Hilfe, Hund knurrt uns an!

  • Ich würde ihn an eurer Stelle nichtmehr auf das Sofa lassen. Weist ihm lieber einen festen Platz zu, wo er Ruhe hat, also nicht im Gang oder in der Zimmermitte o.Ä.
    Ihr solltet ihm dazu auch noch "Geh Platz" beibringen, wenn er es noch nicht kann. Dann kann man ihn später auch auf seinen Platz schicken falls es klingelt. Üben kann man das gut mit ein paar Helfern die sich Zeit lassen ;)
    Kurz begrüßen würde ich ihn lassen, solange er den Besuch nicht anspringt oder anbellt, dann wieder auf seinen Platz.

    Wenn ihr beim Picknicken nicht wollt, dass er euch/eure Decke verteidigt, würde ich ihn etwas entfernt Platz machen lassen, oder an einen nahen Baum binden.

    Knochen wegnehmen finde ich immer schwierig. Ich persönlich würde es nicht dulden wenn mein Hund sich das nicht wegnehmen lassen würde, aber so wie ihr es gemacht habt, finde ich es eine gute Lösung.

  • Zitat

    ich möchte diesen satz mal rausgreifen. ich finde es extrem unfair dem hund gegenüber, ihm erst unarten beizubringen, die dann ein anderer wieder abgewöhnen muß.
    in der situation, in der du jetzt bist, solltest du alles tun, damit das kerlchen vertrauen aufbauen kann, also für ihn berechenbar werden.

    gruß marion

  • Zitat

    ich möchte diesen satz mal rausgreifen. ich finde es extrem unfair dem hund gegenüber, ihm erst unarten beizubringen, die dann ein anderer wieder abgewöhnen muß.


    Nicht nur dem Hund gegenueber......eine Pflegestelle hat die Aufgabe einen Hund auf sein neues Leben vorzubereiten und eventuelle Baustellen aufzuarbeiten.

  • Zitat

    Nicht nur dem Hund gegenueber......eine Pflegestelle hat die Aufgabe einen Hund auf sein neues Leben vorzubereiten und eventuelle Baustellen aufzuarbeiten.

    In dem Punkt gehen unsere Meinungen wohl auseinander. Ist ja auch ok, man muss ja nicht immer der gleichen Meinung sein.

    Ja, flying paws, wir haben einen Ansprechpartner bei der Orga. Leider konnten wir sie eben nicht erreichen. Wir versuchen es später wieder. Oder morgen.
    Dann versuchen wir das jetzt erst mal mit dem festen Platz. Und ohne Couch.
    Danke für die Hilfe!!

  • Wenn du dem Hund was zu Fressen wegnehmen willst, lock ihn wie du es gemacht hast weg oder biete ihm was besseres an. Mein eigener Hund knurrt auch, wenn er einen Knochen hat, und zeigt an, dass er ihn behalten möchte.
    Das würde ich nicht so eng sehen. Würde er dich gleich beißen bzw. nach vorne gehen ist es was anderes und selbst dann liegt der Fehler nicht beim Hund.

  • Zitat


    Nicht nur dem Hund gegenueber......eine Pflegestelle hat die Aufgabe einen Hund auf sein neues Leben vorzubereiten und eventuelle Baustellen aufzuarbeiten.

    ja, so sollte es wohl sein.

    aber die realität sieht wohl etwas anders aus. ;)

    gruß marion

  • Zitat

    ja, so sollte es wohl sein.

    aber die realität sieht wohl etwas anders aus. ;)

    gruß marion

    Also ich muss schon sagen, das mir eure Kommentare ganz schön, naja.. unfair vorkommen. Marion, du kennst weder mich, noch meinen Pflegling noch die Arbeit, die wir in ihn investieren. Hier zu sagen wir würden den Hund nicht auf sein neues Leben vorbereiten und nicht an seinen Baustellen arbeiten ist schlichtweg gelogen! Wenn nicht sogar rufschädigend! Ganz im Ernst, was soll das?!?

    1. Eine Pflegestelle hat die Aufgaben einen Hund auf sein neues Leben vorzubereiten
    Wir haben tagelang mit dem Hund geübt, das er stubenrein wird. Sind jede Nacht alle 2 Stunden aufgestanden, haben mit ihm stundenlang draußen auf dem Gassiweg gehockt, und haben mit ihm geübt, geübt, geübt, geübt, geübt. Zig Mal die Malheure weggemacht, ohne Grummeln, ohne Kommentar. Bis er soweit war, bis er sauber war.

