Hilfe, Hund knurrt uns an!

  • Zitat

    Und da das ein Thread ist, der von mir als Pflegestelle erstellt worden ist, und ihr euch hier so darüber äußert, kommt es bei mir so an.

    wenn ich dich speziell gemeint hätte, hätte ich statt....

    Zitat

    aber die realität sieht wohl etwas anders aus. ;)


    aber die realität sieht in diesem fall wohl etwas anders aus. geschrieben.

    Zitat

    Oder lasst solche Kommentare einfach ganz sein. Helfen doch keinem.

    ich finde schon, dass sie anderen lesern helfen können. nicht jedem, der mit dem gedanken spielt, pflegestelle zu werden, ist bewußt, was das heißt. ;)

    gruß marion

  • Zitat

    Bevor sich hier wieder jemand zu schließen genötigt fühlt, sollten wir wieder zum eigentlichen Thema zurückkehren. Was kann die TS tun, damit Foc nicht mehr sein Futter, Futterplatz oder seinen Ruheplatz verteidigt? Nun, ich will hier gar keine Anleitungen zu Übungen abgeben. Ich möchte nur mal einen Gedankengang erwähnen: Ihr macht mit FOC unheimlich viel (und alles bestimmt gut gemeint und wohl überlegt). ABER: Vielleicht ist das einfach zu viel für den Hund und er kann es nicht alles verarbeiten. Lasst ihn also ankommen, gebt ihm Zeit und gewöhnt ihn an einen Tagesablauf, der ihn nicht allzu sehr fordert. Lasst ihn Euch beobachten. Ignoriert ihn mal. Wiederholt mal wortlos irgendwelche unbedeutenden Abläufe. Wiederholt nicht zu oft die Kommandos. Versucht einfach mal, eine Umgebung und einen Umgang miteinander zu schaffen, der nicht so "spektakulär" ist. Ich bin sicher, Foc kann dann entspannen, besser lernen und wirklich ankommen.

    Ja, wenn man das so auflistet, klingt das wahnsinnig viel was wir machen. Aber unser Alltag ist wirklich so gut wie jeden Tag gleich und nichts spektakuläres. Die die Maßeinheiten, die wir ihm "zumuten" sind ganz klein.
    Unser Tagesablauf sieht in etwa so aus:
    Zwischen 9 und 10 Uhr Morgengassi
    Danach sein Frühstück.
    Danach Ruhe (ich lerne, Hund entspannt auf seiner Decke). In dieser Zeit stehe ich auf und gehe für ein paar Sekunden/Minuten aus dem Raum raus. Meist bleibt Foc einfach gelangweilt liegen.
    Dann wieder Entspannung. Dann mal 4-5 Einheiten Training (Sitz, Platz).
    Wieder Ruhe, Entspannung für den Hund.
    Dann "Zu Mir" Übung.
    Wieder Entspannung.
    Wieder 4-5 Einheiten Training.
    Gassi Gehen (15 Uhr).
    Entspannen, Kauzeug oder mal eine "Beschäftigungsthereapie" (Leckerlis sind in geschlossener Eierpappe, z.B.).
    Entspannen, kleinere Einheiten Sitz, Platz, Zu mir.
    20 Uhr wieder kleiner Spaziergang.
    Danach wieder Ruhe bis ca. 12 Uhr, zum Spaziergang.

    Durchschnittlich sind die Gassigänge ca. 30 Minuten lang.
    Mit dem Üben hören wir auf BEVOR wir meinen Foc verliert die Konzentration. Wir wiederholen die Kommandos etwa 3-5 Mal, je nach Tageslaune.
    An tollen Tagen, wenn Foc entspannt ist, gehen wir auch mal Mittags um 13/14 Uhr los und machen eine größere Runde (2,3 Stunden). Aber im Allgemeinen ist unser Tagesablauf wirklich entspannt, kein großer Stress. Weder für Hund, noch für Mensch.
    Das Autofahren fangen wir gerade erst an. Das heißt bei jedem Gassi Gang davor und danach einmal ins Auto rein, Leckerli, einmal wieder raus. Nichts großartiges.

    Hast du Verbesserungsvorschläge?

  • Hallo,

    aus deiner Sicht ist es kein großes Programm, aus meiner schon.
    Viel zu häufige Trainingseinheiten, zu viele Kommandos, zu lange Spaziergänge (2-3 Std.).
    Er ist jetzt ca. 21 Tage bei euch.

    Lasst ihn mehr in Ruhe, Umwelt kennen lernen, Hausregeln, Vertrauen schaffen, Bindung aufbauen, Sicherheit geben sind viel wichtiger als Sitz, Platz & Co.
    Kommandos können die neuen Halter beibringen.

    Gebt ihm seine Beute so, dass er sie zunächst nicht verteidigen muss.
    Das war jetzt ein einmaliger Ausrutscher mit der Decke...
    In Zukunft erst mal in Ruhe fressen lassen.
    Ein Austausch/eine Annäherung gegen Besseres kann frühestens in ein paar Monaten geübt werden.

    Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.

    Ein überforderter, unsicherer Hund ist schnell gestresst, deswegen ist weniger einfach mehr.

    Gruß
    Leo

  • Zitat

    Ein überforderter, unsicherer Hund ist schnell gestresst, deswegen ist weniger einfach mehr.


