Hündinnen haben sich gebissen - und jetzt?

  • Hi! Danke erst mal für die vielen schnellen Antworten!

    Also Moment, das is kein Pensionspferdestall wie im herkömmlichen Sinn - wir haben da den Offenstall gepachtet und es war von Anfang an BEDINGUNG meinerseits, das mein Hund mit kann. Sie lebt und arbeitet mit den Pferden und könnte gar nicht ohne bzw. könnte ich ihr sonst überhaupt nicht gerecht werden. Steht aber auch nicht zur Debatte. Das Ronja überhaupt frei rumlaufen darf, kam durch uns, sie war sonst immer im Zwinger. Und Bauer sagt immer, wenn sie uns nervt ectr. sollen wir sie halt einsperren. Also wenn wird es auf jeden Fall so sein, dass sie dann für die 2-3 Stunden, die wir am Hof sind, eingesperrt wird. Sie kann da die restliche Zeit frei rumlaufen.

    Naja, ich werde es wohl dann so halten, sie strikt zu trennen. Auch der Sicherheit meines Hundes wegen. Wie meint ihr, sieht das im fremden Terrain - also außerhalb des Hofes aus? Komme halt auch öfter mit dem Fahrrad und da kommt uns Ronja oft schon 1 oder 2 km vom Hof entfernt entgegen. Ach ja, und da sind beide Hunde immer hocherfreut sich zu sehen, rennen aufeinander zu, und spielen auch. Und ja, das is def. Spiel!! Ganz bißchen Ahnung hab ich auch....

    Lg
    Lg Becci

  • Zitat

    Und ja, das is def. Spiel!! Ganz bißchen Ahnung hab ich auch....

    Bis es wieder kippt..., bis dahin kannst du es meinetwegen als Spiel betrachten, was am Ende dabei herauskommen kann, hast du doch nun erlebt.
    Was soll man dazu noch sagen?
    Es wurden doch schon allen Eventualitäten eingeräumt, ja und das Gleiche kann auch auf neutralem Boden passieren.
    Da sich die Hündinnen viell. doch nicht ganz grün sind, besteht das Risiko, dass sie sich wieder beißen, auch außerhalb des Hofes.

    Warum müssen Hunde zwangsläufig miteinander spielen?
    Ich verstehe dich nicht ganz.

  • Hi!

    Bitte nicht falsch verstehen! Sie müssen keineswegs miteinander spielen. Aber wenn Ronja mir sonstwo begegnet (sie geht auch allein schon mal 1-3 km vom Hof weg...) wie soll ich dann reagieren?
    Naja, die nächste Zeit werde ich mit dem Auto fahren und da ist es kein Problem, Ronja erst einzusperren, bevor ich Kira rauslass...

  • Zitat


    Naja, die nächste Zeit werde ich mit dem Auto fahren und da ist es kein Problem, Ronja erst einzusperren, bevor ich Kira rauslass...

    Zitat

    (sie geht auch allein schon mal 1-3 km vom Hof weg...)


    Wenn ich die beiden Sätze lese fällt mir ein - und ich möchte jetzt nicht angreifen oder sonst was ....

    Wenn du auf den Hof kommst, wird Ronja weggesperrt. Sie weiß also: Kira kommt - sie muss in den Zwinger. Kira läuft frei in "ihrem Hof" rum, während sie in den Zwinger muss. Und dann kommt der Tag, an dem Ronja sich vom Hof entfernt und draußen auf Kira trifft.

    Denke ich nun zu schwarz oder sollte man sich da Gedanken machen? :???:

  • @Asmodiena :gut:

    Nein, ich meine du denkst sehr realistisch. Schon sowas erlebt. Der "Eindringling" aus Sicht des Hundes hätte die Sache nicht überlebt hätten wir nicht einen befreundeten Jäger dabei gehabt der einmal in die Luft geschossen hatte. Und auch das war, denke ich, reine Glückssache. Zwei Hunde im "Kampfrausch" durch einen Luftschuss zu trennen ist a) ja meistens nicht möglich und b) war das, wie gesagt, echt Glück im Unglück das es funktioniert hat.

    Und ganz ehrlich, ich habe auch ein Pferd und kann nachvollziehen wie schön es ist den Hund mit dabei zu haben, aber ich finde es schon ein stück weit egoistisch den Hofhund wegzusperren und Kira vor ihrer Nase herumscharwenzeln zu lassen. Aber jetzt kommt wahrscheinlich das Ronja Kira von ihrem Zwinger aus gar nicht sieht, richtig ?
    Übrigens denke ich nicht das Kira ohne das "bei den Pferden sein" nicht mehr glücklich wäre, das ist wieder Menschensicht.

