Welpe im Haus und ein paar Fragen
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Brina83 -
21. August 2011 um 14:58
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Ja, manchmal kommt es anders, als man denkt. So auch bei uns.
Am Donnerstag ist ein kleines Welpenmädchen bei uns eingezogen. Wir haben sie aus dem Tierheim, sie ist 05/11 geboren. Die Elterntiere sind unbekannt. Laut TH wurde sie mit 6 Wochen dort abgegeben und ist demnach auch noch nicht sozialisiert. Das merkt man teilweise auch - insbesondere bei anderen Hunden. Sie kläfft alle an, ob groß oder klein. Bei vielen Dingen merkt man auch, dass sie noch nichts wirklich von der Welt kennengelernt hat. Da sie allerdings kein ängstliches Tier ist, kommt sie sehr schnell mit neuen Dingen klar und lernt, dass keine Gefahr von diesen ausgeht. Am Samstag werden wir zum ersten Mal die Welpenschule besuchen.
Allerdings habe ich schon jetzt ein paar Fragen in verschiedene Richtungen und würde mich freuen, Tipps von euch zu bekommen.

1. Momentan bekommt sie noch das Futter aus dem TH, was uns mitgegeben wurde. Ich möchte sie allerdings aufs Barfen umstellen. Habe hierzu auch schon viel gelesen und mir auch die Broschüre von Swanie Simon gekauft.
Kann ich die Maus einfach so umstellen oder muss ich etwas besonderes beachten? Welches Fleisch eignet sich für den Anfang/die Umstellung am besten? Gibt es Gemüse, das sie noch nicht bekommen sollte?2. Kimba - so ihr Name - lässt sich momentan draußen noch von sehr vielen Dingen ablenken. Sei es ein Vogel, ein komisches Geräusch etc. Von daher war sie jetzt die ersten Tage immer an der Schlepp. Natürlich will ich sie aber viel lieber frei laufen lassen. Sollte ich das jetzt schon "riskieren"? Wir haben hier eine riesige Wiesenlandschaft um die Ecke, wo wir mit ihr hinfahren.
3. Daraus resultiert auch schon die nächste Frage: Wie lange kann/sollte ich mit ihr schon rausgehen? Und bis zu welchem Alter sollte sie die Treppen hochgetragen werden (sind nicht viele - wir wohnen im EG)?
4. Wie kann ich ihr das Anbellen/Anknurren anderer Hunde abgewöhnen? Sie hat da übrigens keine Scheu - ob groß oder klein, es wird erstmal alles angebellt.
Sorry, dass es jetzt so viel geworden ist. Auch wenn ich schon vorher so viel gelesen und mich informiert habe, ist es dann doch noch etwas anderes, wenn das kleine Wesen erstmal da ist. Da tuen sich eben schnell noch hier und da Fragen auf.

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Hi,
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Hallo, hier mal ein paar Antworten zu deinen Fragen (von einem Junghundebesitzer):
zu 2:
Als Welpe war Joschi teils an der langen Leine, teils auch frei (je nach Gefühl, du merkst ja, wenn dein Hund sich gut an dir orientiert, zur Sicherheit würde ich aber sagen: Wenn du dir unsicher bist, lieber Schleppleine als keine). In beiden Situationen übten wir Rückruf. Jetzt ist er wieder meist an der Schlepp, da er pubertierend die Welt wieder neu entdeckt. Wenn er mit seinen Gedanken woanders ist, kommt die Schlepp dran, besonders dort, wo viel Ablenkung ist. Heute früh im Wald konnte er ohne Schlepp laufen.
Zu 3:
Als Joschi 16 Wochen alt war, waren wir so zweimal am Tag für 30 Minuten draußen, 5 Minuten zur Hundewiese hin und zurück, dann spielen und üben. Einmal in der Woche ging es zur Hundeschule, da musste er auch schon mal mehr laufen, weil wir per Bahn unterwegs waren.
Wir wohnen im dritten Stock mit ca. 60 Stufen und haben Joschi solange getragen, bis es nicht mehr ging. Etwa ab 25 kg musste er selbst laufen.
Zu Fragen 1 und 4 kann ich dir leider nichts sagen, da wir hier keine Erfahrungen haben.
Viel Freude noch an Kimba!
Grüße, Ingo
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Hallo,
erst einmal!Zitat1. Momentan bekommt sie noch das Futter aus dem TH, was uns mitgegeben wurde. Ich möchte sie allerdings aufs Barfen umstellen. Habe hierzu auch schon viel gelesen und mir auch die Broschüre von Swanie Simon gekauft.
Kann ich die Maus einfach so umstellen oder muss ich etwas besonderes beachten? Welches Fleisch eignet sich für den Anfang/die Umstellung am besten? Gibt es Gemüse, das sie noch nicht bekommen sollte?Dazu kann ich Dir erst mal nichts sagen, bzw. schreiben.
