Hund zieht sich zurück und macht Pipi

  • Hallöchen ich bin neu hier und weiss jetzt auch nicht genau ob ich hier richtig bin.

    Zu meiner Frage...

    Ich heisse Jaqueline und bin die Mama von Spooner er ist 5 Monate alt.
    Ich habe ihn vor 4 Wochen bekommen. Als wir ihn geholt haben, war weder die Mama noch der Papa auf dem Hof aber ich habe mich in den kleinen sofort verliebt.
    Niemand weiss was ihm schon alles passiert ist in seinem kurzen leben :???:
    Er war so ängstlich und wollte eigentlich gar nichts von uns wissen, was sich aber schon super gebessertz hat. Er geht jetzt von allein auf andere Menschen zu und will auch gestreichelt werden.
    Das eigentliche Problem liegt darin, freudenpipi macht er eigentlich weniger aber aus Angst so gut wie immer.
    Wenn er mal was angestellt hat und ich ihm klar machen möchte das er sowas nicht darf und ihn immer frage wer das war hat er sofort ab versteckt sich und macht ein paar tropfen pipi.
    Ich schlage ihn nicht und werde auch nicht sehr laut. ich hebe ein wenig meine stimme.
    Aus Angst macht der kleine immer Pipi und langsam wird das auch ein bisschen nervig weil ich auch nicht weiss was ich dann machen soll. soll ich ihn anmeckern weil er dann Pipi macht oder soll ich es ignorieren?
    vor allem legt er das irgendwann ab? gebessert hat es sich ja schon aber lässt er das mal ganz? hat vielleicht wer erfahrung und kann mir weiter helfen?

    Villeicht findet sich mal eine lösung?!?!? :verzweifelt:

    LG Jaqueline

  • VIER Wochen ist der Kleine bei dir. Da wird sich "schon mal" eine Lösung finden...

    Du schreibst selbst, du weißt nicht, was er in seinem kurzen Leben schon alles erlebt hat. Offensichtlich nicht allzu viel Gutes.

    Der Kleine braucht Zeit. Zeit, um anzukommen. Zeit, um zu lernen. Zeit, um zu verdauen.

    Wenn er Angstpipi macht, ist das Schlimmste, was du tun kannst, ihn zu schimpfen. Mach es kommentarlos weg und sorge dafür, dass er kein Angstpipi machen muss. D.h. - macht er was falsch, warst du zu langsam. Hab den Hund im Auge und wenn du ahnst, dass er was unternehmen will, was du nicht möchtest, ruf ihn fröhlich zu dir und mach mit ihm was anderes. Versuche zu agieren, statt zu reagieren, damit der Kleine keine Fehler machen muss, die du dann ahndest. Hol ihn von Sachen, die er nicht tun soll, vorzeitig weg, bevor er was anstellt. So lernt er, was geht und was nicht.

    Ein Mantra, das alle (Jung-)Hundehalter im Kopf haben sollten: GEDULD, ommmm, GEDULD.

    LG
    cazcarra

  • Zitat


    Das eigentliche Problem liegt darin, freudenpipi macht er eigentlich weniger aber aus Angst so gut wie immer.
    Wenn er mal was angestellt hat und ich ihm klar machen möchte das er sowas nicht darf und ihn immer frage wer das war hat er sofort ab versteckt sich und macht ein paar tropfen pipi.
    Ich schlage ihn nicht und werde auch nicht sehr laut. ich hebe ein wenig meine stimme.
    Aus Angst macht der kleine immer Pipi und langsam wird das auch ein bisschen nervig weil ich auch nicht weiss was ich dann machen soll. soll ich ihn anmeckern weil er dann Pipi macht oder soll ich es ignorieren?


    LG Jaqueline

    Deine Reaktion ist das verkehrteste was du nur machen kannst und damit verstärkst du seine Angst noch.
    Wie machst du ihm denn klar, daß er was nicht darf :???:

  • Zitat


    Er war so ängstlich

    Zitat

    Das eigentliche Problem liegt darin, freudenpipi macht er eigentlich weniger aber aus Angst so gut wie immer.
    Wenn er mal was angestellt hat und ich ihm klar machen möchte das er sowas nicht darf und ihn immer frage wer das war hat er sofort ab versteckt sich und macht ein paar tropfen pipi.
    Ich schlage ihn nicht und werde auch nicht sehr laut. ich hebe ein wenig meine stimme.
    Aus Angst macht der kleine immer Pipi

    Du hast einen eher ängstlichen und sensiblen Hund und merkst selber, in welchen Situationen er Angstpipi macht!
    Warum änderst du nichts an deiner Vorgehensweise?
    Wie du bereits bemerkt hast, genügt es bei deinem Hund schon, die Stimme anzuheben, um ihn dermaßen einzuschüchtern, dass er Angst vor dir hat.
    Eigentlich müsste man doch schon selber auf Idee kommen, sich mal zusammenzureißen und mit dem Hund anders umgehen.

