Hilfe! Mein Hund haut neuerdings ab!

  • Hallo zusammen,

    unser Neufundländer ist jetzt 19 Monate alt und haut seit ca. 2 Wochen immer wieder ab.
    Wir haben ein 6000 qm großes, komplett eingezäuntes Grundstück, aber er schafft es immer wieder ein Schlupfloch zu finden. Es ist leider schon Alltag, dass der liebe Nachbar anruft und unseren Hund gefunden hat :sad2:
    Auch im Wald nimmt er seit dieser Zeit Reisaus und kommt manchmal erst nach mind. 20 minuten zurück.
    Natürlich habe ich ihn an der Leine, allerdings mach ich die Autotür auf und zack, weg ist er.

    Leider fällt mir nix ein was gegen das Abhauen helfen könnte. Ausser so einem Elektro-Weidezaun. Anleinen im Hof finde ich schrecklich. Dann hab ich aber das Problem mit dem Abhauen im Wald auch nicht gelöst :???:

    Hat jemand bitte einen guten Rat für mich?

    Vielen lieben Dank schonmal für Eure Antworten.

    Lieben Gruß
    Lilli10

  • Im Wald: Schleppleine...
    Um Hof: Nicht unbeaufsichtigt lassen....

    Mehr Tipps hab ich leider auch nicht :(

  • Könnte es sein das dem werten Herr Hund einfach nur langweilig ist und er sich Äktschn ausserhalb des Hofes sucht? :) Was wird den mit dem Hund so über den Tag gemacht? Wie oft kommt er raus (also raus ausserhalb des Hofes), wie lastet ihr ihn aus? Ist er kastriert? Habt ihr heiße Hündinnen in der Gegend? Warum ist der Hund überhaupt allein im Hof, wenn man weiß das er stiften geht?

  • Meine Große ist auch so eine Ausreißerin, und ist die erste Zeit oft aus unserem Garten getürmt. Wir haben auch einen recht großen Garten (wenn auch keine 6000qm), und ich weiß, wie schwer es ist, da überhaupt erstmal festzustellen, wo genau der Hund raus kam. Meine Große ist immer unter dem Zaun durchgeschlüpft und ihr haben dafür kleinste Löcher gereicht, bzw. hörte unser Zaun ca. 10 cm vor dem Boden auf, und das reichte ihr, um durch zu kommen (obwohl sie eine SH von 55 cm hat).
    Laufe doch euren Zaun mal ab, und schaue, ob du Schlupflöcher findest.

    Es ist sehr sehr schade (vor allem für den Hund(, wenn man ein so großes Grundstück hat, und den Hund nur noch angeleint raus lassen kann, oder wenn man ihn immer beaufsichtigen muss draußen. Denn dadurch entgeht dem Hund viel Auslauf und Freiheit. Da würde ich auch eher einen Elektrozaun anbringen, oder eben, wie gesagt, schauen, wie der Hund tatsächlich türmt, und die Ursache beheben. (Wird aber bei einem so großen Grundstück nicht gerade billig.)

    Beim Gassigehen würde ich den Hund erstmal an die Schleppleine nehmen, und beim Autotüre aufmachen besser aufpassen. ;)
    Meine Große wurde mal vom Auto angefahren und recht schlimm verletzt. So etwas sollte man möglichst vermeiden, wenns geht.

  • Zitat

    .........aber er schafft es immer wieder ein Schlupfloch zu finden...


    Wie kommt der Hund in den Garten? Das kann nur passieren, wenn er ohne Aufsicht da draußen ist - also..... aufpassen und fertig.

    Zitat

    ...Auch im Wald nimmt er seit dieser Zeit Reißaus und kommt manchmal erst nach mind. 20 minuten zurück. ...Natürlich habe ich ihn an der Leine, allerdings mach ich die Autotür auf und zack, weg ist er.


