Unsere 2 Probleme/Erziehung

  • Huhu,

    ich hab schon die Suche betätigt, finde aber irgendwie nichts passendes, deswegen hoffe ich, dass ihr mir meinen Fred nicht übel nehmt.

    Es geht um meinen 3-jährigen Boxerrüden:

    Das erste Problem: Leinenaggression
    Ganz schlimm, vor allem bei Rüden. Er springt in die Leine, bellt (bei Hündinnen bellt er nicht) und manchmal denke ich, wenn ich er jetzt keine Leine dran hätte, würde er den anderen Hund sofort zerreißen.
    Und 35 kg an der Leine zu halten, wenn diese mit voller Kraft in selbige springen, ist nicht ganz so einfach, ich hab da echt ganz schön Mühe.

    Wie das im Freilauf ist weiß ich nicht.
    Bei mir läuft er an der Schleppe, freilaufen lasse ich ihn noch nicht.
    Ein weiteres Problem ist, dass es hier nur sehr wenige Hunde gibt. :/

    Das zweite Problem, ziemlich ähnlich:

    Wenn er an der Schleppe ist und er sieht aus weiter Entfernung einen Hund, will er ebenfalls sofort dorthin,keine Ahnung ob er dabei böse Absichten hat, ausprobieren möchte ich es nicht. ;)

    (Achja, aber einmal kam ein kleiner Rüde auf ihn zu (meiner angeleint, der kleine Rüde frei :/ ), da ist GSD nichts passiert. )

    Ich lenke ihn dann immer mit seinem Spielzeug ab (ich denke er ist sehr triebstark), das funktioniert aber auch nur, wenn der andere Wuff gaanz wiet weg ist, kommt er näher, ist seine ganze Konzentration bei dem anderen Hund.

    Könnt ihr mir Tipps geben, wie ich das ändern kann?

    (Ich weiß, dass es ein seehr langer Weg wird!)

    Vielen Dank im Voraus! =)

  • Ist natürlich schwierig zu beurteilen, ob er wirklich "böse Absichten" hat oder einfach frustriert ist, dass Du ihn nicht zu dem anderen Hund läßt. Inwieweit habt Ihr denn regelmäßige Hundekontakte?

    Ich würde generell am Blickkontakt arbeiten. Das kannst Du ja mit SL und Clicker super üben. Im nächsten Schritt forderst Du einen Blickkontakt bei Hundesichtung. Der Gedanke ist, dass er sich immer Dir zuwenden soll, wenn er einen anderen Hund sieht. Natürlich muss das anständig "bezahlt" werden :-) Du entscheidest dann, ob er Kontakt aufnehmen darf oder nicht. Dafür mußt Du aber absolut konsequent sein und das auch bei bekannten Hunden und Hündinnen so handhaben. Mach Dich insgesamt interessanter, damit andere Hunde etwas in den Hintergrund geraten.

  • Hallo,
    helfen kann ich Dir bei Deinen Probs leider auch nicht......kenne das gleiche gerade aktuell bei meinem 3 jährigen " Monster",der extrem agressiv auf andere Rüden reagiert.Nur mein Hund hat 45 kg.......was das bedeutet kannst Du Dir wohl denken :/
    Nur soviel:Auch Dein Boxer ist in diesem Alter nun voll erwachsen-und manche Rüden haben ein extremes Agressionspotential gegen gleichgeschlechtliche Artgenossen,leider.
    Ist Dein Boxer kastriert?Kastrierte Rüden haben manchmal (!!) eher Agro-Probleme mit Artgenossen (je nachdem wodurch die Agression ausgelöst wird,zB.Dominanzagro,Verreidigung des Teritoriums,Eifersuchtsagression etc.etc.
    Oder vllt. hat Dein Hund zu wenig Kontakt mir anderen Hunden bisher gehabt,also die Sozialisierung fehl bzw. ist mangelhaft und/oder er hat keinen Kontakt haben dürfen und hat das "am der Leine wegziehen" negativ verknüpft.....etc.etc.
    Es gibt tausendundeine Möglichkeit-vllt. hilft Dir das schonmal Mutmaßungen anzustellen-wende Dich ggfs. an einen guten Trainer der OHNE Gewaltanwendung arbeitet.
    Das Prob allein in den Griff zu kriegen ist schwierig,mM.
    Mein "Monster" reagiert leider nicht auf Spielzeug und Lekkerlies nimmt er in so einem erregten Zustand auch nicht mehr.Wenn der Abstand groß genug ist habe ich kein Problem mit ihm.aber plötzliche Zusammentreffen oder aber ankommende freilaufende Hunde sind absolut ein NoGo.Am besten klappt es noch mit kleinen Hunden und Hündinnen generell,alles was kniehoch und größer ist geht gar nicht mehr :/
    Leider kann ich hier Hunden überhaupt gar nicht aus dem Weg gehen....
    LG

  • Wenn du weißt, in welchem Abstand dein Hund noch gut drauf ist und entspannt ist, würde ich mit dem Zeigen und Benennen arbeiten. Dazu solltest du einen Theard in der Suche finden.
    Da kannst du dann deinen Hund auch mit einem Spiele bestätigen, aber du lenkst ihn nicht ab, sondern lässt ihn sich bewusst mit dem Reiz auseinader setzen und förderst damit ein Umdenken und eine Umorientierung.

  • Da dein Hund zu der Rasse der Gebrauchshunde zählt ( aber das wußtest du ja vorher) würde ich mir einen guten Hundeplatz/Boxerplatz suchen und dort üben.

  • Danke euch allen! =)

    Stimmt, ich wollte ja vor ein paar Tagen schon mit dem Zeigen und Benennen anfangen, das habe ich wohl wieder total vergessen. :D

    Da ich ja heute angefangen habe, ihn auf den Clicker zu konditionieren kann ich schon bald loslegen.

    Aber ein Problem wäre ja dann immer noch da:

    Wir sehen wirklich soooo selten einen Hund, wie sollen wir das machen, wenn keine Trainingshunde da sind? :sad2:

  • Zitat

    Da dein Hund zu der Rasse der Gebrauchshunde zählt ( aber das wußtest du ja vorher) würde ich mir einen guten Hundeplatz/Boxerplatz suchen und dort üben.

    Wir haben etwas weiter entfernt einen Boxerplatz, da kann ich aber erst nach unserem Umzug hin, das dauert noch ein bisschen. =)

    In der Wartezeit will ich nicht untätig zusehen,wie er mir den Arm ausrenkt. :D

    Außerdem dachte ich, der Hund muss einen gewissen Grundgehorsam für einen Verein besitzen und verträglich sein?
    Sorry für die blöde Frage, aber ich kenn mich da nicht so aus... :smile:

  • :lol: wenn dein Hund alles könnte, müßtest du ja nicht mehr hingehen - Spass beiseite -

    Dort lernst du auch die Begegnungen mit anderen Hunden.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!