  • Asmonedia,
    da denkst du wohl erstmal zu schwarz - normalerweise ist die Gefahr, daß ein "Hof-Verteidiger" aggressiv wird, auf neutralem Territorium am geringsten, und so um die Ecke (wenn die kommt, werd ich eingesperrt, also geh ich sie weit draußen in den Feldern an) denkt ein Hund erstmal nicht.

    Es sei denn, die Hündinnen haben sich schon böse persönlich verfeindet, dann gehen sie schlicht nur noch aufeinander los, wo immer sie einander erwischen, und das ist so ziemlich das Gefährlichste, was du mit Hunden überhaupt erleben kannst. Das scheint hier ja noch nicht ganz soweit zu sein, kann aber jederzeit passieren und wird auch kommen, wenn's so weiter geht. Da reicht unter Umständen das nächste gekippte Spiel...

  • Ich gehe von meinen Rüden aus - er hat sich einmal mit seinem Erzfeind gehabt. Wir konnten sie trennen - aber sobald sie sich jetzt nur riechen, geht der Kamm hoch ;)

    Und die beiden Hunde der TE haben sich ja schon einmal gebissen, von daher wäre ich persönlich eben vorsichtig.

  • Es kann auch auf neutralem Terrain böse ins Auge gehen. Ich denke nicht, daß ich das riskieren würde. Aber das mußt natürlich du wissen.
    Bei uns ist es jedenfalls so, daß sich die Hündin meiner neuen Weidenachbarn selbst zum Staatsfeind Nr. 1 gemacht hat, indem sie meinte, auf meine Weide zu kommen, um meine Pferde anzubellen.
    Wenn uns diese Hündin heute auf der Strasse begegnet, stehen meine Hunde stramm, auch auf neutralem Boden.

    Unfair ist es allerdings, daß ein Hund, der eigentlich normal reagiert hat, im eigenen Zuhause weggesperrt wird, weil ein Pächter kommt. Sicher sehen Bauern das meist etwas anders, dazu sag ich jetzt mal nix... :hust:
    Mir jedenfalls wäre es unangenehm, Ronja das zuzumuten. Sie macht ja eigentlich nichts falsch.

  • Aaaaalso,

    Hund und Pferd getrennt zu beschäftigen und beide auszulasten ist mir nicht möglich. Ich bin 6 Std. täglich außer Haus - arbeiten - da schläft Kira. Aber die restliche Zeit gehört zum Großteil meinen Tieren. Ich bin jeden Tag 2-3 Std. am Stall, manchmal auch länger, also es steht nicht zur Diskussion, dass ich Kira in der Zeit zu Hause lasse.
    War auch von Anfang an klar, wie gesagt, Ronja war - bis wir angefangen haben sie rauszulassen nach Nachfrage, weil sie uns so leid tat - Zwingerhund! Das Problem stellte sich also gar nicht. Von dem her hält sich mein schlechtes Gewissen jetzt echt in Grenzen, wenn sie mal für 2-3 Std. in den Zwinger muss.....

    Ich werde, wie ihr es vorgeschlagen habt, einfach vermeiden, dass die beiden sich treffen, wenn irgend möglich...wobei ich ehrlich gesagt nicht finde, das Ronja sich jetzt komplett "Richtig" verhält und einfach nur Ihren Hof verteidigt. Kira ist durchaus auch Revierbetont, und freut sich auf ihrem eigenen Terrain nicht gerade überschwenlich über fremde Hunde. Deswegen würde sie sie aber im Leben nicht so angehen....! Das Problem zeigte sich bei Ronja immer erst, wenn noch jemand dazukam.....ich geb ihr auch keine "Schuld" in dem Sinn, sie ist ja überhaupt nicht groß erzogen, außerdem sind es halt immer noch Tiere, sie tut, was SIE für richtig hält.

  • Zitat

    .....ich geb ihr auch keine "Schuld" in dem Sinn, sie ist ja überhaupt nicht groß erzogen, außerdem sind es halt immer noch Tiere, sie tut, was SIE für richtig hält.

    Woher kommt eigentlich immer diese unsinnige Vorstellung, dass erziehung und Verträglichkeit Hand in hand gehen :???:
    Wären alle schlecht oder unerzogenen Hunde unverträglich, könnt man sich in den meisten Hundeauslaufgebieten nicht mehr sicher bewegen.

    Selbst wenn die Hündin perfekt erzogen gewesen wäre, wenn man mit der Einstellung "lassen wir sie die Rangordnung mal ausmachen" daneben steht, hätte es genau so geknallt...

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