Bissiger Hund, was nun?

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    Da frage ich mich auch, ob das Leben dann für Menschen und Hunde überhaupt noch entspannt und in dieser Form lebenswert ist. Man muss ja nur noch aufpassen und ständig auf der Hut sein. Ich weiß nicht ob ich das mir und meinen Hunden antun wollen würde. :/

    Bis das Problem mit einem Trainer gefunden und gelöst werden kann: warum nicht ein solches Management? Gerade das verhilft doch zur Entspannung. Die Hunde bekommen jeder einen festen Platz/Bereich zugewiesen, weit voneinander entfernt. Dieses Zimmer ist für den jeweils anderen tabu. Kann der Halter nicht 100% aufpassen, ist jeder der beiden auf diesem Platz, Türen zu. Es sind keine Kinder da (zumindest steht hier nix von), sodaß man daran denken müßte, daß ein Kind evtl. mal ne Türe offenstehen läßt, und wenn´s um das Leben des Kleineren gehen könnte, kann ich nicht glauben, daß man vergißt, die Türen zu schließen. Die Haustüre vergißt ja auch net zu schließen beim Heimkommen.... *gg

    Das Türenschließen geht mit der Zeit automatisch. Daher hält sich der Streß in Grenzen, und Du brauchst eben nicht ständig auf der Hut zu sein - solange die auf ihren Plätzen sind mit geschlossenen Türen, kann nix passieren. Rufst Du z.B. den einen Hund zu Dir, hat der andere auf seinem Platz zu bleiben, Du entscheidest, wie lange Du den streichelst. Hier würde ich aber die Große zuerst rufen, damit die nicht nen Haß auf die Kleine kriegt, wenn die "bevorzugt" wird. Mal darf die eine 2 Stunden mit ins Wohnzimmer, die andere bleibt in ihrem Bereich, und dann umgekehrt. Schlafen tun Hunde eh recht viel am Tag, insofern - ob die das tun neben dem Sofa oder in ihrem Bereich, das ist egal. Und wenn Ihr beide die Zeit habt, jeweils auf den eigenen Hund zu gucken, dürfen beide mit - aber ohne Spielzeug oder Futter, sprich ohne streitauslösende Momente.

    So kann man schon ne ganze Zeit überbrücken, ist weniger aufwendig als man sich das vielleicht vorstellen mag, und wenn die Alternative die Abgabe wäre, würde ich dieses Vorgehen bevorzugen.

    LG,
    BieBoss

  • Wenn sie eine Vorwarnung gezeigt hat, dann ging das wirklich in Bruchteilen von Sekunden. Es ging wirklich alles sehr schnell. Zu schnell als das wir es bemerken konnten. Wir haben die "brennzliche" Situation zwar erkannt, da wir Leasha ja nun doch kennen, haben es aber nicht mehr rechtzeitig geschafft einzuschreiten.

    Wie oben geschrieben haben wir nun ein Termin bei einer Hundetrainerin von der wir uns erhoffen das sie wirklich Kompetent ist. Es gibt mittlerweile Hundetrainer wie Sand am Meer, nur leider kann einem keiner sagen wer wirklich was davon versteht. Uns wäre es in erster Linie nicht schade ums Geld, würden wir den falschen Trainer engagieren, sondern die Tatsache das es der kleinen das Leben kosten könnte. Das wollen wir auf keinen Fall riskieren. Wenn es keine reale Chance gibt das wir die zwei unter einen Hut bringen können, dann möchte ich auch das die Trainerin uns das mitteilt. Ich weiß allerdings auch das sie uns keine Garantie geben kann.

  • Ich möchte auch zusprechen, die Beiden zu behalten.

    Wir hatten hier auch mit einem Pflegehund und meiner Helen ewige Beißereien. Die beiden, grad der Pfleglie mussten verstehen, dass MENSCH derjenige ist, der die Ressourcen "verwaltet". Spielie gab es, wenn ich es wollte und für wen ich es verwenden wollte. Genauso haben wir es mit Futter und Streicheleinheiten gehalten.

    Es hat gedauert und wir brauchten oft zur Unterstützung eine Leine, aber nach ca. 4 Wochen waren die beiden ein Herz und eine Seele.

    Holt euch wirklich einen Trainer dazu. Die beiden haben viel zu verarbeiten. Einmal haben sie euch nicht mehr für sich allein und dann müssen sie ihr Reich teilen. Es ist für beide eine Umstellung.

    Ich drücke euch feste die Daumen... und bitte nicht aufgeben!!!

  • Zitat


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    Bis das Problem mit einem Trainer gefunden und gelöst werden kann: warum nicht ein solches Management? Gerade das verhilft doch zur Entspannung. Die Hunde bekommen jeder einen festen Platz/Bereich zugewiesen, weit voneinander entfernt. Dieses Zimmer ist für den jeweils anderen tabu. Kann der Halter nicht 100% aufpassen, ist jeder der beiden auf diesem Platz, Türen zu. Es sind keine Kinder da (zumindest steht hier nix von), sodaß man daran denken müßte, daß ein Kind evtl. mal ne Türe offenstehen läßt, und wenn´s um das Leben des Kleineren gehen könnte, kann ich nicht glauben, daß man vergißt, die Türen zu schließen. Die Haustüre vergißt ja auch net zu schließen beim Heimkommen.... *gg

    Das Türenschließen geht mit der Zeit automatisch. ...