    Wie cazcarra schon schrieb:
    Warte doch nicht darauf, dass er unerwünschtes Verhalten zeigt, was du dann so abmahnst, dass er aus Angst uriniert.
    Lobe das, was er gut macht.
    Unerwünschtes Verhalten kann man kommentarlos abbrechen, umleiten in erwünschtes und dann loben.
    Beispiel:
    Kaut er einen Schuh an, nimmst du diesen kommentarlos weg und gibst ihm eine Alternative (Kauknochen), woran er sich auslassen kann.

    Zitat

    und langsam wird das auch ein bisschen nervig

    Schwache Nerven sollte man bei einem Junghund nicht haben, sondern Geduld, Liebe und Einfühlungsvermögen.


    Zitat

    soll ich ihn anmeckern weil er dann Pipi macht oder soll ich es ignorieren?

    Klar, meckere noch mehr mit deinem Hund, wenn er sowieso schon Angst hat :ironie2:

    Zitat

    vor allem legt er das irgendwann ab?

    Es legt sich dann, wenn du deinen Umgangston änderst, von alleine gibt sich das nicht.
    Im Gegenteil, das fördert nicht gerade eine Vertrauensbasis zwischen deinem Hund und dir.
    Halte dir vor Augen, dass so ein Hundekind nichts macht, um dich zu ärgern.
    Er weiß einfach noch nicht, was er darf und was nicht.
    Das muss er doch noch lernen, kaum ein Hund weiß das nach vier Wochen.
    Kommuniziere mit deinem Hund sanft, sodass er keine Angst haben muss.
    So einfach ist das.

    Dein Hund ist fünf Monate jung, in einer sensiblen Phase, die oft mit Ängsten und Unsicherheiten verbunden ist, hinzu kommt ein unschöner Start in sein Hundeleben, er ist von Natur aus empfindlich und lebt erst seit vier Wochen bei dir.
    Sei geduldig und versetze dich in seine Lage:
    Du wärest er...

    Gruß
    Leo

  • Erstmal vielen Dank für die schnellen Antworten.
    Ich arbeite von zuhause aus das heisst der kleine ist am tag ca 5stunden wo er machen kann was er will ich bin leider nicht immer dabei.
    ich habe ja die frage gestellt um nicht weiterhin alles falsch zu machen ...
    und mit sicherheit kann man mich verstehen wenn ich sage das es nervig ist und ich deswegen auch mal laut werde.
    ich hatte schon mehrere hunde aber so einen noch nicht.
    ich werde jetzt einfach mal versuchen ihn anders gegenüber zu treten wenn was passiert ist mal abwarten :-)
    ich weiss das es sich irgendwann legt, habe auch nicht auf ein wundermittel gehofft :mute:

    lg

  • Was sind denn Situationen, in denen Du mit ihm schimpfst?

    Insgesamt würde ich auch raten, bei einem so ängstlichen Hund ausschließlich über Lob zu arbeiten und das Schimpfen einzustellen (auch wenn's manchmal schwer fällt). Dazu wäre es hilfreich, "Fehler" zu vermeiden. Wie wäre es, wenn Du ihn an eine Box gewöhnst? Dann könntest Du ihn etwas absichern, solange Du nicht auf ihn achten kannst. 5 Stunden am Stück sind natürlich zu lange, aber so über den Tag verteilt...

  • Zitat


    Ich arbeite von zuhause aus das heisst der kleine ist am tag ca 5stunden wo er machen kann was er will ich bin leider nicht immer dabei.

    Wenn der Kleine 5 Stunden am Tag machen kann, was er will, lernt er eben auch, dass er machen kann, was er will.
    Dann bringt es auch nichts, in den anderen Zeiten mit ihm zu schimpfen, wenn man ihm, aus seiner Sicht, in den fünf Stunden alles erlaubt.
    Das nennt sich selbstbelohnendes Verhalten.

