Befehl "Körbchen"

  • Hallo zusammen,

    unser Toto hat sich mit zunehmender Eingewöhnung zu einem Hund entwickelt, der das lautstarke Anzeigen jeglichen Besuchs doch etwas übertreibt. Zwar gibt er meist sofort Ruhe, wenn der Besuch von uns begrüßt wurde, er soll aber natürlich nicht erstmal gleich jedem kläffend entgegenspringen.
    Momentan klappt das Wegschicken ins Körbchen in dieser Situation noch nicht (also ist Hund aus dem Flur ins Wohnzimmer schicken und Tür zu unsere Zwischenlösung).
    Wir sind daher dabei, das "Körbchen" erstmal ohne bzw mit geringerer Ablenkung weiter zu festigen.
    Sein Körbchen steht in der Essecke des Wohnzimmers in ruhiger Zimmerecke aber mit Sicht auf die Sitzecke, in der sich die Familie meist aufhält.
    Auf den Befehl "Körbchen" geht er brav dorthin, was wir auch fast jedes Mal mit einm kleinen Leckerli belohnen, auf jeden Fall aber verbal.
    Auf "Bleib" bleibt er da und auf "Komm" verlässt er es wieder. Klingt gut, oder? Aber nun kommt die Einschränkung: Er hat seine eigenen Vorstellungen wie lange das "bleib" gilt. Wenn nix weiter passiert und man nicht aufpasst, schleicht er sich nach ca 10 Minuten aus dem Körbchen, legt sich erstmal daneben und wenn weitere 5 Minuten nichts passiert, macht er, wonach ihm halt gerade ist.
    Wir schicken ihn dann zurück ins Körbchen, lösen aber nach wenigen weiteren Minuten auf.
    Unser Ziel ist eigentlich, dass er das Körbchen immer erst auf unsere Auflösung hin verlässt, mit dem Fernziel, dass das auch unter Ablenkung durch die Türklingel Geltung haben soll.
    Gehen wir da in Euren Augen richtig vor? Verlangen wir zuviel, wenn er auch mal eine gute halbe Stunde im Körbchen bleiben soll, muss er ad infinitum liegen bleiben, wenn keine Auflösung erfolgt, oder gibt es eine Zeitspanne, nach der er "vergessen haben darf" dass er bleiben soll?

    Viele Grüße

    Ingo

  • Hallo Ingo,
    Ihr macht das schon richtig, nur

    Zitat

    schleicht er sich nach ca 10 Minuten aus dem Körbchen, legt sich erstmal daneben und wenn weitere 5 Minuten nichts passiert, macht er, wonach ihm halt gerade is


    so weit sollte es nicht kommen.
    Wenn er aufsteht, schickt ihn direkt zurück und wenn Ihr gerade nicht im Raum seid, also nicht korrigieren könnt, löst das Kommando, bevor Ihr den Raum verlasst auf.
    So hat der Hund nicht die Möglichkeit, das Kommando von sich aus aufzuheben

  • So machen wirs ja auch. Nur manchmal lässt auch unsere Konzentration nach und wir bekommen das Ausschleichen nicht mit.
    Wie lange sollte er ohne zu schummeln Deiner Meinung nach mindestens durchhalten?

    Viele Grüße

    Ingo

  • Zitat

    So machen wirs ja auch. Nur manchmal lässt auch unsere Konzentration nach und wir bekommen das Ausschleichen nicht mit.


    Das sollte nicht passieren, also wie gesagt, lieber Kommando auflösen

    Zitat

    Wie lange sollte er ohne zu schummeln Deiner Meinung nach mindestens durchhalten?


    So lange der Hund entspannt ist. Du merkst, wenn er unruhig wird und dann kannst du ihn aufstehen lassen. Der Zeitraum wird im Laufe der Zeit immer größer, aber nichts über's KNie brechen

  • Ich würde etwas anders vorgehen:

    Wie lange kann der Hund auf dem Platz bleiben?

    Nehmen wir mal an, es sind 15 Min.

    Dann lasse ich ihn nach 12 Min. aufstehen, wo er noch ruhig ist

    Beim nächsten mal bei 13 Min usw. bis ich die 15 Min überzogen habe.

    So lange ihn bleiben zu lassen und aufstehen lassen, wenn er unruhig ist, was soll Hundi daraus lernen?

    Man kann es auf die nette Tour machen: Immer mal wieder ein Leckerlie geben, wenn er sich ruhig verhält.

    Und/oder auf die Druck-machen-Tour: sobald er das Körbchen verlässt schickt man ihn augenblicklich wieder rein (da braucht man sich aber nicht über das Gesichtchen des Hundes zu wundern).

    Ich habe die erste Variante gewählt um den Hunden zu zeigen, was ich verlange, heute mache ich das über Variante zwei (sollten sie aufstehen).

  • Ich würde auch raten noch einmal einen Schritt im Training zurück zu gehen. Belohne ihn und löse das Komande auf solange er noch im Körbchen liegt. Dabei kommt es erst einmal gar nicht auf die Dauer an, die er im Körbchen liegen bleibt, sondern darauf, daß dein Hund vergißt, daß man auch aufstehen kann obwohl man eigentlich nocht liegen bleiben soll. Dafür ist es entscheident, daß du die Anforderungen so stellst, daß dein Hund sie jedesmal erfüllt. Übe so eine lange Zeit bis sich bei deinem Hund richtiggehend eingeprägt hat: Ich stehe aus dem Korb auf wenn meine Familie sagt Komm her. Laß dir bei diesem Schritt Zeit. Trainiere das ruhig mindestens 4 Wochen lang. Du wirst sehen: Die Zeit zu verlängern wird danach kein großes Problem mehr sein. Du kannst sie dann langsam steigern. Vareiere die Zeit immer wieder die er im Korb liegen soll. Selbst 2 Minuten sind sehr effektiv wenn er sie, ohne aufzustehen, im Korb geblieben ist. So kannst du das hinlegen und aufstehen häufiger üben. Du mußt die Grenzen gar nicht immer ausreizen.

    Liebe Grüße Franziska mit Till

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