Hechelnde, aufgedrehte Labradorhündin

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    Als ich vor zwei Jahren einen Hundeschule-Besuch vorschlug (ich wollte die Kosten übernehmen), lehnte er dies ab. Erst seit dem ich morgens mit ihr laufe, darf ich dies regelmäßig tun (toi,, toi, toi). Bis vor ein paar Wochen duldete er unser damaligen Nachmittagssparziergänge nur sporadisch, sozusagen nach Lust und Laune.

    Hmm, vielleicht könntest du das ja nochmal probieren, vielleicht stimmt er ja jetzt zu...der Mann lässt dir ja langsam immer mehr "Freiheiten"...
    Wenn nicht, ist folgendes zwar hinterlistig, aber trotzdem: Du hast morgens 2 Stunden Zeit, das würd ja mal reichen für ne Stunde Hundeschule...

    Zitat

    Als ich vor zwei Wochen Würmer in ihrem Kot entdeckte, klärte ich mit dem Sohn einen TA-Besuch ab. Da ich schon ahnte was kommen würde, gab ich ihr auf dem Heimweg vom TA die Entwurmungstablette mit einem Stück Wurst. Tatsächlich, als ich nach Hause kam, sagte mir der Sohn, dass der Vater keine Tablettengabe wünsche!!!! In solchen Situationen muß ich an mich halten. Ein Streit würde zu Lasten Lizas gehen, in dem ich sie nicht mehr Ausführen dürfte. Ähnliches erlebte ich mit Verabreichung eines Zeckenmittels, das 4 Wochen hält. Auch dies will er nicht, statt dessen badet er sie alle paar Tage mit einem entsprechenden Shampoo. Soweit zur Kooperationsfähigkeit des Halters!!!

    Meinen Respekt, dass du dich zum Wohl der Kleinen so zurückhältst! Mir wird schon beim Lesen anders, wie muss es dir da erst gehen. Die Süße hat echt Glück, dass du dich um sie kümmerst!
    Der alte Herr will seine Hündin wahrscheinlich trotzdem auf Biegen und Brechen behalten, oder?

  • Hallo Brunna,

    als ich meine Golden Retriever Hündin vor einem Jahr übernahm, hatte ich anfangs auch immer Angst vor Zusammenbrüchen. Sie hatte bei ihrer alten Besitzerin auch keine ausreichende Bewegung und wurde nur 3 mal am Tag für 5 Minuten um den Block geführt und verbrachte dann den halben Tag im Kennel. Dementsprechend war auch ihre Kondition... :verzweifelt:
    Ich bin sogar einmal angesprochen worden was ich denn mit dem armen Hund getan hätte, als sie wieder furchtbar hechelte. (Wir waren spazieren und es war sehr warm)

    Wir haben die Kondition nach und nach aufgebaut und jetzt nach einem Jahr ist sie super konditioniert - und hat eine tolle muskulöse Figur entwickelt, aber... es hat gedauert und ich hatte oft Angst vor einer Dehydrierung.

    Und ich denke, dass sie eben einfach wahnsinnig aufgeregt ist - schließlich weiß sie ja, dass es endlich richtig losgeht wenn du kommst...

    Ist echt doof wenn man sieht, dass es einem Hund so schlecht geht, aber nix tun kann, weil der HH so starrköpfig ist - ich kann das gut nachvollziehen... Aber toll, dass du für den Wauzi da bist!!!

