rüde wird aggressiv...

  • hallo!

    hab mich hier reg. weil ich hoffe, dass ihr mir ein paar tipps geben könnt. kurz zu mir: ich heiß sabine und wohn in der nähe von wien. ich bin 21 und habe seit 5 jahren einen schäferhund. lebe mit ihm, meinem sohn und noch ein paar anderen tieren zusammen. seit ein paar monaten ist noch ein rottweilermädl dabei.

    so, nun zu meinem problem.

    ich habe wie gesagt, vor ca 5 jahren einen schäferhund geholt. er kommt aus nitra. ist anfangs bei zigeunern gehalten worden (wurde sehr wahrscheinlich schlimm geschlagen). als er anfang 2 jahre alt war, ist er in eine tötungsstation gekommen. von dort haben ihn tierschützer rausgeholt und in eine auffangstation gebracht. von dort hab ich ihn dann geholt.

    er war total verängstigt, traute sich nicht mal in die wohnung und hatte panische angst vor einem halsband.
    ich bin mit ihm tum TA, weil sein bein irgendwie "verbaut" ausgeschaut hat.
    nach dem röngten hat sich rausgestellt das sein hinterbein (längs) gebrochen war und ihm in die wunde auch noch mit einem luftdruckgewehr (!) geschossen wurde!
    laut TA war das aber schon lange her und ist soweit ganz gut verheilt. er braucht keine op und hat auch keine schmerzen. ist nur ein optischer fehler.

    als ich ihn zu mir geholt habe, war mein sohn ca 6 monate alt. nico (der hund) war von anfang an total lieb zu uns. aber wenn ein fremder zum kinderwagen oder nur in die nähe vom kleinen gekommen ist, drehte er total durch und wurde aggressiv. das ganze paket: knurren, zähne fletschen, bellen, versucht zu beissen.

    das hat er sich von selbst abgewöhnt, nach so ca 6 monaten.

    ich nehm mal an, dass er einfach angst hatte, dass ihm wer die familie wieder wegnehmen will oder so...bzw dass er unter allen umständen das kind verteidigen wollte.

    es gab jetzt jahrelang keine probleme mehr.

    im jänner hab ich dann einen 2. hund dazugenommen. war nicht geplant, aber es war ein kleiner welpe aus bratislava, der rausgeschmissen wurde, weil er mit (ca) 9 wochen noch nicht stubenrein war...

    anfangs gab es keine probleme. nach ein paar wochen ging ich mit beiden spazieren und meine nachbarin hat den welpen gestreichelt. nico hat geknurrt und 2mal versucht, sie zu beißen..

    hab dem nicht allzuviel bedeutung gegeben, weil ich die nachbarin absolut nicht leiden kann und sie schon bei uns angeläutet hat um sich zu beschweren..dachte dass er das vl spürt und deshalb so komisch reagiert hat..
    das hat sich dann aber gehäuft dass er andere angeknurrt hat.

    dachte es hat was mit dem welpen zu tun, da er beim kind, wie das jünger war, auch immer geknurrt hat..

    daraufhin hab ich öfter mal was allein mit ihm unternommen und den welpen daheim gelassen.

    vor ein paar tagen geh ich mit ihm spazieren und mir kommt ein mann entgegen. nico wollte zu ihm, ich hab ihn aber nicht gelassen. daraufhin meinte der mann ich könne ihn ruhig hinlassen. er hat ihn gestreichelt, nico hat mit dem schwanz gewedelt, ist ihm raufgesprungen um ihm das gesicht zu lecken und aufeinmal schnappt er hin und fletscht die zähne! war total geschockt! gott sei dank is nix passiert, aber wenn das so weitergeht, trau ich ihn mir gar nicht mehr von der leine zu lassen.

    mit anderen hunden versteht er sich schon seit der pubertät nicht mehr. nur mit welpen, oder hunde die er als welpe kennengelernt hat. die lasst er sogar aus seiner schüssel fressen ohne das er sie überhaupt beachtet..

    anfangs war er bei ausländern total aggressiv, was ich aber verständlich finde (da er ja von zigeunern gequält wurde!), aber das hat sich auch gelegt. und seit er ca 3 jahre alt ist, liebt er eigentlich jeden menschen. er hat in der zeit nur einmal wen angeknurrt und dass war ein betrunkener der mich nicht in ruhe gelassen hat..also eig auch ok...

    so, ich hoff wirklich ihr könnt mir helfen!
    lg, s.

    (aja, er ist seit er 2 jahre alt ist kastriert)

  • Ich würde zum TA gehen und den Hund mal gründlich untersuchen lasssen. Hunde, die Schmerzen haben, können so auch gerne reagieren. Da reicht ne doofe Arthrose. Mein Hund hatte immer schmerzen und war ähnlich, seitdem wir das im Griff haben, ist es ein anderer Hund.