    Genau das ist der Punkt. Für Euch ist es subjektiv nicht viel Programm, aber glaube mir, für den Hund ist es viel. Ich würde zudem versuchen, nicht so konkrete Trainingseinheiten festzulegen, in denen er dann hochkonzentriert sein muss. Gehorsams- und Bindungsübungen kann mann wunderbar in den Alltag einbauen und kombinieren.
    - Ruft ihn während des Spaziergangs zu Euch.
    - Legt ihn während der Gassirunde hin und wieder ab.
    - Gebt ihm Teile des Futters als Belohnung unterwegs (das macht ihr ja schon und da ist super).
    - Achtet darauf, dass ihr nicht zu oft aktiv seine Entspannungsphasen unterbrecht.

    Vermittelt dem Hund durch Euer Auftreten Ruhe und Gelassenheit. Das wird schon.

  • Zuerst mal muss ich sagen, dass unsere bisherigen Pflegehunde alle auf die Couch durften :p . Das ist den Interessenten bekannt und wir haben erst eine Hündin vermittelt, die im neuen Zuhause nicht auf die Couch durfte, doch selbst das war für die Hündin kein Problem. Neues Leben, neue Vorschriften. Wenn ich da als Pflegestelle auf alles Rücksicht nehmen wollte, müsste ich meine Pflegehunde 24 Stunden in eine Box sperren, um es mal übertrieben auszudrücken.

    Der andere Punkt ist, dass ich es auch so empfinde, dass da viel zu viel auf Foc einwirkt. Es ist ja nicht so, dass er schon mal in einer Wohnung lebte und alleine das, was da alles in den 3 Wochen drinnen und draußen auf ihn einwirkte, ist immens. Wenn ein Hund bislang gar nichts kennenlernen durfte, dann lebt der 4-6 Wochen einfach so bei uns, um sich einzugewöhnen. Die drei Worte "weniger ist mehr" ist wirklich Gold wert. Klar gibt es Ausnahmen bei den Hunden, aber überwiegend sind diese Worte schon zutreffend.

    Knochen gibt es bei uns erstmals nach einigen Tagen und dann habe ich immer etwas mindestens genauso Leckeres bereit liegen, falls es nötig sein sollte, dem Hund den Knochen abzunehmen. Bislang hatte ich in der Hinsicht wirklich Glück und konnte bei jedem Hund problemlos tauschen.

    Viele Grüße

    Doris

  • Im Prinzip ist es mit so einem Hund doch wie mit einem Welpen.
    Mit manchen Welpen kann man schon mehr machen und mit manchen Welpen erstmal kaum was, die lernen erstmal ihren Namen und bei mir gibt es Futter :D

    Ich hatte Dir ja schon in dem anderen Thread geschrieben, dass eigentlich erstmal am wichtigsten ist, sein Namen und "Komm/Hier" draußen an der Schleppleine und in der Wohnung.
    Alles andere ist Lulli-Kram und sozusagen unwichtig.
    Wenn er sich mal von sich aus setzt, kann man dazu das spätere Kommando sagen, bei Platz ebenfalls, aber ich würde es nicht speziell trainieren.
    Eure Einheiten sind für einen "Welpen" leider wirklich zu viel und daraus entsteht dann Überforderung.

    Das mit der Entspannung ist super, denn das Wichtigste am lernen ist das schlafen/entspannen lernen und davon ganz viel.
    Drinnen ist keine Action, höchstens bei Regen ;)

  • Zitat


    Knochen gibt es bei uns erstmals nach einigen Tagen und dann habe ich immer etwas mindestens genauso Leckeres bereit liegen, falls es nötig sein sollte, dem Hund den Knochen abzunehmen. Bislang hatte ich in der Hinsicht wirklich Glück und konnte bei jedem Hund problemlos tauschen.

    Ich denke, es lag, daran, dass zu schnell und "selbstsicher" herangegangen wurde:

    Zitat

    Heute lag er auf seinem Kissen und fraß getrocknete Rinderhaut. Blöderweise hat sich das Ding in seine Decke verschlungen, sodass ich Angst hatte, er könne die Decke mitessen. Ich wollte hin um ihm das aus der Decke rauszunehmen, knie mich vor hin, strecke die Hand aus und er knurrt! Als dann mein Freund dazukam, fing er sogar an die Zähne zu fletschen!

    Das ging wahrscheinlich zu schnell, er wurde bestimmt schon bei der Annäherung unruhig und beschwichtigte, dann erfolgte trotzdem der Handgriff und dann ergriff der Hund seine vorletzte Möglichkeit seiner Kommunikation/Warnung.

  • Meine Pflegis dürfen weder ins Bett noch auf die Couch..wie die neuen Besitzer das halten ist mir völlig egal :D
    die ersten 14-21 Tage machen wir kaum etwas mit dem neuen Gast..er soll erst einmal Vertrauen aufbauen, sich mit seinem Namen vertraut machen und merken das es Regelmäßig und (fast) immer zur selben Zeit gefüttert und Raus gegangen wird..durch Tatzuya geht das Ruck Zuck das die Hunde Befehle wie Sitz, Platz, Fuß und Bleib drauf haben..unser Pflegi wird uns bald verlassen und dann ist erstmal Pause angesagt

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!