  • Rockabelli: Freiwilig wird er Liza nicht abgeben. Ich habe mich schon beim Veterinäramt und meinem TA erkundigt, ob es Chancen gibt, dem Herrn den Hund abzunehmen. Null Chance - solange der Hund gut genährt ist, keine Anzeichen von Gewalteinwirkungen zu finden sind bzw. Zeugen Mißhandlungen nicht bestätigen können. Im Winter werde ich einen Vorstoß wagen, dann ist es draußen ungemütlich und er vielleicht eher bereit, sich von dem Hund zu trennen. Solange ich allerdings Liza ausführe, wird für ihn die Haltung bequemer und es liegt kein Grund vor, den Hund abzugeben - ich weiß nicht, was richtig ist. Allerdings ist zu befürchten, dass er sich im Abgabefall in seinem hohen Alter im Frühjahr wieder einen Welpen zulegt. Dann beginnt das alles wieder von vorn.
    Dein 'hinterlistiger' Gedanke ist mir auch schon gekommen. Es gibt eine DOGS-Niederlassung (Martin Rütter) in unserer Stadt - allerdings brauche ich pro Strecke mindestens 30 Minuten. Aber ich denke, ich werde es angehen und einen Termin vereinbaren. In meiner direkten Umgebung gibt es einmal wöchentlich einen Agility-Kurs für Anfänger, allerdings erst um 19.00 Uhr. Ob der Halter da zustimmt? Außerdem muß ich mich erst erkundigen, ob es eine fachkundige Leitung gibt.
    Leopartina: Das ist nun mein dritter Pflegehund, der es zuhause nicht so gut hat. Ich greife immer ins volle Leben! Nur meine andere Pflegehündin, die 2 x wöchentlich ganztägig bei mir ist, hat ein liebevolles zuhause Sie freut sich riesig, wenn sie morgens kommt, aber genauso freudig geht sie auch wieder nach Hause. Das tut gut!

    Gruß
    Brunna

  • Zitat

    Rockabelli: Freiwilig wird er Liza nicht abgeben. Ich habe mich schon beim Veterinäramt und meinem TA erkundigt, ob es Chancen gibt, dem Herrn den Hund abzunehmen. Null Chance - solange der Hund gut genährt ist, keine Anzeichen von Gewalteinwirkungen zu finden sind bzw. Zeugen Mißhandlungen nicht bestätigen können. Im Winter werde ich einen Vorstoß wagen, dann ist es draußen ungemütlich und er vielleicht eher bereit, sich von dem Hund zu trennen.

    Naja, spätenstens, wenn er mal eine wirklich nötige, medizinische Behandlung verweigert, steigen da deine Chancen vielleicht wieder...
    Ansonsten - mal ehrlich - jünger wird das Herrchen auch nimmer, wer weiß, wie es dem gesundheitlich in einiger Zeit geht. Vielleicht muss er sich irgendwann (hoffentlich bald) von ihr trennen. Und für mich hört es sich so an, als wär der Sohn dann sicher froh, wenn er jemanden für den Hund hätte - oder?

    Zitat

    Solange ich allerdings Liza ausführe, wird für ihn die Haltung bequemer und es liegt kein Grund vor, den Hund abzugeben - ich weiß nicht, was richtig ist.

    Ich glaub, das ist ein Fall von: Wie mans macht, ist es verkehrt. Solange der Herr es noch in den Garten schafft, wird er den Hund doch eh nicht abgeben. Egal, ob du als Gassigänger da bist oder nicht.

    Zitat


    Dein 'hinterlistiger' Gedanke ist mir auch schon gekommen. Es gibt eine DOGS-Niederlassung (Martin Rütter) in unserer Stadt - allerdings brauche ich pro Strecke mindestens 30 Minuten. Aber ich denke, ich werde es angehen und einen Termin vereinbaren. In meiner direkten Umgebung gibt es einmal wöchentlich einen Agility-Kurs für Anfänger, allerdings erst um 19.00 Uhr. Ob der Halter da zustimmt? Außerdem muß ich mich erst erkundigen, ob es eine fachkundige Leitung gibt.

    Du könntest ja auch Einzelstunden nehmen und den Trainer zu dir kommen lassen/einen Treffpunkt mit ihm vereinbaren.
    Beim Agility ists halt so, dass sie zu schwer sein könnte (meiner wiegt 30kg, das ist nix). Wenn ne gute Portion Labbi in ihr steckt, dürfte sie am Dummytraining oder am Fährten auch eher interessiert sein ;)