    Lass auch mal ein großes Blutbild incl. Schilddrüse machen, kann sein, dass da was nicht stimmt. Und die alte Verletzung kann sich auch wieder bemerkbar machen oder die Folgeerscheinungen davon.

  • Bitte gewöhne deinen Hund an einen Maulkorb und führ ihn nur noch mit Maulkorb.

    Gleichzeitig Tierarztcheck, ob der Hund gesund ist und dann hol dir einen Trainer ins Haus, der sich eure Situation genauestens vor Ort anschaut.

    Auf Entfernung kann dir da niemand einen Rat geben ohne das es grobfahrlässig wäre

  • laut TA ist er gesund und hat keine schmerzen...bin mir zwar nicht sicher, ob ein hundetrainer etwas hilft, aber probiern werd ich es...also das ist jetzt nicht so gemeint, dass ich trainern kein vertrauen entgegen bring, aber man kann dieses verhalten nicht so wirklich beobachten...er hat das jetzt so 3-4 mal innerhalb von 8 monatn gemacht...aber wie gesagt, ich probiers mal...
    danke auf jedn fall an euch! :-)

    lg, s.

  • Zitat

    laut TA ist er gesund und hat keine schmerzen...

    Naja, auf was genau und wie wurde denn untersucht? Denn, nur mal Gucken und Abtasten ist natürlich wenig und lässt keine Schilddrüsenprobleme oder einen Tumor erkennen.
    Könnte dir eine Trainerin empfehlen - aber Bad Leonfelden wird dir wohl zu weit sein?

  • er wurde geröntgt und ihm wurde blut abgenommen...danke, aber die ortschaft kenn ich nicht mal ;-) ich ruf einfach mal die organisation an von der ich ihn hab und vl habn die ja einen "persönlichen" HU...

    danke nochmal!

    lg

  • Tja dein Hund hat sich bisher ja mehr oder minder selber erzogen. Es wäre wohl an der Zeit, dass du deinen Erziehungsauftrag wahrnimmst und nicht für alles Verständnis hat (Ausländer sind böse, den Nachbarn kann ich ja auch nicht leiden, etc.).

    Du hättest schon klar machen müssen, dass das Theater am Kinderwagen nicht geht und nicht ihn sich selber erziehen lassen sollen. "Nach 6 Monaten war es von alleine vorbei" ... sowas geht nicht und ich bin ganz ehrlich ich möchte dir mit deinem Hund nicht begegnen.

    Sein Verhalten ist in meinen Augen relativ normal und ich bezweifele, dass es gesundheitlich bedingt ist. Er hat scheinbar das Bedürfnis alles um sich herum (Kinderwagen, Welpen) zu beschützen und nimmt das sehr ernst, da du ihm nicht zeigst, dass das nicht sein Job ist.

    Ich kann dir nur raten dir einen guten Trainer zu nehmen und euer Mensch-Hund-Team mal anschauen zu lassen, dass ihr euch Ratschläge von kompetenter Seite holt.

  • Nach den noch sichtbaren Verletzungen zur Folge wurde Hund (wahrscheinlich gerade in der Prägephase) schlimm durch andere Menschen gequält.
    Und da kann es viele Auslöser geben, die den Hund wieder an diese schreckliche Ereignisse erinnern. Und er wird in diesen Situationen alles versuchen, um den erwarteten Schmerzen zu entgehen, in deinem Fall durch Angriff des vermeintlichen Schmerzauslösers.
    Da reicht schon ein Hut, den die Person getragen hat, die ihn so gequält hat, eine bestimmte Bewegung, eine Körperform, ein Geruch, eine Stimmlage usw. usw. usw. Eines der ersten prägenden Erfahrungen, die dieser Hund machen musste, war schließlich Mensch = Schmerz. Nicht alle Hund müssen danach mit übermäßiger Aggressivität gegenüber Menschen reagieren, manche jedoch schon.
    Das heißt dieser Hund wird immer gefährlich für andere Menschen sein, denn du wirst nie alle Auslöser für sein aggressives Verhalten kennen können.
    Du kannst jedoch versuchen, dass der Hund so viele wie möglich gute Erfahrungen mit fremden Menschen macht. Und das am besten mit professionellen Hundtrainern und Menschen, die sich freiwillig als "Versuchskaninchen" zur Verfügunug stellen.
    So wird diese Art der Aggressivität zumindest nicht schlimmer und kann sich eventuell verbessern.
    Der Hund sollte trotzdem niemal allein mit Kindern oder anderen Menschen gelassen werden.

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