Alleine bleiben. Verhalten des Menschen?

  • Hallo,

    wir haben zur Zeit einen 3-jährigen Jack Russel, der laut "Noch-Besitzer" bis zu 7 Stunden alleine bleiben kann.
    Ich hab jetzt schon öfter gelesen, dass man dem Hund nicht großartig "Tschüss" sagen soll und auch keine Szene aus dem Wiedersehen machen soll. Damit der Hund es als etwas ganz normales ansieht, dass sein Herrchen auch mal weg ist. Ebenfalls hab ich gelesen, dass man ihm ruhig, wenn er alleine ist, einen Kauknochen oder ähnliches geben kann, damit er das alleine sein mit etwas positivem verbinden kann.
    Korrigiert mich bitte, wenn ich das falsch verstanden oder gelesen habe!

    Jetzt geht es darum, dass dieser Jacky - Namens Monty - wenn ich nur mal kurz aus der Wohnung gehe und meine Mutter noch in der Küche ist, durchaus ab und zu ein wenig rum jammert. Wenn ich dann wieder rein komme, freut er sich nen Ast ab! Ich versuche keine große Szene daraus zu machen und gehe an ihm vorbei und lege erst ein mal meine Sachen ab. Dann fängt er an zu bellen und um mich rum zu hüpfen. Auf uns macht er den Eindruck, als ob er beleidigt ist.

    Kann das sein? Kann es sein, dass manche Hunde das Alleinesein besser verkraften, wenn man sie ausgiebig begrüßt? Oder hab das oben Geschriebene doch falsch verstanden und sollte ihn auf jeden Fall begrüßen es nur nicht übertreiben?

    Ich hoffe, es ist verständlich geschrieben und ihr könnt mir einfach, auf meine Situation bezogen, ein paar Tipps zum Verhalten beim Alleinebleiben geben.

    Viele Grüße,
    Jana

  • Ich kann ja einmal kurz berichten wie das so bei uns und unserem Hund Till läuft. Till ist ein Beagle und zur Zeit 9 Monate alt. Wenn ich das Haus verlasse und Till zu Hause bleiben muß, sage ich ihm dort wo er gerade ist, einmal liebevoll Tschüß, streichle ihn einmal kurz und gehe dann. Ich achte allerdings darauf, daß ich komplett fertig bin zum Gehen bevor ich ihm Tschüß sage, so daß ich dann mich nach dem Tschüß sagen auch wirklich umdrehe und umgehend gehe. So lernt der Hund: Frauchen sagt Tschüß - sie geht - ich bleibe eine zeitlang alleine - Frauchen kommt wieder. Man kann natürlich auch jedes andere Wort oder jede andere Redewendung benutzen. Wichtig ist nur, daß man immer wieder das Gleiche sagt, damit der Hund die Verbindung zwischen Wort und Handlung knüpfen kann. So ein Ritual schafft bei den Hunden häufig Sicherheit und hilft ihnen die Situation zu meistern. Mir wiederstrebt es mich einfach so, ohne Verabschiedung, aus dem Haus zu stehlen, weil ich nicht möchte, daß mein Hund Angst hat, daß ich gehen wenn er mich nicht permanent im Auge hat. Obwohl ich mir nicht sicher bin, ob Hunde so denken. Auf jeden Fall klappt es bei uns so sehr gut. Damit der Hund das Alleinebleiben als sollte das Abschiedsritual allerdings auch nicht zu ausgedehnt sein. Komme ich wieder nach Hause begrüße ich Till zunächst einmal. Er freut sich dann immer riesig.

    Ich hoffe ich konnt euch ein wenig weiter helfen

    Liebe Grüße Franziska mit Till

  • fraglich wäre, ob er wirklich meint:
    - "Hey, ich freu mich, dich zu sehen"
    oder
    - "Ey Alte, wo warst du, nu bin ich wieder Mittelpunkt"

    Würde man dann erkennen können, wenn man euren Umgang miteinander sieht.

    Ist er denn sonst sehr auf dich fixxiert?
    Sonst klappt bei euch alles problemlos?

  • Hallo, bin gerade auch wieder im Alleinbleibetraining mit meinem Junghund Joschi, habe heute hier eine ähnliche Frage dazu gestellt. :smile:

    Also ... mit dem Welpen haben wir es mit der Komplett-Ignorier-Methode gemacht und es hat gut geklappt.

    Bis vor ein paar Tagen. Joschi hat lange gejault und war ziemlich unruhig.