  • Rockabelli, an das Gewicht habe ich noch gar nicht gedacht. :headbash: Liza wiegt auch zwischen 29 und 31 kg. Das Fährten würde ihr bestimmt Freude bereiten. Sie sucht ja sehr intensiv ihren Ball, wenn sie ihn irgendwo abgelegt hat und vergaß ihn wieder mitzunehmen. Erstaunlicherweise findet sie ihn auch immer wieder, sogar im Wasser, so lange es nicht zu stark fließt und der Ball wegschwimmt. Damit wäre sie geistig ausgelastet, aber lastet das Fährten auch körperlich aus? Ich weiß es nicht, aber Du hast da ja Erfahrung.
    Ja, der Sohn wird kein Interesse an ihr haben. Aber der ältere Herr scheint trotz seiner diversen Behinderungen von stabiler Gesundheit zu sein. Ich gönne ihm auch ein langes Leben - aber bitte ohne Hund :ugly:

  • Zu "Schaden bei Spaziergang": ich kenne Hunde, die aufgrund schlechter Erfahrungen draußen (Teletucker z.b) an Umweltstress leiden. Wenn du nicht ein erfahrener Hundepsychologe bist,erkennst du das gar nicht, weil die Hunde ohnehin "lustig" dahinlaufen, oder auch gemäßigt spazierengehen. Meistens nehmen sie kein Futter draußen oder andere Belohnungen. Aber das war nur ein Gedanke und muß ja keinesfalls auf deine Maus zutreffen!!

    Oh ja, bevor du apportieren machst, sollte sie "Sitz" und "Bleib" können. Aus dem Platz wird nicht apportiert. Wenn sie sitzt, gehst du einen Schritt weg, wieder hin zum Hund und mit einem neuerlichen "Sitz" belohnen. Das kannst du steigern mit mehreren Schritten oder um den Hund herum. Erst dann Dummy hinlegen, zurück zum Hund und DU holst das Dummy. (eine beruhigende Übung für hibbelige Hunde). Sie soll nie damit rechnen, dass sie das Dummy sicher holen darf, sonst steigerst du die Erwartungshaltung. Aber ca. im Verhältnis 1:4 darf sie es auch mal holen.

    Vorher kannst du sie zum "Energierauslassen" laufen lassen, aber sporne sie nicht mit Bällchenwerfen zusätzlich an. Hinterherjagen erhöht tatsächlich den Adrenalinspiegel und der hält bis zu 4 Tage an!!! 3 Minuten lass sie machen was sie will, dann ruf sie her und mach ein paar Übungen mit ihr. Eine eigene "Arbeitsleine" wäre sinnvoll, anstelle der normalen Spaziergangleine. Hunde können das rasch unterscheiden, was jetzt grad gemacht wird. Dann geh wieder weiter mit ihr und sie darf wieder "Hund sein", dann überrasch sie mit einer netten Übung usw. Wenn sie rennt, dann ist das ja etwas was sie ohne dir macht, und Bindung entsteht durch alles was der Hund mit dir gemeinsam macht. Übungen, Suchspiele, streicheln...
    Suchspiele mit 20 minuten lasten soviel aus wie 2 Stunden spazierengehen. Aber anfangs mit 5 minuten beginnen,das braucht auch Kondition!

    Laß sie zwischendurch trinken (besonders wenn es heiß ist), nach 2 Stunden zu lang. Magendrehung entsteht nur wenn der Hund NACH dem trinken/fressen sich bewegt, springt oder auf den Rücken rollt. Aber eine normale Menge unterwegs kann nicht schaden. Nach dem fressen sollte der Hund 2 Stunden lang ruhen.

    Wenn es bei mir an der Türe klingelt, dreht meine Hündin auch voll ab und beruhigt sich nicht so schnell wieder. vielleicht ist es möglich du holst sie ohne vorher zu klingeln (anrufen vorher vielleicht)?

