Zuhause bleiben ohne mich...
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Finn ist seit Samstag bei uns. Er schläft bei mir, ich gehe mit ihm raus, ich beschäftige mich am meisten mit ihm - schließlich ist es mein Hund und er soll bei 4 weiteren Mitbewohnern wissen zu wem er gehört. Das weiß er wohl schon nach 4 Tagen...
Da ich heute arbeiten musste ließ ich ihn bei meinen Mitbewohnern, die sich um ihn kümmern wollten solange ich weg bin. Als ich ging schlief er und bekam von allem nichts mit. Nachdem er aufwachte, wurde mir berichtet, war er ganz heiter drauf, aber als er dann in mein Zimmer ging, nach mir sehen wollte und ich dann nicht da war, flippte er wohl aus und durchsuchte panisch die ganze Wohnung. Meine Mitbewohner beschäftigten sich mit ihm, kuschelten und spielten, aber es war wohl nichts zu machen. Er machte die ganze Zeit in die Wohnung und ging irgendwann in seine Box und fing an zu weinen.
Ist dieses Verhalten bei Welpen und ihrer Bezugsperson normal? Ich dachte nicht, dass er so stark darauf reagieren würde, da er ja nicht allein zuhause war und meine Mitbewohner inzwischen kenn und eigentlich auch mag. Ich bin wirklich verwirrt und frage mich, was ich besser machen kann. Auf der einen Seite, finde ich es natürlich toll, dass er weiß zu wem er gehört, aber auf der anderen muss er auch mal bei anderen Leuten bleiben können. Verlange ich ihm zu viel ab? - Vor einem Moment
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Zitat
Verlange ich ihm zu viel ab?
ja, das tust duich frage mich, wieso man sich einen Welpen holt, ohne Urlaub zu haben
Stell dir vor, der kleine Finn hat seine Mama und Geschwister immer um sich gehabt.
Dann kommt der Samstag, an dem sich sein Leben verändert.
Ein fremder kommt, nimmt ihn hoch und packt ihn ins Auto.
Wo sind die anderen? Was sind das für fremde Gerüche? was will der Mensch? was tut er da?Die Geschwister sind weg, nur der fremde bleibt.
Man schließt sich also dem Fremden an. Er ist immer da und wird zum Freund.
Nun wacht man nach ein paar tagen, wo alles noch fremd ist auf, und der Freund ist weg ... wieder alles wegWas soll der Kleine denn da denken?
Und wie hast du es dir vorgestellt?
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Vielen Dank für deine nette Antwort.
Ich habe ürbrigens keinen Fulltimejob wie manch andere, sondern war keine 3h weg.Wie lange braucht ein Welpe um sich richtig einzugewöhnen?
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Hallo,
natürlich ist das erstmal eine ungewohnte Situation für den Hund, aber nach ein paar Tagen, spätestens Wochen wird er sich eingewöhnt haben.
Übe am besten, ihn erstmal zwei Minuten alleine zu lassen, wenn du den Müll rausbringst, dann fünf Minuten, zehn Minuten, eine halbe Stunde, eine Stunde. Mit, aber auch mal ohne die Mitbewohner.
Der Hund muss ja öfters mal alleine bleiben, deshalb denke ich nicht dass es sonderlich clever ist ihn zwei Wochen oder was weiß ich wie lange immer um sich rum zu haben und nie alleine zu lassen.
Ihn gleich für mehrere Stunden ohne dich zu lassen war sicher auch nicht sonderlich schlau, aber ist nun mal passiert, also was soll's. "Anfängerfehler" :)
Lass es von nun an einfach langsamer angehen, er wird von diesem einen Tag, auch wenn es nicht schön für ihn war!, keine lebenslange Schäden behalten. :) -
Hi,
also meiner bleibt glaube ich sogar noch schlechter alleine, wenn meine Mitbewohnerin da ist (allerdings ist die dann auch anscheinend meist in ihrem Zimmer mit geschlossener Türe).
Ich würde das alleine bleiben mit Mitbewohnern wohl ungefähr genau so aufbauen, wie das alleine bleiben ohne Mitbewohner, wenn das so ein Problem darstellt.Ich hab mein Alleinbleibetraining einfach ganz normal durchgezogen, wenn meine Mitbewohnerin zwischendurch nach Hause kam dann war das eben so. Ich habe ihr dann nur gesagt, dass sie ihn bitte nicht großartig begrüßen soll, bzw erst, wenn er sich beruhigt hat.
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Hallo,
ich verstehe auch überhaupt nicht warum du so stolz bist, das er dich vermisst. Entschuldigung aber ich finde es nicht schön. Aber das ist typisch Mensch - Hauptsache ich bin wichtig.
Was spricht für dich dagegen, auch zu deinen Mitbewohnern eine Bindung aufzubauen? So dass er sie mit akzeptiert, wäre sicher auch besser, wenn er mal groß ist ;).Wie schon die Vorredner empfehle ich dir auch ihn mal kurz (1-2 Minuten) alleine zu lassen. Das ganze Prozedere eben langsam aufzubauen.