    Das kann man üben: meine sitzen in der Box im Kofferraum während der Fahrt, und die dürfen erst rausspringen, wenn ich das Kommando dafür gebe. Bevor ich die Türe zur Box öffne, gibt´s ein "Sitz" oder "Warten!" - dann wird angeleint, und dann raus mit den beiden; bei uns funktioniert´s gut so. Wenn einer der beiden raushüpft ohne mein OK, dann gibt´s Ärger (verbal) und gleich wieder ab in die Box. Anschließend spiele ich demonstrativ ein wenig mit dem anderen, und dann darf der Freche es nochmal probieren - dann klappt´s ;-). Ansonsten: Waldspaziergang direkt gibts bei uns nicht - da würde der Große genauso jagen gehen, und das brauch ich net (und angeleint, da kann ich auch in die Stadt gehen.... Also lasse ich den Wald.). Im Feld oder Park darf er laufen, ohne Leine, kein Thema - da muß ich das Risiko Wald nicht eingehen... ;-)

    Zitat

    ... Anleinen im Hof finde ich schrecklich. ...


    Dann ist es besser, der Hund ist in der Wohnung - wenn er eh net laufen kann... Abgesehen davon: egal, wie groß das Grundstück ist, der Hund bewegt sich dort nicht mehr als daheim in der Wohnung, sofern man sich da draußen nicht mit ihm beschäftigt. Und irgendwann ist auch das größte Grundstück für den Hund langweilig, wenn er´s jeden Tag sieht, dann geht er raus und legt sich ins Lieblingseck und fertig - oooooder geht eben "stiften", wenns langweilig ist....

    Abgesehen davon: wenn Du ihn bewußt draußen lassen möchtest als Wachhund, gibt es die Alternative einer langen Laufleine, sprich, oben in den Bäumen ne lange Leine spannen, und daran wird dann eine kürzere Leine befestigt, so wie ne Seilbahn, an der dann nach unten die Leine zum Halsband führt, mit selbiger Leine kann sich der Hund dann an der "Seilbahn-Leine" entlang bewegen und auch seitlich einen entsprechenden Spielraum nutzen. Achtung: dafür gibts gewisse Vorschriften (Leinenlänge, Anbindezeit, zur-Verfügung-Stellen von Wasser etc.) in der Tierschutz-Hundeverordnung u.a. Aber da wissen andere bestimmt mehr dazu, weil ich mich damit noch nicht beschäftigen mußte. Meine Wauzels gehören zu mir ins Haus....

    LG,
    BieBoss

  • Hallo Lilli,

    Zitat

    allerdings mach ich die Autotür auf und zack, weg ist er.

    im Auto den Hund unbedingt sichern !!!!

    Kostet nicht nur Strafe wenn man mit dem ungesicherten Hund erwischt wird (60 Euro, 4 Punkte), sondern der Hund und die Insassen sind bei einem Unfall auch stark gefährdet. Der Hund kann sogar einen Unfall verursachen wenn er im Auto rumturnt.

    Die wenigsten wissen, dass nach einem Unfall ein Hund von der Polizei getötet werden kann, wenn er die Rettungskräfte behindern sollte.

    Zur Sicherung des Hundes eignet sich ein TÜV-geprüftes Geschirr oder eine Alu-Hundebox.

    Ohne Sicherung flutscht ein Hund schonmal schnell aus dem Auto, wenn jemand eine Tür öffnet. Sehr gefährlich für den Hund. Mit Gurt oder Box kann das nicht passieren (wenn man etwas aufpasst).

    Grüße Bernd

  • Joschi hat auch die Weite entdeckt und spurtet manchmal los - daher habe ich mit Schleppleinentraining begonnen, aber nicht einfach Leine dran und fertig, sondern mit Leckerklis und Lob (und Clicker) arbeiten:

    Hund am Ende der Leine mit "Stop" anhalten und zurückrufen mit "Hier", Leckerli geben,

    ganz oft Richtungswechsel auf freier Fläche üben, wenn er von sich aus auf mich achtet und mitgeht, Lob und Leckerli, und eventuell Click beim Richtungswechel,

    Leckerlis ins Gras werfen und den Hund suchen lassen,

    und ich lobe ihn immer viel und gebe Leckerlis, wenn er von sich aus auf mich achtet, sich zu mir umdreht, zurückkommt, meine Trainierin meinte auch, dass man in diesem speziellen Fall auch das Betteln des Hundes für sich nutzen soll (also Hund kommt angerannt und steht vor dir und will Leckerchen für sein Zurückkommen haben, dann ihm ein Leckerchen geben)

    Das alles üben üben üben - bei uns gibt es schon einige Erfolge (machen dieses Training nun seit etwa 3 Wochen).

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