2 Rüden im Haus.

  • Hallo,

    ich versuch mich kurz zu fassen, obwohl mein Problem mittlerweile nicht mehr so klein ist..

    Wir haben 2 Hunde, einen 5-jährigen Labradormix (Leo), der seit seiner 8. Lebenswoche bei uns lebt und einen 4-jährigen Border Collie (Kimba), den wir im Alter von 7 Monaten bekamen. Er wurde in einer Art Tierheim abgegeben weil die Frau bemerkt hat, dass junger Hund + Baby nicht so toll ist. Was der Hund mitgemacht hat wissen wir nicht, es war aber anscheinend nicht viel Gutes.
    Naja, auf jeden Fall hatte Kimba anfangs großen Respekt vor Leo und machte einen großen Bogen um ihn. Dann kam die Zeit da verstanden sich die beiden prächtig, gingen durch dick und dünn, teilten sich eins von unzähligen Körbchen... mittlerweile ist es aber so, dass Kimba Leo anknurrt, sobald er in seine Nähe kommt. Wenn Leo ihm aus dem Weg gehen will, rennt Kimba ihm hinterher, bremst ihn aus und stellt sich vor ihn. Leo traut sich nicht vorbei..
    Zwischendurch hats mal heftig gerappelt, da ging Leo auf Kimba los, jedoch hat Kimba daraus nichts gelernt. Ich kann Leo verstehen, dass er mal ausgerastet ist. Jedoch leider ohne Erfolg. Nun, er tut uns Leid. Aber wenn wir dann zu Leo gehen und sagen "ach der liebe Leo...." und ihn streicheln find ich wird Kimba noch gereizter. Anfangs dachten wir, die Rangfolge sollen die beiden unter sich klären, da aber nix draus wird, stören wir Kimba mittlerweile immer wenn er Leo stellt und anknurrt.

    Hat jemand Ideen und Ratschläge wie wir das Problem beheben können? (wär mir ganz lieb wenns ohne Kastration gehen würde...aber naja)

    Liebe Grüße

  • Hallo Kimba_Leo!
    Hast du es schon mal mit Hundeschule probiert?
    Sind die beiden Kastriert oder noch alle beiden männlich?
    Ich würde dir empfehlen geh mal zur Hundeschule, die können dir da bestimmt dabei helfen, das beide wieder einigermaßen deine Nerven entlasten.

    In meiner sicht hat ja eigentlich der ältere die meisten rechte, somit darf er sachen die Kimba nicht dürfte, und das ohne wenn und aber.

    Liebe grüße Sabine

  • Hallo katzenengel,

    in der Hundeschule wurde mir gesagt, ich soll sie in Ruhe lassen. Es seien ganz normale Machtkämpfchen...
    Sie sind beide unkastriert, was ich aber auch am liebsten so lassen würde, da ich in einem halben Jahr ausziehe und Kimba mitnehme und er evtl. mal noch ne Hündin decken darf. Aber wenn es keinen anderen Ausweg mehr geben würde, würde ich stark an eine Kastration denken.

    Leo hat mehr Rechte, er hat seine eigene Couch, wo nur er drauf darf. Das akzeptiert Kimba aber auch. Leo bekommt zuerst sein Futter und all solche Dinge.

  • Hallo!

    Warum hat Leo die meißten Rechte? Die beiden sind fast gleich alt, und sie leben mittlerweile ja schon mindestens drei Jahre zusammen.

    Für mich hört es sich eher so an als ob Kimba der "ranghöhere" unter den beiden ist, dann wäre es das verkehrteste Leo zu bevorzugen, auch wenn es allzu menschlich ist. ;)

    Beobachte die beiden mal genauer um zu sehen wer "Chef" ist.

  • Ich würde die beiden nicht machen lassen. Ich würde den, der anfängt in seine Schranken weisen. Egal, ob es der eine oder der andere ist. Bei mir gäbe es auch keine Ungleichbehandlung. Denn eigentlich sollte sein deine Wohnung, dein Sessel und so weiter sein.

  • Zitat

    Hallo,


    Wir haben 2 Hunde, einen 5-jährigen Labradormix (Leo), der seit seiner 8. Lebenswoche bei uns lebt und einen 4-jährigen Border Collie (Kimba), den wir im Alter von 7 Monaten bekamen.

    Zitat

    mittlerweile ist es aber so, dass Kimba Leo anknurrt, sobald er in seine Nähe kommt. Wenn Leo ihm aus dem Weg gehen will, rennt Kimba ihm hinterher, bremst ihn aus und stellt sich vor ihn. Leo traut sich nicht vorbei..