Da sollen sich die Experten lieber bei Dir melden!Zitat2. Kimba - so ihr Name - lässt sich momentan draußen noch von sehr vielen Dingen ablenken. Sei es ein Vogel, ein komisches Geräusch etc. Von daher war sie jetzt die ersten Tage immer an der Schlepp. Natürlich will ich sie aber viel lieber frei laufen lassen. Sollte ich das jetzt schon "riskieren"? Wir haben hier eine riesige Wiesenlandschaft um die Ecke, wo wir mit ihr hinfahren.
Das ist normal. Schließlich muß ja erst einmal die Welt entdeckt und die neuen Eindrücke verarbeitet werden.
Du kannst kleinere Aufmerksamkeitstraining machen, aber die Einheiten lieber sehr kurz halten.
Jeder Blick von ihr zu Dir, wird bestätigt.Normalerweise haben die Welpen einen sogenannten Folgetrieb. Diesen würde ich ausnutzen. Allerdings halt in einer Umgebung, wo eh nichts passieren kann. Sonst ist eine Schlepp natürlich eine gute Sicherheit, für alle Fälle.
Zitat
3. Daraus resultiert auch schon die nächste Frage: Wie lange kann/sollte ich mit ihr schon rausgehen? Und bis zu welchem Alter sollte sie die Treppen hochgetragen werden (sind nicht viele - wir wohnen im EG)?Es gibt da eine Art Regel, die besagt, daß nur fünf Minuten pro Lebensmonat "Gassi gegangen" werden kann. Ist Dein Hund also drei Monate alt, dann sollte er 15 min Gassi gehen.
Zwischendurch, nach jedem Fressen, Spielen und Schlafen raus, und in der Wachphase auch so alle zwei Stunden.Damit ist jetzt nicht Spielen mit anderen Hunden gemeint, egal, ob in einer Hundeschule, oder draußen auf der Wiese. Sondern wirklich reines Gassi gehen, an einem Weg entlang. Denn dort werden die meisten Eindrücke verarbeitet, die so auf einem Welpen einprasseln. Andere Hunde, andere Menschen, kleine und laute Menschen, andere Tiere, Autos und andere lauten und stinkenden Motormaschinen, und so weiter.
Darum sollte die Gassigänge wirklich sehr kurz gehalten werden, damit der Kleine nicht viel zu viele neue Eindrücke zu verarbeiten hat. Alles halt in Maßen.Und ich persönlich tendiere dazu, den Hund bis zu einem Jahr lieber die Treppen hochzutragen.
Ab und an einige Stufen laufen, ist nicht schlimm, schließlich sollte der keine Angst vor Treppen haben. Aber ich würde eben einen so jungen Hund in der Wachstumsphase nicht ständig steigen lassen.Zitat4. Wie kann ich ihr das Anbellen/Anknurren anderer Hunde abgewöhnen? Sie hat da übrigens keine Scheu - ob groß oder klein, es wird erstmal alles angebellt.
Das könnte eine Unsicherheit sein.
Geh aus der Situation raus. Das heißt, dreh Dich um und geh mit dem Hund vom Objekt weg. Ist er ruhig, kannst Du ihn belohnen. Und Dich auch langsam wieder dem Objekt nähern. Solange er ruhig ist, ist es okay, und das kannst Du bestätigen. Wird er unruhig, könnte es sein, daß es für ihn noch zu viel ist.Das gleiche auch bei Begegnungen mit anderen Hunden! Auch wenn er "nur spielen" will, umdrehen. Er soll ja nicht lernen, daß Rabatz an der Leine zum gewünschten Erfolg bringt. Er soll ja lernen, sich gesittet zu benehmen, dann darf er auch mit anderen Hunden spielen. Aber immer erst mit vorheriger Absprache des anderen Halters!
Ich hoffe,
ich konnte Dir etwas helfen?Schöne Grüße noch
und viel Spaß mit Deinem Welpen
SheltiePower -
Ich danke euch beiden für die Antworten. Das hilft mir schon sehr und ich werde das mit dem "aus der Situation nehmen" bei anderen Hunden auf jeden Fall ausprobieren. Mal gucken, wie sie das macht.

Kann mir sonst noch jemand was wegen der Umstellunf aufs Barfen sagen?
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Zitat
Kann mir sonst noch jemand was wegen der Umstellunf aufs Barfen sagen?Dazu solltest du noch einen eigenen Thread unter "BARF" schreiben - dort erhälst du bestimmt Tipps.
ZitatWie kann ich ihr das Anbellen/Anknurren anderer Hunde abgewöhnen? Sie hat da übrigens keine Scheu - ob groß oder klein, es wird erstmal alles angebellt.