    Vermutlich lag es daran, dass ich einfach gegangen bin, während er in einem anderen Zimmer war. Ich war plötzlich weg. Vielleicht hat ihn das verunsichert. Pubertät, Angstphase, alles komisch gerade usw.

    Wir etablieren nun ein Abschiedsritual, indem ich sage "Tschüss Joschi, schön warten".

    Heute schon dreimal kurz die Wohnung verlassen. Hat primat geklappt. Wir arbeiten weiter.

    Finde das persönlich auch irgendwie schöner.

  • Hallo,

    Wir hatten es da als Raucher wohl leichter ;) da wir nur draussen rauchen war er es von Anfang an gewohnt das wir rausgehen und wiederkommen. Gesagt haben wir natürlich nix und auch als wir wiedergekommen sind wurde nix gesagt. Er kann jetzt Immernoch gut alleine bleiben. Hat aber mittlerweile gemerkt was es heißt wenn hier alle mann ihre Klamotten packen. Da würde er sich manchmal gerne mit durch die Türe drücken. Wenn jemand anderes aus der Familie geht ist es egal solange ich noch da bin. Wenn er merkt ich packe meine Handtasche guckt er meist kurz was jetzt passiert bleibt aber ruhig. Kauzeug hab ich ihm schon oft gegeben für die Zeit aber er nimmt es nicht und er trinkt auch nicht wenn wir weg sind. Ist aber trotzdem total entspannt u nutzt die Gelegenheit um auf der Couch zu schlafen ;) aber frisst auch nicht wenn alle anderen da sind u nur ich weg bin!
    Wenn wir wiederkommen freut er sich mal mehr mal gar nicht. Ich begrüße ihn aber auch nicht wirklich. Oft gar nicht. Vor allem nicht wenn er sich richtig freut ignoriere ich das bis er ruhig ist. Bei Besuch sieht das immer anders aus, die freuen sich das er sich freut wie ein irrer und knuddeln ihn dann ausgiebig da kann ich mir aber auch den Mund fusselig reden.
    Ich würde also weder zum Abschied noch zur Begrüßung was sagen, da es ganz normal und nix besonderes ist!

  • Beim Gehen gibts nen kurzen Satz:" Ihr passt hier schön auf, bis wir wieder da sind!"
    Das heißt für die Hunde.... Party im Bett und Schlafen.

    Wir hatte bisher noch nie ein Problem mit dem Alleinbleiben.

    Wenn wir wiederkommen, gibts ne Begrüßung. Ich freue mich ja auch das ich die Schnuffel wieder sehe. Egal wie und wann, wir begrüßen unser Hunde schon recht ausgiebig. Uns gefällt es!
    Es bordet aber auch nicht über, darauf achten wir schon.

  • Ja wir haben zwei Hunde.

    Anka war als sie kam auch Zweithund, dann aber über 3 Jahre allein, hat da auch weiterhin gut geklappt mit dem Alleinbleiben.

    Als Hayly kam haben wir ganz langsam angefangen mit dem Alleinbleiben bei ihr. Da unsere beiden Damen nicht so die besten Freunde waren und sind, haben wir beide wenn sie allein bleiben mussten getrennt.

    Anka im Schlafzimmer und Hayly im Eßzimmer, dazwischen zwei Räume. War sicherer für uns.

    Irgendwann hat Hayly dann angefangen die Türen zu öffnen und wenn wir zurück kamen waren sie meist zusammen und haben gepennt. Daher haben wir dann auch auf das Trennen verzichtet, sie haben jetzt aber 4 Räume zur verfügung und können sich auch aus dem Weg gehen.
    Die besten Freunde sind sie immer noch nicht, werden sie wohl auch nicht mehr.

    Teste doch verschiedene Verhaltensweisen, die für dich in Frage kommen aus, evtl. ein paar Tage und schau welche am Besten klappt.

  • Hallo,

    also ich bin mir jetzt eigentlich ziemlich sicher, dass er meckert, weil ich ihn alleine gelassen habe. Wie Maanu schon geschrieben hat: "Ey Alte, wo warst du, nu bin ich wieder Mittelpunkt"
    Er kommt dann auch sofort mit Ball oder ähnlichem an und will spielen.

    Ich hab jetzt versuch mal ihn nicht komplett zu ignorieren, allerdings auch nicht mit ihm zu spielen - wie er will - sondern ihn "nur" zu begrüßen. Dann gibt er jedenfalls schneller Ruhe, aber ob das dann für das dauerhafte Verhalten so sinnvoll ist, bezweifle ist...

    Viele Grüße,
    Jana

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