorry, aber ich finde das zum k..... !!! -
Super, also einige Tipps hab ich mir direkt zu Herzen genommen, vielen Dank erst mal dafür!!!!
Das mit dem Selbstgespräch und den zurechtgelegten Textbausteinen find ich ja schon klasse. Würde mich vermutlich ziemliche Überwindung kosten, aber ich werd es auf jeden Fall ausprobieren! Setzt ja nur leider vorraus, dass die anderen HH nah genug sind um mich zu hören, meist sind die ja kaum in Sichtweite, während ich mich mit deren Hunden plagen

Das mit dem Futter hab ich direkt versucht, leider war es dem ankommenden Hund zu stressig, die Futterbrocken im hohen Gras zu suchen und nachdem er den ersten nicht sofort gefunden hat, hat ers gar nicht mehr versucht
Aber vielleicht ist der nächste ja gefräßiger 
Das mit dem Hochheben habe ich anfangs gemacht, weil Nala wirklich nicht von oben herab gegeifert hat. Das mach ich jedoch nicht mehr bei großen Hunden, nachdem ein Kangal-Dobermann-Mix als Reaktion auf diese Aktion an mir hochgesprungen ist und nach Nala auf meinem Arm geschnappt hat. Dieser Rüde war auf 2 Beinen stehend ja fast größer als ich mit meinen 1,58m

Habt ihr vielleicht noch Tipps, wie ich für andere Hunde "böser" rüberkomme? Ich versuche immer, mich so groß wie möglich zu machen und stoße Zischlaute aus, meist wird es aber von den Tierchen einfach "übersehen" und die rennen einfach um mich herum :/ Ich bin leider vor Jahren mal ziemlich übel von dem Hund einer Bekannten gebissen worden (da hatte ich selbst noch keinen eigenen) und bin mit fremden Hunden seitdem viel unsicherer geworden. Ich befürchte, das schwingt irgendwie mit, wenn ich versuche, die zu blocken.
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