Hund bringt uns zu Verzweiflung
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Also erstmal ein Hallo an alle, da Ich neu hier im Forum bin :)
Ich wohne zusammen mit Freundin und deren Mutter in einer Wohnung. Neben unseren 2 Katzen besitzt die Mutter, eine ältere Dame, eine 3 Jährige Jack-Russel-Hündin. Den Problemhund !
Um die Situation kurz zu beschreiben : Die Hündin tanzt ihr auf der Nase herum !
Wir haben schon vieles versucht aber bisher hat nichts geholfen. Auch ein Hundetrainer war bereits da aber auch das hat nicht geholfen.
Die Hündin verweigert ihrer Besitzerin jeglichen Respekt. Man muss aber auch sagen, das diese nicht konsquent genug ist aber auch weil ihre Nerven das nicht verkraften.
Vielleicht beschreibe ich erstmal was die Hündin so anstellt.
Sie ist eigentlich eine ganz liebe. Abends und wenn sie Zuhause ist sagt sie keinen Ton. Das ändert sich schlagartig, wenn es Richtung "Gasse-Zeit" geht. Die Hündin dreht dann total auf und reagiert auf keine Kommandos mehr. Kaum steht die Mutter auf rennt die Hündin wild richtung Tür und bellt. Sie freut sich klar. Aber in dem Haus sind offiziell keine Hunde erlaubt. Sie wird lediglich geduldet, solange die Nachbarn nicht gestört werden.
Wir wohnen im EG und heute hatte die Mutter etwas vergessen und klopfte deswegen am Fenster vom Wohnzimmer, damit sie nicht wieder rein muss. Der Hund bellte dann ohne Ende und zog an der Leine und sagte quasi "Mach hinne, ich will in den Park". Die Mutter schimpfte dann mit ihr aber sie ignoriert das und macht weiter.Auch wenn es an der Tür klingelt dreht sie total auf. Meine Vermutung ist, das der Hund glaubt die Leute kommen nur an die Tür um SIE zu besuchen. Der Hundetrainer sagte etwas ähnliches, das es wie ein Aufmerksamkeitssyndrom ist. Das der Hund immer im Mittelpunkt stehen will.
Im Haus leben noch 2 Katzen und die sind bereits völlig verstört, wenn Gassi-Zeit ist.
DAs merkwürdige ist, das die Hündin dieses Verhalten nur bei der Mutter meiner Freundin zeigt. Weder bei mir, noch bei meiner Freundin. Dort ist sie still und hört auf Kommandos. Sie zieht auch nicht an der Leine.
Und das obwohl meine Freundin arbeitet und ich sogar nur am Wochenende da bin.Wir haben auch mal versucht zur Gassi-Zeit mit der Hündin raus zu gehen aber dann verweigert sie sich komplett. Sie hockt dann nur auf einer Stelle und will nicht ohne die Mutter rausgehen, wohl in dem Wissen, das sie dort machen kann was sie will und bei uns eben nicht. Wir müssten sie dann an der Leine hinter uns herschleifen.
Wir haben aber wie gesagt auch keine Zeit um den Hund zu erziehen und auch keine Lust. Der Hund gehört der Mutter und sie muss sich darum kümmern. Wir geben ihr Tips aber mehr auch nicht.Das Problem ist natürlich auch die Mutter, die eben nicht konsequent genug ist aber sie ist auch schon was älter und hat eben nicht mehr die nerven dazu.
Meiner Meinung nach ist sie für diese Hunderasse völlig überfordert. Als sie ihn vor 3 Jahren bekommen hat, hat sie der Hündin auch keinerlei Erziehung gegeben. Man muss dazu sagen, das es damals eine schwere Zeit für sie war (will ich nicht weiter ausführen) und der Sohn ihr den Hund geschenkt hat, damit sie wieder unter Leute kommt.
Den Hund weggeben kommt übrigens nicht in Frage, sie liebt den Hund über alles aber wenn es ans rausgehen geht ist sie mit den nerven am Ende.Wir haben bereits vieles versucht, Hundetrainer, so Dufthalsbänder etc. aber hat alles nicht funktioniert.
Wir sind echt verzweifelt und wissen nicht mehr was wir noch machen sollen. Die Gefahr besteht, das sich ein Nachbar beschwert und sie den Hund weggeben muss und das würde ihr das Herz brechen.
Auch ist es meiner Meinung nach in den letzten Wochen noch viel schlimmer geworden, trotz der Tips des Hundetrainers.Man hat das Gefühl der Hund weiss genau :"Mir ist egal was ihr mit mir macht, ich weiss genau, das ich bei Ihr meinen Willen kriege, wenn ich genug quängel und rumnerve !"
Z.b. hatte der Trainer vorgeschlagen das gesamte Futter nur noch über eine Belohnungsprinzip zu verteilen. Das interessiert die Hündin nicht. Sie ist in den Wochen danach deutlich magerer geworden. Hat in 2 Wochen fast 1Kg verloren. Hunger scheint bei ihr nicht zu wirken ! Sie zieht ihe Masche weite durch und zwingt der Mutter ihren Willen auf. Pünktlich zu Gasse-Zeit fängt sie an zu bellen und zu jammern.