Mein Welpe fand es zwar nicht so toll wenn ich oder mein Partner weg war, aber er hat dann mit dem anderen vorlieb genommen :) ich würde sagen, dass es ihn nicht weiter gestört hat....
Liebe Grüße
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Zitat
Wie lange braucht ein Welpe um sich richtig einzugewöhnen?
Das kann unter Umständen ganz lange dauern.
Je nach Hund, und wie es auch im Training aufgebaut wird.
Es könnte sein, daß der kürzlich entstandene Schrecken, mein Frauchen ist weg!, dafür sorgt, daß der Hund ein wenig länger braucht, um in dieser Hinsicht Vertrauen aufzubauen.Man muß es trainieren.
Und zwar Schritt für Schritt, und das Lerntempo bestimmt Dein Hund!
Für einen Menschen mag drei Stunden herzlich wenig sein, aber für einen Welpen ist das im Augenblick mehr als viel. Wir reden immerhin von einem Baby, wenn auch in Hundegestalt.Ich an Deiner Stelle würde auch dafür sorgen, daß Dein Hund sich an die anderen Leute bei Dir in der Wohnung gewöhnt. Er hat ja das Glück, nicht ganz alleine zu sein, wenn Du mal weg bist.
Und für spätere Situationen, wo er tatsächlich mal komplett alleine sein muß, wird eh trainiert werden müssen, und zwar am Alter angepaßt und halt mit langsamer Steigerung.Schöne Grüße noch
SheltiePower -
Zitat
Hallo,
ich verstehe auch überhaupt nicht warum du so stolz bist, das er dich vermisst. Entschuldigung aber ich finde es nicht schön. Aber das ist typisch Mensch - Hauptsache ich bin wichtig.
Was spricht für dich dagegen, auch zu deinen Mitbewohnern eine Bindung aufzubauen? So dass er sie mit akzeptiert, wäre sicher auch besser, wenn er mal groß ist ;).Es geht hier nicht um Stolz, sondern darum, dass ich nicht sein ganzes Hundeleben in einer WG mit meinen jetzigen Mitbewohnern verbringen werde. "Hauptsache ich bin wichtig" ist so ne Aussage, die du dir getrost schenken kannst.
Tut mir ja Leid, wenn ich gerade etwas ärgerlich reagiere, aber ich habe mir durchaus Gedanken gemacht nur habe ich bisher keine Erfahrung mit einem Welpen. Schön, dass einige User hier einem direkt das schlechteste vorwerfen.Er akzeptiert meine Mitbewohner, spielt und kuschelt gerne mit ihnen und eben weil er sie gern hat, habe ich nicht erwartet, dass er mich so vermissen wird! Er ist hier ein vollwertiges Familienmitglied, soweit man unsere WG als Familie aus Freunden bezeichnen kann und wird dementsprechend behandelt.
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Zitat
Es geht hier nicht um Stolz, sondern darum, dass ich nicht sein ganzes Hundeleben in einer WG mit meinen jetzigen Mitbewohnern verbringen werde. "Hauptsache ich bin wichtig" ist so ne Aussage, die du dir getrost schenken kannst.
Tut mir ja Leid, wenn ich gerade etwas ärgerlich reagiere, aber ich habe mir durchaus Gedanken gemacht nur habe ich bisher keine Erfahrung mit einem Welpen. Schön, dass einige User hier einem direkt das schlechteste vorwerfen.Er akzeptiert meine Mitbewohner, spielt und kuschelt gerne mit ihnen und eben weil er sie gern hat, habe ich nicht erwartet, dass er mich so vermissen wird! Er ist hier ein vollwertiges Familienmitglied, soweit man unsere WG als Familie aus Freunden bezeichnen kann und wird dementsprechend behandelt.
Es kam aber so rüber. Und zwar "Auf der einen Seite, finde ich es natürlich toll, dass er weiß zu wem er gehört" bringt mich einfach auf diesen Gedanken.
Für mich ist es eben schwachsinn....zu seinem Rudel sollten alle gehören und eben nicht nur du. Ein Hund ist eben ein Rudeltier und der orientiert sich nunmal nicht nur an einer Person im Rudel. Und dieses Rudel kann sich natürlich auch ändern. Deswegen würde ich aber nicht sagen er soll nur auf mich fixiert werden.Und ich habe nicht gesagt das du dir keine Gedanken machst!
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Bekannte von mir bringen ihrem jungen Hund das Alleinbleiben auch mit der 'Kaltwassermethode' bei - sie bleiben einfach lange weg und der Hund soll lernen, dass es nicht schlimm ist usw. Mittlerweile haben sie Probleme mit den Nachbarn, da der Knirps nach einer Stunde anfängt zu weinen. :/
Eine gute Idee bei dir ist es vielleicht, das Alleinbleibetraining so anzufangen, als wären deine Mitbewohner nicht da, also immer kurz raus und wieder rein, damit dein Hund lernt, dass du immer wiederkommst.
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