    Erzähl wie es bei euch weitergeht!!! Alles gute LG Isi-Rider

  • isi-rider: Deine Anregungen werde ich morgen sofort umsetzen! Ich werde auch das Bällchen nicht mitnehmen. Sie riecht das Teil in meiner Tasche und arbeitet daran herum. Hab da noch eine Frage: Sie bringt das geworfene/gekickte Teil ja von selbst zu mir zurück und wirft es mir vor die Füße. Wie bringe ich sie dazu, zukünftig das Dummy im Mäulchen zu halten und mir in die Hand zu geben. Alle Versuche sind bis jetzt gescheitert.
    Gruß
    Brunna

  • Zum Apportieren kopier ich mich mal selber:

    Zitat

    Also, wir haben das Apporieren auf einem Seminar so gelernt, dass das Ganze rückwärts aufgebaut wird. Ich versuch mal, es zu beschreiben:
    Am Anfang wird gar nichts geworfen. Du hast den Dummy in der Hand und machst ihn für deinen Hund interessant, indem du damit rumspielst, vor seiner Nase damit rumwedelst etc. Dann nimmt der Hund den Dummy in den Mund, das lobst du schon. Der nächste Schritt, wenn der Hund den Dummy im Mund hat, ist, dass du 2, 3 Schrittchen rückwärts gehst und den Hund - der den Dummy noch im Mund hat - zu dir lockst. Dann mit "Aus" wieder wegnehmen, und natürlich wieder loben.
    Erst, wenn das soweit sitzt, kommt Bewegung ins Spiel: Dann wurde der Dummy geworfen - vielleicht einen Meter weg - der Hund war aber an der Leine, damit man ihn im Notfall zu sich holen konnte.

    Zum Fährten: Du, ich mach das auch nur so hobbymäßig hin und wieder. Obs auch körperlich auslastet, hängt wahrscheinlich davon ab, wie lang die Fährte ist ;) Beim Mantrailen z.B. geht das ja über Kilometer...
    Aber ich denke, bei der Maus gings beim Fährten eh um die geistige Auslastung und andererseits ums ruhige Arbeiten. Da werden anfangs 2 kurze Fährten reichen, und sie ist danach den Tag fertig und wird seelenruhig schlafen ;)

  • Hallo,
    genau wie Rockabelli sagt, eigentlich baut man das apportieren von rückwärts auf. Zuerst die Abgabe üben bevor man das hinlaufen, aufnehmen und gerade zurückkommen übt.
    Jetzt funktioniert es am besten in ablenkungsfreier (Wohnung) Umgebung. In einem kleinen Raum (Bad z.b.) den Hund
    das Dummy halten lassen, am besten schon mit einem Wort markieren ("haaaalten") und wenn der Hund es ganz kurz hält, SUPERLOBEN. Dann ohne viel Tamtam geben lassen und das gleiche nochmals, solange bis du das Gefühl hast,der Hund kann es schon eine Weile halten. Dann Raum vergrößern, wohin der Hund nach rückwärts ausbrechen könnte und wieder versuchen ihn etwas halten zu lassen, herlocken und geben lassen. Als Belohnung fürs geben, auch mal das Dummy sofort wieder halten (später auch neben dir tragen) lassen.
    Erst wenn dieses Halten und die Abgabe ganz gut läuft, das Dummy auslegen und mit "bring" oder "apport" bringen lassen.
    Eine andere Möglichkeit, du bringst dem Hund "touch" bei. In einer Hand hältst du Leckerlis mit dem du den Hund ein paar mal was gibst (anfütterst). Die andere Hand ist leer, aber nach ein paar mal tust du so als hast du auch in dieser Hand was zum füttern und der Hund stubst sie an (sie ist aber leer). Jetzt Belohnung aus der Hand wo du die ganzen Leckerlis ja hast. Das mußt du einige Tage lang üben und der Sinn dahinter ist, dass der Hund später mit dem Wort "touch" deine leere offene Hand berührt. (Also eigentlich auch ein netter Trick). Aber wenn Hunde Dummys nicht nahe genug heranbringen, dann können sie mit dem Befehl "touch" ganz nahe herankommen und halten aber immer noch das Dummy im Maul, wo man sie dann lobt, das Dummy abnimmt und sie kriegen Belohnung.Ist leider aus der Ferne ein wenig schlecht zu beschreiben, aber probier mal ersteres, ich glaube mit Geduld kriegst du es hin. Du hast ja erst angefangen mit "Ruhe reinbringen."
    TOLL DASS DU DICH SO BEMÜHST!! Freu mich wieder von deinen Erfolgen zu hören
    LG Isi-Rider

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