Ich hoffe ihr habt ein paar Tips bzw. das euch noch was einfällt was wir machen können, denn mittlerweile geht es auch uns gewaltig auf die nerven ! Wir wissen jedenfalls nicht mehr weiter !
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Hi,
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Ich denke eurem Hund fehlt schlicht und einfach eine sinnvolle Auslastung, und einen Besitzer bzw eine Famlilie bei der der Hund erwünscht ist, und man sich über dessen rassespezifischen Bedürfnisse Gedanken macht :|
Welche Tipps hat euch denn der Hundetrainer noch gegeben?
Wie lang habt ihr das Belohnungsprinzip durchgezogen? -
Ich habs bei meiner Mutter aufgegeben. Manchmal glaub Ich die älteren Herrschaften moechten diese Marotten bei Ihren Fifis, damit sie was haben um drüber zu meckern. Wenn alles Tip-Top wäre ist ja langweilig.
Meine Mum fragt Ihren Hund immer solang ´Mußt du Pipi, mußt du Pipi, mußt du Pipi.... bis er bellt. Und dann kommt immer: ´Der meldet sich sofort, wenn er raus muß´

Aber wenn man in einer Wohnung lebt, ist das sicherlich schwierig sich nicht einzumischen. Es geht einem ja auch auf den Keks.LG Katja
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Wenigstens die Terrine ist konsequent.....

Auslastung + Erziehung zur Ruhe + allg. Erziehung sollen helfen.
Woher kommt ihr denn? Evtl gibt es ja Trainertipps!
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Zitat
Wir haben auch mal versucht zur Gassi-Zeit mit der Hündin raus zu gehen aber dann verweigert sie sich komplett. Sie hockt dann nur auf einer Stelle und will nicht ohne die Mutter rausgehen, wohl in dem Wissen, das sie dort machen kann was sie will und bei uns eben nicht.
Hallo!
Das oben zitierte halte ich für ein Gerücht
Hunde möchten einer Ordnung angehören - und in den seltensten Fällen die Weltherrschaft an sich reißen. Dem Hund fehlt es den Beschreibungen nach völlig an Ordnung. Er hat keine Person, an der er sich orientieren kann. Zumindest keine, zu der er aufschauen kann. Möglicherweise glaubt der Hund, ER wäre für sein Frauchen verantwortlich. Deswegen will er sie vielleicht nicht allein zurücklassen. Kann er allein bleiben oder bellt er dann? Das wäre für mich ebenfalls ein Indiz, was in die Richtung geht.
Ich empfehle definitiv einen Hundetrainer, der z.B. der Mutter zeigt, wie sie einen Spaziergang ruhig startet, wie sie dem Hund Orientierung geben kann, sowohl im Haus, als auch draußen. Ich denke, dass einfach viel Unwissen herrscht, das sich nicht unbedingt nur durch Tipps hier ausgleichen lässt.
Und noch was: Kein gesunder Hund verhungert vor einem vollen Napf/einer vollen Hand. Wie wurde das Futter denn wann für was gegeben? Wie hat denn die Mutter reagiert, wenn der Hund es nicht genommen hat? Wenn dann abends wieder ein voller Pott hingestellt wurde, dann ist es kein Wunder, dass der Hund nicht den schweren Weg über die "Arbeit" gewählt hat
Viel Erfolg! -
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Hallo Christian,
so ein 3 Jahre alter Terrier hat Power ohne Ende. Der muss ausgelastet werden. Und zwar nicht (nur) durch Spaziergänge, sondern dadurch, dass sein Köpfchen gefordert wird.
Was macht die Mutter denn den ganzen Tag so mit ihm?
Geht sie auch in eine Hundeschule?
Wie alt ist die Mutter denn? Geht sie gerne unter Menschen? Ist sie mobil?
Denn dann würde ich ihr eine gute Hundeschule suchen und Mutter mit Hund dort hinschicken.Wir haben hier eine kleine Powerhündin zur Pflege. Nach dem einstündigen Training in der Hundeschule war sie heute zwar noch ca. 15 Minuten aufgedreht, als wir nach Hause kamen, hat dann aber den gesamten Tag verschlafen.
Gehe ich an einzelnen Tagen nur mit ihr 2 Stunden am Tag laufen, ist sie überhaupt nicht ausgelastet, wobei wir hier zwei solche "Zwerge" haben, die dann zumindest miteinander durch den Garten tollen können.
Viele Grüße
Doris
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Wir wohnen in Köln.
Das diese Hunderasse sehr aktiv ist (ist ja ein Jagdhund) ist mir schon klar.
Das war damals ja der Hintergedanke von ihrem Sohn, da man wollte, das sie oft raus geht und so unter Leute kommt.
Warum der Hund uns Gegenüber dieses Verhalten nicht zeigt, das sie der Mutter gegenüber zeigt ist uns völlig unklar.
Gerade ich bin nur am Wochenende da und trotzdem hört er bei mir aufs Wort und wenn er dann mal bellt, reicht von mir ein "böser Blick" und der Hund ist ruhig. Bei meiner Freundin ist es ähnlich.