    1. Eine Pflegestelle soll die Baustellen eines Hundes aufarbeiten
    Wir üben seit Wochen mit Foc die Grundkommandos. Bringen ihm mit viel Geduld und Liebe "Sitz", "Platz", "Zu Mir" und die anderen nötigen Kommandos bei. Wir üben jeden Tag, mehrere Male. Nehmen uns sehr viel Zeit für den Hund.
    Wir üben jeden Tag mit Foc das alleine bleiben. OBWOHL er bei uns nicht alleine bleibt, da wir beides Studenten sind und momentan Semesterferien sind. Also für uns wäre es völlig unnötig - für die neue Familie aber nicht. Also üben wir. Anstatt das Buch durchzulesen, stehe ich mehrmals auf, unterbreche meine Tätigkeiten und gehe aus der Tür raus. Nur für dann wieder zurückzukommen. Damit er es lernt.
    Wir üben jeden Tag mit Foc das Zusammensein mit anderen Hunden. Wo er anfangs zittern neben mir stand, geht er nun auf die Hunde zu und beschnuppert sie. Jeden Tag, Woche für Woche.
    Wir üben Autofahren. Wir üben Kommandos. Wir üben Alleine sein.
    Und wir arbeiten an diesem Problem mit dem Knurren und Resourcen verteidigen.

    Wenn wir also all dies machen - arbeiten wir dann nicht an seinen Baustellen? Bereiten wir ihn nicht auf sein späteres Leben vor?
    Wir hätten das alles ja auch viel einfacher haben können - Hund einfach immer in die Bude machen lassen können, an einer Stelle, die mit Zeitung ausgelegt ist. Sollen sie die neuen Besitzer damit rumärgern.
    Grunderziehung? Brauchen wir nicht, wir haben ihn ja nicht lange - sollen sich die neuen Besitzer damit rumärgern.
    Andere Hunde? Was interessiert's uns, ist ja nicht unser Hund. Sollen sich die neuen Besitzer damit rumärgern.
    Alleine bleiben? Braucht er bei uns nicht, also, nicht unsere Aufgabe. Sollen sich die neuen Besitzer damit rumärgern.

    Wenn ich also meinem Pflegling mit auf die Couch nehme, ist das weder eine Baustelle, noch verweigere ich dadurch ihn auf sein neues Leben vorzubereiten. Eine solche Aussage ist falsch, unnötig und verletzend. Da ich mir sehr viel Mühe mit einem Hund gebe, sehr viel Zeit investiere, mir viele Sorgen mache, Verantwortung übernehme, und das alles freiwillig, ehrenamtlich und nur zum Liebe zum Tier.

    Foc darf seit gestern nicht mehr auf die Couch. Das hat er ganz schnell kapiert. Probiert es inzwischen nicht mehr und ist ganz glücklich auf seinem eigenen Platz.

    Also überdenke mal bitte wieder deine Aussage - vielleicht willst du sie ja auch zurücknehmen.

  • Zitat

    Also ich muss schon sagen, das mir eure Kommentare ganz schön, naja.. unfair vorkommen. Marion, du kennst weder mich, noch meinen Pflegling noch die Arbeit, die wir in ihn investieren.

    warum beziehst du das speziell auf dich? es ging doch nur um pflegstellen, nicht um dich persönlich.

    und das es in der realität nicht immer so aussieht, dass hunde in pflegestellen auf ein leben in der neuen familie vorbereitet werden, ist nicht von der hand zu weisen.

    gruß marion :ua_bigsmoke:

  • Weil dieses Gespräch angefangen hat, nachdem ich erzählt habe, Foc darf mit auf die Couch. Das war ja schon für dich das erste Haar in der Suppe. Und da das ein Thread ist, der von mir als Pflegestelle erstellt worden ist, und ihr euch hier so darüber äußert, kommt es bei mir so an. Wenn ihr mich nicht damit meint, dann kennzeichnet das doch einfach ein wenig offensichtlicher. Oder lasst solche Kommentare einfach ganz sein. Helfen doch keinem.

  • Bevor sich hier wieder jemand zu schließen genötigt fühlt, sollten wir wieder zum eigentlichen Thema zurückkehren. Was kann die TS tun, damit Foc nicht mehr sein Futter, Futterplatz oder seinen Ruheplatz verteidigt? Nun, ich will hier gar keine Anleitungen zu Übungen abgeben. Ich möchte nur mal einen Gedankengang erwähnen: Ihr macht mit FOC unheimlich viel (und alles bestimmt gut gemeint und wohl überlegt). ABER: Vielleicht ist das einfach zu viel für den Hund und er kann es nicht alles verarbeiten. Lasst ihn also ankommen, gebt ihm Zeit und gewöhnt ihn an einen Tagesablauf, der ihn nicht allzu sehr fordert. Lasst ihn Euch beobachten. Ignoriert ihn mal. Wiederholt mal wortlos irgendwelche unbedeutenden Abläufe. Wiederholt nicht zu oft die Kommandos. Versucht einfach mal, eine Umgebung und einen Umgang miteinander zu schaffen, der nicht so "spektakulär" ist. Ich bin sicher, Foc kann dann entspannen, besser lernen und wirklich ankommen.

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