    Warum lasst ihr es zu, dass Kimba hinter Leo herrennt und ihn ausbremst?
    Das solltet ihr verhindern, indem ihr Kimba blockt und zurückschickt!
    Eigentlich habt ihr doch zu sagen, wer wo lang gehen darf.

    Zitat

    Zwischendurch hats mal heftig gerappelt, da ging Leo auf Kimba los, jedoch hat Kimba daraus nichts gelernt.

    Aus Prügeleien lernt auch niemand etwas.
    So etwas darf man nicht zulassen.

    Zitat

    Ich kann Leo verstehen, dass er mal ausgerastet ist. Jedoch leider ohne Erfolg. Nun, er tut uns Leid. Aber wenn wir dann zu Leo gehen und sagen "ach der liebe Leo...." und ihn streicheln find ich wird Kimba noch gereizter.

    Hmm, das ist menschliches Handeln und Denken, Kimba kann damit nichts anfangen.
    Da könnt ihr Kimba 100mal erzählen, dass Leo ein ganz Lieber sei, er sieht es anders.

    Zitat

    Anfangs dachten wir, die Rangfolge sollen die beiden unter sich klären,

    Hunde haben keine Rangfolge untereinander auszukämpfen.
    Wenn Hunde sich kloppen, geht es meist um Ressourcen.
    Hier scheint eine Ressource der "Weg" (Durchgang?) zu sein, desweiteren scheint eure Zuwendung eine Ressource zu sein.

    Ihr bestimmt, wer Aufmerksamkeit bekommt.
    Schickt den weg, der gerade nicht an der Reihe ist.
    Behandelt beide gleich, teilt die Ressourcen ein, duldet keine Prügeleien, wenn ein Hund knurrt, splittet sie.

    Gruß
    Leo, mit ebenfalls zwei unkastrierten Rüden,
    die in keiner Rangfolge nach Alpha, Beta... leben!

  • Zitat

    mittlerweile ist es aber so, dass Kimba Leo anknurrt, sobald er in seine Nähe kommt. Wenn Leo ihm aus dem Weg gehen will, rennt Kimba ihm hinterher, bremst ihn aus und stellt sich vor ihn. Leo traut sich nicht vorbei..

    Sowas würde ich nicht dulden. Scheinbar läuft das öfter so ab?
    Corey ist auch so ein kandidat, ich erlaube ihm, seine Individualdistanz einzufordern (er mag einen der Rüden hier nicht so gern), aber er neigt dazu, dann diese Distanz auszuweiten (nach einiger Zeit auf einen ganzen Raum) oder eben andere Hunde unter totaler Kontrolle zu haben: er bremst aus, blockt, schickt Hunde dahin wo er das will.
    Und das hab ich mir viel zu lange angeschaut.

    Ich kenn meinen Pappenheimer nun, wie gesagt, er darf wegknurren, wenn ihm was zu nah ist, aber hinterherlaufen und herumdirigieren: nein.

    Ich blocke ihn sofort körperlich, wenn ich nur seh, er setzt sich fixierend in Bewegung. Anfangs flog er aus dem Zimmer. Wichtig ist dabei: Nicht extrem laut/wütend werden, sondern einfach ein klares Abbruchkommando, wenn Hund ansetzt, und wenn man rausschickt, dann ganz ruhig, aber bestimmt.

    Dass Corey noch nervöser wird, wenn ich nen anderen Hund streichel, kenne ich auch. Auch hier gilt: ich bestimme das und wer sich dann nicht benimmt, kann ein gutes Stück weggehen.
    Geht er dann, gibts ein kurzes verbales Lob und einige Minuten später auch eine Streicheleinheit (einzeln). Niemand kommt zu kurz, aber nur wenn sich benommen wird ;)

  • danke leo :gut:
    genau das ausgedrückt,was ich jetzte ungefähr ebenfalls geschrieben hätte
    lasst die hunde nicht machen,ihr bestimmt ja schliesslich was los geht und was nicht..von daher nehmt euch leos ratschläge unbedingt zu herzen

    ich habe 3 rüden und zwischen louise und rüdiger hats öfter so sehr geknallt,das beide sich sogar recht heftig festbissen (mit tierdoc besuch und bla)..einfach weil louise ein wahnsinnig eifersüchtiger idiot ist und von ihm ging immer alles aus...seitdem ICH hier ganz konsequent ressourcen verteile (eben auch meine zuwendung) hab ich keine grossen keilerein mehr hier

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