Der Hund hat es noch nie gewagt bei uns solche Sachen zu machen, nur eben bei der Mutter !Auf die Frage wie das Futter gegeben wird. Der Trainer empfahl uns nicht mehr Futter über Napf zu geben, sondern die gesamte Tagesration in Form kleine Tagesrationen, die man ihr dann nach dem Belohnungsprinzip gibt.
Der Tagesablauf sieht in etwa so aus :
um 8Uhr steht sie auf, frühstückt etc.
10Uhr geht die mit der Hündin in den Hinterhof, wo sie kackt und dann mit ihr Ball spielt
Gegen 14Uhr ist dann Gassi-Zeit und sie geht mit ihr in einen nahe gelegenen Park, wo sie sich mit anderen Hundebesitzern trifft. Dort spielt sie dann auch mit ihr.
Sie kommt dann so gegen 18-19Uhr zurück und der Hund ist dann auch müde und legt sich meistens direkt schlafen und ist für den Rest des Tages absolut still !Sie geht übrigens auch zur Hundeschule !
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Zitat
um 8Uhr steht sie auf, frühstückt etc.
10Uhr geht die mit der Hündin in den Hinterhof, wo sie kackt und dann mit ihr Ball spielt
Gegen 14Uhr ist dann Gassi-Zeit und sie geht mit ihr in einen nahe gelegenen Park, wo sie sich mit anderen Hundebesitzern trifft. Dort spielt sie dann auch mit ihr.
Sie kommt dann so gegen 18-19Uhr zurück und der Hund ist dann auch müde und legt sich meistens direkt schlafen und ist für den Rest des Tages absolut still !Sie geht übrigens auch zur Hundeschule !
Sie ist also um 10 Uhr eine kleine Runde draussen - hört sich nach 15 Minuten der so an.
Aber dann nachmittags 4-5 Stunden auf der Hundewiese!? Puh, ist ja der Hammer.Ich finde, das solltet ihr auf jeden Fall ändern! Verteilt 2-3 Stunden gassigänge am Tag auf 3-4 Runden - eine lange, der Rest eher kurz zum Lösen.
Weiter fehlt, denke ich, immer noch die sinnvolle, geistige Auslastung.
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Den Tagenablauf halte ich auch für total ungeeigent und da seh ich auch einen großen Auslöser für das Aufdrehen. Macht lieber mehrere Gassigänge und dass verteilt auf den Tag.
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Ich schätze mal, ihr seid in eurem Verhalten dem Hund gegenüber um einiges konsequenter als das Frauchen. Dadurch verhält sich der Hund bei euch anders.
ZitatDer Tagesablauf sieht in etwa so aus :
um 8Uhr steht sie auf, frühstückt etc.
10Uhr geht die mit der Hündin in den Hinterhof, wo sie kackt und dann mit ihr Ball spielt
Gegen 14Uhr ist dann Gassi-Zeit und sie geht mit ihr in einen nahe gelegenen Park, wo sie sich mit anderen Hundebesitzern trifft. Dort spielt sie dann auch mit ihr.
Sie kommt dann so gegen 18-19Uhr zurück und der Hund ist dann auch müde und legt sich meistens direkt schlafen und ist für den Rest des Tages absolut still !Meiner Meinung nach viel zu viel körperliche Bewegung und für den Kopf gibt's gar nix... ich hab hier auch nen sehr bewegungsfreudigen Laufhund (Dalmatiner) sitzen... der wäre allerdings mit 4 - 5 Stunden mit Kumpels spielen restlos überfordert, vor allem am Stück.
Wenn es mein Hund wäre, würde ich das Ganze auf drei bis vier Gassi-Runden pro Tag verteilen, morgens ein Stündchen, mittags ein Stündchen oder eineinhalb mit den anderen Hundebesitzern und abends nochmal nen ruhigeres Ründchen, vorm Bett gehen nochmal lösen.
Außerdem würde ich der Hündin wesentlich mehr Kopfarbeit anbieten, die macht nämlich auch oder sogar noch besser müde.
Anstatt stupidem Ballwerfen sowas in Verbindung bringen mit Grundgehorsam, z. B. Hund hinsetzen lassen und Hund muss sitzen bleiben, Ball wird geworfen und Hund darf erst auf Ansage los und den Ball holen. Mit ein bisschen Ideenreichtum kann man da ganz unterschiedliche Sachen machen und der Hund hat was für's Köpfchen.Man könnte z. B. auch den Hund mal mit der Nase arbeiten lassen... eine Spur aus Futter absuchen lassen. Sowas lastet super aus und der Hund wird dabei nicht hochgepusht, er lernt ruhiger zu werden.
Alles in Allem braucht es seitens Frauchen trotzdem eine Menge Konsequenz. Denn wie schon von anderen geschrieben, vermute auch ich eine Mischung aus Unterforderung/Überforderung (zu viel Bewegung, zu wenig für den Kopf) und einem "Ich muss auf Mutti aufpassen", wenn es Richtung Gassi-Zeit geht.
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