Das Anbellen spricht für Unsicherheit, ist zwar nicht mit Scheu gleichzusetzen, aber das deutet auf wenig Selbstbewusstsein hin, also eher das Gegenteil von dem, was du bisher angenommen hast - Ratschläge hast du diesbezüglich ja bekommen.
Gruß
Leo -
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Danke für deine Einschätzung. Dann weiß ich jetzt bescheid und kann dementsprechend auch Handeln.

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Hallo,
ich benötige nochmal eure Hilfe: Und zwar geht es um den Bindungsaufbau zu der kleinen Maus. Sie ist in der Wohnung immer sehr interessiert an uns und wackelt auch überall hinterher. Sobald wir allerdings draußen sind, hat man das Gefühl, sie würde uns nicht mehr kennen. Da ist keine Spur vom typischen Welpenverhalten und dem natürlichen Folgetrieb. Würde ich sie nicht immer an der Schlepp haben, wäre sie schon über alle Berge.
Ich habe jetzt angefangen, sie in der Wohnung aus der Hand zu füttern. Jedoch ohne, dass sie dafür arbeiten muss, da ich denke, dass das bei einem Welpen noch nicht wirklich angebracht ist. Ist das richtig? Gibt es etwas, was ich bei der Handfütterung beachten muss. Hat sonst noch jemand Tipps, wie ich uns draußen für sie interessant machen kann? Leckerlies ziehen da auch nicht wirklich. Wenn sie was hört/sieht, ist sie davon durch absolut gar nichts abzulenken.
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Zitat
Hallo,
ich benötige nochmal eure Hilfe: Und zwar geht es um den Bindungsaufbau zu der kleinen Maus. Sie ist in der Wohnung immer sehr interessiert an uns und wackelt auch überall hinterher.
Sie ist nun eine Woche da, einige Dinge solltet ihr nun anfangen, ohne die Kleine hinterherlaufen zu lassen.
Ein paar Sekunden die Tür vor ihrer Nase ruhig mal schließen.ZitatSobald wir allerdings draußen sind, hat man das Gefühl, sie würde uns nicht mehr kennen. Da ist keine Spur vom typischen Welpenverhalten und dem natürlichen Folgetrieb. Würde ich sie nicht immer an der Schlepp haben, wäre sie schon über alle Berge.
Naja, eine Woche ist noch nicht wirklich viel und wenn sie im Haus eh die volle Aufmerksamkeit bekommt, seid ihr draußen uninteressanter.
Verlegt doch alle Aktionen (Spiel, Spaß) nach draußen und macht im Haus nichts.ZitatIch habe jetzt angefangen, sie in der Wohnung aus der Hand zu füttern. Jedoch ohne, dass sie dafür arbeiten muss, da ich denke, dass das bei einem Welpen noch nicht wirklich angebracht ist. Ist das richtig? Gibt es etwas, was ich bei der Handfütterung beachten muss. Hat sonst noch jemand Tipps, wie ich uns draußen für sie interessant machen kann? Leckerlies ziehen da auch nicht wirklich. Wenn sie was hört/sieht, ist sie davon durch absolut gar nichts abzulenken.
Warum Handfütterung?
Gibt es einen bestimmten Grund?
ICH würde es nicht machen, nur in bestimmten Problemfällen.
Denn daraus resultiert viel zu viel Aufmerksamkeit und Gefüttere, was euch draußen wiederum uninteressant macht.
Entweder du fütterst sie zu Hause aus dem Napf oder aber draußen aus der Hand, dann kannst du den Rückruf mit Futter üben, wobei das richtige Hundefutter meist keinen sehr hohen Anreiz hat, zumindest nicht auf Dauer.
Ich würde es folgendermaßen machen:
Futter nur aus dem Napf, besondere Leckerlies für tolle Leistungen.
Im Haus ist Ruhe angesagt.Gruß
Leo -
Wir machen im Haus schon gar nichts großartiges mit ihr, außer kuscheln. Es wird nicht großartig zusammen gespielt o. ä.
Sobald wir die Wohnung verlassen, ist alles interessant, nur wir nicht. Von Verlassensangst beim Welpen gibt es bei ihr keine Spur ... Wir haben auch das Problem, dass wir anders als geplant diese Woche noch nicht mit ihr zur HuSchu können, da sie noch auf Zwingerhusten behandelt wird. Tür zu etc. machen wir schon ein paar Tage. Das klappt ohne Probleme - kein Jammern, Bellen oder sonstwas. Sie legt sich dann hin und gut ist.
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Brina,
mache dich nicht verrückt, das wird schon noch.
Lasse die Handfütterung im Haus sein. - Vor einem Moment
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