    Im Moment Handhaben wir es so, das wir die 2 wirklich strikt trennen, Türen hinter uns abschließen, etc. Im Moment gleicht es hier im Haus einem Hochsicherheitstrakt. Aber es sollte erstmal so funktionieren bis wir eine bessere Lösung, im besten Fall eine komplette Lösung des Problems, gefunden haben.
    Das heißt aber auch das die Hunde länger alleine sind als das früher der Fall war. Da, wenn ich zum Beispiel alleine bin, ich nur bei einem Hund sein kann. Ab und an lassen wir die 2 sich mal sehen, das sie den Kontakt nicht ganz verlieren. Das erfolgt dann ber wirklich mit Sicherheitsabstand und Maulkorb. Was bisher ohne Aggression abgelaufen ist.

  • Zitat

    Wenn sie eine Vorwarnung gezeigt hat, dann ging das wirklich in Bruchteilen von Sekunden. Es ging wirklich alles sehr schnell. Zu schnell als das wir es bemerken konnten. Wir haben die "brennzliche" Situation zwar erkannt, da wir Leasha ja nun doch kennen, haben es aber nicht mehr rechtzeitig geschafft einzuschreiten.

    Wie oben geschrieben haben wir nun ein Termin bei einer Hundetrainerin von der wir uns erhoffen das sie wirklich Kompetent ist. Es gibt mittlerweile Hundetrainer wie Sand am Meer, nur leider kann einem keiner sagen wer wirklich was davon versteht. Uns wäre es in erster Linie nicht schade ums Geld, würden wir den falschen Trainer engagieren, sondern die Tatsache das es der kleinen das Leben kosten könnte. Das wollen wir auf keinen Fall riskieren. Wenn es keine reale Chance gibt das wir die zwei unter einen Hut bringen können, dann möchte ich auch das die Trainerin uns das mitteilt. Ich weiß allerdings auch das sie uns keine Garantie geben kann.


    Kein Hund der Welt legt ohne Warnung los, ich hab wirklich so manchen Hund kennen lernen dürfen der angeblich unvermittelt draufhalten und jeder hat gewarnt.
    Die Frage ist nur erkennst du es und bist du schnell genug um zu reagieren.
    Ich hab ein schönes Beispiel: Ich führe oft mehrere Hunde gleichzeitig und wunderte mich immer wieder über folgendes Verhalten.
    Die Hunde tappern entspannt neben mir her, 3 rechts, 2 links..
    Urplötzlich hauen 2 der Hunde rechts die Bremse rein und wechseln auf links..
    Ich hatte nicht den leisesten Hauch einer Ahnung warum.
    Irgendwann stand die Sonne sehr tief und die Barthaare meines Dicken leuchteten regelrecht im Licht.
    Tja was passierte unmittelbar vor dem Wechsel, war dass der Dicke die Haare anklappte.
    So fein kommunizieren Hunde, so fein und so schnell.
    Ich drück dir die Daumen, dass du mit Hilfe der Trainerin eine Lösung findest die allen gerecht wird.

  • Hab mir nochmal Gedanken gemacht. Bisher waren alle Außeinandersetzungen immer wenn meine Freundin und ich gemiensam anwesend waren. Wenn die Hunde mit der Mutter meiner Freundin alleine waren ist bisher nie was passiert. Zufall?

    Meine Freundin hatte ihren Hund schon bevor ich sie kennenglernt habe und ich meine Leasha. Kann ein Grund (unter mehreren) dafür darin liegen das wir vielleicht, wenn auch unbewusst, jeweils den "eigenen" Hund bevorzugt behandeln?

  • Zitat

    Hab mir nochmal Gedanken gemacht. Bisher waren alle Außeinandersetzungen immer wenn meine Freundin und ich gemiensam anwesend waren. Wenn die Hunde mit der Mutter meiner Freundin alleine waren ist bisher nie was passiert. Zufall?

    Meine Freundin hatte ihren Hund schon bevor ich sie kennenglernt habe und ich meine Leasha. Kann ein Grund (unter mehreren) dafür darin liegen das wir vielleicht, wenn auch unbewusst, jeweils den "eigenen" Hund bevorzugt behandeln?


    Das mag durchaus sein - dadurch weiß keiner der beiden Hunde, wo er eigentlich "steht"...... Beobachtet doch einfach mal die Mutter im Umgang mit den beiden, und vergleicht mit Eurer Vorgehensweise den Hunden gegenüber. Gibts da Unterschiede? Wenn ja, dem Trainer unbedingt erzählen, dann kann der da evtl. weiterkucken.
    Wenn man erstmal weiß, wo gucken, fallen einem vielleicht ein paar Dinge gleich auf.

    LG,
    BieBoss

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