    Mit anderen Worten:
    Das geht nicht, du kannst ein Hundekind nicht fünf Stunden sich selbst überlassen und deswegen...

    Zitat

    und mit sicherheit kann man mich verstehen wenn ich sage das es nervig ist und ich deswegen auch mal laut werde.

    ... genervt sein und laut werden, wenn er genau das macht, was du ihm im Grunde fünf Stunden erlaubst.
    Du hast doch gemerkt, dass er durch deine Reaktionen Angst bekommt.
    Nein, tut mir leid, verstehen kann ich das alles nicht.

    Wenn man sich einen jungen Hund ins Haus holt, sollte man wissen, dass man ihn nicht stundenlang machen lassen kann, was er will und ihn dafür auch noch bestrafen, sodass er Angst bekommt.

    Zitat

    ich hatte schon mehrere hunde aber so einen noch nicht.

    Und ich hatte noch keinen Junghund, der keinen Blödsinn angestellt hat.


    Zitat

    ich werde jetzt einfach mal versuchen ihn anders gegenüber zu treten wenn was passiert ist mal abwarten :-)

    Das solltest du nicht nur versuchen, sondern dir fest vornehmen, denn wie du es schon bemerkt hast, hat dein Hund Angst vor dir.
    Das kann doch nicht Sinn einer Hund-Mensch-Beziehung sein.

    Zitat

    ich weiss das es sich irgendwann legt, habe auch nicht auf ein wundermittel gehofft :mute:

    Das Wundermittel heißt "liebevolle, konsequente Erziehung" und den Hund nicht unbeaufsichtigt lassen.
    Wie soll sich das von alleine legen?
    :???:

  • Dass dein Verhalten den ängstlichen Hund auch noch anzuschimpfen nicht richtig ist haben ja schon einige geschrieben. Du empfindest das Schimpfen vielleicht als nicht so tragisch, für deinen Hund ist es das aber - sonst würde er vor Angst nicht pinkeln.
    Also zusammenreißen und ohne viel Aufsehen wegputzen!

    Ich spekuliere jetzt einfach mal dass dort wo du ihn her hast nichts in Richtung Reinheitserziehung unternommen wurde, oder? Grade für Welpen ist die Prägung auf den Untergrund wo er sich lösen soll imens wichtig. Sind die Hunde immer irgendwo eingesperrt (und sei es auf Fliesen) dann werden sie nicht auf zB Gras geprägt.
    Ich würde ganz von vorn anfangen. Das heißt grundsätzlich
    - nach dem aufwachen raus
    - nach dem Fressen raus
    - alle 2 Stunden raus (außer der Hund schläft, dann natürlich nicht wecken)

    Du kannst drauße immer zu einem bestimmten Platz gehen wo er machen soll. Dann kannst du ein Signal benutzen wie zB "mach Pipi", das sagst du immer wieder aufmunternd. Wenn er sich dann löst dann lobst du ihn und gibst ein Leckerchen.
    Er muss verstehen dass es super ist uns sich lohnt wenn er draußen macht - Geschäfte drinnen werden kommentarlos entfernt.

    Meine Hündin war zB erst mit fast 6 Monaten ganz sauber. Sicher rollt man innerlich mit den Augen wenn man schon wieder eine Pfütze entdeckt, aber in die Versuchung sie dafür zu schimpfen bin ich nie gekommen.

  • Zitat

    Wie wäre es, wenn Du ihn an eine Box gewöhnst? Dann könntest Du ihn etwas absichern, solange Du nicht auf ihn achten kannst. 5 Stunden am Stück sind natürlich zu lange, aber so über den Tag verteilt...

    Fünf Stunden in einer Box, auch über den Tag verteilt, finde ich für einen Hund unzumutbar.
    Und ganz schnell wird so eine Box noch länger eingesetzt, weil es doch bequem ist.
    Eine gewisse Bequemlichkeit hat sich hier doch schon eingeschlichen.
    Den Junghund bitte mit in den Raum nehmen, wo man arbeitet und im Auge behalten.
    Ja, dann dauert es länger, bis die Arbeit erledigt ist, aber ein Junghund erzieht sich nun mal nicht von alleine.

  • Hast ja Recht. Aber wenn die Geduld halt nicht gegeben ist, empfinde ich die Box noch als geringeres Übel im Vergleich zur Schimpferei. Vorausgesetzt allerdings, die Box steht nicht "irgendwo", sondern der Hund hat trotzdem Kontakt zum Halter.

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